Klemens Dieckhöfer

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Klemens Dieckhöfer (* 14. September 1938 in Bonn) ist promovierter Arzt, Oberstarzt der Reserve, Psychiater, apl. Professor für Neurologie, Psychiatrie und Geschichte der Medizin an der Universität Bonn i.R., promovierter Germanist und freiberuflicher Berufssachverständiger und Gerichtspsychiater.

Klemens Dieckhöfer
Klemens Dieckhöfer
beim Vortrag 2013 in Gießen
Dieckhöfer Hauptmann.jpg

Leben und Wirken

Schule, Studium und Promotionen

Er besuchte das Staatliche Beethoven-Gymnasium Bonn, wo er 1957 das Abitur bestand. Anschließend studierte er an der Universität Münster die Fächer Medizin, Psychologie, Philosophie und Germanistische und Lateinische Philologie. Dort wurde er an der Medizinischen Fakultät mit einer medizinhistorischen Doktorarbeit über „Daniel Voet 1630-1660. Ein „Neoaristoteliker“ des 17. Jahrhunderts“ am 15. Oktober 1968 zum Dr. med. promoviert.

Nach seiner Ruhestandsversetzung begann er auf Grund seines früheren Studiums der Fächer Germanische und lateinische Philologie an der Universität Bonn ein Promotionsstudium. Dort wurde er im Jahr 2012 mit der Dissertation über „Dichtung und Medizin. Zur Persönlichkeitsstruktur, körperlichen Verfasstheit in seinem dichterischen Schaffen und zur medizinischen Profession der Arztfiguren in den Werken Gerhart Hauptmanns“ zum Dr. phil. promoviert.

Neurologe und Psychiater

Bei der Bundeswehr avancierte Dieckhöfer zum Oberstarzt der Reserve.

Von 1974 bis 1986 arbeitete er als Oberarzt an der Universitäts-Nervenklinik Bonn, 1982 bis 1986 als Prof. a.Z. Anschließend übernahm er von 1987 bis 1988 die Leitung des Ärztlichen Dienstes der Wehrbereichsverwaltung (WBV) Düsseldorf. Danach war er von 1988 bis 1990 Chefarzt der Psychiatrischen Abteilung des St. Nikolaus-Hospitals Kalkar.

Ab 1986 war er in Bonn als psychiatrischer Gerichtsgutachter tätig und erstellte forensische Gutachten. Seit 1990 war er dann als freiberuflicher Berufssachverständiger (Fachgebiet Nervenheilkunde) und Gerichtsgutachter in Bonn tätig. [1]

Habilitation

Mit einer Habilitationsschrift „Beiträge zur psychiatrischen Wissenschaft in Spanien. Unter besonderer Berücksichtigung kulturhistorischer, völkerpsychologischer und linguistischer Phänomene“ habilitierte er sich 1974 an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn für die Fächer Neurologie und Psychiatrie.

Von 1981 bis 1986 wirkte Dieckhöfer als Privatdozent und Lehrbeauftragter an der Universität Bonn, wo er im Rahmen eines Lehrauftrags für Geschichte der Medizin medizinhistorische Übungen abhielt.

1979 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Mitgliedschaften und Ehrenämter

Er ist Schriftleiter psychiatrischer Fachjournale und Beiratsmitglied verschiedener ärztlicher und naturwissenschaftlicher Gesellschaften. Seit 1986 ist er als Berufssachverständiger tätig.

Dieckhöfer ist 2. Vorsitzender der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. (GEP)[2]

Gustl Mollath

Klemens Dieckhöfer setzt sich seit 2012 im Rahmen der Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie (GEP) öffentlich gegen den Mißbrauch der Psychiatrie und gegen Falschgutachten ein, insbesondere im Fall Gustl Mollath, der wegen seiner Strafanzeige über Schwarzgeldgeschäfte in der HypoVereinsbank in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden war. Seit dessen Freilassung am 6. August 2013 setzt er sich auch für dessen Rehabilitation ein.

