Ernst Scherzer

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Ernst Scherzer (* 12. März 1951 in Langenzenn) ist ein fränkischer Alleinunterhalter, Sänger, Gesangsparodist und Multiinstrumentalist, der mit bis zu 15 Instrumenten auftritt. Und all das, obwohl ihm als Flüchtlingskind der Besuch des Gymnasiums und ein reguläres Musikstudium verwehrt war.

Ernst Scherzer
© Szabo & d'Atri GbR

Leben und Wirken

Herkunft und Familie

Ernst Stefan Scherzer ist einer von zwei Söhnen des Maurers Heinrich Scherzer (* 12. November 1929 in Langenzenn, † 1958 ebda.) und der Angestellten Gisela Tillmann (* 28. Dezember 1930 in Högyész, Ungarn, deutsch: Hedjeß oder Hidjeß).

Die Familie Tillmann wurde 1946 als deutschstämmige Familie (Donauschwaben) aus Ungarn vertrieben und mußte Haus und Eigentum zurücklassen.

1948 heirateten Heinrich Scherzer und Gisela Tillmann noch sehr jung. Die Ehe wurde nach wenigen Jahren 1954 geschieden. Ernst Scherzer hatte einen älteren Bruder, Hans Willi Scherzer (1949-2004). Beide wurden Halbwaisen, als ihr Vater 1958 starb.

Ernst Scherzer wuchs bis zum sechsten Lebensjahr zusammen mit seinem Bruder bei seinen Großeltern mütterlicherseits auf und schlief auch dort. Seine Mutter war ja berufstätig. Seine Mutter hatte 1954 den Schreiner Herbert Kutzer (* 1925 in Johannesdorf /Sudetenland, wohnhaft in Bürgstein) geheiratet. Sein Stiefvater zog Ernst liebevoll wie seinen eigenen Sohn auf und förderte sein musikalisches Talent, indem er seinen Musikunterricht finanzierte. Später baute er für ihn eigenhändig in Abend- und Wochenendarbeit das ganze Dachgeschoß seines Hauses als Wohnung aus. [1]

Ungarn: „Ich denke oft an Piroschka“

Obwohl seine Großeltern Tillmann auch ungarisch sprachen, interessierte sich Ernst Scherzer als Kind noch nicht für die ungarische Sprache. 1966, als Ernst Scherzer 15 Jahre alt war, besuchte seine Familie erstmals ihre Verwandten in der ungarischen Gemeinde Hedjeß, in der seine Mutter Gisela Tillmann geboren wurde. Auch seine Großmutter Barbara Tillmann, geb. Mayer, (* 14. September 1900 in Cziczo-Puszta, † 4. Juli 1971 in Fürth) war dabei. Seitdem verbrachte Ernst Scherzer alljährlich seinen vierwöchigen Urlaub bei seinen Verwandten in Hedjeß in Ungarn. Dort musizierte er mit seiner Cousine, die er in sein Herz geschlossen hatte und schwärmerisch verehrte. Er begann Ungarisch zu lernen, um sich mit ihr besser zu unterhalten und ihre Briefe lesen zu können. Seine Mutter half ihm bei der Aussprache der Wörter. Als er mit 25 Jahren seine spätere Frau kennenlernte, hörten diese Besuche für zehn Jahre auf. Erst nach seiner Scheidung setzte er mit 36 Jahren seine Urlaubsreisen nach Ungarn fort. Ungarn ist für ihn zu einer zweiten Heimat geworden. Jedesmal, wenn der Film „Ich denke oft an Piroschka“ läuft, schaut er ihn an.

Seit 1990 ist die fränkische Gemeinde Eckental die Partnergemeinde der ungarischen Gemeinde Hedjeß. Beide Gemeinden treffen sich alle zwei Jahre. 1991 gab es ein Pfingsttreffen der Eckentaler in Hedjeß. Auch Ernst Scherzer, seine Eltern und sein Bruder nahmen daran teil.

Schule

Während Ernst Scherzer die Volksschule in Langenzenn besuchte, war er Ministrant.
Geprügelte Schüler
1951 waren die Lehrer meist Frontsoldaten, die pädagogisch nicht ausgebildet waren. Von diesen Lehrern gab es - wohl in Erinnerung an ihre eigene Schulzeit - Prügel, Schläge mit dem Stock auf die Finger sowie Kopfnüsse. Der Kaplan bildete keine Ausnahme. Alle Schüler, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht hatten, mußten sich vor der Klasse in einer Reihe aufstellen und wurden einer nach dem andern abgewatscht, d.h. erhielten mit der flachen Hand einen kräftigen Schlag auf eine Backe, eine Ohrfeige. Die in dieser „Lernatmosphäre“ gezüchtigten, körperlich und somit auch seelisch mißhandelten, gedemütigten Kinder wurden traumatisiert. Diese Unterdrückung durch Schläge, Kopfnüsse und Drohungen und der Lernzwang führten bei den verängstigten Schülern zu Lernhemmungen und Denkblockaden.

Ernst schloß die Volksschule mit Einsern und Zweiern ab. Wäre seine Familie nicht so arm gewesen, hätte er mit seinem IQ über 130 als Hochbegabter auch das Gymnasium besuchen und dann studieren können.

Berufsausbildung

Ernst Scherzer erlernte dann in der Kammgarnweberei Bössneck & Meyer in Fürth den Beruf eines Industriekaufmanns. Auch an der Berufsschule hatte er hervorragende Noten.. Der Kaplan bildete keine Ausnahme.

Berufliche Tätigkeit und Bundeswehr

Anschließend war Ernst Scherzer zwei Jahre bei der Stadtverwaltung Langenzenn tätig. Die Schreibtischtätigkeit gefiel ihm aber nicht.

