Joachim Gauck

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Joachim Gauck (* 24. Januar 1940 in Rostock) ist studierter Theologe. Er war ein evangelischer Pfarrer, Bürgerrechtler und Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Von 1990 bis 2000 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit („Gauck-Behörde“). Seit 2003 ist er Vorsitzender des Vereins »Gegen Vergessen – Für Demokratie«. Er war einer der Kandidaten bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten im Juni 2010. Nach dem Rücktritt von Christian Wulff wurde Joachim Gauck am 18. März 2012 zum Bundespräsidenten gewählt. Gauck hat angekündigt, zur nächsten Bundespräsidentenwahl im Februar 2017 nicht mehr anzutreten.[1]

Joachim Gauck [2]
Foto: Presse- und Informationsamt
der Bundesregierung
Joachim Gauck bei einer Pressekonferenz der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Wikimedia Commons

Leben und Wirken

Herkunft

Während der ersten fünf Jahre seines Lebens wuchs Joachim Gauck zusammen mit seiner jüngeren Schwester Marianne im Ostseedorf Wustrow auf, auf dem Fischland, östlich von Rostock an der mecklenburgischen Küste.

Seine Eltern waren der Kapitän Joachim Gauck (* 1907) und Olga, geb. Warremann (* 1910 in Rostock), eine gelernte Bürofachfrau. Der Vater hatte in Wustrow die Seefahrtschule zuerst mit dem Steuermannspatent und 1940 mit dem Kapitänspatent A 6 beendet: Kapitän auf großer Fahrt. Er wurde zur Kriegsmarine eingezogen. Nach einem Einsatz in einer Minensuchflottille wurde er nach Adlershorst bei Gotenhafen (Gdingen) an die Navigationsschule versetzt. Dort wohnte die Familie einige Monate in seiner Dienstwohnung. Kurz vor dem Einmarsch der Russen wurde der Vater von Ostpreußen in die Marine-Kriegsschule nach Flensburg-Mürwik versetzt, wo er in englische Gefangenschaft geriet. Den Einmarsch der Russen in Wustrow erlebte die Familie Gauck am 3. Mai 1945. Wenige Tage zuvor hatte Olga Gauck ihr drittes Kind geboren, Joachim Gaucks Bruder Eckart. Die Mutter zog mit den drei Kindern zu den Großeltern Warremann nach Rostock. Der Vater kehrte im Sommer 1946 aus der englischen Kriegsgefangenschaft nach Hause zurück. Er arbeitete als Arbeitsschutzinspektor für Schiffahrt in Rostock. Am 27. Juni 1951 wurde der Vater „abgeholt“ und verschwand spurlos. Später stellte sich heraus, daß er von einem sowjetischen Militärtribunal in Schwerin wegen angeblicher Spionage und „antisowjetischer Hetze“ zu zweimal 25 Jahren Freiheitsentzug verurteilt und in ein Arbeitslager nach Sibirien deportiert worden war. Zwei Jahre nach dem Tod Stalins wurde er begnadigt und kehrte 1955 nach Rostock zurück.

Schule und Studium

Bereits in der Schule machte Joachim Gauck keinen Hehl aus seiner Ablehnung des SED-Regimes. „Schon im Alter von neun Jahren“ habe er gewußt, „daß der Sozialismus ein Unrechtssystem war“, sagte er 1991 in einem Interview.

Als man ihm nach dem Abitur ein Germanistikstudium verweigerte, wählte er statt dessen das Fach Theologie. Die Kirche erfuhr er als einen Freiraum, in dem „Anpassung als dominante Verhaltensform“ nicht gefragt war.

Während seines Studiums heiratete Joachim Gauck seine Jugendliebe Gerhild „Hansi“ Radtke.

