Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform

Aus NürnbergWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Baustellenschild.png Dieser Artikel ist noch eine Baustelle.

Eulen
Die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“
Spiegel
ist eine bundesweite Bürgerinitiative deutscher Lehrer,
die sich gegen die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 wandte und wendet.
Manfred Riebe, 1996
Foto-Studio Glahn, Nürnberg
Rechtschreibsiegel für Qualitätsorthographie
Duden Informationen 1994.jpg
Der „stille“ Protest. Widerstand gegen die Rechtschreibreform im Schatten der Öffentlichkeit,
Illustration: Werner Loew, Leibniz-Verlag Dräger, Oktober 1997
Unser Kampf gegen die Rechtschreibreform, Volksentscheid in Schleswig-Holstein, Dezember 1998
Zeichnung: Cornelius Werhahn

Die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ hatte sich als Kennzeichen die Erkennungsmerkmale des Erzschalks Till Eulenspiegel ausgesucht: Eulen und einen Spiegel. [1]

Geschichte und Aktivitäten

Die bundesweite „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ wurde am 20. Februar 1997 gegründet. Leiter ist der Nürnberger Oberstudienrat Manfred Riebe. Bereits am 25. Februar 1997 sandte die Lehrerinitiative eine Petition als offenen Brief an die Kultusministerkonferenz mit der Bitte, die sogenannte Rechtschreibreform zurückzunehmen. Die Lehrer argumentierten, durch die Rechtschreibreform werde die Qualität der Schriftsprache gemindert, die Volksvertretungen seien übergangen, die Haushaltsausschüsse des Bundes und der Länder, der Bundesrechnungshof und die Landesrechnungshöfe nicht eingeschaltet worden, obwohl man die Steuerzahler schröpfe, und man habe die Lehrer nicht gefragt.

Toni Schmid, der Pressesprecher des bayerischen Kultusministers Hans Zehetmair, wandte sich in einer Pressemeldung vom 4. März 1997 gegen den Zusammenschluß von Lehrern gegen die Rechtschreibreform in dieser Lehrerinitiative: Die Gründung werfe ein „bezeichnendes Licht auf alle, die ihr beigetreten sind“. Diese Lehrer hätten in den vergangenen zwei Jahren ihre Dienstpflichten nicht wahrgenommen und seien erst jetzt „Aus dem Tiefschlaf erwacht!“

Doch die Lehrer hatten sehr wohl gelesen, was das Kultusministerium ihnen ins Fach gelegt hatte:

Meistersingerhalle Nürnberg

Am 19. Dezember 1996 fand in der Nürnberger Meistersingerhalle eine Podiumsdiskussion „Das Ende der Rechtschreibreform“ statt, die Johannes Faupel unter Mithilfe von Manfred Riebe organisiert hatte. Auf dem Podium saßen MdB Elisabeth Altmann, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Lehrerin aus Hohenstadt in Bayern, StD Johannes Geiger (CSU), der Sprachpfleger des Pegnesischen Blumenordens, die bildungspolitische Sprecherin der FDP in Mittelfranken, Gudrun Heidecker, Professor Theodor Ickler und Stadtrat Ferdinand Schüller (SPD). Alle sprachen gegen die Rechtschreibreform, mit einer Ausnahme: [2] Der einzige auf dem Podium, der für die Rechtschreibreform eintrat, war der Sprachpfleger des Pegnesischen Blumenordens, Studiendirektor a.D. Johannes Geiger (1929-1999), Nürnberger CSU-Stadtrat (1994-1996). Er verkündete den Grundsatz:

„In der Politik wie in der Kriegsführung gilt die Regel, daß man eine einmal beschlossene Sache durchficht auch unter Inkaufnahme von Nachteilen.“

Podiumsdiskussion in Ansbach

Sowohl angeregt durch die Podiumsdiskussion „Das Ende der Rechtschreibreform“ am 19. Dezember 1996 in der Nürnberger Meistersingerhalle als auch durch die Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung „Deutschland zum Diktat!“ am 5. Februar 1997 in München, die er beide als Zuhörer erlebt hatte, veranstaltete Dr. jur. Thomas H. Vogtherr am 18. März 1997 in Ansbach mit Unterstützung der Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ eine Podiumsdiskussion „Rechtschreibreform auf dem Prüfstand“.