Episode: Hausbau mit Gitarre und Gesang
Sein Stiefvater baute 1973 in Langenzenn ein Haus. Als das Fundament ausgehoben werden sollte, sollte der zweiundzwanzigjährige Ernst Scherzer dabei mit der Schiebkarre helfen. Er war aber als Schreibberufler die schwere Bauarbeit nicht gewöhnt und hatte zwei linke Hände, so daß sein Stiefvater lieber auf seine Mithilfe verzichtete. Statt dessen unterhielt Ernst Scherzer die Bauarbeiter in ihren Pausen mit seiner Gitarre und Gesang. Die ließen sich gern von der Arbeit abhalten.
Exkurs: Bundeswehr
Mit 20 Jahren verpflichtete sich Ernst Scherzer freiwillig für zwei Jahre bei der Bundeswehr. Zuerst war er in Dillingen an der Donau und wurde als Morse- und Schreibfunker eingesetzt. Dann kam er als Tast- und Schreibfunker zum Generalstab nach Ulm. In München war er während der Olympischen Sommerspiele von 1972 als Schreibfunker im Olympischen Dorf eingesetzt. Dort erlebte er den Angriff palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft.
In seiner zweijährigen Dienstzeit spielte er in Dillingen im Offizierskasino als Gitarrist in der Militärkapelle. Wenn später in Dillingen die Kompanie marschierte und Marschlieder sang, sang der Obergefreite Scherzer am lautesten, so daß seine Kameraden meinten, sich zurückhalten zu können. Deshalb wurde dem Obergefreiten Scherzer das Singen ganz verboten.
Aber auf seiner Stube studierte er mit sieben bis acht Mann mit der Gitarre Marschlieder für den „Marsch mit Gesang“ ein. Es gab laufend Stuben-Parties, auch mit anderen Stuben, bei denen er die Kameraden mit Rockmusik unterhielt.
Für Ernst Scherzer war die Zeit bei der Bundeswehr - im Rückblick betrachtet - die schönste Zeit seines Lebens. Als seine Wehrdienstzeit endete, ging er wehmütig Abschied nehmend und mit Tränen in den Augen noch einmal durch alle Bereiche seiner ihm liebgewordenen Dillinger Heimatkaserne.

Nach zwei Jahren Bundeswehr und einem Abstecher ins Versicherungsgeschäft absolvierte er einen zweijährigen Karriereplan beim Warenhaus „Quelle“ in Hannover, Erlangen, Kempten und Darmstadt mit täglichen Schulungen, um Verwaltungssubstitut zu werden und um im Innendienst Fuß zu fassen. Jedoch scheiterte er an seiner künstlerischen Ader. Ihm waren Mitarbeiterinnen unterstellt, denen er nach Dienstschluß mit Gitarrenbegleitung Lieder vorsang. Sie luden den sympathischen jungen Mann ein und begannen, sich mit ihm zu duzen. Damals gab es bei „Quelle“ noch nicht das kollegiale Führungsprinzip. So bedeutete man ihm, daß eine Führungskraft wegen der Hierarchie Distanz halten und die Mitarbeiter siezen müsse. Man trennte sich einvernehmlich.

Exkurs: Ehe
Bei der „Quelle“ lernte Ernst Scherzer 1974 seine spätere Frau, Angelika Holderberg (* 26. August 1954 in Bochum, † 8. Mai 2000 in Bochum), bei einem Quelle-Seminar für Führungskräfte in Schlangenbad bei Wiesbaden kennen. Sie war Substitutin für Damenoberbekleidung in Bochum, Ernst Scherzer war Substitut für Verwaltung in Hannover. Es war Liebe auf den ersten Blick. Beide kündigten und waren damit arbeitslos. Zuerst lebten sie vier Jahre im Nürnberger Stadtteil Eibach, dann sechs Jahre in Höfles, auch einem Stadtteil von Nürnberg. In Höfles sang Ernst Scherzer im Sängerkreis Nürnberg-Höfles mit. Er heiratete Angelika Holderberg am 14. Mai 1982. Die Ehe wurde 1987 geschieden.

Ernst Scherzer arbeitete dann für vier Versicherungen im Außendienst, wo er mit Menschen zu tun hatte und seine Zeit ohne hierarchische Unterordnung selbstverantwortlich einteilen konnte.

Um seine beruflichen Chancen zu erhöhen, absolvierte er auf dem Zweiten Bildungsweg von Januar 1976 bis Dezember 1977 ein Vollzeitstudium an der Deutschen Angestellten-Akademie Nürnberg. Im schriftlichen und mündlichen Examen erhielt er gute Noten. Doch verweigerte man ihm den Betriebswirt-Titel, weil er die Abgabefrist seiner Zulassungsarbeit „Führung einer Außendienstorganisation“ krankheitshalber um zwei Tage überschritten hatte. Man bewertete seine Zulassungsarbeit nicht. Das Dozentengremium gab ihm vielmehr ein neues Thema für eine Zulassungsarbeit: „Der Kupfermarkt von 1960 bis 1970“. Dieses Thema, das er sich nicht hatte aussuchen dürfen und das umfangreiche statistische Erhebungen und mathematische Auswertungen erfordert hätte, empfand er als Schikane, weil es ihn zuviel Zeit gekostet hätte.

Seit 1986 ist er als Versicherungsfachwirt bei der Versicherungskammer Bayern angestellt. Er erhält ein Grundgehalt und Provisionen für Vertragsabschlüsse. Ernst Scherzer ist ein Beispiel für lebenslanges Lernen: Noch mit 46 Jahren setzte er sich zwölf Jahre lang, also bis zum 58. Lebensjahr, jeden Samstag auf die Schulbank und erwarb fünf Fachwirtabschlüsse in fünf verschiedenen Versicherungssparten.

Paul (III.) Lautensack an seiner Hausorgel (ohne Pedal), 1579, Universitätsbibliothek Erlangen
Wikimedia Commons

Sänger und Multiinstrumentalist

Historischer Rückblick: Der Stadtpfeifer

Als einen Vorläufer des Multiinstrumentalisten Ernst Scherzer könnte man den mittelalterlichen Nürnberger Stadtpfeifer Paul Lautensack bezeichnen. Die Lehrlinge und Gesellen eines Stadtpfeifermeisters mußten bei ihm möglichst alle gängigen Instrumente lernen.

