Wolfgang Buhl (Journalist)

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Wolfgang Buhl (* 15. April 1925 in Reinsdorf in Sachsen im Landkreis Zwickau, † 10. August 2014 in Nürnberg) war Schriftsteller und Journalist und war langjähriger Leiter des Studio Nürnberg (heute Studio Franken) des Bayerischen Rundfunks.

Leben und Wirken

Herkunft und Familie

Wolfgang Buhl ist der Sohn des Volksschullehrers Fritz Buhl aus Reinsdorf in Sachsen (* 2. Dezember 1897, † 3. Dezember 1963 in Nürnberg) und seiner Ehefrau Elsa, geb. Schäfer (* 5. April 1901, † 5. Februar 1983 in Nürnberg).[1]
1959 heiratete Wolfgang Buhl eine Hamburgerin, seine Erlanger Studienfreundin Renate Thume (* 17. Juli 1927 in Nürnberg, † 13. November 2006 in Nürnberg). [2]

Wolfgang und Renate Buhl, pflegten in Nürnberg in der Rollhofener Straße und in der Schnaittacher Straße Gastfreundschaft, wohin wohl alle Größen der Literatur und des Wortwitzes eingeladen wurden.

Die gemeinsamen glücklichen Jahre des Ruhestands seit 1990 mit Reisen und Lesen endete 2006 mit dem Tod seiner Ehefrau. Aus dem Erleben des Todes seiner Mutter, die er - wie auch seine Frau Renate - bis zum Tod betreut und gepflegt hatte, entstand sein autobiographischer Roman „Karfreitagskind“ (1999). [3]

Schule, Kriegsdienst und Studium

Wolfgang Buhl wurde als guter Skifahrer im Krieg als Soldat in Norwegen eingesetzt. Nachdem er aus der kurzen englischen Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, absolvierte er in Zwickau das Not-Abitur. Dann floh er aus Sachsen über die grüne Grenze nach Franken.

An der Universität Erlangen studierte er Germanistik, Theaterwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Geistesgeschichte. Als auf der Erlanger Studentenbühne Stücke von Sartre gespielt wurden, die er in der Studentenzeitung DEU rezensierte, beschäftigte er sich mit mit der Philosophie Sartres und Camus` und dem Thema „Der Selbstmord“. Dies führte ihn zu der Erkenntnis, daß es nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem gebe, den Selbstmord.

1951 wurde er bei Professor Wolfgang Baumgart [4] an der Philosophischen Fakultät mit der Dissertation „Der Selbstmord im deutschen Drama vom Mittelalter bis zur Klassik“ zum Dr. phil. promoviert.

Nürnberger Nachrichten

Wolfgang Buhl fiel durch die Aufnahmeprüfung der Journalistenschule in München. Nachdem er sich erfolglos bei einigen Zeitungen beworben hatte, mußte er sein Studium und seinen Lebensunterhalt als Bauhilfsarbeiter und als Nachtwächter finanzieren, bis der Doktor der Philosophie 1953 bei den Nürnberger Nachrichten als Volontär eingestellt wurde. Von 1954 bis 1963 arbeitete er bei den NN als Feuilletonredakteur und schrieb Buch-, Film-, Theater- und Fernsehkritiken. In dieser Zeit erfand er die bundesweit einzige tägliche Fernsehkritik. Seine Kinokritiken waren gefürchtet - vor allem bei den Anzeigenkunden.

„Auf Buhls Initiative ging auch die Seite „Das Kabarett“ zurück, die er mit Zeitsatiren füllte und die mit Karikaturen versehen wurden. - Witzig, frech, immer seine individuelle „Handschrift“ tragend und mutig, verkörperten seine Artikel die Generation der jungen Journalisten in der noch jungen Bundesrepublik.“

Als Buhl 1963 zum Rundfunk wechselte, bescheinigte ihm der Verleger Joseph E. Drexel im Arbeitszeugnis vom 11. Februar 1963 Hervorragendes auf den Gebieten Film-, Theater- und Fernsehkritik, der aktuellen Berichterstattung und bei der Besprechung literarischer Neuerscheinungen geleistet zu haben. [5]