Auf dem Podium saßen StD Friedrich Denk mit einem Koffer voller Duden und anderen Wörterbüchern, der Landtagsabgeordnete Wolfgang Gartzke (SPD), der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Mittelfranken OStD Dr. Hermann Hanschel als Beauftragter von Kultusminister Hans Zehetmair, Gudrun Heidecker, die Bildungspolitische Sprecherin der FDP in Mittelfranken, und Professor Theodor Ickler. [3]

Moderator war Dr. jur. Thomas Vogtherr, der Leiter der „Initiative ‚Juristen contra Rechtschreibreform’“. Als solcher war er bald darauf, am 31. Mai 1997, Mitbegründer des Vereins für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. (VRS) - Initiative gegen die Rechtschreibreform. [4]

Friedrich Denk wollte seinen Zug nach Weilheim erreichen. Aber die Zuhörer stellten viele Fragen, so daß er und sein Begleiter Alexander Siegner aus Pullach [5] den Zug verpaßten. Also nahmen sie den Zug nach Nürnberg, in dessen Hauptbahnhof Friedrich Denk hin und wieder in der Bahnhofsbuchhandlung Zeitungen nach aktuellen Meldungen über die Rechtschreibreform durchforschte, und fuhren mit der S-Bahn nach Schwaig bei Nürnberg zu Manfred Riebe, dem Leiter der Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“, den Friedrich Denk als seinen Vorposten in Nordbayern bezeichnete, weil dieser bereits ein Faxgerät besaß. Computer mit Internetzugang, Tabletcomputer oder ein Smartphone bzw. Wischkäsdla gab es damals noch nicht. Der völlig überraschten Ehefrau erklärte er die Situation und versicherte ihr, daß die Rechtschreibreform demnächst durch Volksinitiativen gekippt werde. Als Manfred Riebe mit seinem Passat-Variant aus Ansbach kommend eintraf, staunte er. Friedrich Denk bat ihn, er möge ihm sein Auto leihen, damit er nach Weilheim fahren könne. Er werde das Auto am nächsten Tag zurückbringen. Und so geschah es.

Podiumsdiskussion Universität Erlangen

Am 14. Juli 1997 fand an der Universität Erlangen eine Podiumsdiskussion über die Rechtschreibreform statt,[6] veranstaltet von der Fachschaftsinitiative Germanistik. Auf dem Podium saßen die Rechtschreibreformer Professor Horst Haider Munske, Professor Peter Eisenberg, der Nürnberger Deutsch-Seminarlehrer, Studiendirektor Klaus Koch[7] und als langjähriger Reformkritiker Professor Theodor Ickler. Friedrich Denk saß im Publikum. Auch Rundfunk und Fernsehen waren vertreten. Der einzige, der die Rechtschreibreform verteidigte, war der Deutschlehrer Klaus Koch, der als Seminarlehrer dienstlich verpflichtet war, Deutschlehrer der Stadt Nürnberg in die Rechtschreibreform einzuführen.

Anschließend trafen sich Sprachexperten und Kritiker der Rechtschreibreform in der Wohnung von Professor Horst Haider Munske.

Dichterlesung „Für die Einheit der Orthographie“

Am 11. Oktober 1997 organisierte Friedrich Denk in Weilheim eine Dichterlesung „Für die Einheit der Orthographie“ mit Ota Filip, Wulf Kirsten, Reiner Kunze, Loriot, Gerhard Ruiss und Albert v. Schirnding. [8]

Loriot (Vicco von Bülow) fand eine für ihn typische Lösung für die sogenannte Rechtschreibreform:
„Die Rechtschreibreform ist ja völlig in Ordnung“, meinte er, und ergänzte nach einer kleinen Atempause süffisant: „... wenn man weder lesen noch schreiben kann!“

Er erhielt donnernden Beifall der rund 800 Zuhörer.

