Volker Hahn

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Volker Hahn (* 1941 in Nürnberg) ist ein Maler, Graphik-Designer und Buchillustrator.

Volker Hahn
Rudolf J. Weickmann, 1979, Umschlagbild: Fritz Henry Oerter, Zeichnungen für die Innenseiten: Volker Hahn

Leben und Wirken

Kindheit

In Nürnberg geboren, verbrachte Volker Hahn während des Zweiten Weltkrieges prägende Kindheitsjahre in Aufseß, mitten in der Fränkischen Schweiz.

Studium

Von 1960 bis 1964 studierte er Graphik und Design an der Nürnberger Fachhochschule für Kommunikations-Design.

Beruf

Volker Hahn gründete in Nürnberg eine eigene Werbeagentur und war u.a. für die Diakonie und die Bundesagentur für Arbeit tätig. Sein soziales Interesse mag sich durch diese Aufgaben verstärkt haben. So begann er 1985, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu zeichnen, in einem Hamburger Krankenhaus und in der geschlossenen Abteilung eines Altersheimes. Sein jüngstes Projekt waren Porträts von Obdachlosen in einer Nürnberger Wärmestube. [1] Einige Porträts findet man in der Netzseite Volker Hahns, in der er auch seine Gedanken niederschrieb, die er sich bei seiner Arbeit mit alten Menschen, Kranken, Behinderten, Blinden und Obdachlosen machte. [2]

Er entwarf auch Buchillustrationen, so z.B. für das Buch von Rudolf J. Weickmann über das „Wärdshaus-Gschmarri“ (1979) und das Nürnberger Mundartgesangs- und Gitarren-Duo, Willi Händel und Karl Vogt, die Peterlesboum (1980).

Peterlesboum, 1980, Zeichnungen: Volker Hahn

Im Jahre 2005 gab er seine Werbeagentur in andere Hände. Aber auch im Ruhestand ist er weiterhin als freischaffender Maler und Buchillustrator tätig.

Ausstellungen

Volker Hahn war in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten in Behringersmühle, Bonn, Düsseldorf, Forchheim, Ebermannstadt, Hersbruck, Hohenstein, Lüdenscheid, München, Nürnberg, Kiel, Köln, Porz, „Rund ums Walberla“ und Wesseling.

  • 2012 „Peter Thiele & Volker Hahn“, Galerie Atzenhofer, Weißgerbergasse 17, 90403 Nürnberg vom 7. Juli bis 26. August 2012. Künstlergespräch mit Volker Hahn am Samstag 11. August 2012 ab 14.00 Uhr - atelieratzenhofer.de

Aktion „Kunst & Genuss“

2003 gründete Volker Hahn die Ausstellungen rund ums Walberla „Kunst & Genuss“. Die Organisation übernahm der Tourismusverein „Rund ums Walberla“. Die Aktion „Kunst & Genuss“ „Rund ums Walberla-Ehrenbürg“ findet im Jahre 2010 zum siebten Male statt. Vom 23. September bis 31. Dezember 2010 stellen zwölf Künstler in 13 Gaststätten rund ums Walberla ihre Bilder aus. Darunter ist auch Volker Hahn, für dessen Ausstellung am Freitag, 8. Oktober 2010, in Leutenbach in der Brauerei Gastwirtschaft Alt eine Vernissage stattfand. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe Fränkisch-Neigschmeggd aus Forchheim.

Volker Hahn, Aquarell

Anläßlich des 10-jährigen Jubiläums von „Kunst & Genuss“ im Jahre 2013 entwarf Volker Hahn ein Jubiläumsposter, mit dem zu den Ausstellungen rund ums Walberla eingeladen wurde. Das Poster mit dem Titel „Die Luschn kumma vom Walberla ro“ soll die Walburgisnacht auf dem Walberla darstellen. Mit seinem Poster gewann er den 1. Preis.

Volker Hahn: Walberla-Poster, 2013

Fränkisches Liederbuch

Die Allerschönsten ... Lieder aus der Fränkischen Schweiz

Bei einem Wirtshaussingen im Herbst 2003 in einem Dorfgasthaus am westlichen Rande der Fränkischen Schweiz lernte Volker Hahn zufällig Eberhard Hofmann (* 1936) aus Kirchehrenbach kennen, den Leiter des Arbeitskreises Volksmusik im Fränkische-Schweiz-Verein. Hofmann, ein aktiver Musikant in Saitenmusik und instrumentaler Begleiter einiger Singgruppen, organisiert volksmusikalische Veranstaltungen.[3]

Volker Hahn, der der Fränkischen Schweiz auch in seiner künstlerischen Arbeit sehr verbunden ist, äußerte den Gedanken zu einem Liederbuch. Eberhard Hofmann wählte aus den Lieblingsliedern von 30 Singgruppen der Region 71 Lieder aus.

