Manfred Böckl

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Manfred Böckl (* 2. September 1948 in Landau an der Isar) ist ein bayerischer Journalist und Schriftsteller.

Manfred Böckl
Foto: Edeltraud Oberneder
Hasenbrote. Erinnerungen aus dem einen und dem anderen Deutschland. Autobiographischer Roman. Ehrenwirth, 1994

Leben und Wirken

Herkunft und Familie

Die Familie Böckl ist in Niederbayern verwurzelt. Manfred Böckls Vater ist Ludwig Böckl (* 9. März 1916, † 21. Juli 2011), kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Landau an der Isar, und Christa Böckl, geb. Künanz (* 18. Dezember 1922 in der Lausitz, † 7. Dezember 2005). Die Sommerferien verbrachte die Familie bei den mütterlichen Verwandten in der DDR. Da die Fahrgäste den Interzonenzug nicht verlassen durften, hatten die Eltern „Hasenbrote“ geschmiert. So heißt ein Buch, in dem Manfred Böckl den Stalinismus der DDR mit den Altnazis, der katholischen Kirche und der CSU in Bayern vergleicht. Er konnte keinen Unterschied feststellen.

1973 heiratete er und wurde Vater einer Tochter Kathrin. Ende 1976 ging seine Ehe zu Bruch. Manfred Böckl lebt heute hoch über einem Weiler mit Talblick in seinem einsamen Haus „Dinas Draig Goch“ im Bayerischen Wald.

Schule und Studium

1968 machte er sein Abitur am Gymnasium Dingolfing in Niederbayern. Anschließend war er acht Semester mehr oder weniger häufig an der Universität Regensburg präsent. Drei Tage lang „studierte“ er zunächst Germanistik. Dann wandte er sich versuchsweise der Geographie zu. Zwei Semester studierte er Jura, bis er erkannte, daß Paragraphenrecht überhaupt nichts mit dem Ideal der Gerechtigkeit zu tun hat. Fünf Semester widmete er sich dann noch einem Studium generale: Geschichte, Philosophie, Literaturwissenschaften, Psychologie und Theologie.

Als man ihm seitens der Universität mitteilte, daß er irgendwelche Prüfungen ablegen müßte, wenn er nicht exmatrikuliert werden wollte, exmatrikulierte er sich selbst. Das fiel ihm nicht schwer, denn er hatte parallel zur Universität bereits ein Volontariat bei der „Passauer Neuen Presse“ absolviert und dort das praktische Schreiben üben können, was ihn viel mehr interessierte als die Wissenschaften.

Journalist und freier Schriftsteller

Nach dem Volontariat bei „Passauer Neuen Presse“ wurde er Redakteur der „Passauer Neuen Zeitung“.

Er entwickelte sich zum Romanautor; außerdem schrieb er Sachbücher und Drehbücher.

Kritik an der Rechtschreibreform

Manfred Böckl ist ein Gegner der Rechtschreibreform. Er gehörte folgerichtig zu den Unterzeichnern der „Resolution zur Wiederherstellung der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung“, [1] die der Verein „Lebendige deutsche Sprache“ [2] zusammen mit dem „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege[3] und der „Deutschen Sprachwelt[4] zum Jahrestag der „Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform“ im Oktober 2003 verabschiedet hatte und die von vielen Vereinen, Unternehmen und Autoren unterzeichnet worden war. [5]

Mitgliedschaften und Ehrenämter

Auszeichnungen

  • 1986 Neumüller-Stipendiat der Stadt Regensburg
  • 1986 Stadtschreiber von Otterndorf in Niedersachsen


Fotogalerie

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Kontakt

Manfred Böckl
manfred-boeckl-schriftsteller(ät)t-online.de

Veröffentlichungen

Autobiographie

Werke

Die Erläuterung der Werke stammen von Manfred Böckl selbst.