Die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ und der „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege“ (VRS) organisierten die Einladung zur Anhörung der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung in Mannheim und vor dem Bundesverfassungsgericht.

Am 23. Januar 1998 bei der Mannheimer Anhörung der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung und am 12. Mai 1998 beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wurde die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ durch Professor Theodor Ickler vertreten. Vor dem Bundesverfassungsgericht waren nur drei reformkritische Organisationen vertreten: die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (DASD), die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ und der VRS.

Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung

Theodor Ickler vertrat bei der Anhörung der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung am 23. Januar 1998 in Mannheim die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“.

Reise nach Bonn zur FDP

Auf Einladung des FDP-Vorsitzenden Wolfgang Gerhardt zur Vorbereitung auf die Sitzung des Deutschen Bundestages über die Rechtschreibreform am 26. März 1998 reisten Professor Theodor Ickler (Lehrerinitiative), Professor Werner H. Veith (Mainzer Hochschullehrer-Initiative) und Manfred Riebe (Lehrerinitiative und VRS) am 6. Februar 1998 gemeinsam zu einem Gespräch über die Rechtschreibreform nach Bonn und hielten ihm Vortrag über die Problematik. Gerhardt, ehemals Präsident der Kultusministerkonferenz, beklagte, daß es in Deutschland bisher keine ähnliche Institution wie die Académie Française gebe, die die „Eleganz der Schriftsprache“ gegen solche „Pickel im Gesicht“, d.h. gegen Verhunzungen schütze.

Anhörung des Bundesverfassungsgerichtes

Professor Ickler vertrat als Sachverständiger bei der Anhörung durch das Bundesverfassungsgericht am 12. Mai 1998 in Karlsruhe die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ und den „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege“ (VRS) [9], der insbesondere für den Schutz vor willkürlichen Eingriffen und für die Pflege der deutschen Sprache eintritt.

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hatte wegen der Verfassungsbeschwerde des Ehepaares Elsner, Lübeck, gegen die sogenannte Rechtschreibreform zur mündlichen Verhandlung am 12. Mai 1998 in Karlsruhe 13 Institutionen und Verbände eingeladen: 1. Kultusministerkonferenz, 2. Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung e.V., 3. Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. (GfdS), 4. Institut für deutsche Sprache (IDS), 5. Dudenredaktion, 6. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), 7. Verband der Schulbuchverlage, 8. Deutscher Philologenverband, 9. Deutscher Beamtenbund, 10. Bundeselternrat, 11. Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., 12. Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V., 13. Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (Bundesverfassungsgericht, 11.03.98). Darunter gehörten die GEW, der Verband der Schulbuchverlage, der Philologenverband und der Bundeselternrat zu jenem Bündnis, das seit Juli 1997 mit großen Anzeigen „Ja zur Rechtschreibreform! Nein zu neuen Irritationen!“ für die Reform warb. Als einzige reformkritische Vereinigungen waren die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ und der Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege geladen, die beiden letzteren erst auf intensives Nachhaken.

Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege

Da das Bundesverfassungsgericht sein Urteil über die Rechtschreibreform für den 14. Juli 1998 angekündigt hatte, legte der Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege den Termin für die ordentliche Mitgliederversammlung in den „Pegnitzstuben“ in Schwaig bei Nürnberg auf Samstag, den 18. Juli 1998. Am Nachmittag berichtete Professor Ickler über die Anhörung am 23. Januar 1998 vor der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung in Mannheim, über die Anhörung am 12. Mai 1998 vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe und kommentierte das Urteil des Verfassungsgerichtes.