Beruf

1965 trat Joachim Gauck in den Dienst der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche von Mecklenburg ein und wurde 1967 ordiniert. Anschließend arbeitete er als Pfarrer in Lüssow bei Güstrow. 1970 übernahm er eine Gemeinde in Rostock-Evershagen und engagierte sich nebenamtlich in der Jugendarbeit. Schon damals fiel sein Redetalent auf. Ab 1982 leitete er die Kirchentagsarbeit in Mecklenburg. Seine kritische Haltung zu Menschenrechtsfragen, Friedens- und Umweltthemen ließen ihn zum Objekt von Ausspähungs- und Disziplinierungsmaßnahmen des Ministeriums für Staatssicherheit werden. 1983 legte die Stasi den Operativvorgang „Larve“ an, um die „staatsfeindlichen Aktivitäten“ des aufmüpfigen Theologen einzudämmen.

Neues Forum in Rostock

1989 gehörte er zu den Mitbegründern des Rostocker Neuen Forums. Im Herbst 1989 machte Joachim Gauck durch seine Predigten in der Rostocker Marienkirche auf sich aufmerksam, mit denen er ein Stück „Theologie der Befreiung“ zu praktizieren versuchte. Von diesen wöchentlich donnerstags stattfindenden Gottesdiensten gingen in Rostock die Massendemonstrationen gegen die SED-Diktatur aus. Schon in dieser Zeit setzte er sich für die Aufdeckung der Praktiken des Überwachungs- und Unterdrückungsapparats der Stasi ein.

Abgeordneter der Volkskammer

Joachim Gauck, 22. Juni 1990
Wikimedia Commons

Nach dem Mauerfall übernahm Gauck politische Verantwortung: Im März 1990 zog Joachim Gauck als Abgeordneter der Bürgerbewegung in die Volkskammer ein, das erste frei gewählte Parlament der DDR. Er wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit gewählt.

Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Auf Grund seiner Nominierung durch die Volkskammer folgte sein Mandat als Bundestagsabgeordneter. Am 3. Oktober 1990 wurde er vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum „Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes“ berufen. Daraufhin legte er wegen seiner Funktion als Sonderbeauftragter am 4. Oktober 1990 sein Bundestagsmandat nieder. So wurde er zum Abgeordneten mit der bisher kürzesten Zugehörigkeit im Deutschen Bundestag.

Als er das Amt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes übernahm, wurde er laisiert.

Der Deutsche Bundestag wählte ihn 1995 mit großer Mehrheit für eine zweite (und letzte) Amtsperiode wieder. Bis zu seinem Ausscheiden im Oktober 2000 wehrte er sich immer wieder hartnäckig gegen die Schließung der Akten und verschaffte sich mit seiner kompromißlosen Amtsführung Respekt und Anerkennung quer durch die politischen Lager.

Joachim Gauck und Daniela Schadt
Foto: privat

Gauck gab 1998 an, daß es bis 1989 zwischen 20.000 und 30.000 Stasi-Spitzel in der Bundesrepublik Deutschland gegeben habe.

Lebenspartnerschaft

Die Leitende Redakteurin Innenpolitik der Nürnberger Zeitung, Daniela Schadt, ist seit dem Jahr 2000 seine Lebensgefährtin.

Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“

Auch nachdem Gauck nach zehn Jahren aus dem Amt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit ausschied, widmete er sich als Redner und Kommentator weiterhin dem Kampf gegen das Vergessen und Verdrängen der DDR-Vergangenheit.

2003 wurde Joachim Gauck Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, der im April 1993 gegründet worden war.

Biographie und Lebenserinnerungen

2000 erschien von dem Journalisten Norbert Robers [3] eine Biographie Joachim Gaucks. Gauck hatte für seinen Biographen Kontakte hergestellt, diese auch zur Familie und Freunden vermittelt und sogar seine eigene Stasi-Akte zur Verfügung gestellt. Im Mittelpunkt stand Joachim Gaucks Tätigkeit seit seiner Ernennung zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Dementsprechend fehlten Kapitel im Leben Joachim Gaucks. Eine Autobiographie Joachim Gaucks erschien daher wünschenswert.