Musikalische Wurzeln

Von Ernst Scherzers Urgroßvater József Tillmann (* in Hedjeß), verheiratet mit Theresia Herz, ist bekannt, daß er Klarinette und Tuba spielte. Ernst Scherzers Mutter spielte Mundharmonika.

Ernst Scherzers Großeltern mütterlicherseits, die ihn in Langenzenn bis zum sechsten Lebensjahr aufgezogen hatten, kauften Ernst Scherzer eine Gitarre. Sein Großvater János (Johann) Tillmann (* 21. September 1886 in Hedjeß, † 7. Januar 1964 in Langenzenn) und seine Großmutter Barbara Tillmann, geb. Mayer, (* 14. September 1900 in Cziczo-Puszta/Hedjeß, † 4. Juli 1971 in Fürth) waren selbständige Schneidermeister, die Maßanzüge und Kostüme nähten. Während seine Großmutter an der Nähmaschine arbeitete, sang sie den ganzen Tag Volkslieder. Ihr Kanarienvogel „Mandi“ sang mit. Sie konnte auch Gitarre und Zither spielen. Ihre beiden Töchter kauften ihr eines Tages eine Gitarre, die sie bis an ihr Lebensende spielte. Nach einem Unfall 1969, zwei Jahre vor ihrem Tod, nahm sie ihre Gitarre sogar ins Krankenhaus mit und spielte und sang anderen Patienten vor. Zu ihr hatte Ernst Scherzer eine besonders innige Beziehung. Als die Familie sich 1971 an ihrem Sterbebett versammelt hatte, brach der 20jährige Ernst Scherzer ohnmächtig zusammen.

Multiinstrumentalist

Im Alter von zwölf Jahren lernte Ernst Scherzer Blockflöte, mit 15 Jahren Gitarre. Sein Musiklehrer war der gebürtige Schlesier Hans Pawlik, der in Langenzenn das Jugendorchester gegründet hatte, eine Sparte des Heimatvereins Langenzenn. Bei ihm lernte Ernst Scherzer Gitarre, Violine, Violoncello und Akkordeon. Der Unterricht fand in der Wohnung der Eltern statt. Als ein Cellist für das Jugendorchester gebraucht wurde, lernte Ernst Scherzer Violoncello. Mit 17 Jahren lernte er bei Hans Pawlik Akkordeon, danach noch Violine. Damals spielte er sogar abends in seiner Lehrfirma Violine.

Hans Pawlik regte an, Ernst solle Musik studieren und nahm ihn mit ins Nürnberger Opernhaus. Doch Ernst wollte keiner der Musiker werden, die unsichtbar im Orchestergraben spielen, sondern wollte als Solist auf der Bühne stehen.

Seitdem war Ernst Scherzers Leben erfüllt mit Musik. Er spielte als Gitarrist in Markt Bibart in einer Band, die an Wochenenden auftrat. Später erlernte er nach und nach weitere Musikinstrumente.

Mit 18 Jahren machte er seinen Führerschein. Jetzt beweglich geworden, konnte er in gleich drei Bands Gitarre spielen.

Exkurs: „Die lustigen Aischgründer“
Die zweite Band, in der Ernst Scherzer mit 18 Jahren als Gitarrist von 1969 bis 1970 spielte, waren „Die lustigen Aischgründer“. Sie übten vornehmlich im großen Saal des Landgasthofes „ Zur Einkehr“ in der Gemeinde Gerhardshofen für Tanzveranstaltungen. Dies waren für Ernst Scherzer im Rückblick seine zwei schönsten Jahre als Musiker.

Nach zweijährigem Wehrdienst in der Bundeswehr trat er mit 22 Jahren in einem Trio als Gitarrist auf. Mit 24 Jahren nahm er ein Elektro-Akkordeon (ein schlichter Vorläufer des Keyboards) hinzu und wurde nebenberuflich Alleinunterhalter. Mit 44 Jahren lernte er das elektronische Keyboard kennen, das selbständig Rhythmen, Akkorde und bestimmte simulierte Instrumentalstimmen erklingen lassen kann. Das ärgerte ihn, und er lernte als Autodidakt im Selbststudium verschiedene Blasinstrumente zu spielen: Trompete, Saxophon, Klarinette, Querflöte, Ventilposaune. So wurde er zu einem Multiinstrumentalisten, der eine erstaunliche Fülle von Musikinstrumenten beherrscht. Für das Selbststudium kaufte er sich entsprechende CDs und Schulen und prägte sich Griffbilder ein, während er mit dem Auto zu Kunden unterwegs war. Bei seinen Auftritten spielt er auf dem Keyboard, das u.a. 4.000 Lieder gespeichert hat, mit einem Soloinstrument oder begleitet sich bei Gesang mit Gitarre oder Schlagzeug. Diese „handwerkliche“ Musik, bei welcher der Musiker noch persönlich musizierend erlebt wird – anders als bei der synthetischen Keyboard-Konservenmusik - kam beim Publikum an. Das animierte ihn, auch noch die Mundharmonika seinem Instrumenten-Repertoire beizufügen.

Als er im Jahre 2006 bei einem Ungarn-Urlaub einen Alleinunterhalter mit einer Percussionstrommel erlebte, war er so beeindruckt, daß er begann, auch das Spiel mit Schlaginstrumenten zu erlernen. Er kaufte sich zwei Congas, die mit Händen geschlagen werden, eine Djembé (Urwaldtrommel), eine Snare Drum (Marschtrommel) und eine Hi-Hat-Maschine, die mit dem Fuß bedient wird und das Becken-Paar anschlägt. Ab 2007 erlernte er auch die Steirische Harmonika, die mit Knöpfen anstelle von Tasten gespielt wird. [2] Er spielt und übt zu Hause in jeder freien Minute mit seinen zahlreichen Instrumenten. Seit Januar 2009 erlernt er sein fünfzehntes Instrument: die Zither.