Löschattacken in der Wikipedia

Nach gescheitertem Löschantrag verschlechterte der Ostberliner bezahlte Löschagent Nodutschke alias Schreibvieh, alias ForumStuttgarterZeitung, alias FSZ, alias IP 217.250.138.5 usw., wie bei ihm üblich, durch seine Löschungen, u.a. auch der Literaturangaben und Links, nach und nach den Artikel, um einen neuen Löschantrag vorzubereiten. Im August 2009 wurde Nodutschke sogar Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland. Deshalb mußte er seinen bürgerlichen Namen „Pavel Richter“ offenlegen.

In der deutschsprachigen Wikipedia wurde Manfred Riebe als Piratenkapitän behandelt, der mit seinen Piraten den Ozeanriesen Wikipedia entern wolle, um diese wieder auf die herkömmliche Rechtschreibung rückumzustellen.

Kause Rechtschreibreform.jpg

Dies war verständlich, weil der VRS-Vorsitzende in vielen Zeitungs- und Parteiforen gutbesuchte Stränge „Zur Rücknahme der Rechtschreibreform“ eingerichtet hatte und es schon im Jahr 2000 gelungen war, die FAZ und im Jahr 2004 den Springer-Konzern zur Rückkehr zur traditionellen Orthographie zu bewegen. Es mangelte jedoch an Piraten, die bereits über Computer mit Internetzugang verfügten und bereit waren, die deutschsprachige Wikipedia unter ihrem Klarnamen oder maskiert unter Pseudonym zu entern.

Tatsächlich war es umgekehrt. Wikipedia-Piraten, an der Spitze Norbert Bienefeld und sein Begleiter Nodutschke und andere hatten das VRS-Forum geentert, und es wurden dort mehrere Wikipedia-Stränge gelöscht, in denen über die Machenschaften in der Wikipedia aufgeklärt wurde. Der Konstrukteur des VRS-Forums hatte dies für jedermann zugänglich gemacht und so Störmanöver unter Tarnnamen ermöglicht.

Lehrer Lämpel

Lehrer Lämpel

Vierter Streich

Also lautet der Beschluß,
Daß der Mensch was lernen muß
Nicht allein das ABC
Bringt den Menschen in die Höh';
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen,
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muß man mit Vergnügen hören.
Daß dies mit Verstand geschah,
War Herr Lehrer Lämpel da.

Max und Moritz, diese beiden,
Mochten ihn darum nicht leiden;
Denn wer böse Streiche macht,
Gibt nicht auf den Lehrer acht.
[…]

Einstens, als es Sonntag wieder
Und Herr Lämpel, brav und bieder.
In der Kirche mit Gefühle
Saß vor seinem Orgelspiele
Schlichen sich die bösen Buben
In sein Haus und seine Stuben,
[…]

Eben schließt in sanfter Ruh
Lämpel seine Kirche zu;
Und mit Buch und Notenheften
Nach besorgten Amtsgeschäften
Lenkt er freudig seine Schritte
Zu der heimatlichen Hütte
und voll Dankbarkeit sodann
Zündet er sein Pfeifchen an.
[…] „Ach!“ spricht er - „Die größte Freude
„Ist doch die Zufriedenheit!!“
Rums!! - Da geht die Pfeife los
Mit Getöse, schrecklich groß.
[…]

Wer soll nun die Kinder lehren
Und die Wissenschaft vermehren?
Wer soll nun für Lämpel leiten
Seine Amtestätigkeiten?
[…]
Aus Wilhelm Busch: Max und Moritz

Lämpel an der Orgel

Fotogalerie

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Kontakt

Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“
c/o Manfred Riebe
Max-Reger-Straße 99
90571 Schwaig bei Nürnberg