Der Wahlfranke

Dem gebürtigen Sachsen wurde Franken zur Heimat. Wolfgang Buhl schätzte Franken und lernte, mit dem Kopf und mit dem Herzen fränkisch zu denken. Manche seiner Freunde nannten ihn daher einen „gelernten Franken“. Dennoch blieb er immer ein Sachse. In seinem Band „Verachtet mir die Sachsen nicht. Versuch über eine Wahlverwandtschaft: die Franken und die Sachsen“ (1991) kam dies zum Ausdruck. [6]

Bayerischer Rundfunk

Wolfgang Buhl 1983 beim „Sommer im Park“
© BR / Wolfgang Suk

Von den Nürnberger Nachrichten wechselte Wolfgang Buhl 1963 zum Bayerischen Rundfunk, dessen Nürnberger Abteilung „WORT“ er aufbaute. Von 1978 bis 1990 war er Leiter des Studios Nürnberg des Bayerischen Rundfunks.

Wortredaktion: Das „fränkische“ Wort

Im Januar 1960 war in Nürnberg für die Produktion der regionalen Nachrichtensendungen eine Wort-Redaktion unter der Leitung des Studioleiters Konrad Michel gegründet worden.

Die Leitung dieser Redaktion „WORT“ übernahm 1963 der spätere Studioleiter Wolfgang Buhl. Buhl war bei den jüngeren Autoren damals unbekannt. Bei den öffentlichen Veranstaltungen und Lesungen des Schriftstellerverbandes war er nur als aufmerksamer Zuhörer anwesend. Er hatte ein Gespür für literarische Begabungen und setzte sich nach den Veranstaltungen in zwangloser Runde mit den jungen Mundartdichtern zusammen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Er ließ sie nicht bettelnd zu sich kommen, sondern holte sich seine Autoren in sein Studio.

Eine seiner ersten von ihm eingeführten Sendereihen war „Wie's fränkisch klingt“. Wolfgang Buhl holte dazu junge fränkische Mundartautoren, zum Beispiel Gottlob Haag, Engelbert Bach und Fitzgerald Kusz, und bot ihnen und ihren Werken im Hörfunkprogramm ein Forum.

Die Sendereihe „Wie's fränkisch klingt“ ließ nicht nur die Zuhörer des Studios Nürnberg aufhorchen, sondern regte die Bayern in München zur Nachahmung an. „Dies war gewissermaßen der Beginn einer neuen Art von Mundartdichtung, deren Welle vom Studio Nürnberg ausgehend auf den gesamten deutschsprachigen Raum überschwappte.“ (Laudatio 1992)

Darüber hinaus holte Wolfgang Buhl sich auch große Geister aus Literatur, Politik, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu seinem Sender, damit sie den Hörern ihre Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben konnten.

Gespräche im Studio

1966 entstand seine Reihe „Gespräche im Studio“. Es wurde jeweils ein Fachmann zu einem gesellschaftspolitischen, geschichtlichen oder kulturellen Thema vor Publikum geladen. Der oberfränkische FDP-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages Thomas Dehler begann am 18. März 1966 mit seinem Vortrag „Ein Lob auf Franken“. Zu den Persönlichkeiten, die Wolfgang Buhl in sein Studio holte und die damit Nürnberg und auch ihm ihre Reverenz erwiesen, waren unter anderem Dieter Hildebrandt, Alexander Mitscherlich, Wolfgang Koeppen, Peter von Zahn, Christine Brückner und Hildegard Hamm-Brücher. [7] Mit diesen „Gesprächen im Studio“ bereicherte Buhl das Programm des Frankensenders und setzte damit einen neuen Meilenstein im kulturellen Bereich. [8]

Wolfgang Buhl: Eine Literatur-
geschichte in Einzeldarstellungen
, Verlag Nürnberger Presse, 1971

Der Autor

Neben zahlreichen Arbeiten - u.a. zur Kultur und Geschichte Frankens, darunter die erste fränkische Literaturgeschichte, - verfaßte Wolfgang Buhl auch etliche Parodien, die er in den beiden Sammlungen „Äpfel des Pegasus“ (1953) und „Pflaumen des Pegasus“ (1985) veröffentlichte.