  • Mühlhiasl. Der Seher vom Rabenstein; Roman. 2. Auflage. Passau: Neue-Presse-Verlags-GmbH, 1991, 267 S., ISBN 3-924484-36-8
  • Merlin. Der Druide von Camelot. Roman. Das Buch basiert auf den ältesten Textquellen über Merlin (Myrddin), z. B. Geoffrey von Monmouth/Four ancient books of Wales. Im Roman wird versucht, eine Lebensgeschichte Merlins darzustellen, die frei von späteren Übertünchungen und Umdichtungen ist. Es handelt sich also quasi um den Versuch, eine möglichst authentische Biographie wiederzufinden.
  • Merlin. Leben und Vermächtnis des keltischen Menschheitslehrers. "Esoterisches" Sachbuch, das die ältesten Quellen zu Merlin verarbeitet und auch Merlins Prophezeiungen bringt.
  • Der Hexenstein
  • Der Hund des Culann. Roman. Moderne Romanversion des irischen Cùchulainn-Epos (Cúchulainn/Cucollen ist der irische Nationalheld), das nur noch in großen Fragmenten erhalten ist und vom Autor deshalb behutsam wieder vervollständigt wurde. Die Ursprünge des Cúchulainn-Epos werden zumeist im 1. Jahrhundert n. d. Z. angesiedelt; der Autor plädiert im Nachwort des Romans für eine Zeitstellung auf das letzte vorchristliche Jahrhundert.
  • Erdbeermund. Romanbiographie, welche das Leben des französischen Dichters Francois Villon (Spätmittelalter) schildert.
  • Mühlhiasl. Der Seher vom Rabenstein. Roman. Das Buch schildert das Leben des bayerischen Hellsehers Matthäus Lang oder Mühlhiasl.
  • Agnes Bernauer
  • Der Mühlhiasl. Sachbuch über den bayerischen Hellseher Mühlhiasl (18./19. JH.)
  • Die letzte Königin der Kelten
  • Die Bischöfin von Rom. Der Roman schildert das Leben der britannischen Druidin Branwyn (nach ihrer christliche Taufe Theodora), die in Rom zur christlichen Priesterin und Bischöfin wird. Sie versucht, Heidentum und Christentum zu versöhnen, scheitert aber dann an der Intoleranz der katholischen Kirche. Die Hauptperson des Romans ist in gewisser Weise historisch, denn es gab im spätantiken Rom tatsächlich eine wohl keltischstämmige Bischöfin namens Theodora, wie ein Mosaik mit entsprechender Textzeile in der Kirche Santa Prassede zeigt.
  • Die Hexe soll brennen
  • Der Hexenstein. Roman. Das Buch schildert die historische Hexenverfolgung von Wittersitt/Ringelai/Fürsteneck im Bayerischen Wald des Jahres 1703.
  • Räuber Heigl
  • Der Glasteufel. Roman. Das Buch erzählt, wie im 13. Jahrhundert die ersten Glashütten in Oberbayern (Tegernsee) und im Bayerischen Wald entstanden.
  • Jennerwein
  • Die Einöder. Eine Apokalypse aus dem Bayerischen Wald. Erzählung. Das Buch schildert am Beispiel des Bayerischen Waldes, welch tödliche Auswirkungen die Klimakatastrophe letztlich auf die Menschheit haben wird, wenn das Ruder nicht herumgerissen wird.
  • Der Prophet der Finsternis
  • Der Prophet aus dem Böhmerwald. Roman. Das Buch schildert das Leben eines böhmischen Hellsehers, des Blinden Hirten oder Jünglings von Prag, der im 14. Jahrhundert lebte.
  • Die Säumerfehde am Goldenen Steig
  • Schlangenring und Werwolfstein. Sachbuch. Keltische Sagen aus dem deutschen Sprachraum.
  • Die Botschaft der Druiden
  • Von Alraunhöhlen und Seelenvögeln. Sachbuch. Keltische Sagen aus Altbayern.
  • Ceridwen
  • Der Raubschütz von der Schachermühle. Roman. Das Buch schildert das dramatische Leben des Räubers Matthias Kneißl aus dem Dachauer Land, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Augsburg hingerichtet wurde.
  • Der Alchimist des Teufels
  • Die neun Leben der Grainne O'Malley. Roman. Das Buch erzählt die Geschichte der irischen Piratin Grainne oder Grace O'Malley (16. Jahrhundert).
  • Nostradamus
  • Die Geliebte des Kaisers. Roman. Das Buch erzählt die dramatische Lebensgeschichte der Regensburgerin Barbara Blomberg, die im Alter von 16 Jahren Mätresse Kaiser Karls V. wurde und ihm einen Sohn (Don Juan d'Austria) gebar. Später wurde Barbara Blomberg mit dem Hurenwaibel eines kaiserlichen Regiments zwangsverheiratet und lebte mit ihm in den Spanischen Niederlanden. Sie betrieb dort zwei Nobelbordelle, hatte nach dem Unfalltod ihres Gatten eine Liebesbeziehung zu einem englischen Diplomaten und Humanisten und fand in ihrem letzten Lebensabschnitt, den sie in Spanien verbrachte, selbst den inneren Weg zum Humanismus.