Ernst Scherzer in Fürth
beim Einladen seiner Instrumente
Foto: Katja Hahn

Er tritt häufig mit allen Instrumenten auf und braucht deshalb eine Stunde, nur um seine Musikinstrumente aufzubauen und zu stimmen. Beruf und berufliche Fortbildung beschränken die Häufigkeit seiner Auftritte vor Publikum auf das Wochenende. Jeder Auftritt als Alleinunterhalter bedeutet auch schöpferischen Mut und körperlichen Einsatz. Darum ist jeder Auftritt so etwas wie eine Uraufführung, die für ihn Reiz und Anspannung bedeutet, weil er allein ohne Begleitung und ohne die Hilfe eines Partners auftritt.

Klassischer Gesangsunterricht

Ernst Scherzer träumte immer davon, Opernsänger zu werden. Er mußte aber erkennen, daß dies eine schöne Illusion war; denn er hatte mit dem Gesangsunterricht erst mit 25 Jahren begonnen, und sein Brotberuf nahm und nimmt ihn voll in Anspruch. Doch widmet sich Ernst Scherzer einem regelmäßigen Gesangsstudium, immer am Freitagnachmittag.

Noch in seiner Schulzeit war Ernst Scherzer so schüchtern, daß er einmal sogar in Tränen ausbrach, als er im Musikunterricht vorsingen sollte. Doch sein sangeslustiger Stiefvater ermunterte ihn immer wieder, Volkslieder zu singen. Als Nachbarinnen den Jungen wegen seiner Stimme lobten, bekam er Mut, auch in der Schule zu singen.

Doch vermied er auch dann noch das Singen, als er ab seinem 15. Lebensjahr und in den folgenden Jahren als Gitarrist in Bands spielte.

Als sich Ernst Scherzer mit 24 Jahren entschloß, nebenberuflich als Alleinunterhalter aufzutreten, ging das nicht ohne Singen. Doch seine Schüchternheit vor großem Publikum legte sich allmählich, als er merkte, daß er beim Publikum ankam. Als sich Kehlkopfentzündungen einstellten, nahm er Gesangsunterricht bei verschiedenen Gesangslehrern und Gesangspädagogen. Inzwischen kann er auf 33 Jahre Ausbildung in klassischem Gesang zurückblicken. Von seinen verschiedenen Gesangslehrern wurde Ernst Scherzer abwechselnd den Stimmlagen Baß, Tenor und Bariton zugeordnet. [3]

Die Gesangslehrerin Paula Gerngroß (Nürnberg, Breite Gasse) hielt ihn zunächst für einen Bassisten, und so bemühte er sich 1976/78 zwei Jahre lang, seiner Baßstimme eine metallene Färbung zu geben; deshalb konzentrierte er sich auf Literatur und Tonträger für Baßstimme. Doch gelang es ihm nicht, eine für das professionelle Singen notwendige Atemtechnik zu lernen.

Mit 28 Jahren unterrichtete ihn von 1978 bis 1981 drei Jahre lang der Kammersänger Heinz Klaus Ecker (* 1942 in Kiel) (Schwaig bei Nürnberg), [4] der am Nürnberger Opernhaus in Wagner-Opern die Hauptrollen sang. Dieser ordnete ihn als Bariton ein.

Ab seinem 31. Lebensjahr war er neun Jahre bei der staatlich geprüften Gesangspädagogin Ann Godau (Nürnberg, St. Johannis, Kirchenweg), die ihn als Tenor einstufte und ihn mit Falsett-Stimme singen ließ, einer Kopfstimme mit Tendenz zum Countertenor, wie Ivan Rebroff. Als der empfindsame Künstler aber merkte, daß einige Zuhörer diese Art von Gesang etwas merkwürdig fanden, hörte er mit dem Falsett-Gesang wieder auf.

Seit 1991, seinem 40. Lebensjahr, nahm Ernst Scherzer regelmäßig Gesangsunterricht beim Opernsänger Klaus Lange (* 1932 in Leipzig), einem Mozarttenor, der am Nürnberger Opernhaus Hauptrollen sang, und der ihn eindeutig als Tenor einordnete. Klaus Lange unterrichtete und kontrollierte die richtig gestützte Atemtechnik. Ernst Scherzer lernte bei ihm Bühnenrollen und auch die damit verbundene Bühnengestik und –mimik. Er freute sich auf jeden Freitagnachmittag und auf zweieinhalb Wochenendtage Entspannung und Erholung durch Musik. [5]

Auf der Suche nach dem atemtechnisch richtigen Gesang war Ernst Scherzer in den Jahren 2000/2001 auch noch bei der Logopädin Judith Lippoth-Hütter, die mit ihm Stimmübungen durchführte, damit er lernt, sein Zwerchfell zu spüren und zu nutzen.

Durch professionellen Gesangsunterricht verschiedener Lehrer lernte er die richtige Atemtechnik und singt nun mit Stimmstütze und ganzem Körper, [6] so daß er er seither von Halsentzündungen und Stimmbandknoten verschont blieb. Auf einer von einem HNO-Arzt angefertigten Fotografie zeigte sich, daß die Stimmbänder Ernst Scherzers anatomisch besonders geformt sind. Sein Stimmumfang beträgt zweieinhalb Oktaven.

Gesangsparodist

Nach und nach entwickelte Ernst Scherzer sich auch zu einem Stimmenimitator bzw. Gesangsparodisten. Am Anfang stand 1971 das Duett „Je t'aime“.