Anläßlich der Verleihung des Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreises 1992 hieß es in der Laudatio: „Er, ein hervorragender Autor und ausgezeichneter Stilist, hat sich mit seinem Werk nie um Anerkennung und Bewunderung heischend in den Vordergrund gedrängt. Sein Essay-Band ÜBERALL IST FRANKEN zeigt, mit wie viel profundem Wissen, Einfühlungsvermögen, Akribie und Empfinden für die Schönheit unserer Sprache er seine oft langen Sätze in einer kaum zu übertreffenden und brillanten Weise zu gestalten weiß.“

Buhl ist Mitglied des PEN-Zentrums und der Erich-Kästner-Gesellschaft. Er war eng befreundet mit Hermann Kesten.

Honorarprofessor für Publizistik

Wolfgang Buhl nahm seit 1983 als Honorarprofessor für Publizistik einen Lehrauftrag an der Universität Erlangen-Nürnberg wahr.

Liebhabereien

Buhl war Liebhaber des erzgebirgischen Kunsthandwerks. Seine Haushälterin Gabi zauberte alljährlich erzgebirgischen Weihnachtsschmuck ins Haus.
Nur wenige wissen, daß er ein Anhänger des 1. FC Nürnberg war, ein Glubberer. Daß seine geliebten Glubberer auch Schwächen hatten, war allgemein bekannt und war auch ihm klar.

Krankheit, Tod und Trauerfeier

Professor Dr. Wolfgang Buhl starb am 10. August 2014 im Alter von 89 Jahren. Vorausgangen waren ein Sturz mit einem Schulterbruch, ein Klinikaufenthalt und zwei Operationen.

Die Trauerfeier fand in aller Stille im Kreis der Familie auf dem Waldfriedhof Schwaig in der Aussegnungshalle statt. [9] Mit der Gestaltung der Abschiedsfeier hatte die Familie einen konfessionsfreien Theologen beauftragt, der auch die Trauerrede hielt. Er begrüßte die Familien Thume, die Sekretärin Edda Falk, Freunde und berufliche wie persönliche Weggefährten. Einen weiteren Nachruf hielt Wolfgang Buhls Nachfolger beim Studio Franken, Rainer Lindenmann.
Wolfgang Buhl wurde im Grab der Familie Buhl an der Seite seiner Frau Renate und seiner Mutter Else Buhl bestattet. Das Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Schwaig bei Nürnberg: Abteilung II, Reihe B, Nr. 14. [10]

Nachrufe

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly würdigte Wolfgang Buhl in seiner Traueranzeige:

„Wir trauern um Prof. Dr. Wolfgang Buhl Träger der Bürgermedaille der Stadt Nürnberg. Prof. Dr. Wolfgang Buhl hat sich als Publizist und Leiter des Studios Nürnberg des Bayerischen Rundfunks bleibende Verdienste um die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt erworben. Die Stadt Nürnberg wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.“

In der Traueranzeige der Friedrich-Alexander-Universität hieß es, die Universität trauere um ihren Honorarprofessor und Stifter Prof. Dr. Wolfgang Buhl. Sie habe einen angesehenen Gelehrten auf dem Gebiet der Publizistik und einen großzügigen Stifter verloren. Sie werde ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Er werde in der Erinnerung seiner Hörerinnen und Hörer und in seiner Stiftung weiterleben. [11]

Auszeichnungen

  • 1992 Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken, dotiert mit 10.000 Mark
  • 1994 Bürgermedaille der Stadt Nürnberg [13]

Gedenkveranstaltung für Wolfgang Buhl

Zum 90. Geburtstag von Wolfgang Buhl (1925-2014) fand am Mittwoch, 15. April 2015, 11.30 Uhr, eine Gedenkveranstaltung in der Stadtbibliothek Nürnberg Zentrum, Gewerbemuseumsplatz 4, Ebene L0, Lernwelt, statt. Einige Weggefährten Wolfgang Buhls wollten sein Leben und Wirken noch einmal Revue passieren lassen: Hermann Glaser, Ingeborg Höverkamp, Gerhard Brack, Rainer Lindenmann und Eva Homrighausen.
Ingeborg Höverkamp und Gerhard Brack, Rundfunkjournalist, arbeiten an einer Biographie über Wolfgang Buhl, die im Herbst 2017 erscheinen soll. Näheres im Artikel „Wolfgang Buhl (Ingeborg Höverkamp)“.