In seinen Lebenserinnerungen vom Oktober 2009 „Winter im Sommer- Frühling im Herbst“ schildert Gauck sein Leben und wie den Menschen in der DDR grundlegende Menschenrechte vorenthalten wurden: Reisefreiheit, freie Berufswahl und freie Meinungsäußerung. Er berichtet über seine Ablehnung der DDR-Diktatur, über die Wende 1989, als die SED-Regierung in einer friedlichen Revolution gestürzt wurde, seine Arbeit in der „Gauck-Behörde“ und seinen Kampf für die Demokratie.

Der Anstoß zu dem Erinnerungsbuch ging vom Bertelsmann-Verlag aus. Bei diesem unterzeichnete Joachim Gauck einen Vertrag. Aber er bekennt, daß ihm das Schreiben schwerfiel. Er sei ein Redner, aber kein Schreiber. Deshalb nahm er die Hilfe von Helga Hirsch an, die seine Aufzeichnungen ordnete, straffte und präsentabel gestaltete.

Lesereisen

Wie jeder Autor unternahm und unternimmt Joachim Gauck Lesereisen, bei denen er aus seinen Lebenserinnerungen „Winter im Sommer- Frühling im Herbst“ vorliest. Er gestaltet diese besonders dadurch lebendig, daß er aus dem Stegreif in freier Rede besondere Erlebnisse einstreut, die keinen Platz in seiner Autobiographie fanden. So hielt er im Rahmen der mittelfränkischen Literaturtage auch Lesungen in der Region Nürnberg. Dabei begleitet ihn häufig seine Lebensgefährtin Daniela Schadt. Bei seiner wohl letzten Lesung in Fürth war auch seine Tochter Gesine Lange [4] dabei. Joachim Gauck zitierte aus dem Tagebuch seiner Tochter. Als er sie bat, aufzustehen, gab es Applaus.

Kandidaturen bei der Wahl des Bundespräsidenten

Nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler (CDU) am 31. Mai 2010 wurde Joachim Gauck von SPD und Bündnis90/Die Grünen als Kandidat für die Wahl eines neuen Bundespräsidenten am 30. Juni 2010 nominiert. [5] Er trat für mehr Direkte Demokratie ein und galt als „Kandidat der Herzen“.

Bei einer Abstimmung in FOCUS-Online: „Wer soll Bundespräsident werden?“ im Juni 2010 stimmten für Christian Wulff 23%, für Joachim Gauck 70,2% und für Luc Jochimsen 6,7%. [6] Demnach wäre Joachim Gauck bei einer Volksabstimmung Bundespräsident geworden.

Sein Biograph Norbert Robers urteilte Anfang Juni 2010, Gaucks Chancen auf die Präsidentschaft seien gering. Die bürgerlichen Parteien würden sich wohl der Parteiräson beugen, und für den Großteil der Linken sei der ehemalige Stasi-Jäger nicht wählbar. [7] Dies zeigte sich bereits darin, daß die Partei „Die Linke“ die Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten präsentierte.

Kaum hatten SPD und Grüne Joachim Gauck nominiert, begann die Hetze der Kommunistischen Internet-Zeitung gegen Joachim Gauck: „Kommunistenhasser soll Bundespräsident werden.“[8]

In der Linken gab es aber auch Stimmen für eine Unterstützung Gaucks in einem möglichen zweiten oder dritten Wahlgang. Doch Fraktionschef Gregor Gysi schloß eine Unterstützung Gaucks auch für den Fall aus, daß Christian Wulff im ersten Wahlgang scheitere und es zu einer zweiten und vielleicht dritten Abstimmung komme. Gysi begründete seine Haltung: „Er ist überhaupt nicht mal im Ansatz ein Linker.“ [9]

Tatsächlich boykottierte „Die Linke“ Gaucks Wahl. Luc Jochimsen trat auch im zweiten Wahlgang an und erhielt 123 Stimmen. Erst im dritten Wahlgang zog sie ihre Kandidatur zurück. Doch die „Linken“ enthielten sich der Stimme. Auf Grund des Fraktionszwanges der Regierungsparteien unterlag Gauck dem von CDU/CSU und FDP nominierten Christian Wulff, dies jedoch erst im dritten Wahlgang und mit dem achtbaren Ergebnis von 494 Stimmen.

