Post-Sportverein Nürnberg

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Der Post-Sportverein Nürnberg (PSN) ist ein Breitensportverein in Nürnberg.

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Post-Sportverein Nürnberg e.V.
Vereinstyp Breitensportverein
Sitz Nürnberg
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Gründung 18. November 1926
Präsident
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Carsten Eckardt
Mitgliederzahl 15.000
Anschrift Ziegenstraße 110
90482 Nürnberg
Telefon 0911 - 954 595 60
Telefax 0911 – 954 595 65
Netzpost info@post-sv.de
Netzseite http://www.post-sv.de/
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Geschichte

Der Post-Sportverein Nürnberg wurde am 18. November 1926 gegründet. In kurzer Zeit traten 600 Mitglieder, überwiegend Postbeschäftigte, dem neuen Verein bei.

Bereits 1928 wurden die jetzt im Vereinsbesitz befindlichen Grundstücke in Mögeldorf-Ebensee an der Ziegenstraße gepachtet und in Eigenarbeit ausgebaut. Das Vereinsheim wurde im gleichen Jahr mit Unterstützung der Reichspost erstellt.

Im rasch anlaufenden breiten Sportbetrieb waren besonders die Fußballer (Gauliga) und die Handballer in der obersten Spielklasse erfolgreich. Die Rollschuhabteilung errang mehrere deutsche Einzelmeistertitel und 1941 die deutsche Meisterschaft im Rollhockey. Auch die Handballer spielten vor dem Zweiten Weltkrieg in der obersten Spielklasse.

Nach 1945 konnte der Sportbetrieb erst nach Rückgabe des Geländes und des Vereinsheims durch die US-Armee wieder aufgenommen werden. Während einer fünf Jahre bis 1950 dauernden Zwangsvereinigung mit dem „SV Eintracht Nürnberg“ nannte sich der dann wieder getrennte Verein „SV Eintracht Ebensee“.

Schon in der Nachkriegszeit begann der Verein, ein sehr vielseitiges und breites Sportangebot vom Fußball bis zum Segelfliegen, vom Reitsport bis zum Schwimmen zu realisieren. Ab den 1950er Jahren baute der Verein sein Sportangebot systematisch aus.

Einer der Meilensteine der Vereinsentwicklung seit den 1970er Jahren war innerhalb der Turnabteilung unter dem Stichwort „zweiter Weg“ das Angebot von Sportaktivitäten im Sinne des Familien- und Freizeitsports ohne Wettbewerbscharakter. Dazu gehörte u.a. 1977 auch der Bau des vereinseigenen Schwimmbads an der Ziegenstraße, das bis 1998 um einen modernen Freizeittrakt mit Sauna und Mehrzweckschwimmbecken erweitert wurde.

Die Basketballseniorinnen wurden 1991 und 1997 deutsche Meister in der Kategorie „Seniorinnen II“.

Mit über 15.000 Mitgliedern, die in über 20 Abteilungen 90 Sportarten betreiben, gehört der Post-Sportverein Nürnberg zu den mitgliederstärksten Sportvereinen Deutschlands.[1]

Angebote

Wettkampfsport

Der Wettkampfsport läuft derzeit in über 20 Abteilungen von Aikido bis Wintersport. Neben klassischen Angeboten wie Fußball, Handball, Leichtathletik, modernem Fünfkampf oder Schwimmen verfügt der Verein auch über Abteilungen für Segelfliegen und Reitsport.

Familien- und Freizeitsport

Heute enthält das Angebot des Vereins einen großen Bereich für Freizeit, Fitneß und Gesundheit mit einem vielfältigen Angebot für alle Alters- und Interessengruppen vom Sport für Kleinstkinder, über vereinseigene Fitneßzentren, das sog. „Bodystiling“ bis zum orientalischen Tanz.

In beiden Bereichen Wettkampfsport und Familien- und Freizeitsport sind die Aktivitäten der Hallensportarten auf verschiedene Sporthallen im ganzen Nürnberger Stadtgebiet verteilt.[2]

Präsidium

Präsident Carsten Eckardt Dipl.-Betriebsw. (FH)
Vizepräsident Franz Gebhardt [3]
Vizepräsident Stephan Heyert
Schatzmeisterin Kathrin Bendele
Geschäftsführer Johannes Kopkow
Geschäftsführer Martin Maske
Ehrenpräsident Georg Müller
Öffentlichkeitsreferent Christian Biechele
Leitung Sportbereich F&G Holger Herzog
Leitung Sportbereich Schwimmen Anja Kramski-Pfund
IT und EDV Bernhard Papperger
Rechtsreferent Axel Loof
Liegenschaftsreferent Reiner Schmitt
Baureferent Eugen Sedlmayr
Jugendreferent Andreas Neugebauer

Betriebsrat

  • Holger Herzog, Vorsitzender
  • Martin Maske, Stellvertreter [4]

Fotogalerie

Ehemalige Vorsitzende

1. Vorsitzende

  • 1955-1983 Georg Müller (* 9. April 1923; † 17. April 2013) machte aus dem PSV einen Amateur- und Breitensportverein und brachte den PSV von 1.000 auf 13.000 Mitglieder.
  • 1983-1992 Günter Heyert (1939-1992), Dipl.-Verww. bei der Deutschen Bundespost
  • 1992-1997 Paul Pepernik

Präsidenten

  • 1997-2008 Werner Wild
  • ab 2008 Carsten Eckardt

Geschäftsstelle

Post-Sportverein Nürnberg e.V.
Kirchenberg 2-4
90482 Nürnberg

Tel. 0911 95 45 95 60
Fax: 0911 95 45 95 65
info@post-sv.de
http://www.post-sv.de/