Fotogalerie

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe, der Autor des Artikels, wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Veröffentlichungen

  • Der Selbstmord im deutschen Drama vom Mittelalter bis zur Klassik. Universität Erlangen, Philosophische Fakultät, Dissertation vom 10. Januar 1951. Erlangen: 1950, 185 gez. Bl. [Maschinenschrift]
  • Äpfel des Pegasus. Neue Parodien. Berlin: Steegemann, 1953, 75 S. (Die Bank der Spötter; Band 3) [Parodien auf Gottfried Benn, Paul Claudel, Jean Cocteau, Günter Eich, William Faulkner, Leonhard Frank, Ernest Hemingway, Hermann Hesse, Ernst Jünger, Franz Kafka, Hermann Kasack, Wolfgang Koeppen, Norman Mailer, Curzio Malaparte, Thomas Mann, Erich Maria Remarque, Ernst von Salomon, Jean-Paul Sartre, Ernst Wiechert u.a.] Auszüge aus dieser Anthologie:
    • Günter Eich: Camp bei Nacht. Parodie auf die frühe Lyrik Günter Eichs („Einsame Gehöfte“ 1949) - im Netz
    • Karl Krolow: Rücklings im Gras. Parodie auf die - noch von Wilhelm Lehmann beeinflußte - Naturlyrik Karl Krolows
    • Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel. Parodie auf Herrmann Hesses vom Gelehrtenstaat „Kastalien“ handelndes Alterswerk „Das Glasperlenspiel“ (1943) - im Netz
    • Ernst Jünger: Strahlungen. Parodie auf Ernst Jüngers Tagebuch „Strahlungen“ (1949) - insbesondere auf die für Jünger charakteristische Manier, auch den Banalitäten des Alltags eine höhere Bedeutung zu verschaffen
    • Thomas Mann: Der Erwählte. Parodie auf Thomas Manns Roman „Der Erwählte“ (1951). Viele Charakteristika des Romans finden wir in der Parodie gehäuft wieder: die sich selbst schmeichelnde Ironie, die angestrengt-ambitionierte Syntax, die fremdsprachlichen Brocken, die Sprachmischung aus Legenden- und Gelehrtensprache - im Netz
    • Ernst Wiechert: Missa sine nomine. Parodie auf Ernst Wiecherts einstmals vielgelesenen, Entsagung und einfaches Leben preisenden Roman „Missa sine nomine“ (1950)
  • Elisabeth Pablé (Hrsg.): Ad absurdum. Parodien dieses Jahrhunderts. Auswahl und Einführung: Elisabeth Pablé. Salzburg: Residenz Verlag, 1965, 226 S.; Ungekürzte Ausg. 2. Auflage. München: Deutscher Taschenbuchverlag, 1969, 161 S. (dtv-Taschenbücher ; 508) [Anthologie deutschsprachiger Parodien. Mit Beiträgen von H. v. Gumppenberg, Ch. Morgenstern, K. Kraus, H. H. v. Twardowski, H. Reimann, A. Polgar, E. Friedell, K. Robitschek, K. Tucholsky, Wolfgang Buhl, R. Neumann, R. H. Markowsky, A. Eichholz, M. Bieler, R. Schneider, F. Torberg, H. Weigel, R. Presber, H. Eulenberg, C. Merz/H. Qualtinger]
  • Hans Reinhard Schatter (Hrsg.): Scharf geschossen. Die deutschsprachige Parodie von 1900 bis zur Gegenwart. Hrsg. und eingeleitet von Hans Reinhard Schatter. Bern; München; Wien: Scherz, 1968, 366 S. [Parodien von H. v. Gumppenberg, O. E. Hartleben, Chr. Morgenstern, K. Kraus, R. Neumann, F. Blei, F. Torberg, Wolfgang Buhl, M. Bieler, S. Segelfalter, B. Brecht, Erich Kästner, K. Tucholsky, J. v. Manger, F. Rexhausen u.a.]
  • Wolfgang Buhl (Red.): Künstler sehen fränkische Städte. Eine Ausstellung des Kuratoriums Franken unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr.h.c. Alfons Goppel. (Katalog einer Wanderausstellung in neun Städten). Nürnberg: Kuratorium Franken, April 1969 [Mit Beiträgen von Hans Max Aufseß, Engelbert Bach, Gottlob Haag, Claus Henneberg, Karl Hochmuth u.a. Mit zahlreichen Abbildungen fränkischer Künstler]
  • Hrsg.: Barock in Franken. Würzburg: Echter-Verlag, 1969, 251 S. [Sendereihe des Studios Nürnberg des Bayerischen Rundfunks]
  • Weshalb ich nichts auf Erich Kästner kommen lasse. Gruß eines unbekannten an einen sehr bekannten Sachsen zu dessen 70. Geburtstag, beinahe oder wenigstens ein bißchen im Kästnerton. In: Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums 29 (1969), S. 3171-3177