Am 19. Februar 2012 verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Parteichefs von CSU, FDP, SPD und Grünen im Beisein Joachim Gaucks dessen erneute Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten. Am 18. März 2012 wurde Joachim Gauck zum Bundespräsidenten gewählt.

Bundespräsident Joachim Gauck nach Nürnberg

Bundespräsident Joachim Gauck mußte seinen Besuch am Freitag, 2. November 2012, in Nürnberg wegen eines grippalen Infekts verschieben. Joachim Gauck wollte sich in Nürnberg dem Thema „Arbeit und Integration“ widmen. Bei der Bundesagentur für Arbeit sollte ihn Frank-Jürgen Weise über Erfolgsfaktoren für die Integration in den Arbeitsmarkt informieren. Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wollte Dr. Manfred Schmidt ihm Programme zur Eingliederung von Zuwanderern vorstellen. Anschließend hatte Gauck vor, sich auch über die Koordinierungsstelle „Schlau“ der Stadt Nürnberg zu informieren, die den Übergang von Schülern von der Schule in die Ausbildung moderiert. Dort wollte ihn Oberbürgermeister Ulrich Maly begrüßen, und Joachim Gauck hätte sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Nürnberg eintragen sollen.

Politisches Profil

In seiner neuen Rolle profitiert Joachim Gauck nicht nur von seiner Biographie, sondern auch von seiner brillanten Rhetorik. Im Juni 2000 wurde ihm insbesondere für seine Rede zum zehnten Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 1999 vor dem Bundestag der Dolf-Sternberger-Preis verliehen. Im August 2000 erhielt er in Bonn den Cicero-Redenpreis. Der Geehrte habe „jenseits der öffentlich Floskelsprache zuverlässige Auskunft über die Krise und Entwicklung der Deutschen Einheit erteilt“, hieß es in der Begründung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel urteilte: „Weil Joachim Gauck so eine spannende Persönlichkeit ist, sage ich natürlich aus vollem Herzen, daß ich ihm gerne meine Reverenz erweise, denn er hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land.“

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

Erinnerungen - Verlag Siedler
  • 1995 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • 20.1.1999 Dr. h. c., Ehrendoktor der Universität Rostock
  • Juni 2000 Dolf-Sternberger-Preis
  • August 2000 Cicero-Redenpreis
  • 2005 Dr. h.c. mult., Ehrendoktor der Universität Augsburg [10]
  • 2010 Geschwister-Scholl-Preis, gestiftet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stadt München, verliehen 29. November 2010 für seine Lebenserinnerungen „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“
  • März 2012 Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Staatsoberhäuptern vorbehalten)

Veröffentlichungen (Auswahl)

Rowohlt, 1991

Bücher

  • Die Stasi-Akten. Das unheimliche Erbe der DDR. Joachim Gauck. Bearbeitet von Margarethe Steinhausen und Hubertus Knabe. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1991, 139 S., ISBN 3-499-13016-5 (Rororo; 13016: rororo aktuell); 28.-29. Tausend, 1995
  • Gerd Langguth, Joachim Gauck, Wolfgang Schuller, Ines Veith: Wahrheit und Gerechtigkeit: Taten und Folgen der SED-Diktatur. Sankt Augustin: Konrad-Adenauer-Stiftung, 1994, 37 S. (Reihe „Aktuelle Fragen der Politik“, Heft 1)
  • Joachim Gauck: Vom schwierigen Umgang mit der Wahrnehmung. In: Stéphane Courtois (Hrsg.): Das Schwarzbuch des Kommunismus: Unterdrückung, Verbrechen und Terror. Autoren: Karel Bartosek, Joachim Gauck, Jean L. Margolin, Ehrhart Neubert, Andrzej Paczkowski, Jean L. Panné, Nicolas Werth. München; Zürich: Piper, 1998, 987, [32] S., ISBN 3-492-04053-5 (Einheitssachtitel: Le livre noir du communisme); 4., Auflage, erw. Studienausgabe (2000), 1001, [32] S., ISBN 3-492-04268-6

