Schembart-Gesellschaft

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Die Schembart-Gesellschaft ist ein seit über 30 Jahren bestehender Nürnberger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tradition des Nürnberger Schembartlaufs fortzuführen. Der Verein setzt sich aus Laien aller Alters- und Berufsgruppen zusammen.

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Schembart-Gesellschaft
Nürnberg e.V.
Vereinstyp Brauchtumspflegeverein
Sitz Nürnberg
Regierungs-
bezirk
Mittelfranken
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Gründung 1974
Vorsitzende
Graf Then.jpg
Agnes Graf-Then
Anschrift Herzog-Bernhard-Str. 101
90439 Nürnberg
Telefon 0911 - 394 33 64 (Tanz)
0911 - 408 82 98 (Musik)
Telefax 03222 - 114 11 35
E-Mail info@schembart.de
Netzseite http://www.schembart.de
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Aufgaben

Die verschiedenen Gruppen der Schembart-Gesellschaft treten in historischer Gewandung bei verschiedenen Anlässen auf, so etwa beim Sommer-Programm im Krafftschen Hof. Mit alten Instrumenten wie Fidel, Pommern, Krumm- und Gemshörnern erwecken sie dabei die Zeit der Renaissance in Liedern und Tänzen wieder zum Leben.

Geschichte

Mehrere Versuche über die Jahrhunderte hinweg, den Schembartlauf wiederzubeleben, scheiterten.

Erst nachdem 1951 eine Dachorganisation der Nürnberger Fastnachtsgesellschaften im „Festausschuß Nürnberger Karneval“ gebildet worden war, wurde bald darauf eine Schembartrotte gegründet, um historische Formen der Nürnberger Fasnacht, u.a. des Schembartlaufs, wiederzubeleben. Diese Schembartrotte verselbständigte sich 1973 als eigene Gesellschaft.

Unterabteilungen der Schembart-Gesellschaft sind die „Nürnberger Stadtpfeifer“, die mit originalgetreu rekonstruierten Musikinstrumenten die Musik des 15./16. Jahrhunderts pflegen, und die „Renaissance-Tanzgruppe“, die in historischen Kostümen gemeinsam mit den Nürnberger Stadtpfeifern die Tänze dieser Zeit aufführen. [1]

Diese 1974 als Verein gegründete Schembart-Gesellschaft Nürnberg e.V. schaffte es, dem Schembartlauf kontinuierlich über mehrere Jahre hinweg neues Leben einzuhauchen. Doch so wie den mittelalterlichen Zünften damals ist es auch den heutigen Schembartläufern zu aufwendig, den Schembartlauf alle Jahre aufzuführen. So findet der Schembartlauf nur im Abstand von einigen Jahren statt: zuletzt 1999 zur 25-Jahrfeier der Gesellschaft.

Dagegen haben die Musiker und Tänzer der heutigen Schembart-Gesellschaft es sich über alle Jahre zur Aufgabe gemacht, die Tänze und die Musik der gesamten Renaissance-Zeit in Nürnberg zu üben und zu pflegen.

Fotogalerie

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Literatur

Wissenschaftliche Publikationen

  • Reinhold Schaffer: Schembart. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 27, 1928, S. 332 f. - MVGN
  • Friedrich Bock: Wieder einmal „Schembart“. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 41, 1950, S. 399 - MVGN
  • Hans-Ulrich Roller: Der Nürnberger Schembartlauf. Studien zum Fest- und Maskenwesen des späten Mittelalters. Zugleich: Tübingen, Phil. Fakultät, Dissertation vom 10. November 1965. Tübingen Schloß: Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V., 1965, 263 S. (Volksleben; Band 11)
  • Jürgen Küster: Spectaculum Vitiorum. Studien zur Intentionalität und Geschichte des Nürnberger Schembart-Laufes. Zugleich: Universität Freiburg im Breisgau, Dissertation, 1983. Remscheid: Verlag Ute Kierdorf, 1983, VI, 355 S., ISBN 3-922055-87-7 (Kulturgeschichtliche Forschungen, Band 2)
  • Peter J. Bräunlein: Das Schiff als „Hölle“ im Schembartlauf des Jahres 1506. Eine Deutung im zeitgeschichtlichen Kontext Nürnbergs. In: Jahrbuch für Volkskunde, 17/1994, S. 197-208
  • Dietz-Rüdiger Moser: Neue Forschungen zum Nürnberger Schembartlauf, 6. Oktober 1981. Protokoll von Albert Bartelmeß. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 69, 1982, S. 412 f. - MVGN
  • Herbert Maas: Schembart und Fasnacht. Eine Rückkehr zu alten Deutungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 80, 1993, S. 147-159 - MVGN
  • Dietz-Rüdiger Moser: „Schembart“-Scharmützel. Eine Antwort auf Wolfgang Brückner: Die „Höllen“ werden Höllen bleiben. In: Literatur in Bayern, Nr. 47, März 1997, S. 28-35
  • Susanne Kraetsch: Der Nürnberger Schembartlauf bis 1539 und die Nürnberger Schembartgesellschaft heute. Zulassungsarbeit im Fach Volkskunde zum 1. Lehramtsexamen Grund-, Haupt- oder Realschulen. Nürnberg, 2000 (Betreuer Hartmut Heller)

Presse

  • Florian Döring: Schembart-Gesellschaft pflegt alten Brauch. Jetzt wird der Winter ausgetrieben. In: Nürnberger Zeitung Nr. 65 vom 19. März 2009, Nürnberg plus, S. + 1 - NZ
  • Theo Weber: Altes Brauchtum wird lebendig. Schembart-Gesellschaft belebt Nürnberger Fasentbräuche des Spätmittelalters wieder / Sackpfeifergruppe beim Eulen-Jubiläum. In: Badische Zeitung vom 16. Februar 2011 - BZ
  • Patrizier gesucht. Eine Aufforderung zum Mitmachen. In: Miroque. Lebendige Geschichte vom 28. Februar 2011 - miroque.de

Querverweise

Netzverweise

  • Schembart Gesellschaft Nürnberg e.V. - im Netz
  • Zur Geschichte des Schembartlaufs - im Netz
  • 2. Vorsitzender Horst Kaufmann über den Schembartlauf in der Gegenwart - im Netz
  • Chronik der Schembartläufe - im Netz
  • Schembart-Gesellschaft - Franken-Wiki
  • Schembartlauf - Wikipedia
  • Schembartlauf - DBpedia

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. * Klaus Güttner: Unsere Fränkische Fastnacht. 1978, 2. neu bearbeitete erw. Auflage. Schwaig bei Nürnberg: Selbstverlag, 1982, 411 S., hier: S. 149

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