„Je t'aime“
Je t'aime ... moi non plus (Sie: Ich liebe dich ... Er: Ich dich auch nicht.) [7] ist ein erotisches Duett des französischen Chansonniers und Komponisten Serge Gainsbourg, das er 1967 mit Brigitte Bardot aufnahm. Die Bardot empfand das Lied aber im Hinblick auf ihre Ehe mit Gunter Sachs als zu gewagt, so daß es Gainsbourg auf ihre Bitte hin nicht veröffentlichte. Als Gainsbourg „Je t'aime“ 1969 mit der englischen Sängerin Jane Birkin interpretierte, war Brigitte Bardot bestürzt.
Das Lied stand zeitweise bei einigen Radiosendern auf dem Index, weil Text und Beischlafgeräusche der Aufnahme von einem Teil der Programmacher und Hörer als anstößig empfunden wurden. Die Aufnahme wurde innerhalb weniger Monate über eine Million mal verkauft und machte das Paar international bekannt. [8]
Ernst Scherzer übte das Lied, einen Sprechgesang, 1971 während der damaligen Zeit der freien Liebe, der Softpornos und Aufklärungsfilme ein und interpretierte und persiflierte ihn mit eigener abgewandelter deutscher Textfassung. Er hatte wie viele andere Französisch nicht gelernt, übersetzte den Dialog des Liebespaares ins Deutsche und behielt nur den Refrain der beiden französisch bei. Er sang und stöhnte abwechselnd mit Sopran die Frauenstimme und mit Tenor oder Baß die Männerstimme. Während seiner Darbietung betrieb er Striptease bis auf den Slip. Mit diesem „Menstrip“ war er seiner Zeit weit voraus. Dazu übertrieb er das lustvolle Stöhnen, so daß die Gäste sich vor Lachen bogen. Das führte dazu, daß er insbesondere von Diskotheken engagiert wurde. Diese Nummer hatte er wegen der Lacherfolge jahrzehntelang in seinem Programm, wozu dann besonders innig getanzt wurde.
So erhielt er den Künstlernamen „Je t’aime“. Seitdem begrüßte man ihn mit „Servus, Je t’aime“, und das in seiner Heimatstadt Langenzenn und Umgebung sogar noch heute - nach 40 Jahren. Auch bei der Bundeswehr in Dillingen parodierte Ernst Scherzer damals zwei Jahre lang das Lied, insbesondere im Offizierskasino. Dies war ein bescheidener Anfang Ernst Scherzers als Stimmenimitator und Texter.

Das Parodieren von Sängern als Stimmenimitator übte Ernst Scherzer heimlich zu Hause, sein Gesangslehrer hätte das wahrscheinlich nicht geduldet. Aber ohne die Unterweisungen beim Opernsänger Klaus Lange hätte er sich wohl nicht an diese nicht einfache Kunst herangewagt.

Er lernte es, verschiedene Sänger nachzuahmen, z.B. Adamo, Hans Moser, Max Raabe, Karel Gott, Michael Jackson, Joe Cocker, Elvis Presley, Tom Jones, Tony Christie, Howard Carpendale, Freddy Quinn, Heino, Roy Black, Rex Gildo,Johannes Heesters, Rudi Schuricke, Frank Sinatra, Dean Martin, Engelbert (alias Engelbert Humperdinck, eigentlich: Arnold George Dorsey), Roger Whittaker, Roland Kaiser, Wolfgang Petry, Jürgen Marcus, Semino Rossi, Reinhard Mey und andere. Er verfügt auch über eine sog. Black voice, also eine „schwarze“ Soul-Stimme. Er kann auch jodeln.

Als Stimmenimitator ist er auch Spezialist für den Gesang der 20er Jahre, der Zeit der Comedian Harmonists. Er beherrscht 20 Titel, darunter: „Du hast Glück bei den Frau’n, Bel Ami!, den Slow-Fox „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ (Text: Fritz Rotter, Komponist: Franz Doelle), „Es wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein“. Er singt diese Stücke in der damaligen Stimmlage wie heute etwa Max Raabe.

Ernst Scherzer hat auch ein Faible für die alte Wiener Musik. Er präsentiert als Stimmenimitator die schönsten Wiener Stücke von Paul Hörbiger, Hans Moser und anderen berühmten Wiener Interpreten in einer „Special-Wien-Live-Sequence“ (Original Schrammel-Musik-Playback mit Livegesang ohne Mikrofon).

Volkssänger und Interpret von Volksmusik

Ernst Scherzer singt auch gern volkstümliche Lieder und Kunstvolkslieder wie „Alle Tage ist kein Sonntag“, „Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen“, „Man müßte nochmal zwanzig sein“, „Schütt' die Sorgen in ein Gläschen Wein“, das Frankenlied „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“ und viele andere. Zu den großen Vorbildern Ernst Scherzers gehören diesbezüglich Willy Schneider und Rudolf Schock. Ihn beeindruckte, daß beide sich seinem Empfinden nach mit Herz und Seele mit Volks- und Heimatliedern in die Herzen ihrer Hörer hineinsangen. Besonders Willy Schneider inspirierte ihn so sehr, daß er sich bemühte, ihn vom Stil her nachzuahmen.

Scherzer hört und sieht deshalb auch gern Volksmusik-Sendungen wie „Kein schöner Land“ oder Gotthilf Fischer mit seinen Fischer-Chören und Eva Lind, die die „Straße der Lieder“ fortführte.

Gern schaut er auch Heimatfilme an wie Grün ist die Heide von 1951 mit Kurt Reimann (Nachtigall), Hans Richter (Hannes) und Ludwig Schmitz (Tünnes), die als fahrende Sänger und Musikanten auftraten. [9] Der Schmelz in den Stimmen der drei Sänger gefiel ihm, so daß er deren Lieder mit deren Klangfarbe (Timbre) sang.

Man kann Ernst Scherzer somit auch der Gruppe der Volkssänger und Interpreten von Volksliedern zuordnen.

Das Rangau-Duo

Gelegentlich spielt Ernst Scherzer auch mit einem Partner als „Rangau-Duo“, einem „Allround-Duo“. So war beispielsweise in einer Einladung des CSU-Ortsverbandes Wolframs-Eschenbach vom Juli 2008 zu lesen: „Für musikalische Unterhaltung sorgt der bekannte Entertainer Ernst Scherzer vom Rangau-Duo“.

Das „Rangau-Duo“ besteht aus Karl Heinz Riegel und Ernst Scherzer; es ist im Rangau und darüber hinaus bekannt. Karl Heinz Riegel singt, jodelt und spielt Gitarre und Mundharmonika. Mit ihren lauten Stimmen kommen die beiden ohne Verstärker aus. Karl Heinz Riegel ist der geborene verbale Unterhalter. Er beherrscht die fränkische Mundart und schrieb fränkische Mundartlieder. An Wochenenden fuhren und wanderten sie durch die Fränkische Schweiz und machten sich den Spaß, in Gaststätten als fahrende Wirtshausmusikanten kostenlos aufzutreten, wenn sie ihre Instrumente im Auto dabeihatten. Sie traten z.B. auch bei der Einweihung der Rangaubahn in Cadolzburg auf.