Podiumsdiskussionen (Auswahl)

  • Die friedliche Revolution 1989/1990 in Deutschland und Mittel- und Osteuropa. Podiumsgespräch am 21. Januar 2010 anläßlich des 70. Geburtstags von Dr. Joachim Gauck in der Bertelsmann-Repräsentanz, Unter den Linden 1, Berlin. Eine Veranstaltung des Siedler-Verlags und der Bundeszentrale für politische Bildung mit György Dalos, Dr. Joachim Gauck und Prof. Dr. Richard Schröder. Moderation: Thomas Krüger, Präsident Bundeszentrale für politische Bildung.
Henschel, 2000

Literatur (Auswahl)

Biographien

  • Rayk Wieland: Portrait über Joachim Gauck. In: „konkret“, August 1997
Suhrkamp, 2013
  • Norbert Robers: Joachim Gauck. Die Biografie einer Institution. Berlin: Henschel, 2000, 239 S., ISBN 3-89487-365-5
    • Jan von Flocken: Abnorme Persönlichkeit. Eine geplante Biografie mit pikanten Passagen kommt Joachim Gauck offenbar ungelegen. In: FOCUS Magazin, Nr. 36, 4. September 2000 - FOCUS
    • Oliver Koch: Norbert Robers ist sein Biograf: Gaucks Intimkenner sitzt in Münsters Schloss. In: Münstersche Zeitung vom 10. Juni 2010 - MZ
    • Lukas Speckmann: Gauck-Biografie made in Münster. Alle wundern sich über Joachim Gauck. Norbert Robers nicht. In: Westfälische Nachrichten vom 11. Juni 2010 - WN
    • Peter Richter (Berlin): Ein Leben hinter der Larve. Joachim Gauck ließ sich eine Biografie fertigen – und ist nicht damit zufrieden. In: blogsgesang.de, Politischer Blog von Peter Richter vom 28. Juni 2010 - blogsgesang.de; auch in: Insiderkomitee zur Förderung der kritischen Aneignung der Geschichte des MfS - mfs-insider.de/
  • Marianne Birthler: Die Freiheit gestalten. Joachim Gauck zum 70. Geburtstag. In: Deutschland-Archiv, Band 43 (2010), 1, S. 20–22, ISSN 0012-1428
  • Norbert Robers: Joachim Gauck. Vom Pastor zum Präsidenten. Die Biografie. Aktualisierte 2. Auflage. Leipzig: Koehler & Amelang, 15. März 2012, 240, XXIV S., ISBN 978-3-7338-0388-9