Volker Hahn malte für ein Lied jeder Gruppe ein Aquarell, das ausdrucksvoll aus der Sicht des Künstlers den Text wiedergibt. So entstand ein künstlerisch hochwertiges Liederbuch, das die volksmusikalische Tradition der Fränkischen Schweiz dokumentiert und bewahrt:

  • „Die Allerschönsten Lieder aus der Fränkischen Schweiz“, 2009. [4]
Volker Hahn Wanderlieder.jpg

Die Buchvorstellung fand im November 2009 im überfüllten Gasthof „Schloßberg“ in Thuisbrunn/Haidhof statt. Der Bayerische Rundfunk würdigte das Liederbuch in einer seiner abendlichen Volksmusiksendungen.[5]

Wanderliederbuch

Allmählich kommt das gemeinsame Singen während des Wanderns mit Familie oder Freunden wieder in Mode. Volker Hahn und der Berliner Musiker Peter Meyer wählten 41 Volkslieder für ein handliches Diakonie-Wanderliederbuch aus, das zum Singen einlädt: „Hinaus in die Ferne ... Die schönsten Wanderlieder“. Aus den vielen Strophen wurden meist einige ausgewählt. Doch das „Frankenlied“ von Joseph Victor von Scheffel: „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“, die inoffizielle fränkische Landeshymne, enthält alle sechs Strophen. [6]

Mit seinen Zeichnungen verlieh Volker Hahn den Liedtexten eine Prise Ironie. So reitet der „Jäger aus Kurpfalz“ beispielsweise nicht auf hohem Roß durch den Wald, sondern thront auf einem Schaukelpferd.

Textdichter und Komponisten der Volkslieder werden nicht genannt, so daß der Bezug zu den historischen Wurzeln fehlt. Die historischen Originaltexte wurden hin und wieder textlich verändert und in die Schulschreibung von 1996 ff. umgeschrieben. [7]

Ehrenamtliches Engagement

Volker Hahn entwarf für die Altstadtfreunde Nürnberg u.a. Plakate der Nürnberger Originale wie zum Beispiel vom Diddlasbadscher, dem Gensgroong, dem Houhou, der Schnapsgermania, dem Schousdersbou oder Schusserbou oder dem Zeitungskoarla.

Auszeichnungen

  • 2010 Kunstpreis des Landkreises Forchheim
  • 2013 1. Preis von „Kunst & Genuss“ für das Jubiläumsposter „Walburgisnacht auf dem Walberla“

Kontakt

Volker Hahn
Dorfplatz 4
90562 Kalchreuth
Telefon: 0911 - 56 77 49 98
Mobil: 0172 - 890 07 67
vo-hahn@t-online.de
v.hahn@hahn-augenblicke.de
http://www.hahn-augenblicke.de

Veröffentlichungen

  • Rudolf J. Weickmann: Der Gänskrogn trifft den Dittlasbatscher. Närmbercher und fränkische Orchinale der Jahrhundertwende. 4. Auflage, Nürnberg: Verlag Albert Hofmann, 1980, 96 S., ISBN 3-87191-039-2; 7. Auflage, 1988, s/w. Ill. von Volker Hahn und J. Stillkrieg
  • Karl Vogt und Willi Händel: Die 2 Peterlesboum aus Nürnberg. Textillustrationen von Volker Hahn. Nürnberg: Verlag Albert Hofmann, 1980, 79 S.; 2. Auflage, 1983
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  • Eberhard Hofmann (Hrsg.): Die Allerschönsten … Lieder aus der Fränkischen Schweiz. Vorwort: Walter Tausendpfund, Illustrator Volker Hahn. Erlangen: Verlag Palm & Enke, November 2009, 142 S., ISBN 978-3-7896-0691-5 (Schriftenreihe 2 des Fränkische-Schweiz-Vereins, Heimatkundliches Beiheft 22) - Palm & Enke: Verlagsankündigung
    • Zeugnis für musikalische Tradition. Fränkische-Schweiz-Verein gibt ein neues Liederbuch mit Illustrationen heraus. In: Nordbayerische Nachrichten vom 21. November 2009 - NN
  • Herta Wanner: 11 Stückl'n für Okarina von Herta Wanner. Illustrator Volker Hahn. Verlag: Eigenverlag Heft, 14 Seiten
  • Diakonisches Werk der EKD (Hrsg.): Hinaus in die Ferne ... Die schönsten Wanderlieder. Illustrationen: Volker Hahn, Musikalische Beratung: Peter Meyer, Layout: Werbestudio Hahn & Rauh-Klump, Notensatz: Nikolaus Veeser. Verlag: edition augenblicke, Vertrieb: DIAKONA, Wohlfahrtsmarkenvertrieb für Kirche und Diakonie, Stuttgart, 2012, 84 S. - diakonie-wohlfahrtsmarken.de

Literatur

  • Markus Horbelt: Kunst geht durch den Magen. Fränkische Künstler stellen in Wirtshäusern rund ums „Walberla“ aus. In: REGIOPRESS, Marketingverein Metropolregion Nürnberg, Nr. 10, 2009 - im Netz[8]
  • Stefanie Wolter: Das Porträt - Beim Malen im Freien wärmt zur Not die Standheizung. Volker Hahn will in seinen Bildern die authentische Atmosphäre einfangen - Porträts von Obdachlosen. In: Nürnberger Nachrichten vom vom 6. Januar 2010 - NN
  • Hugo Molter: Festspiele der Kunst. Am Donnerstag beginnen Ausstellungen am Walberla. In: Nordbayerische Nachrichten vom 21. September 2010 - NN
  • Ulrich Graser: Kunst und Genuss profitieren voneinander. Aktion rund ums Walberla zeichnete Künstler aus — Fränkische Motive gewannen. In: Nürnberger Nachrichten vom 21. Dezember 2011 - NN
  • Thomas Susemihl: Selbstgespräch und Sisyphus mit spitzer Feder. Ausstellung von Peter Thiele und Volker Hahn in der Galerie Atzenhofer. In: Nürnberger Zeitung vom 13. Juli 2012 - NZ

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

  • Volker Hahn, Partner für Kunst und Kultur in Behringers Freizeit- & Tagungshotel - im Netz
  • Aktion „Kunst & Genuss“, Ausstellungen rund ums Walberla - im Netz

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Stefanie Wolter: Das Porträt - Beim Malen im Freien wärmt zur Not die Standheizung. Volker Hahn will in seinen Bildern die authentische Atmosphäre einfangen - Porträts von Obdachlosen. In: Nordbayerische Nachrichten vom 6. Januar 2010
  2. Volker Hahn: Menschen im Hintergrund - hahn-augenblicke.de
  3. * Ehrung des Arbeitskreisleiters Eberhard Hofmann mit dem Ehrenschild des Fränkische-Schweiz-Vereins für seine Verdienste um die Fränkische Volksmusik - im Netz
    * Reinhard Löwisch: Ehrenschild für Eberhard Hofmann, 28. Oktober 2006 - im Netz
    * Reinhard Löwisch: Pressemeldungen für den FSV von 1993 bis 2009 - PDF-Datei
  4. * Die Allerschönsten Lieder aus der Fränkischen Schweiz. In: Neubürg-Shop, Heidi Kaiser, 95490 Mistelgau-Obernsees - im Netz
    * Die Allerschönsten Lieder aus der Fränkischen Schweiz. In: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege - im Netz
  5. Jahresbericht 2009 des Arbeitskreises Volksmusik des Fränkische-Schweiz-Verein - im Netz
  6. Wohlauf, die Luft geht frisch und rein - volksliederarchiv.de
  7. Textlich verändert wurde zum Beispiel das Lied „Im schönsten Wiesengrunde“ (S. 47). Hinzu kommt die Umwandlung der Originaltexte in die Schulorthographie von 1996 ff. Dabei kam es - wie bei fast allen solchen Textumwandlungen - auch hier stellenweise zu einer Beliebigkeitsschreibung, beispielsweise mal original „Rößlein“, mal „Rösslein“.
    Der Beschluß des Deutschen Bundestages vom 26. März 1998 lautete: „Die Sprache gehört dem Volk!“ Diesen Beschluß des Bundestages berücksichtigte das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 14. Juli 1998:
    „Soweit dieser Regelung [den Kultusministererlassen über die Rechtschreibreform, MR] rechtliche Verbindlichkeit zukommt, ist diese auf den Bereich der Schulen beschränkt. Personen außerhalb dieses Bereichs sind rechtlich nicht gehalten, die neuen Rechtschreibregeln zu beachten und die reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind vielmehr frei, wie bisher zu schreiben.“ Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 14. Juli 1998, Az.: 1 BvR 1640/97, Randnummer 163 - BVerfG
    Die Kultusministererlasse über die Rechtschreibreform von 1996 gelten daher nur für die Schulen und das in wechselnden(!) Fassungen. Außerhalb der Schulen kann jeder so weiterschreiben wie bisher, d.h. in der allgemein üblichen herkömmlichen traditionellen Orthographie.
  8. Kontakt: http://www.kunstgenuss.walberla.de, http://www.grafikatelier.de, Tanja Engelke, Kurt Neubauer, Telefon: (09 11) 35 71 47

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