  • Die Leibeigenen. Roman. Eine bäuerliche Robinsonade aus dem noch weitgehend unerschlossenen Bayerischen Wald des 14. Jahrhunderts.
  • Sumava
  • Agnes Bernauer. Roman. Das Buch erzählt die dramatische Lebensgeschichte der Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer, die im 15. Jahrhundert zur heimlichen Ehefrau des jungen Herzogs Albrecht von Bayern-München wurde und deshalb letztlich als Hexe in der Donau bei Straubing ertränkt wurde.
  • Die schwarzen Reiter
  • Die letzte Königin der Kelten. Roman. Das Buch erzählt die Geschichte der britannischen Stammeskönigin Boadicea (auch Boudicca/Boudica), die im 1. Jahrhundert zur Regierungszeit Kaiser Neros den Freiheitskampf der keltischen Britannier gegen die römischen Invasoren anführte und am Ende ähnlich tragisch wie Vercingetorix in Gallien scheiterte.
  • Fürstenmord und Hexenbrand
  • Die Hexe soll brennen. Tatsachenroman, welcher die brutale Geislinger Hexenverfolgung von 1689 bis 1692 schildert. (Geisling liegt zwischen Regensburg und Straubing in Bayern.)
  • Merlin
  • Räuber Heigl. Roman. Das Buch schildert das Leben des berühmten Bayerwald-Räubers Michael Heigl im 19. Jahrhundert.
  • Die Braut von Landshut
  • Jennerwein. Roman. Das Buch schildert das Leben des berühmten oberbayerischen Wildschützen Georg Jennerwein (19. Jahrhundert).
  • Prophet der Finsternis. Roman. Das Buch schildert das Leben des bayerischen Hellsehers Alois Irlmaier (gest. Mitte des 20. Jahrhunderts), der u. a. einen Dritten Weltkrieg prophezeite.
  • Die Säumerfehde am Goldenen Steig. Roman. Das Buch (Handlungszeit 16. Jahrhundert) beschreibt eine abenteuerliche Reise von Salzsäumern, welche vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit oft unter großen gefahren das lebenswichtige Salz von Bayern über den Bayerischen- und Böhmerwald nach Böhmen transportierten.
  • Die Botschaft der Druiden. "Esoterisches" Sachbuch. Das Buch führt in das Weltbild der keltischen Druiden ein und enthält zudem sehr persönliche Assoziationen des Autors.
  • Ceridwen. Die Rückkehr der dreifaltigen Göttin der Kelten. "Esoterisches" Sachbuch. Ceridwen ist einer der vielen Namen der Dreifachen Göttin der Kelten. In dem Buch wird ihr Wesen eingegrenzt; zudem wird die keltische Göttin mit anderen indoeuropäischen Göttinnen verglichen. Auch dieses Buch enthält sehr persönliche Assoziationen des Autors.
  • Die schwarzen Reiter/Der Alchimist des Teufels/Der Etruskerdolch. Dreibändige Romanreihe. Historische Krimis, die um die Ermordung König Gustav Adolfs von Schweden im Dreißigjährigen Krieg kreisen.
  • Nostradamus. Romanbiographie, in der das Leben des berühmten französischen Propheten (16. Jahrhundert) geschildert wird.
  • Sumava. Roman. Das Buch schildert 600 Jahre bayerisch-böhmischer Geschichte vom Jahr 1000 bis zum Dreißigjährigen Krieg. Schauplatz ist zumeist die Sumava (Bayerischer Wald und Böhmerwald), daneben spielt der Roman aber auch u. a. in Prag, Regensburg und Konstanz (Ermordung des Jan Hus).
  • Fürstenmord und Hexenbrand. Sachbuch. Hier hat der Autor spektakuläre Kriminalfälle aus dem historischen Bayern gesammelt.
  • Die Braut von Landshut. Roman. Das Buch schildert das Leben der polnischen Königstochter Hedwig/Jadwiga, der Braut der berühmten Landshuter Hochzeit des Spätmittelalters. Nach ihrer Hochzeit verlief das Leben Jadwigas äußerst tragisch.

Herausgeberschaften

Artikel in Zeitungen und Zeitschriften (Auswahl)

Vorträge (Auswahl)

Literatur

Presse

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. „Resolution zur Wiederherstellung der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung“
  2. Verein Lebendige deutsche Sprache e. V. (LDS)
  3. Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. (VRS)
  4. Sprachwelt.de Deutsche Sprachwelt
  5. M.P.: Widerstand von Anfang an. In: Die Welt vom 7. August 2004

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