Presse

  • Daniela Schadt: Nürnberger Ausstellung über die Stasi-Praktiken offenbart neben schockierenden Fakten auch Skurriles. Unterdrücker, die Angst vor den Unterdrückten hatten. Foto: Hagen Gerullis. Ausstellung vom 11. bis 28. November 1999 im Caritas-Pirckheimer-Haus. In: Nürnberger Zeitung vom 12. November 1999 - NZ (Fotounterschrift: Mit Fakten gegen Legenden: Joachim Gauck, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, bei der Ausstellungseröffnung im CHP)
  • Von der Auflösung der Stasi-Zentralen zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Joachim Gauck spricht am 12. Januar 2009 über seine Arbeit als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. In: Nachrichten der Universität Marburg vom 6. Januar 2009 - im Netz
  • Kandidaten-Porträt. Gauck über Parteigrenzen hinweg respektiert. In: Die Welt vom 4. Juni 2010 - WELT
  • Lucy M. Laube: Bundespräsidentenwahl: Joachim Gauck bei „Farbe bekennen“. In: Suite101.de, Das Netzwerk der Autoren, vom 11. Juni 2010 - Suite101.de
  • Daniel Friedrich Sturm: Spargelfahrt. Altkanzler trifft Joachim Gauck. In: Die Welt vom 9. Juni 2010 - WELT
  • Andreas M. Rink: Politik im Gespräch in Wolfenbüttel. Standing Ovations für Joachim Gauck. In: Vorwärts vom 19. Oktober 2010 - vorwaerts.de
  • lih: Joachim Gauck bei den Fränkischen Literaturtagen. Vom 5. bis zum 15. November lesen auch Joachim Gauck und Wladimir Kaminer in der Region. In: nordbayern.de vom 23. Oktober 2010 - nordbayern.de
  • radl [= Steffen Radlmaier]: Ein bunter Bücher-Herbst. 15. „LesArt“ in Fürth, Ansbach, Lauf und Schwabach. Ausverkauft sind die Auftritte von Joachim Gauck. In: nordbayern.de vom 27. Oktober 2010 - nordbayern.de
  • Isabel Krieger: Stehende Ovationen für Gauck. „Präsident der Herzen“ als Abschluss und Höhepunkt der Laufer Literaturtage . In: Pegnitz-Zeitung Nr. 264 vom 15. November 2010, S. 1 - PZ
  • Beke Maisch: Ossis fehlt die Übung. Joachim Gauck plädiert gekonnt für Verständnis. In: Nordbayerische Nachrichten vom 17. November 2010 - NN Forchheim
  • it/mf/stj/dpa/Reuters/AFP: Nachfolge von Wulff gefunden: Union lenkt ein – Gauck wird neuer Bundespräsident. In: FOCUS Online vom 19. Februar 2012 - focus.de
  • Birgit Sagemann: Gaucks Familie zur Bundespräsidentenwahl. In: Radio Bremen, Sendereihe:Der Nachmittag | Bremen Eins, Montag, 20. Februar 2012 - radiobremen.de
  • Herbert Wulfekuhl: Im Zeichen der Städtepartnerschaft. Die Gaucks zwischen Rostock und Bremen. In: Radio Bremen vom 20. Februar 2012 - radiobremen.de
  • Martin Schabenstiel: Würde – und Würze. Was Gauck unserem Land geben wird. In: Nürnberger Zeitung Nr. 43 vom 21. Februar 2012, S. 2 - NZ
  • Ulf Poschardt: Gauck, Wulff & Co. Die Politik im Fadenkreuz moralinsauerer Oberlehrer. In: Die Welt vom 21. Februar 2012 - welt.de
  • sc: Gauck kommt für eine Lesung nach Fürth. Erster Auftritt seit Kandidatenkür am Sonntag. In: Nürnberger Zeitung Nr. 45 vom 23. Februar 2012, S. 1 - NZ
  • Ursula Prem: Wilde Ehe im Bellevue? - Die Freitagskolumne von Ursula Prem. In: Autorenblog ein-buch-lesen.de, Freitag, 24. Februar 2012 - ein-buch-lesen.de
  • Fotogalerie: Joachim Gauck liest in der Fürther Comödie. 21 Fotos von Hans-Joachim Winckler. In: Fürther Nachrichten vom 24. Februar 2012 - FN