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag jeweils 8.00 - 16.00 Uhr

Veröffentlichungen

  • Edi Sers: [5]Chronik des Postsportvereins Nürnberg. 2001, 10 Seiten (Das Manuskript soll in der Geschäftsstelle des Post-SV Nürnberg vorhanden sein. Eine Kurzfassung „Chronik & Anhang“ befindet sich im Jubiläumsmagazin 2001, S. 186-188)
  • Julius Zapf: Geschichte des Vereins von 1926-1950
  • Sport & Freizeit, Vereinsmagazin des Post-SV Nürnberg
  • 75 Jahre Post-SV Nürnberg 1926 bis 2001. Jubiläumsmagazin. Post-Sportverein Nürnberg, Partner für Sport & Freizeit. Erstellt von Uschi Friedmann, Gisela Lipsky, Georg Müller, Edi Sers, u.a. . Nürnberg, November 2001, 188 S.; darin u.a.
    • Georg Müller: Unser Weg. Vereinsgeschichte. Ehrenpräsident Georg Müller zur Entwicklung und Geschichte des Post-Sportvereins Nürnberg. S. 31-41
    • Edi Sers: Chronik & Anhang, S. 186-187
  • Georg Müller: Post-SV Nürnberg: Kein anonymer Betrieb für Dienstleistungen. In: 75 Jahre Post-SV Nürnberg 1926 bis 2001. Jubiläumsmagazin. In: Deutscher Olympischer Sportbund 2007 - ehrenamt-im-sport.de

Literatur

  • Sport in Nürnberg, Jahreshefte des Sportamtes der Stadt Nürnberg
  • Post und Sport, Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft der Postsportvereine
  • Rudolf A. Bscherer: Nürnberg im Spiegel des Sports. Nürnberg: Ela-Verlag, 1971, 157 S.

Presse

  • Gudrun Bayer (Text), Roland Fengler (Fotos): Bewegung für alle. Der Postsportverein Nürnberg ist Deutschlands größter Breitensportverein. In: Nürnberg Heute, Heft 66, 1999, S. 50-63
  • Ulrike Assmann: Misstöne begleiten den Abschied. Hausverbot statt warme Worte: Holpriger Präsidentenwechsel beim Post-SV. In: Nürnberger Nachrichten vom 7. November 2008 - NN
  • Thomas Siermann (Text) und Roland Fengler (Fotos): 172 Sportler der Stadt Nürnberg geehrt. In: Nürnberger Zeitung vom 25. Januar 2010 - NZ
  • Siegmund Dunker: Zwei Vereine geben sich das Ja-Wort. Post und 1. FCN kooperieren. Es war einmal ein Riese, so groß und mächtig, dass die Menschen seine Nähe suchten. Als die Zeit verging, wurde der Riese jedoch immer schwerfälliger und kümmerte sich kaum noch um seine Gefolgschaft. Viele Menschen wandten sich von ihm ab. Der Riese könnte Post SV Nürnberg heißen. Es gab eine Zeit, da isolierte sich der einst 19 000 Mitglieder zählende Verein ein bisschen nach außen und vernachlässigte noch mehr die Bedürfnisse seiner Mitglieder. Fast 5000 verließen den großen Post SV, der nicht plötzlich gänzlich unattraktiv, aber selbstgefällig geworden war. In: Nürnberger Zeitung vom 27. April 2010 - NZ
  • Sabine Stoll: PostSV kassierte zu Unrecht Fördermittel. Verein muss 90.000 Euro zurückzahlen — Die Frau, die diesen Missstand angeprangert hat, wurde aus dem PostSV ausgeschlossen: Uschi Friedmann fühlt sich weggemobbt. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 242 vom Freitag, 18. November 2013, S. 9 - NN
  • gs: Fusion von Jahn-Schweinau und Post SV perfekt. Arbeit am neuen Programm schon voll im Gange. Lange haben sich die Verhandlungen hingezogen, jetzt ist die letzte Hürde genommen: Die Verschmelzung des TV 1860 Jahn-Schweinau mit dem Post SV ist mit der Eintragung in das Vereinsregister rechtlich vollzogen. In: Nürnberger Zeitung vom 31. Januar 2014 - NZ

Videos

  • Post SV Nürnberg e.V. – Imagefilm und Übersicht über den Großteil der verschiedenen Sparten des Post SV Nürnberg. Hochgeladen am 17.11.2011 von PSVNuernberg - YouTube

Querverweise

Netzverweise

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. * Helmut Beer: Post-Sportverein Nürnberg e.V. (PSN). In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8 - im Netz
    * Der Post SV - http://www.post-sv.de/index.php/post-sv
  2. * Der Post SV - http://www.post-sv.de/index.php/post-sv
  3. nn: Ein Ritterschlag aus Rom. Franz Gebhardt erhält Verdienstorden »Cavaliere della Repubblica Italiana«. Der langjährige CSU-Stadtrat Franz Gebhardt ist mit dem Verdienstorden der italienischen Republik ausgezeichnet worden. In: Nürnberger Nachrichten vom 28. Mai 2010 - NN
  4. Geschäftsführer gelten gemäß § 5 Absatz 2 BetrVG nicht als Arbeitnehmer, sondern als leitende Angestellte und sind somit für den Betriebsrat weder wählbar noch wahlberechtigt.
  5. Edi Sers (* 1922) war Sportleiter und Leiter des Sportamtes der Stadt Nürnberg. Er wohnt heute im Käte-Reichert-Alten- und Pflegeheim der AWO.

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