Repertoire

Ernst Scherzers Repertoire umfaßt Unterhaltungsmusik und ernste Musik jeder Art. Gesanglich und instrumental ist er ein Allrounder.

Auftritte bei freudigen und traurigen Anlässen

Ernst Scherzer tritt nicht nur bei Feiern und Festen auf wie z.B. Geburtstagen und Jubiläen, sondern auch bei Hochzeiten und Beerdigungen in Kirchen.

Stubenmusi

Ernst Scherzers abendfüllendes, fünfstündiges Stubenmusi-Programm enthält Gesang und das Spiel mit Steirischer Harmonika, Akkordeon und Gitarre.

Nachdem Ernst Scherzer auch Zither gelernt hat, bietet er für einen Stubenmusi-Abend auch ein einstündiges Programm mit der Zither an.

Zur künstlerischen Arbeit

Ernst Scherzer liebt die Musik und das Musizieren. Ein Leben ohne Musik kann er sich nicht vorstellen. Er singt und spielt mit ganzer Seele, um den Menschen Freude zu bereiten.

Ernst Scherzer singt mit geschulter Stimme Klassik und mit Kunst- und Naturstimme abwechselnd Pop und Schlager. Bei der Popmusik setzt er wie die Bee Gees auch die Falsettstimme ein. Siehe auch Dieter Bohlens Duo „Modern Talking“. Dabei kommt ihm zugute, daß er von seinen Gesangslehrern nacheinander in die Stimmlagen Baß, Bariton, Countertenor und Tenor eingeordnet worden war.

Die meisten Musiker spezialisieren sich auf ein Hauptinstrument, um den gesteigerten Anforderungen der Orchestermusik zu entsprechen. Allenfalls begleitet ein Sänger in der Unterhaltungsmusik seinen eigenen Gesang durch ein Akkordinstrument etwa Klavier oder Gitarre wie Wolfgang Buck, Johnny Hechtel, Günter Stössel oder Dieter Weigl. Insofern ist Ernst Scherzer als Sänger, Stimmenimitator und Multiinstrumentalist eine Ausnahmeerscheinung in der Musikszene, weil er mehrere Gesangsstimmen und gleichzeitig und abwechselnd verschiedene Instrumente einsetzt. Das macht ihn zum Geheimtip. Er betreibt keine Werbung, sondern verläßt sich auf Mundpropaganda, weil er nur an Wochenenden auftreten kann. Er hat seit dem Jahr 2000 keine Visitenkarten mehr drucken lassen, sondern schreibt allenfalls seine Telefonnummer auf Bierdeckel.

Ernst Scherzer bereitet sich mit seiner Programmauswahl und Übungen intensiv auf sein Publikum vor. Das fällt ihm nicht leicht, weil er die Zusammensetzung des Publikums und dessen Niveau in der Regel vorher nicht kennt und weil er auch weniger niveauvolle Veranstalterwünsche berücksichtigen muß. Manch ein Gast verlangt in angeheiterter Stimmung in Bierzelt-Atmosphäre vom Wirt eine Programmänderung. Gibt der dem Drängen des Gastes nach und verlangt eine Programmänderung, dann muß der Künstler seine besten Stücke weglassen und kann sein wahres Können nicht mehr zeigen. Das alles hat Ernst Scherzer einmal in einem Vortrag über „Die Freuden und Leiden eines Entertainers“ beschrieben.

Bei einem Auftritt achtet er auch darauf, wie das Publikum in der ersten Stunde reagiert. Je nachdem strengt er sich mehr oder weniger an.

Ernst Scherzer bekommt viele Komplimente, die ihn motivieren, ständig an sich weiterzuarbeiten, um seinem Publikum Außergewöhnliches zu bieten. Ein Kompliment, das ein wenig seine Arbeitsbedingungen als Multiinstrumentalist veranschaulicht, soll hier erwähnt werden. Am 20. Oktober 2007 trat er in Ingolstadt bei Sugenheim in Mittelfranken im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, in „Freimann´s Weinstuben“ im oberen Saal auf. Der Wirt, der Winzer Walter Freimann, habe ihm am Schluß, als Ernst Scherzer seine Instrumente abbaute, sinngemäß gesagt:
„Ich muß Ihnen ehrlich sagen, als Sie kamen und Ihre Instrumente zwanzigmal die Treppe hinauftrugen, hat meine Frau und mich fast der Schlag getroffen. Wir befürchteten, daß Sie unser Weinlokal in ein Rockkonzert verwandeln würden. Aber als Sie eine Viertelstunde gespielt hatten, legte meine Frau ihre Arbeit in der Küche nieder, lauschte Ihrer Musik und sagte: »Der Mann macht eine himmlische Musik!«“ [10]

Musiker im Unruhestand

Seit Ernst Scherzer in seinem Brotberuf als angestellter Versicherungskaufmann am 1. Juli 2014 in den Ruhestand trat, hat er nun sehr viel mehr Zeit für seine musikalischen Auftritte, Übungen und Stimmbildung. Durch Empfehlung fand er an der Volkshochschule Veitsbronn den Musiker, Chorleiter, Sänger und Stimmbildner Marco Schneider. Durch die Stimmübungen in der Gruppe erzielte Ernst Scherzer seit September 2015 enorme Fortschritte, mit denen er nicht mehr gerechnet hatte.