  • Günter de Bruyn (Hrsg.): Das Lästerkabinett. Deutsche Literatur von Auerbach bis Zweig in der Parodie. Leipzig: Philipp Reclam jun., 1970, 237 S. (Reclams Universal-Bibliothek; Band 468: Erzählende Prosa: Versdichtung, Dramatik, Parodien); 3. Auflage, 1976, 214 S. [Inhalt: Zur Desorientierung (Zitate statt eines Vorworts); Fritz Mauthner; Max Reinhardt; Rudolf Presber; Christian Morgenstern; Gustav Meyrink; Hanns von Gumppenberg; Hans Heinrich von Twardowski; Erich Weinert; Kurt Tucholsky; Hans Reimann; Robert Neumann; Sebastianus Segelfalter( d.i. Richard Müller-Freienfels); Wolfgang Buhl; Armin Eichholz; Peter Rühmkorf; Rolf Schneider; Günter de Bruyn; Kurt Bartsch; Nachwort; Benutzte Literatur; Quellennachweis; Verzeichnis der Parodierten]
  • Hrsg.: Fränkische Städte. Würzburg: Echter-Verlag, 1970, 398 S. [Sendereihe des Studios Nürnberg des Bayerischen Rundfunks]
  • Hrsg.: Fränkische Klassiker. Eine Literaturgeschichte in Einzeldarstellungen, mit 255 Abbildungen. Nürnberg: Verlag Nürnberger Presse, 1971, 807 S., ISBN 3-920701-28-3 [Sendereihe des Studios Nürnberg des Bayerischen Rundfunks 1964-1970]
  • Hrsg.: 7 x Nürnberg. Hrsg. und eingeleitet von Wolfgang Buhl, mit 12 Zeichnungen von Michael Mathias Prechtl. Würzburg: Echter-Verlag, 1972, 175 S., ISBN 3-429-00248-6 (Enthält folgende Erstdrucke: Horst Krüger: Nürnberger Augenblicke; Hans Magnus Enzensberger: Nürnberg 1938. Ein Klassenbild; Hermann Kesten - Heinrich Böll: Angst vor dem Unversehrten. Ein Gespräch; Wolfgang Koeppen: Proportionen der Melancholie; Reinhard Baumgart: Die unauffindbare Stadt; Wolfgang Hildesheimer: Bleibt Dürer Dürer?; Friedrich Hagen: Der Sprung über den Graben; Wolfgang Buhl: Über den Umgang mit Nürnbergern; Dieter Hildebrandt: Das (vorläufig) letzte Wort zum Dürerjahr.)
  • Hrsg.: Karolingisches Franken. Hrsg. von Wolfgang Buhl. Würzburg: Echter-Verlag, 1973, 292 S., ISBN 3-429-00303-2
  • Hrsg.: Kleine Städte am Main. Würzburg: Echter-Verlag, 1975, 291 S., ISBN 3-429-00401-2
  • Für Hermann Kesten. Nürnberger Reden zum 75. Geburtstag. Nürnberg: Stadt Nürnberg, 1975, 30 S. [Enthält die Ansprachen auf dem Geburtstags-Symposion: Gert Kalow, Wolfgang Koeppen (Hermann Kesten, der Freund), Horst Krüger, Wolfgang Weyrauch, Wolfgang Buhl. Vorwort Hermann Glaser]
  • Franken, eine deutsche Miniatur. Etüde in 5 Sätzen. Bildquellen: Lydia Bayer ... Würzburg: Echter, 1978, 59 S.
  • Hrsg.: Bäder in Franken. Würzburg: Echter-Verlag, 1981, 249 S., ISBN 3-429-00698-8 [Das Buch geht auf eine Sendereihe des Bayerischen Rundfunks zurück. Folgende Bäder werden beschrieben: Alexandersbad (Konrad Michel), Berneck (Erich Rappl), Bocklet (Karl Hochmuth), Brückenau (Werner Dettelbacher), Kissingen (Irene Reif), Königshofen (Engelbert Bach), Mergentheim (Hans Dieter Schmidt), Neustadt/Saale (Annelies Volpert), Steben (Ursula Naumann) und Windsheim (Wilhelm Staudacher)]
  • Inge Meidinger-Geise (Hrsg.): Erlangen 1950 - 1980. Ein literarisches Lesebuch. Hrsg. im Auftrag des Kulturreferates der Stadt Erlangen anläßlich der Erlanger Kulturtage 1982. Erlangen: Verlag Junge & Sohn, 1982, 160 S., ISBN 3-87388-000-8 [Beiträge von Ulf Abraham, Hans Bender, Wolfgang Buhl, Karl Corino, Klaus Peter Dencker, Heinz Ehemann, Hans Magnus Enzensberger, Elmar Hartstock, Koschka Hildenbrand, Walter Höllerer, Fitzgerald Kusz, Gerhard Liedtke, Jochen Lobe, Gabbo Mateen, Inge Meidinger-Geise, Jürgen Naumann, Hans Neubauer, Werner Nürnberger, Inge Obermayer, Klaus Roehler, Wolf Peter Schnetz, Godehard Schramm, Ginka Steinwachs, Eberhard Wagner und Michael Zeller]
  • Machd när su weidä. Vom Frieden und ob es den noch gibt. Eine Anthologie in fränkischer Mundart. Mit einem Vorwort von Reinhold Vöth, Intendant des Bayerischen Rundfunks, Beiträgen von Engelbert Bach, Wolfgang Buhl, Gottlob Haag, Lothar Kleinlein, Gerhard C. Krischker, Fitzgerald Kusz, Anneliese Lussert, Nadu Schmidt, Wilhelm Staudacher, Alfred Völkel, u.a.; Zeichnungen von Jules Stauber. Würzburg: Echter, 1983, 172 S., ISBN 3-429-00832-8
