Roth von A bis Z

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Roth von A bis Z ist ein kultur- und heimatgeschichtliches Stadtlexikon und stadtgeschichtliches Fotoalbum. Es erschien 2011 im Nachgang zum 950. Stadtjubiläum der Stadt Roth 2010.

Roth von A bis Z.jpg
Roth von A bis Z
Ein kulturgeschichtliches Stadtlexikon
Medientyp Lexikon / Nachschlagewerk
Herausgeber Stadt Roth
Verfasser Guido Schmid, Sabine Brem
Seitenzahl 280 Seiten
Einband / Preis kartoniert / EUR 34,80
Erscheinungsjahr 2011
Auflage 1.000 Expl.
ISBN 978-3-9807012-4-2
Verlag Stadt Roth
Anschrift Museum Schloß Ratibor/Stadtarchiv
Kirchplatz 4

91154 Roth

Telefon 09171 / 848-532
Telefax 09171 / 848-519
E-Mail museumschlossratibor[at]stadt-roth.de
Netzseite Museum Schloß Ratibor
Logo Roth klein.jpg

Zur Vorgeschichte

In mehreren Ausstellungen, zuletzt anläßlich des 950jährigen Stadtjubiläums, präsentierten das Museum Schloß Ratibor und das Stadtarchiv Roth historische Fotografien aus Roth.

Besucher fragten nach einer Veröffentlichung dieser Bilder. Gleichzeitig planten die Autoren, zur 950-Jahr-Feier der Stadt Roth 2010 ein Stadtlexikon zu erstellen, das den aktuellen Wissensstand zur Rother Stadtgeschichte zusammenfassen sollte.

So entstand die Idee, die Lexikonartikel des Stadtlexikons mit mehreren Bildkapiteln zu ergänzen, um so die Texte mit historischen Bildern zu veranschaulichen.

Zum Inhalt

Grußworte

Ralph Edelhäußer, Erster Bürgermeister, weist in seinem Grußwort darauf hin, daß die beiden letzten Stadtgeschichten von Johann Georg Mayer (1903) und Christoph Haag (1963) stammen. Das Stadtlexikon enthalte etwa 250 Artikel. Aktuelle Entwicklungen seien ohne Rückgriff auf die Geschichte nicht zu verstehen und Entscheidungen für die Zukunft könnten nicht ohne ein historisches Fundament getroffen werden. Bei der Buchvorstellung freute sich Ralph Edelhäußer „schon auf die zweite Auflage“. [1]

Hans Jürgen Rohmer, Stiftungsvorstand der Sparkassenstiftung Roth-Schwabach, stellte fest, daß die Stiftung nur Vorhaben fördere, deren Schwerpunkte in der Heimatpflege, Kultur und Kunst, Denkmalpflege und Denkmalschutz sowie der Jugendpflege liegen. Beim Durchblättern des Stadtlexikons könne man den Weg der Stadt Roth nachvollziehen von der markgräflichen Oberamtsstadt zur Industriestadt bis hin zur heutigen Kreisstadt, einem Zentrum von Handel und Kultur. Die Sparkassenstiftung Roth-Schwabach unterstütze dieses kultur- und heimatgeschichtliche Stadtlexikon gern.

Vorbemerkung

Guido Schmid und Sabine Brem meinen, auch im Zeitalter der Internet-Enzyklopädie Wikipedia gäbe es viele Menschen, die lieber ein gedrucktes Buch in die Hand nähmen.

Sie weisen auf die Unvollständigkeit von Lexika und die notwendige Auswahl von Stichwörtern hin. „Anstatt Vollständigkeit anzustreben, haben wir uns in unserem Erkenntnisstreben treiben lassen und zogen es vor, ein vermeintlich nebensächliches Thema manchmal ausführlicher zu behandeln, als bekannte stadtgeschichtliche Aspekte zu wiederholen.“
Ein besonderer Dank gelte dem Altbürgermeister Richard Erdmann und dem Stadtrat, die das Buchprojekt immer unterstützt hätten.

Überblick

Es handelt sich um kein allgemeines historisches Stadtlexikon, sondern um ein „kulturgeschichtliches“ Stadtlexikon von „A“ (Ackerbürgertum) bis „Z“ (Zwangsarbeiter). Die 214 Artikel befassen sich mit historischen Besonderheiten, Personen, Firmen, Ereignissen, Denkmälern, Bauwerken, Körperschaften aller Art sowie Verkehrsflächen wie Straßen und Plätze, die für das Verständnis der geschichtlichen Entwicklung der Stadt Roth wichtig sind. Lebende Personen oder politische Körperschaften erhielten keine Artikel. [2] Lebende Personen werden aber in den Literaturangaben genannt, so z.B. Peter Fleischmann im Artikel „Pfintzing, Conrad“, Robert Unterburger im Artikel „Markgraf Georg der Fromme“ oder Herbert May im Artikel über „Zwangsarbeiter“.