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Kontakt

Ernst Scherzer
Elbinger Straße 6
90579 Langenzenn
Tel. 09101 - 87 93
E-Mail: e-scherzer.musik@t-online.de

Literatur (Auswahl)

  • Scherzer, Ernst (1951– ), Unterhaltungskünstler. In: Bayerisches Musiker-Lexikon Online hrsg. von Josef Focht - BMLO
  • Evergreen-Abend mit Tanz und Brunch. Am Freitag, 10. Oktober 2003 ab 19.00 Uhr findet im Sportheim ein Evergreen-Abend statt. Ernst Scherzer unterhält mit Hits aus den 70er und 80-er Jahren. Sportfreunde Laubendorf e.V., Siedelbacher Straße 13, 90579 Langenzenn – Laubendorf, 29. September 2003 - im Netz
  • „Für die anschließende Tanzunterhaltung sorgt Ernst Scherzer aus Nürnberg.“ In: Siebenbürgische Zeitung, Folge 10 vom 30. Juni 2005, S. 20
  • Christa Staudenmeier: Ehrenabend des Kleingärtnervereins Flora, Röthenbach an der Pegnitz, Pressebericht Ehrenabend 2006 vom 4. November 2006 - PDF-Datei (Musiker Ernst Scherzer, der uns an diesem Abend musikalisch unterhielt)
  • Unterhaltungsmusik mit Entertainer Ernst Scherzer zur Kirchweih. In: Drei-Franken-Aktuell, Aktuelle Informationen und Veranstaltungen des Marktes Burghaslach 13/2007, Mo., 9. Juli 2007 ab 20.00 Uhr, S. 18 - PDF-Datei
  • CSU-Ortsverband Wolframs-Eschenbach: 1. Lampionfest am Samstag, den 26.07.2008. In: Amts- und Mitteilungsblatt Wolframs-Eschenbach Nr. 6/2008, S. 16 - PDF-Datei
  • ah [= Andreas Hahn]: Speziell auf ,Reifere‘ zugeschnitten. Generation «60 plus» vom Schwander Carnevals-Club eingeladen. In: Schwabacher Tagblatt vom 13. Februar 2009 - im Netz („Die musikalische Begleitung übernahm Ernst Scherzer aus Roth.“)
  • ah [= Andreas Hahn]: Senioren unterhalten. Prunksitzung der Schwander Karnevalisten. In: Schwabacher Tagblatt vom 6. Februar 2010 - im Netz („Die musikalische Begleitung übernahm neben dem Technikerteam der Schwander Karnevalisten der Musiker Ernst Scherzer aus Roth.“)
  • Namen im Gespräch: Der Musiker und Stimmenimitator Ernst Scherzer stammt nicht aus Roth, ... In: Schwabacher Tagblatt vom 11. Februar 2010 - Lokalmeldungen - Schwabach und Umland
  • Altbuchfest der FFW Laubendorf mit Unterhaltungsmusik von Ernst Scherzer aus Langenzenn, am 19. Juni 2010 ab 20 Uhr - im Netz
  • ah [= Andreas Hahn]: Carnevals-Club Schwand eröffnet Faschingssession. Prinzenpaar der Session 2010 verabschiedet. In: Schwabacher Tagblatt vom 18. November 2010 - im Netz

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

  • Teamseite der Agentur Szabo & d´Atri | Versicherungskammer Bayern - vkb.de
  • Bayerischer Rundfunk: Plattform für die Volksmusik - im Netz
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Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Der Artikel beruht vornehmlich auf Interviews mit dem Künstler und auf seinen künstlerischen Darbietungen. Ernst Scherzer hat eine Wohnung im Haus seiner Eltern. Das sind weitere Zeugen, die ich zwecks Überprüfung unabhängig von ihm befragt habe. So führte ich auch mehrere Interviews mit seiner Mutter. Hinzu kommen Interviews mit seinem Umfeld, z.B. Kurzinterviews mit zwei seiner Gesangslehrer.
  2. Ernst Scherzer übertrifft mit der Zahl seiner Instrumente beispielsweise Musiker wie den Kammersänger Robert Licha (1921-2005) vom Nürnberger Opernhaus, der mit einem Lehrvertrag bei einem Musikmeister in Schlesien als Musiklehrling in Gesang und fünf Instrumentalfächern ausgebildet wurde. Trotzdem war Robert Licha kein Multiinstrumentalist; denn ein solcher setzt (bei entsprechendem Honorar) alle seine Instrumente ein.
  3. David L. Jones: Hohe oder tiefe Stimme? Kritische Anmerkungen über das Bestimmen der Stimmlage, 2000/2003 - PDF-Datei
  4. Zur Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland: Heinz Klaus Ecker (63) aus Schwaig, Landkreis Nürnberger Land, hat mit seiner künstlerischen Arbeit und seinem gesellschaftlichen Engagement das kulturelle Geschehen weit über die Grenzen Bayerns hinaus bereichert. Der Bayerische Kammersänger gastierte an allen bekannten Opernhäusern in Europa, ist Mitglied der Bayreuther Festspiele und seit 35 Jahren durchgehend am Nürnberger Opernhaus tätig. Ecker engagierte sich als Mitglied der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger.“ In: Beckstein händigt Orden aus, 29. Juni 2006 - Bauunternehmen.com
  5. Als Ernst Scherzers Bruder Hans Willi Scherzer 2004 starb, engagierte Ernst Scherzer Klaus Lange für die Trauerfeier. Klaus Lange sang „Ave Maria“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“. Ernst Scherzer sang „Guten Abend, gute Nacht“.
  6. Enrico Caruso: „Meine Töne kommen aus dem Unterleib.“
  7. Je t'aime moi non plus auf der Webseite von arte.tv
  8. * Video: Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte. Popstar, Poet, Provokateur: Joann Sfar zeigt das facettenreiche und skandalträchtige Leben der französischen Singer-Songwriter-Legende Serge Gainsbourg in einem nicht immer ernst gemeinten, biografischen Musikfilm. In: Nordbayern.de vom 12. Oktober 2010 -Nordbayern.de
    * Regina Urban: Joann Sfars wunderbare Hommage „Gainsbourg“. Lebenslang ein Abenteurer. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 238 vom 14. Oktober 2010 - NN
    * Thomas Susemihl: Der Unsterbliche: „Gainsbourg“. Techtelmechtel mit Gréco und Bardot. In: Nürnberger Zeitung Nr. 238 vom 14. Oktober 2010, S. 24 - NZ
  9. Filmausschnitt (Lied, Text und Bild): Kurt Reimann, Ludwig Schmitz, Hans Richter - Auf der Lüneburger Heide 1951 - YouTube.com
  10. Die zitierte Darstellung und das Kompliment „himmlische Musik“ habe ich bei der Familie Freimann überprüft. Der Sohn Manfred Freimann antwortete am 11. Mai 2010 per E-Mail: „Meine Eltern können sich noch gut an den Abend erinnern, der im Oktober 2007 stattfand und bei dem meine Mutter tatsächlich das Kompliment an den Musiker richtete.“
  11. Die von Ernst Scherzer autorisierte Fassung wurde im FrankenWiki vor den Augen der Administration von einem maskierten Wikipedianer, der sich am 29. August 2010 als „Benutzer:Riebefan“ anmeldete, nach Protest umbenannt in „Benutzer:Drei im Weckla“, ruf- und geschäftsschädigend vandaliert. Die Originalfassung wurde daher zuerst in PlusPedia gerettet. Ernst Scherzer ließ sich diese von „Benutzer:Drei im Weckla“ vandalierte, diskriminierende Artikel-Ruine nicht gefallen und beschwerte sich bei der Nürnberger Zeitung. Die Nürnberger Zeitung löschte daraufhin am 10. September 2010 den vandalierten Artikel und damit aber zugleich auch die autorisierte Originalfassung:
    • 10:27, 10. Sep. 2010 Nürnberger Zeitung hat „Ernst Scherzer“ gelöscht ‎(Diese Seite entspricht nicht den Richtlinien von Franken-Wiki und wird deshalb erst einmal hier entfernt, um überarbeitet zu werden)
    Quelle: http://franken-wiki.de/index.php/Spezial:Logbuch/delete
    Das ist die Nodutschke-Methode: Er vandaliert einen Artikel, bis er unansehnlich und reif zum Löschen ist.