  • Lob der Provinz. Gedanken und Anmerkungen zum Regionalismus. Mit 15 Scherenschnitten (davon 6 von Luise Duttenhofer), 7 Farbtafeln von Guy de Lusignan u. 15 Zeichnungen. Würzburg: Echter, 1984, 72 S., ISBN 3-429-00882-4
  • Pflaumen des Pegasus. Neue Parodien. Zeichnungen von Loredano. München: Nymphenburger, 1985, 216 S., ISBN 3-485-00502-9 [Mit Parodien auf Ernst Bloch, Erich Fried, Wolf Biermann, R. D. Brinkmann, H. M. Enzensberger, P. Härtling u.a.]
  • Hartmut Beck (Hrsg.): Nürnberg im Luftbild. Eine Topographie in 90 Bildern. Luftbilder von Eugen Christmeier und Manfred Gillert. Nürnberg: Verlag Nürnberger Presse, c 1987, 219 S. [enthält Texte von Rainer Abendt, Fritz Aschka, Birgit Beck, Gerhard Bott, Wolfgang Buhl, Ernst Eichhorn, Theo Friedrich, Helmut Häußler, Hartmut Heller, Walter Hirsch, Gerhard Hirschmann, Henning Kößler, Kurt Kühhorn, Helmut Melzer, Erich Mulzer, Roland Oeser, Friedrich Pöhlmann, Wigand Ritter, Gerd Schmelzer, Franz Sonnenberger, Werner Sprung, Helmut Stahl, Friedrich Strauch, Peter Titze, Kurt Töpner, Ansgar Wittek u.a.]
  • Hrsg.: Franken im Rokoko. Streifzüge durch eine Kulturlandschaft. Mit Beiträgen von Hans Max von Aufseß ... München: Süddeutscher Verlag, 1989, 159 S., ISBN 3-7991-6428-6 [Beiträge von: Wolfgang Buhl: Vorbetrachtungen anhand einiger Literatur der Zeit.- Günther Schuhmann: Ansbacher Rokoko.- Karl Müssel: Bayreuther Rokoko.- Hanswernfried Muth: Rokoko in Mainfranken.- Werner Dettelbacher: Bauherren und Mäzene.- Hans Max von Aufseß: Gartenspielereien.- Helmut Goldmann: Musik der Zeit.- Anneliese Volpert: Theater-Impressionen.- Arno Schönberger: Kunsthandwerk und Kunstgewerbe.- Christoph von Imhoff: Kirchenbau und Glaubensbekenntnisse an Main, Pegnitz und Altmühl.- Walter Lehnert: Zum fränkischen Volksleben im 17.und 18.Jahrhundert]
  • Überall ist Franken. Miniaturen, Essays, Reisebilder. Hof: Oberfränkische Verlags-Anstalt, c 1989, 297 S., ISBN 3-921615-86-0 [Zusammenstellung verschiedener Beiträge des Autors, die in Zeitschriften erschienen bzw. im Bayerischen Rundfunk gesendet wurden]
  • August Everding: Sinn und Unwert der Kritik? Streitgespräch August Everding - Marcel Reich-Ranicki. Einführung: Wolfgang Buhl. München: TR Verlagsunion, P 1990, 1 MC
  • Verachtet mir die Sachsen nicht. Versuch über eine Wahlverwandtschaft: die Franken und die Sachsen; mit einem baierischen Anhang. Würzburg: Weidlich Flechsig, 1991, 96 S., ISBN 3-8035-1352-9
  • Das ewig Licht geht da herein. Unsere schönste Weihnachtslandschaft: Das Erzgebirge. Ill. Karl Bedal. Hof an der Saale: Ackermann Verlag, c 1992, 88 S.,ISBN 3-929364-06-9
  • Journalismus und Literatur oder über die Machbarkeit einer Utopie. In: Dieter Sauberzweig, Bernd Wagner, Thomas Robke: Kultur als intellektuelle Praxis. Hermann Glaser zum 70. Geburtstag. Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Bonn: Klartext Verlag, Essen, 1998, 380 S., ISBN 3-88474-700-2; hier: S. 55-72
  • Karfreitagskind. Roman. Cadolzburg: Ars-vivendi-Verlag, 1999, 615 S., ISBN 3-89716-051-X
    • Andreas Nentwich: Altdeutsche Schrankwand. Wolfgang Buhl scheitert an einer deutsch-deutschen Familiengeschichte. Rezension von Wolfgang Buhls Roman „Karfreitagskind“. In: DIE ZEIT Nr. 42, 14. Oktober 1999 - zeit.de
  • Gertrud Buschmann-Gerardi. Wir gedenken einer bemerkenswerten Frau (Nachruf). In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 89, 2002, S. 1-5 - MVGN
  • Hermann Kesten: Die Zwillinge von Nürnberg. Roman. Neudruck nach dem Text der 1. europ. Ausgabe aus dem Jahr 1947, 1. Aufl. Mit einem Nachwort von Wolfgang Buhl. Hrsg. im Auftrag des Arbeitskreises Hermann Kesten, Nürnberg, von Wolfgang Buhl und Ulf von Dewitz. Nürnberg: Tümmels, 2003, 597 S., ISBN 3-921590-00-0