Die Artikel sind mit zahlreichen Abbildungen illustriert. Im Text sind Verweispfeile (→) auf weiterführende Artikel enthalten. Diese Querverweise laden dazu ein, von Querverweis zu Querverweis der Rother Stadtgeschichte nachzuspüren.

Die Artikel sind nicht namentlich gezeichnet. Sie enden mit Literaturangaben wie Monographien und Aufsätzen aus Zeitschriften, vor allem aus der Lokalpresse.

Hunderte historische Fotografien aus der Sammlung des Rother Stadtarchivs machen das Stadtlexikon zu einem stadtgeschichtlichen Fotoalbum.[3]

Historische Fotografien

Elf in den Text eingeschobene Bildkapitel enthalten historische Aufnahmen. Was Texte nur schwer vermögen, ein Bild der Stadt zu zeichnen, in dem die Stadtentwicklung sichtbar wird, können Bilder sehr eindrücklich vermitteln. Das gelingt Internetlexika - wie Wikipedia - selten, da auf Grund des Urheberrechts Bilder oft nicht oder nur selten zur Verfügung stehen. Aus dem gleichen Grund enthält auch die Internetausgabe des Stadtlexikons Nürnberg keine Bilder.

Die Fotoseiten machen mehr als die Hälfte des Bandes aus.

  • 28-40 Blicke in der Stadt (auf Situationen in der Stadt Roth)
  • 41-53 Der Marktplatz (das Herz der Stadt Roth)
  • 54-67 Blicke auf die Stadt (Stadtpanoramen)
  • 91-111 Der erste Weltkrieg
  • 127-140 Rother Ereignisse
  • 141-152 Rother Personen
  • 153-164 Leibesübungen
  • 179-192 Einblicke (in das Innere Rother Gebäude)
  • 193-205 Gastlichkeit
  • 235-248 Die Fahnen hoch (NS-Zeit)
  • 249-266 Wirtschaftswunder
  • 280 Abbildungsnachweis

Verfasser

  • Guido Schmid (M.A.) ist Kunsthistoriker. Er war für die Texte, das Konzept und die Bildauswahl zuständig. Er leitet das Museum Schloß Ratibor und das Archiv der Stadt Roth. Seit 1994 befaßt er sich in verschiedenen Ausstellungen und Veröffentlichungen mit der Geschichte der Stadt Roth und insbesondere mit dem Schloß Ratibor. Daneben gilt sein Interesse der Beschäftigung mit Kunst im öffentlichen Raum und der Sachkulturforschung. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Fragestellungen zur Volkskunde, speziell zum religiösen Brauchtum. [4]
  • Sabine Brem ist Kulturwissenschaftlerin und bekannt durch historische Ausstellungsprojekte in Reutlingen und Roth. Sie arbeitete seit 2007 an verschiedenen Projekten des Museums Schloß Ratibor mit. 2008 konzipierte sie die Ausstellung „Traum vom Eldorado. Rother in Amerika. Auswanderung vom 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg“. [5] Ihr besonderes Interesse gilt Fragen zur Kultur und Geschichte von Migranten in Deutschland. 2010 war sie Mitarbeiterin der Ausstellung „Auspacken: Dinge und Geschichten von Zuwanderern“ im Stadtmuseum Reutlingen. [6]

Förderung

Die Drucklegung erfolgte mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Roth-Schwabach, die auch schon das Historische Stadtlexikon Schwabach förderte.

Herstellung

Graphik

  • Visuelles Konzept und Layout

Frank Weinberg und Achim Weinberg
http://www.weinberg-brothers.de

  • Bildbearbeitung und Satz

Grafikbüro Achim Weinberg, Nürnberg

Druck

VDS Verlagsdruckerei Schmidt
91413 Neustadt an der Aisch
http://www.verlagsdruckerei-schmidt.de/

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Veröffentlichung

  • Guido Schmid, Sabine Brem: Roth von A bis Z. Ein kulturgeschichtliches Stadtlexikon. Roth: Selbstverlag der Stadt Roth, 2011, 280 S., ISBN 978-3-9807012-4-2