Schreiben an Beate Merk

Dieckhöfer hatte schon im Februar 2012, also lange vor dem Wiederaufnahmeverfahren, die psychiatrischen Amtsgutachten über Gustl Mollath angezweifelt, die diesen in die geschlossene Psychiatrie gebracht hatten. Dieckhöfer hatte eine methodenkritische Stellungnahme zu den Gutachten Klaus Leipzigers und Pfäfflins verfaßt und der Justizministerin Beate Merk übersandt. Er kam zu harschen Urteilen über die von Leipziger demonstrierten Fähigkeiten. Er dokumentierte, daß Leipzigers und Pfäfflins Gutachten nicht den wissenschaftlichen Standards genügten. Die Gutachten des Dr. Leipziger aus 07/2005 sowie des Prof. Dr. Pfäfflin aus 02/2011 seien beiderseits als „unwissenschaftlich“ und als „Falschgutachten“ zu werten. Prof. Dr. Pfäfflin verbiege mit seiner „absurden“ diagnostischen Argumentation „wissenschaftlich fundiertes Denken in der Psychiatrie“. Trotz der augenfälligen Berechtigung dieser Kritik blieb die bayrische Justizministerin Beate Merk weiterhin untätig und wies das Gutachten Dieckhöfers ihrerseits als „unwissenschaftlich“ zurück. Prof. Dieckhöfer leitete daraufhin ein rechtliches Verfahren gegen Merk wegen Ehrabschneidung ein, das bis zum heutigen Tage andauert.

Michael Kasperowitsch, Redakteur der Nürnberger Nachrichten, berichtete am 7. März 2012 in seinem Artikel: „Harte Kritik an den Experten-Gutachten. Psychiatrie-Fall Ferdl G. [d.i. Gustl Ferdinand Mollath] beschäftigt den Landtag – Bonner Professor: Unwissenschaftlich und grotesk“:

"[…] Kurz vor der Anhörung von Justizministerin Beate Merk (CSU) im Verfassungsausschuss des Landtags kursiert dort die Stellungnahme eines Psychiatrie-Experten aus Bonn. Er fällt ein vernichtendes Urteil über die Gutachten seiner Kollegen, die dazu führten, dass Ferdl G. [d.i. Gustl Ferdinand Mollath] seit fast sechs Jahren eingesperrt ist.
Autor des Schreibens ist Professor Klemens Dieckhöfer, der nach eigenen Angaben selbst jahrzehntelang forensische Gutachten für Gerichte angefertigt hat.
[…] Die bisherigen offiziellen Gutachten hätten in Fachkreisen “höchstes Erstaunen” ausgelöst, sagte Dieckhöfer auf Anfrage zu seiner Motivation. Er habe derartige “Verbiegungen” in wissenschaftlichen Gutachten von Kollegen noch nicht erlebt. Dabei handelt es sich um einen Fachmann des Bayreuther Bezirkskrankenhauses, wo Ferdl G. [d.i. Gustl Ferdinand Mollath] seit Jahren einsitzt, und um einen Professor der Uni-Klinik in Ulm, der sich (…) erst vor einem Jahr für die weitere Unterbringung von Ferdl G. ausgesprochen hatte.
Das Urteil von Dieckhöfer fällt hart aus. Das Gutachten aus Bayreuth sei “unwissenschaftlich” und stelle in seiner “diagnostischen Zuordnung ein Falsch- bzw. Gefälligkeitsgutachten” dar. Gleiches gelte für die Beurteilung aus Ulm. Dieses “verbiegt wissenschaftlich fundiertes Denken”.
[…] Dieckhöfer moniert, es sei “mit keinem Sterbenswörtchen recherchiert” worden, was an den Vorwürfen von Ferdl G. dran ist. Jede gründliche Erörterung der Vorgeschichte einer angeblichen Erkrankung sei “in geradezu unverständlicher Weise unterlassen worden”. Keine der Diagnosen aus Bayreuth könne deshalb als stichhaltig gelten. Einige Behauptungen in dem Gutachten sind aus Sicht des Bonner Wissenschaftlers “geradezu grotesk”, andere Stellen nennt er “hilfloses Wortgeplänkel”, um dem Gutachten einen “pseudowissenschaftlichen Anstrich” zu geben.
[…] “Vorgegebene Strukturen”
Dass sich Ferdl G. seit Jahren gegen eine Behandlung zur Wehr setzt und jede Zusammenarbeit mit den Ärzten verweigert, sei “aus wissenschaftlicher Sicht keinerlei Wahn”. Man habe jede objektive Urteilsfindung vermieden und sich “zum Befehlsempfänger offensichtlich vorgegebener Strukturen gemacht, die außerhalb jeglicher wissenschaftlicher Kategorie liegen”. Die beiden attackierten Mediziner wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Quelle: http://www.gustl-for-help.de/medien.html#a06

OStA a.D. Gabriele Wolff fragt: Ob Dr. Leipziger auch diesen Kollegen schon wegen übler Nachrede angezeigt hat? Es könnte sein, daß der den Wahrheitsbeweis antritt.

Klage gegen Beate Merk

Dieckhöfer verklagte mit seinem Bonner Anwalt Wolf Steinweg die bayerische Justizministerin Beate Merk vor dem Verwaltungsgericht München wegen Ehrabschneidung, weil sie im Landtag seine Äußerung zur Causa Mollath als unwissenschaftlich bezeichnet hatte. [3] Er hatte zuvor im Rahmen der Arbeit der Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie die Gutachten über Mollath scharf kritisiert [4] und den Verfassern politischen Mißbrauch der Psychiatrie vorgeworfen.

Vortrag in Gießen

Am 24. August 2013 trat Gustl Mollath zusammen mit seinem letzten Gutachter Dr. med. Friedrich Weinberger bei einer Tagung der Gießener Akademischen Gesellschaft auf. Weinberger wiederholte dort seine Nürnberger Rede, die Mollath noch nicht kannte. Auch Klemens Dieckhöfer war auf dem Podium vertreten.

Universität München

Unter dem Titel „Der Fall Mollath — Versuch einer Aufarbeitung mit forensisch-psychiatrischem Fokus“ diskutieren am 13. Dezember 2013 an der Münchner Universität, Hörsaal Chirurgie, Nußbaumstraße 20, 17 Uhr, mit den Medizinstudierenden Münchens:

  • Dr. med. Hanna Ziegert, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie Fachärztin für psychotherapeutische Medizin
  • Dr. med. Friedrich Weinberger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie
  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Klemens Dieckhöfer, Professor für Neurologie und Psychiatrie sowie für Geschichte der Medizin an der Universität Bonn
  • Ministerialrat Dr. jur. Wilhelm Schlötterer, Verwaltungsjurist und Buchautor u.a. von Macht und Mißbrauch
  • Dr. jur. Gerhard Karl, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ansbach

Moderation: Nils Engel, Chefredakteur der Synapse, Zeitschrift der Medizinstudierenden Münchens

Etwas später erschien auch Gustl Mollath zusammen mit Martin Heidingsfelder. Unter den Zuhörern waren auch die Rechtsanwältin Erika Lorenz-Löblein und Erich Stephany.

Wiederaufnahmeverfahren

Während vor dem Landgericht Regensburg vom 7. Juli bis 14. August 2014 das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath lief, wartete Dieckhöfer in Bonn vergeblich darauf, daß er selbst seinen Beitrag dazu leisten könne, daß Gustl Mollath Gerechtigkeit widerfahre. [5]

Fotogalerie

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Kontakt

Prof. Dr. med. Dr. phil. Klemens Dieckhöfer
Medizinhistorisches Institut der Universität Bonn
Sigmund-Freud-Straße 25
D-53105 Bonn
Tel: 0228-287-15000
Fax: 0228-287-15006
Auch zu erreichen über:
Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie

Veröffentlichungen

Dissertationen

  • Klemens Dieckhöfer: Daniel Voet 1630-1660. Ein „Neoaristoteliker“ des 17. Jahrhunderts. Universität Münster, Medizinische Fakultät, Dissertation vom 15. Okt. 1968, 126 gez. Bl.
  • Der niederländische Arzt Daniel Voet. Ein Neoaristoteliker d. 17. Jahrhunderts. Zugleich: Universität Münster, Medizinische Fakultät, Dissertation 1968. Münster: Institut für Geschichte der Medizin der Universität Münster, 1970, 124 S. (Münstersche Beiträge zur Geschichte und Theorie der Medizin; Nr. 3)

Habilitationsschrift

  • Beiträge zur psychiatrischen Wissenschaft in Spanien. Unter besonderer Berücksichtigung kulturhistorischer, völkerpsychologischer und linguistischer Phänomene. Universität Bonn, Med. Fakultät, Habilitationsschrift, Bonn, 1974, 137 Bl.
  • El desarrollo de la psiquiatria en España. Elementos hist oricos y culturales. Madrid: Gredos, 1974, 175 S., ISBN: 84-249-0932-1

Monographien

Übersetzungen

  • Eugeen Roosens: Psychisch Kranke unter uns. Geel, eine Stadt integriert seelisch Kranke in ihre Gemeinschaft. Übersetzt von Klemens Dieckhöfer. Stuttgart: Hippokrates-Verlag, 1983, 88 S., ISBN 3-7773-0597-9 Aus dem Niederländischen übersetzt)
  • David Stafford-Clark; Andrew C. Smith: Psychiatrie. Ein Kompendium. Übersetzung und Bearbeitung von Klemens Dieckhöfer. Stuttgart; New York: Thieme, 1987, XIII, 311 S., ISBN 3-13-693901-8 (Einheitssachtitel: Psychiatry for students) Aus dem Engl. übersetzt.
  • David Stafford-Clark; Andrew C. Smith: Psychiatrie. Ein Kompendium. 2., überarb. und erg. Auflage. Übersetzung und Bearbeitung von Klemens Dieckhöfer. Stuttgart; New York: Thieme, 1990, XII, 320 S.., ISBN 3-13-693902-6 (Einheitssachtitel: Psychiatry for students) Aus dem Engl. übersetzt.

Herausgeberschaften

Artikel in Zeitungen und Zeitschriften (Auswahl)

  • H. J. Jörgens und K. Dieckhöfer: Internistische und psychopathologische Aspekte zur Colitis ulcerosa. In: Rudolf Adam, Walter Bräutigam und Annemarie Dührssen: Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse. 18. Jg., 1972, Göttingen: Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 1972 (22. Lindauer Psychotherapiewoche vom 24. April bis 6. Mai 1972)
  • Zur Pathographie vier Berühmter aus dem spanischen Hause Habsburg. In: Rudolf Adam, Walter Bräutigam, Annemarie Dührssen u.a.: Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse. 20. Jg., 1974, Göttingen: Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 1974
  • Aus der Geschichte der Bonner Medizinischen Fakultät. In: Friedhelm Korte (Redaktion): Bonner Universitätsblätter 1984. Bonn: Gesellschaft von Freunden und Förderern der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn e.V., 1984, 153 Seiten
  • Von der Irrenfürsorge zur wissenschaftlich begründeten Psychiatrie. 100 Jahre Rheinische Landesklinik Bonn. In: Bonner Heimat- und Geschichtsverein (Hrsg.): Bonner Geschichtsblätter Band 35. Bonn: Zimnoch 1984, 316 S.
  • Baunscheidt und seine Beziehungen zur zeitgenössischen Schulmedizin. In: Bonner Geschichtsblätter, Band 36, 1984, 415 S.
  • Schwerpunkte der Entwicklung der Naturheilkunde in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Medizinische Klinik, 27. August 1987 - 82892963295506
  • Gerhart Hauptmann und die zeitgenössische Psychiatrie im Spiegel seiner Werke. In: Gesnerus. Vierteljahrsschrift, herausgegeben von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. Aarau: Sauerländer, 1989, 46. Jahrgang, Heft 1/2, 176 S.
  • Die Irren von Valencia. Komödie als Schlüssel zum Verständnis der Seelenheilkunde im Spanien des „Goldenen Zeitalters“. In: Fortschritte der Medizin, Band 111, Oktober 1993, 19. Januar 1994, Medizinhistorisches Institut der Universität, Bonn (The insane of Valencia. Comedy as the key to understanding mental healing in Spain during the "Golden Age")
  • Lope de Vegas Komödie 'Los Locos de Valencia'. Zum Verständnis der Seelenheilkunde im Spanien des goldenen Jahrhunderts. In: Gunter Wahl, Wolfram Schmitt (Hrsg.): Heilen - Verwahren - Vernichten. Mochentaler Gespräche zur Geschichte der „Seelenheilkunde“. Verlag Kommunikative Medien und Medizin 1997, 260 Seiten

Vorträge (Auswahl)

Literatur

  • Dieckhöfer, Klemens. In: Katalog der Deutschen Nationalbibliothek - portal.dnb.de
  • Dieckhöfer, Klemens. In: natura-med, Ärztezeitschrift mit biologischen Therapien, 6:5 1991
  • Dieckhöfer, Klemens, Dr.med., apl. Prof. i.R. U Bonn, Berufssachverständiger (Fachgebiet Nervenheilkunde). In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2009, Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart, 22. Ausgabe, Band I, A-G, München: K G Saur, 2009, S. 690, Spalte 1
  • Ralf Forsbach (Hrsg.): [6]Medizin im „Dritten Reich“. Humanexperimente, „Euthanasie“ und die Debatten der Gegenwart. Münster; Berlin; Hamburg; London; Wien: Lit, 2006, 202 S., ISBN 3-8258-9169-0 (Aufsatzsammlung) - Inhaltsverzeichnis
  • Ralf Forsbach: Die medizinische Fakultät der Universität Bonn im „Dritten Reich“. München: Oldenbourg, 2006, 767 S., ISBN 978-3-486-57989-5 - Inhaltstext
    • Presseservice der Stadt Bonn: „Nicht nur Auschwitz....“ Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors - Ermordung und Verfolgung von Bonner Juden - Gedenkstunde im Alten Rathaus zur Erinnerung an den Tag der Befreiung von Auschwitz - Buchpublikation über die Rolle der Medizinischen Fakultät - presse-service.de
    • Annette Claus: Universitätsgschichte. Schrift betrachtet „Studieren in Bonn von 1818 bis zur Gegenwart“. In: General-Anzeiger, 31. Dezember 2013 - http://www.ralf-forsbach.de/19476.html

Presse / Rundfunk

Der geheime Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank vom 19. März 2003 wird 2011/2012 publik.

  • Michael Kasperowitsch: Ein gar nicht so fernes Unrecht? Nürnberger hat Schwarzgeld-Affäre angezeigt und landete dann in der Psychiatrie. Mehr als fünf Jahre sitzt Ferdl G. (Name geändert) [d.i. Gustl Ferdinand Mollath] jetzt schon zwangsweise in psychiatrischen Krankenhäusern. Der 55-jährige Nürnberger gilt als kranker, allgemeingefährlicher Gewalttäter. Er lebt, so haben die Gerichte mehrfach entschieden, in dem anhaltenden Wahn, Opfer des Bankensystems zu sein. Seine Gedanken würden um einen „fernen Punkt von Unrecht“ kreisen. Für seinen Anwalt und renommierte Psychiater ist das Unrecht allerdings gar nicht so fern. G. werde mundtot gemacht, weil er kenntnisreich die Verschiebung ungeheurer Mengen von Schwarzgeld von Nürnberg aus in die Schweiz angezeigt hat. Ob das tatsächlich stimmt oder nicht, um diese Frage hat die Justiz von Anfang an mit größter Hartnäckigkeit einen Bogen gemacht. Jetzt soll sich das Bundesverfassungsgericht mit dem Psychiatrie-Fall beschäftigen. In: Nürnberger Nachrichten vom 7. Oktober 2011 - NN - page5.de - http://www.dokzentrum.org/fileadmin/NN-KASPEROWITSCH_alleGM-Artikel_02.pdf
  • Olaf Przybilla und Uwe Ritzer, Bayreuth: Fall Mollath. Abgestempelt als „wahnhafte Störung“. Seit sechs Jahren sitzt Gustl Mollath in der Psychiatrie - und das, obwohl ein interner Bericht der Hypo-Vereinsbank seine Hinweise auf Schwarzgeldgeschäfte bestätigt hat. Justizministerin Merk behauptet, die Frage illegaler Finanztransaktionen habe für seine Einweisung keine entscheidende Rolle gespielt. In: Süddeutsche Zeitung vom 16. November 2012 - SZ
  • Thomas Hanel: Der Fall Mollath. Eine Strafanzeige wegen Geldwäsche - kein Grund für die Einweisung in die Psychiatrie? Musste es unweigerlich so kommen, dass der 56-jährige Gustl Mollath aus Nürnberg seit dem 14. Mai 2006 im Bezirkskrankenhaus Bayreuth weggesperrt ist? Oder ist nachlässig ermittelt worden? Ein abgekartetes Spiel gar? Die Angelegenheit beschäftigt auch den Bayerischen Landtag. In: Frankenpost vom 17. November 2012 - frankenpost.de
  • Klaus Rimpel: Dauer der Unterbringung bedenklich. Fall Mollath: CSU und FDP sehen keine Fehler. Zum Abschluss des Untersuchungsausschusses im Fall Mollath sehen CSU und FDP keine Fehler seitens der Politik sowie der Ermittlungsbehörden. Mit dieser Ansicht stehen sie aber alleine da. In: Münchner Merkur vom 9. Juli 2013 - merkur-online.de
  • Olaf Przybilla, Nürnberg: Fall Gustl Mollath. Strafrechtler wirft Justiz gravierende Fehler vor. Falsche Daten, einseitige Beweise und fehlende Objektivität: Der Strafrechtsprofessor Henning Ernst Müller nimmt das Verfahren in der Causa Mollath vor dem Nürnberger Landgericht förmlich auseinander. Der Justizministerin empfiehlt er, den Fall noch mal überprüfen zu lassen - von einer unabhängigen Seite. In: SZ vom 18. November 2012 - sueddeutsche.de
  • Klaus Rimpel: Wegen „Ehrabschneidung“. Fall Mollath: Psychiatrie-Prof verklagt Merk. Neuer Ärger für Justizministerin Beate Merk wegen der Mollath-Affäre! Prof. Klemens Dieckhöfer zieht gegen die Ministerin wegen „Ehrabschneidung“ vor Gericht. In: tz vom 20. Juni 2013 - tz-online.de
  • Klage gegen Beate Merk. In: Radio DONAU 3 FM Region, Ulm / Neu-Ulm vom Freitag, 21. Juni 2013 9:20 Uhr - donau3fm.de
  • Bernd Eyermann: Gustl Mollath. Bonner schrieb Gutachten im Fall Mollath. Während vor dem Landgericht Regensburg das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath läuft, wartet der emeritierte Bonner Professor Klemens Dieckhöfer darauf, dass er selbst seinen Beitrag dazu leisten kann, „dass dem Mann Gerechtigkeit widerfährt“. In: General-Anzeiger vom 22. Juli 2014 - general-anzeiger-bonn.de
  • Beate Lakotta, Regensburg: Prozess in Regensburg: Neuer Krach zwischen Gustl Mollath und seinen Verteidigern. In: Der Spiegel vom 28. Juli 2014 - spiegel.de