Literatur

  • Buhl, Wolfgang [Kurzbiographie]. In: Wolfgang Buhl (Hrsg.): Fränkische Klassiker. Eine Literaturgeschichte in Einzeldarstellungen. Nürnberg: Verlag Nürnberger Presse, 1971, 807 S., ISBN 3-920701-28-3; ´hier: S. 746
  • Gerhard C. Krischker (Hrsg.): Wolfgang Buhl zum 60. Geburtstag, 15. April 1985. Texte von Freunden und Poeten. Hrsg. von Gerhard C. Krischker. Würzburg, 1985
  • Wolfgang Buhl. Bio- und bibliographische Angaben. In: A. van den Braembussche, Ph. van Engeldorp Gastelaars: Rose und Kartoffel: Ein Heinrich Heine-Symposium, Rotterdam School of Management, Erasmus Universiteit Rotterdam. Veröffentlicht von Rodopi, 1988, 179 Seiten, ISBN 905183022X, 9789051830224; hier: S. 171 f. - im Netz
  • Professor Dr. Wolfgang Buhl, Kulturpreis 1992. In: Bezirk Mittelfranken (Hrsg.): 20 Jahre Wolfram-von-Eschenbach-Preis 1980–2000. 2. Auflage, ergänzt bis 2000. Ansbach: Hercynia, 2000, S. 72 [mit Foto]
  • Ingeborg Höverkamp: „Ein freier Geist, ein Literat, eine Künstlernatur ...“. Wolfgang Buhl zum 80. Geburtstag. In: Frankenland, Hrsg.: Frankenbund, Würzburg, Heft 2, April 2005, S. 120
  • Claudia Weise: Studio Nürnberg, Studioleitung und Verwaltung 1948 bis 1975. Bayerischer Rundfunk, Historisches Archiv / ABD, Studio Franken, Juli 2009 - PDF-Datei
  • Claudia Weise: Studio Nürnberg Wortredaktion. Sendereihe „Vom Main zur Donau“ und Sondersendungen 1960-1990. Bayerischer Rundfunk, Historisches Archiv / ABD, Studio Franken, Juli 2009 - PDF-Datei
  • Ernst Cran: Rede zum Abschied von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Buhl 15.04.1925 - 10.08.2014, Abschiedsfeier am Sarg, 15.08.2014 um 11 Uhr, Waldfriedhof Schwaig
  • Ingeborg Höverkamp, Dem Journalisten und Autor Wolfgang Buhl zum 90. Geburtstag. (1925-2014), In: Frankenland, Hrsg. Frankenbund, Würzburg, Heft 4, 2015, S. 279 ff