Veröffentlichungen

  • Stephanus Peil: Lehrer in Not. Rechtschreibreform treibt Pädagogen an den Rand der Verzweiflung
  • Helma Dietz u.a.: Die Rechtschreibreform in der Schulpraxis. Stellungnahme der bundesweiten Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ zum Fragenkatalog des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtschreibreform für die Verhandlung am 12. Mai 1998, 18 Seiten (auszugsweise abgedruckt in: Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. (VRS): Unser Kampf gegen die Rechtschreibreform, Volksentscheid in Schleswig-Holstein, Nürnberg 1998, S. 10-13)
  • Theodor Ickler: Kritischer Kommentar zur „Neuregelung der deutschen Rechtschreibung“: mit einem Anhang zur „Mannheimer Anhörung“, 2. durchgesehene u. erw. Auflage, Erlangen und Jena: Verlag Palm & Enke, 1999 (Erlanger Studien, Band 116) -(Darin analysiert und kritisiert Theodor Ickler den Bericht der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung, S. 241-283)
  • Theodor Ickler: Regelungsgewalt. Hintergründe der Rechtschreibreform. St. Goar: Leibniz Verlag, 2001 - (Ickler: „Von den wenigen Reformkritikern, die – zum Teil erst nach umständlichen eigenen Bemühungen und wenige Tage vor der Veranstaltung – zugelassen worden waren, lehnten der „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege“ (vertreten durch Hans Krieger) sowie die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ (die ich vertrat) die Korrekturvorschläge ab.“ S. 136 f.)
  • Manfred Riebe; Schäbler, Norbert; Loew, Tobias (Hrsg.): Der „stille“ Protest. Widerstand gegen die Rechtschreibreform im Schatten der Öffentlichkeit. St. Goar: Leibniz-Verlag, 1997, ISBN 3-931155-10-2. Dokumentation von 21 Initiativen gegen die Rechtschreibreform.

Literatur

  • Alfred Raab: Homophone der deutschen Sprache. Gesammelt und hrsg. von Alfred Raab. Nürnberg: rab-Verlag, 1971, 19 S. [10]
  • Wilhelm Busch: Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen. Pappbilderbuch. Genehmigte Sonderausgabe bei KAUFRING AG, Düsseldorf. Rastatt: Favorit-Verlag, 2003, 20 S., ISBN 3-8227-3840-9 / ISBN 9783822738405
  • Alfred Raab: Max und Moritz. Juxgschichtn vo zwa berihmte Lausa vom Wilhelm Busch. In di Nämbercha Mundoart iwatrong vom Alfred Raab. In: Nürnberger Zeitung Nr. 152 vom Samstag, 5. Juli 1997, NZ am Wochenende, S. 10 [Neufassung für Universitätsprofessor Manfred Görlach, Köln]

Presse

  • Mehr Verwirrung als Vereinfachung befürchtet. Podiumsdiskussion machte die Schwächen der Rechtschreibreform deutlich. In: Nürnberger Zeitung vom 23. Dezember 1996, S. 11
  • Mit Literatur und Sarkasmus gegen die ungeliebte Reform. Bekannte deutsche Autoren lasen in Weilheim „Für die Einheit der Orthographie“. In: Weilheimer Tagblatt vom 13. Oktober 1997 („Dank und Freude an die zahlreichen Unterstützer der von Denk gegründeten Initiative „WIR gegen die Rechtschreibreform“, Zuversicht darüber, daß diese 'an ihrer Miserabilität scheitern' werde. Diese Zuversicht teilten auch Denks engagierte Mitstreiter ... : Matthias Dräger, der in Schleswig-Holstein ein Volksbegehren auf den Weg gebracht hat, Prof. Carsten Ahrens und Ehefrau Gabriele Ahrens, die Gleiches für Niedersachsen geleistet haben, der Schweizer Journalist Stefan Aerni, der Pädagoge Manfred Riebe und der Gymnasiast Johannes Weller, die bundesweit Lehrer und Schüler gegen die Reform mobilisiert haben.“)
  • Helmut Jochems, Theodor Ickler: Die Rechtschreibreform. Ein Schildbürgerstreich. In: Pädagogische Rundschau, Jg. 51 (1997), Heft 6, S. 764-766
  • Moritz Schwarz: „Die Sprache gehört dem Volk“. Deutsche Sprache: Manfred Riebe über die Rechtschreibreform und den Streit unter Sprachschützern. In: Junge Freiheit Nr. 26 vom 23. Juni 2000, S. 4 - jf-archiv.de
  • Wolfgang Illauer: Die neue Rechtschreibung in der Schule und in der Zeitung. Widerlegung der Argumente der Kultusminister und Reformer. In: FAZ vom 5. 10. 2000, Seite 10 - Wiederabdruck in der FAZ-Broschüre: Die Reform als Diktat. Zur Auseinandersetzung über die deutsche Rechtschreibung. Frankfurt am Main, Oktober 2000, S. 95-101
  • Gert Heidenreich: Eine Rechtzeitige. Laudatio zur Verleihung des Bürger-Oscar 1998 für besondere Leistungen an Frau Gisa Berger. In: Passauer Neue Presse vom 14./15. Februar 1998, S. 34

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

  • Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ - Wikipedia
  • Petition als offener Brief an die Kultusministerkonferenz - VRS-Forum
  • Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 14. Juli 1998, Az.: 1 BvR 1640/97 - bverfg.de
  • Die Schüler als Opfer und „Humankapital“ - VRS-Forum
  • Eltern als Opfer - Dt. Elternverein contra Bundeselternrat - VRS-Forum
  • Lehrer gegen die Rechtschreibreform - VRS-Forum

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Vgl. Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform und für eine einheitliche, systematische Rechtschreibung“, 1997 - http://www.raytec.de/rechtschreibreform
  2. * Mehr Verwirrung als Vereinfachung befürchtet. Podiumsdiskussion machte die Schwächen der Rechtschreibreform deutlich. In: Nürnberger Zeitung vom 23. Dezember 1996, S. 11
  3. „Computerprogramme werden Germanistenstreit um die Rechtschreibung beenden“. In: Fränkische Landeszeitung vom 20. März 1997
  4. Satzung des VRS - http://www.vrs-ev.de/satzung.php
  5. * Theodor Ickler: Rechtschreibreform auf dem Prüfstand, Presserechtlich verantwortlich: Alexander Siegner, Pullach, November/Dezember 1996
  6. Jutta Triebswetter: „Kulturpolitisches Desaster verhindern“, Renommierte Sprachwissenschaftler forderten in Erlangen die Überarbeitung des Regelwerks. In: Nürnberger Nachrichten vom 16. Juli 1997, S. 2
  7. Klaus Koch, Germanist, Lehrer für Deutsch, Sozialkunde und Geschichte an der Wirtschaftsschule der Stadt Nürnberg, Mitglied der Schulleitung „Öffnung der Schule“, Lehrerfortbildung Deutsch: Einführung der Rechtschreibreform;
    1. Klaus Koch, Thomas Schröder-Klementa: „Lesen - Sprechen - Gestalten“,
    2. Günther Fertig-Witke, Klaus Koch: „So sprechen wir - so schreiben wir“, Sprachbuch für den Deutschunterricht,
    3. Thilo Castner, Klaus Koch: „Lernen ohne Angst und Stress“, Einführung der Suggestopädie in den Schulunterricht, Winklers Verlag Gebr. Grimm, Darmstadt
  8. * Mit Literatur und Sarkasmus gegen die ungeliebte Reform. Bekannte deutsche Autoren lasen in Weilheim „Für die Einheit der Orthographie“. In: Weilheimer Tagblatt vom 13. Oktober 1997
  9. * Manfred Riebe: Der Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege - eine „Graswurzelbewegung“
  10. Homophone sind alle Wörter und Ausdrücke, die bei völlig gleicher Aussprache verschieden geschrieben werden und verschiedene Bedeutung haben.

Zur Diskussionsseite

Hier geht es zur Diskussion:Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform. An der Diskussion teilnehmen können - wie bei Leserbriefen üblich - nur mit Klarnamen angemeldete Benutzer.