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Justiz- und Psychiatrieopfer

Netzverweise

  • Prof. Dr. Klemens Dieckhöfer: Gutachterliche Stellungnahme in Sachen Gustl Mollath vom 8. Februar 2012 an Beate Merk - PDF strate.net/de
  • Friedrich Weinberger: Brief an Prof. Dieckhöfer, Rechtsgelehrte, Zeitungsredakteure u.a.. Garmisch-Partenkirchen, den 26.11.2012 - psychiatrie-und-ethik.de
  • Dieckhöfer, clemens. In: Hauptkatalog der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (7) - opac2.ulb.uni-bonn.de

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Dieckhöfer, Klemens, Dr.med., apl. Prof. i.R. U Bonn, Berufssachverständiger (Fachgebiet Nervenheilkunde). In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2009, Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart, 22. Ausgabe, Band I, A-G, München: K G Saur, 2009
  2. Der Vorstand der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. (GEP) - psychiatrie-und-ethik.de
  3. Klaus Rimpel: Wegen „Ehrabschneidung“. Fall Mollath: Psychiatrie-Prof verklagt Merk. Neuer Ärger für Justizministerin Beate Merk wegen der Mollath-Affäre! Prof. Klemens Dieckhöfer zieht gegen die Ministerin wegen „Ehrabschneidung“ vor Gericht. In: tz vom 20. Juni 2013 - tz-online.de
  4. Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e. V. (GEP): Rundbrief 2/12 – September 2012 (http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/wp-content/uploads/2012/10/RB201202.pdf PDF psychiatrie-und-ethik.de]
  5. Bernd Eyermann: Gustl Mollath. Bonner schrieb Gutachten im Fall Mollath. Während vor dem Landgericht Regensburg das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath läuft, wartet der emeritierte Bonner Professor Klemens Dieckhöfer darauf, dass er selbst seinen Beitrag dazu leisten kann, „dass dem Mann Gerechtigkeit widerfährt“. In: General-Anzeiger vom 22. Juli 2014 - general-anzeiger-bonn.de
  6. Privatdozent Dr. phil. Ralf Forsbach M.A., geb. am 21. März 1965 in Siegburg, seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medizinhistorischen Institut d. Universität Bonn, http://www.ralf-forsbach.de/

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