Presse / Rundfunk

  • Kathrin Degmair: Wolfgang Buhl. Ehemaliger Leiter des Studios Franken ist tot. In: Bayerischer Rundfunk vom 12. August 2014 - br.de
  • Rainer Lindenmann: Nachruf. Wolfgang Buhl ist tot. Der Journalist, Schriftsteller und langjährige Leiter des BR–Studio Franken, Wolfgang Buhl, ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 89 Jahren nach kürzerer Krankheit. In: Bayerischer Rundfunk, Studio Franken vom 12. August 2014 - br.de
  • alf [= Alexandra Foghammar]: Trauer um Bürgermedaillenträger Wolfgang Buhl. In: Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 896 / 12. August 2014 - nuernberg.de
  • alf [= Alexandra Foghammar]: Gedenkveranstaltung an Wolfgang Buhl. In: Stadt Nürnberg Presse- und Informationsamt, Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 324 / 2. April 2015 - franken-tageblatt.de
  • Ute Wolf: Gedenkfeier für Wolfgang Buhl. Wahlfranke mit Witz gegen Münchner Ignoranz. In: Nürnberger Zeitung Nr. 87 vom 16. April 2015, S. 15 - [ NZ]

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

  • Ernst Rohmer, Theodor Verweyen und Gunther Witting: Wolfgang Buhl, Parodien - im Netz
  • Der Mundartdichter und Lyriker Gottlob Haag. In: Bekanntmachungen in der Gemeinde Adelshofen Nr. 1756-50-2004 - PDF-Datei

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. * Grabstein der Familie Buhl, Waldfriedhof Schwaig. Reichswaldstr. 1, 90571 Schwaig bei Nürnberg, Abteilung II, Reihe B, Nr. 14
  2. * Wolfgang Buhl (Ingeborg Höverkamp)
  3. Die Biographie stützt sich in etlichen Passagen auf die Trauerrede von Ernst Cran: Rede zum Abschied von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Buhl 15.04.1925 - 10.08.2014, Abschiedsfeier am Sarg, 15.08.2014 um 11 Uhr, Waldfriedhof Schwaig
  4. Harald Zielske: Zum Tode von Prof. Wolfgang Baumgart. Goethe-Enthusiast. In: FU-N 5/2000 - http://userpage.fu-berlin.de/~fupresse/FUN/2000/5-00/leute/leute5.html
  5. * Wolfgang Buhl (Ingeborg Höverkamp)
  6. Professor Dr. Wolfgang Buhl, Kulturpreis 1992. In: Bezirk Mittelfranken (Hrsg.): 20 Jahre Wolfram-von-Eschenbach-Preis 1980–2000. 2. Auflage, ergänzt bis 2000. Ansbach: Hercynia, 2000, S. 72
  7. Geschichte des Studio Franken: Das „fränkische“ Wort - Anfänge der Wortredaktion (1960). In: BR-Online
  8. Professor Dr. Wolfgang Buhl, Kulturpreis 1992. In: Bezirk Mittelfranken (Hrsg.): 20 Jahre Wolfram-von-Eschenbach-Preis 1980–2000. 2. Auflage, ergänzt bis 2000. Ansbach: Hercynia, 2000, S. 72
  9. Wolfgang Buhl * 15. 4. 1925 † 10. 8. 2014, