Sexy-Eszett

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Die Aktion 6: „Ist Lesen sexy? - Das Sexy-Eszett“ stand ursprünglich in Yasni.

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Ist Lesen sexy?

In „Literatina.de“ heißt es, Lesen sei sexy. Ist Lesen sexy? Lesen könnte sexy sein, wenn die Liebe nicht durch die in den Schulen erzwungene und in den Zeitungen freiwillige Doppel-ss-Schreibung erstickt würde. Der „Kuß“ ist in der neuen Schulschreibung nicht mehr so scharf, dauert aber dafür umso länger: „Kuss“. :-))

Das Sexy-Eszett

Kunstliebhaber erkennen im Buchstaben Eszett „β“ die Form eines Busens oder sogar eines Phallus, ein Sexy-Eszett gewissermaßen.

Das Gegenteil ist das Doppel-ss oder Dreifach-sss. Sieht das so ästhetisch aus wie die genannten wohlgeformten Körperteile? Außerdem gibt es Leseprobleme, die jede romantische Stimmung vertreiben. Günther Jauch konnte z.B. das Wort Bambusessstäbchen nicht lesen. Er brauchte Lesehilfe: Bambuseßstäbchen.

Aber auch weniger Romantischen vergeht die Lust, wenn sie statt der traditionellen Schloßstraße die neue Schlossstraße oder ganz falsch Schloßstrasse oder Schlossstrasse lesen müssen. Schlossstrasse ist in der Schweiz sogar richtig, weil die Schweizer das Sexy-Eszett ganz abgeschafft haben.

Die Lust vergeht einem aber auch beim Schreiben, wenn man ständig im Wörterbuch nachschlagen muß. Loriot meinte:

„Die Rechtschreibreform ist ja völlig in Ordnung, ... wenn man weder lesen noch schreiben kann!“

Zur ss/ß-Regelung, dem Silikonbusen der Rechtschreibreform

Mehr Fehler auch bei der ss-Schreibung

Die „Reformer“ haben durch eine widersprüchliche und ausufernde Reglementierung im Ergebnis eine Beliebigkeitsschreibung geschaffen. Selbst bei der ss-Schreibung entstehen mehr Fehler als zuvor.

Doch Grundschullehrerin Regina Sehnert meinte:

„..bei mir nicht, ich finde gerade diese neue regel gut, die schüler hatten weniger Probleme als vorher: Nach kurzem selbstlaut folgt doppelter Mitlaut- nun eben auch beim ss.“

Solche Fehlurteile beruhen erfahrungsgemäß auf optimistischen Schätzungen, bei denen der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Daß die Schüler weniger Probleme mit der ss-Schreibung haben, stimmt nicht, wie nicht nur Deutschlehrer statistisch feststellten.

Auch Professor Harald Marx, Uni Bielefeld, Uni Leipzig, hielt die Schreibdefizite statistisch fest:

  • Bei vorausgehendem langen Vokal steht, ob traditionell oder neu, immer das Eszett: Straße, aber nicht Strasse; Grüße, aber nicht Grüsse. Die Fehler auf diesem Gebiet sind eine Folge der verwirrenden Rechtschreibreform, die zu einer Beliebigkeitsschreibung geführt hat.
  • Bei vorausgehendem kurzen Vokal steht, ob traditionell oder neu, im Wortinnern immer das Doppel-s: „Küsse“, Schüsse.
  • Aber wie sieht es am Wortende aus? Die „Eselsbrücke“ „Doppel-s am Schluß bringt Verdruß“ ist einfacher zu verstehen als komplizierte linguistische Begründungen: also Zeugnis, aber nicht Zeugniß oder Zeugniss; „Roß“, aber nicht „Ross“ (neu).

„Die Schrift ist nicht zum Schreiben da“

Meine folgende Erläuterung setzt sich mit dem „Neuschrieb“ (bei George Orwell: „Newspeak“) auseinander:

Zur Verwirrung und allgemeinen Verunsicherung tragen u.a. auch die Schweizer bei, die sich nicht an die neuen Regeln halten und ihren eigenen Weg gehen:

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Literatur

  • Friedrich Roemheld: Die Schrift ist nicht zum Schreiben da. Vom Wesen der deutschen Rechtschreiblehre, 2. Auflage, Ahlhorn 1981 (1. Auflage, Eschwege 1969)

Presse

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

Einzelnachweise und Anmerkungen


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