Literatur

Nachschlagewerke

  • Johann Georg Mayer: Geschichte der Stadt Roth am Sand. Roth, 1903, 125 S.; Nach der Erstausgabe von 1903 im Verlag Friedrich Feuerlein - Rother Miniaturen Heft 3. Roth: Genniges, 1994 - kugelbuehl-roth.de
    • Mayer, Johann Georg. In: Roth von A bis Z, S. 168
  • Christoph Haag: Roth bei Nürnberg. Mit zahlreichen Abbildungen im Text und auf Tafeln. Typoskript der „Schwabacher Unterrichtshilfen“, Folgen 87/1 - 87/9. Schwabach: Privatdruck des Verfassers, 1963-1965, 333 S.; Nachdruck Roth, 1989
    • Haag, Johann Christoph. In: Roth von A bis Z, S. 85 f.

Presse

  • dg [= Detlef Gsänger]: «Erster Ansprechpartner zur Stadtgeschichte«. Das Museum im Schloss Ratibor wird für das Stadtjubiläum aufgepeppt - Setzungen im Parkettboden. In: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 10. Januar 2009 - RHVZ
  • Robert Unterburger: Ein Dorn in der Seite der Nazis. Claus Witteks Heft erinnert an den Widerstand des Pfarrers Beckhaus. In: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 6. August 2009 - RHVZ
  • Robert Unterburger: Wenn der Mythos eines Bürgermeisters bröckelt... Forschungen zum einstigen Rother Stadtoberhaupt Dr. Hermann Gross zeugen von dessen nationalsozialistischer Vergangenheit. In: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 1. Oktober 2011 - RHVZ
  • Steffi Graff: Rother Geschichte(n). Infos von A bis Z: Stadtlexikon offiziell vorgestellt. In: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 16. Dezember 2011 - RHVZ

Querverweise

Netzverweise

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Steffi Graff: Rother Geschichte(n). Infos von A bis Z: Stadtlexikon offiziell vorgestellt. In: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 16. Dezember 2011 - RHVZ
    Anmerkung: Eine zweite Auflage müßte jedoch wesentlich mehr Artikel als nur 214 enthalten, um dem Anspruch zu genügen, eine historische Basis für Entscheidungen sein zu können.
  2. „Die Geschichte Roth im Nationalsozialismus ist gegenwärtig noch unzulänglich erforscht, insbesondere was die Rolle des 1. Bürgermeisters Gross und die der Rother Industrie angeht.“ Siehe den Artikel „Nationalsozialismus“, S. 172.
    • Claus Wittek (Hrsg.): Ortspfarrer vs. Ortsgruppenleitung. Der öffentlich geführte «Leserbriefkrieg« zwischen Pfarrer Johann Konrad Beckhaus, Eckersmühlen, und der NSDAP-Ortsgruppenleitung Roth im Januar/Februar 1934. - Ein Arbeitsheft nicht nur für Geschichtslehrer! 2009, 36 S.
    Im Jahre 2011 strich der Rother Stadtrat die Mittel für ein beantragtes Forschungsvorhaben zur NS-Geschichte in Roth. Eine umfangreiche Publikation zur Geschichte der Stadt Roth während des Nationalsozialimus ist in Vorbereitung. →
    • Claus Wittek: „In den Fängen des Parteiadlers. Roth während der NS-Zeit“. Siehe den Artikel „Gross, Robert“, S. 85
  3. Quelle für die Bezeichnung „stadtgeschichtliches Fotoalbum“ ist die hintere Umschlagseite. Dort ist auch von „über 250 Artikeln“ die Rede. Tatsächlich sind es 214 Artikel.
  4. Vergleiche
    • Guido Schmid: Museum Schloß Ratibor in Roth. [Red.: Walter Fuger]. München; Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2002, 99 S., ISBN 3-422-06325-0 (Bayerische Museen; Band 28)
    • Guido Schmid: Roth. Neubeginn und Wirtschaftswunder. Erfurt: Sutton, 2005, 95 S., ISBN 3-89702-897-2 (Die Reihe Archivbilder)
    • Guido Schmid: Roth in Mittelfranken. Fotos von Gerhard Schlötzer. Regensburg: Schnell + Steiner, 2010, 64 S., ISBN 978-3-7954-2294-3 (Große Kunstführer; 249)
  5. Sabine Brem: Traum vom Eldorado. Rother in Amerika, Auswanderung vom 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg. Mit einem Beitrag von Guido Schmid. Roth: Stadt Roth, 2008, 48 S., ISBN 978-3-9807012-1-1 (Damals bei uns in Roth; Band 10)
  6. Vgl. die Biographien im Umschlagklappentext hinten.

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