    Zur Biographie eines Universalmusikers
    Die inhaltlich immer noch kümmerliche Biographie über Günther Beckstein und/oder ein NZ:Beckstein-Interview hätte die NZ nicht gewagt zu löschen. Im FrankenWiki heißt es nämlich auf der Hauptseite: „Das Leben berühmter Franken wird hier ebenso beschrieben wie …“ Ernst Scherzer ist kein berühmter Franke, sondern ein kleiner Mann aus dem Volk. Doch sein Schicksal faszinierte viele Menschen mehr als die vielen lückenhaften, wenig aussagekräftigen Kurzbiographien prominenter Menschen, in denen persönliche Aussagen fehlen. Ein Mensch unterscheidet sich von einem Tier. Aber obwohl ein Mensch aus Körper, Geist und Seele besteht, werden Geist und Seele in Lexikonartikeln vernachlässigt. Persönliche Befindlichkeiten gehören in einen biographischen Artikel, z.B. auch Krankheiten oder Ängste, Wut, Scham und Traurigkeit. Auch eine persönliche Lebensphilosophie sollte ihren Platz darin haben. Insofern hat Ernst Scherzer dankenswerterweise einen Tabubruch begangen. Bei einem Musiker spielen Empfindungen eine ganz besondere Rolle, weil sie ihn bei der Musik positiv oder negativ beeinflussen können. Ernst Scherzer hat zwar kein Lampenfieber, aber er verspürt, wie z.B. auch der Startenor Rolando Villazón,‎ vor jedem Auftritt eine gewisse Nervosität. Nur mit dieser Nervosität erhält der Künstler die Spannung, die nötig ist, um eine gute künstlerische Leistung hervorzubringen. Statt dessen soll er in einem Lexikon wie dem Franken-Wiki zu einem seelenlosen Gegenstand wie ein Roboter degradiert werden und damit seiner Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte beraubt werden.
    Innerhalb von vier Monaten überholte Ernst Scherzer in der Statistik der beliebtesten Seiten des FrankenWiki fast alle fränkischen Prominenten. Am 10. September 2010 hatte Ernst Scherzer 8.757 Aufrufe und lag damit auf Platz 29. Vor ihm lagen nur noch zwei bekannte fränkische Künstler und ein Kampfsportler.
    Ernst Scherzer hat als eine Art Universalmusiker eine besondere Bedeutung, weil seine Kunst aus einer einmaligen Kombination besteht, aus
    • einem (privat bei Opernsängern ausgebildeten) klassischen Sänger, der in allen Genres zu Hause ist, d.h. viele Musikrichtungen in seinem Repertoire hat, klassische und Popmusik bis hin zur Volksmusik.
    • einem Gesangsparodisten, der rund 30 Gesangsstars imitiert und
    • einem Multiinstrumentalisten, der in Veranstaltungen mit bis zu 15 Instrumenten auftritt.
    Diese Kombination gibt es nirgends. Daher war es wichtig, die Entwicklung eines solchen Volkssängers, Multiinstrumentalisten und Gesangsparodisten darzustellen. Für seine Biographie gab und gibt es genug Interessierte, die wissen wollen, wie man zu einem solchen Ausnahmemusiker wird, der zwar bisher nur vor kleinem Publikum auftrat, was aber seinen künstlerischen Wert nicht mindert.
  12. Der Wikipedia-Löschnomade „Benutzer:Riebefan“, umbenannt in Benutzer:Drei im Weckla, der u.a auch den Artikel „Ernst Scherzer““ im Franken-Wiki vandaliert hatte, folgte in die PlusPedia und vandalierte auch dort den Artikel unter wechselnden Namen. In der PlusPedia werden aber entgegen lexikalischer Regeln alternative Meinungsartikel durch anonyme Benutzer geduldet, so auch eine primitive, ruf- und geschäftsschädigende Fassung der Biographie Ernst Scherzers des anonymen Benutzers „Pfitzners Hansi“. Ernst Scherzer ließ daher in der PlusPedia den Schmähartikel und, um Trolle nicht zu füttern, auch seine eigentliche Biographie löschen. 5. Januar 2011, Manfred Riebe

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