  • Wolfgang Händel: Trubel um den Bundespräsidenten in spe. Der Fürther Besuch von Joachim Gauck fand am Freitagabend ein großes Echo. Foto: Hans-Joachim Winckler. In: Fürther Nachrichten vom 25. Februar 2012 - FN
  • Jörg Völkerling und Mathias Heller: Joachim Gauck. B.Z.-Reise in das Leben der Gaucks. Wer ist der Mann, der am 18. März zum Bundespräsidenten gewählt werden soll? B.Z. auf Spurensuche. In: B.Z. vom 25. Februar 2012 22.35 Uhr - bz-berlin.de
  • Olaf Przybilla: Lesung in Fürth. Bürger Gauck plaudert über die Freiheit. In: Süddeutsche Zeitung vom 25. Februar 2012 - sueddeutsche.de
  • Sharon Chaffin: Ein Abend mit Joachim Gauck in Fürth. Alles wie immer – und doch ganz anders. In: Nürnberger Zeitung Nr. 47 vom 25. Februar 2012, S. 3 - NZ
  • dpa: Joachim Gauck lobt die Regionalzeitung. Bundespräsident hebt in Interview den hohen Wert der Presse- und Meinungsfreiheit hervor. In: Nürnberger Nachrichten vom 30. September 2012 - NN
  • Hoher Besuch: Joachim Gauck kommt nach Nürnberg. Bundespräsident informiert sich über Beratungsstelle „Schlau“. In: Nürnberger Zeitung vom 25. Oktober 2012 - NZ
  • Bundespräsident Gauck besucht Nürnberg. In: FrankenReport vom 31. Oktober 2012, S. 1
  • Bundespräsident Joachim Gauck reist am Freitag nach Nürnberg. In: Nürnberger Zeitung Nr. 254 vom 1. November 2012, S. 4 (Beim Namen genannt) - [NZ]
  • Alexandra Foghammar: Terminabsage - Besuch des Bundespräsidenten entfällt. In: Nachrichten aus dem Rathaus, Stadt Nürnberg, Presse- und Informationsamt, Nr. 425 vom 2. November 2012 - http://www.presse.nuernberg.de
  • Michael Matejka: Joachim Gauck zu Besuch in Nürnberg (15 Fotos). In: Nürnberger Zeitung Nr. 13 vom 16. Januar 2013 - NZ
  • afp: Im Umgang mit Flüchtlinen. Gauck ruft in Nürnberg zu mehr Offenheit auf. In: Nürnberger Zeitung Nr. 13 vom 16. Januar 2012, S. 1 NZ
  • ho: Gauck kritisiert Bösartigkeit und Fremdenfeindlichkeit in Mitteldeutschland. In: Junge Freiheit vom 20. August 2012 - JF
  • sh / dpa: Gauck fordert in Nürnberg offene Herzen für Zuwanderer. Bundespräsident besuchte die Bundesagentur für Arbeit und das Migrationsbundesamt. In: Nordbayern.de vom 16. Januar 2013 - nordbayern.de
  • Michaela Wiegel: Staatsbesuch in Frankreich. „Eine Geste der Versöhnung“. Sichtlich bewegt, gedenkt Bundespräsident Gauck bei einem gemeinsamen Besuch mit dem französischen Staatspräsidenten Hollande in Oradour-sur-Glane der Opfer des SS-Massakers von 1944. Das grausame Morden blieb bis heute ungesühnt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. September 2013 - faz.net
  • Andreas Sichelstiel: Eine Geste der Versöhnung wie einst Brandts Kniefall. Fritz Körber aus Behringersdorf hat gestern den Staatsbesuch im französischen Oradour-sur-Glane miterlebt. In: Pegnitz-Zeitung Nr. 206 vom 5. September 2013 - PZ
  • Dieter W. Rockenmaier: Gauck in der Rolle des Mediators. Der Bundespräsident läßt bitten. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2013, S. 2 - [ NZ]
  • Thorsten Severin, Christian Unger und Thomas Vitzthum: Gauck redet mit Merkel über Koalitionen. Kanzlerwahl frühestens im Advent? Der Bundespräsident erhöht den Druck – und lädt die Spitzenpolitiker aller Parteien ins Schloss Bellevue ein. In: Hamburger Abendblatt vom 1. Oktober 2013 - abendblatt.de

Lesungen / Vorträge

  • Unterwerfung, Anpassung, Widerstand – Anmerkungen zum Leben unter totalitärer Herrschaft. Festvortrag von Dr. h.c. Joachim Gauck am 19. Juli 1996 im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin. 11 Seiten, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, 2005 - PDF-Datei
  • Dokumentation: Abend mit Joachim Gauck, ehem. Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Lesung aus seinem neuen Buch 2009, Mittwoch, 14. April 2010, 19.30 - 21.30 Uhr, Neustädter Marienkirche in Bielefeld - im Netz. Verantwortlich: Hauskreis Bielefeld des Evangelischen Forums (Regionales Forum OWL), Informationen bei Pfr. i.R. Christian Stolze, Diesterwegstr. 50, 33604 Bielefeld, Tel. 0521 – 29 78 56, Bernd Ussner bernd.ussner@kk-ekvw.de - Enthält auch viele Videos!

Fernsehsendungen

  • Joachim Gauck Bundesbeauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR a.D., im Gespräch mit Corinna Spies. In: Alpha-Forum. Bayerischer Rundfunk, BR-ONLINE, Sendung vom 16. Oktober 2009, 20.15 Uhr, 14 Seiten - PDF-Datei

Videos

  • Gauck: „Politiker nicht so miserabel“. In: ZDF, Berlin direkt, 2. Januar 2011, Video, 18 Minuten – ZDFmediathek
  • Joachim Gauck - Wir tun nichts Gutes, wenn wir nicht fordern. Der Diplom-Theologe Peter Hahne interviewt den Pastor Joachim Gauck. In: ZDF, Berlin direkt, 2. Januar 2011 – YouTube-Kanal „HerrKutlatschkowa“ - YouTube

Querverweise

Netzverweise

  • iz/reh [= Irmgard Zündorf, Regina Haunhorst]: Joachim Gauck, geb. 1940. In: LeMO (Lebendiges virtuelles Museum Online), Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland - hdg.de/LeMO
  • ke [= Kathrin Engel]: Folgen der deutschen Einheit: Stasi - Das unheimliche Erbe, 1990/91–heute. In: LeMO (Lebendiges virtuelles Museum Online), Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland - hdg.de/LeMO
  • Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2010 - Wikipedia
  • Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2012 - Wikipedia

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Spiegel: Gauck verzichtet auf zweite Amtszeit, abgerufen 6.6.2016
  2. Joachim Gauck mit einer Miniatur der Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Revert (Staatsoberhäuptern vorbehalten)
  3. Norbert Robers (* 1963), Journalist, arbeitete von 1991 bis 1999 als Journalist für die „Welt am Sonntag“ und den „Focus“. Seit 1999 war er Redaktionsleiter bei den „Westfälischen Nachrichten“ in Münster, dann von 2001 bis 2006 EU-Korrespondent deutscher Tageszeitungen in Brüssel, 2006/2007 stellv. Chefredakteur beim Weser-Kurier, 2007 bei der Oldenburger Nordwest-Zeitung, 2008 bis 2009 Politikchef bei der WAZ, seit 2009 Pressesprecher der Universität Münster - Uni Münster
  4. Gesine Lange, Kinderdiakonin. In: Moment mal. Hrsg.: Evang.-lutherische Kirchengemeinde St. Martini zu Bremen-Lesum Nr. 1 vom Dezember 2010 bis Februar 2011, S. 4 - PDF kirche-bremen.de
  5. tdo/APD/ddp: Joachim Gauck denkt an Heirat – und an Scheidung. In: Spiegel.de vom 20. Juni 2010 - SPIEGEL
  6. flf/dpa: Luc Jochimsen. Linke-Kandidatin attackiert Gauck. In: FOCUS-Online vom 9. Juni 2010 - FOCUS
  7. Lukas Speckmann: Gauck-Biografie made in Münster. Alle wundern sich über Joachim Gauck. Norbert Robers nicht. In: Westfälische Nachrichten vom 11. Juni 2010 - WN
  8. Jens-Torsten Bohlke, Brüssel: SPD: Kommunistenhasser soll Bundespräsident werden. GAUCK - EIN BONZE DES IMPERIALISMUS AUS DEM PFAFFEN-SUMPF DER DDR. In: Kommunistischen Internet-Zeitung, Brüssel, 10. Juni 2010 - kommunisten-online.de/
  9. dpa: Linke nominiert Nürnbergerin für Präsidentenwahl. In: Nürnberger Zeitung vom 7. Juni 2010 - NZ
  10. EhrendoktorInnen der Universität Augsburg - im Netz
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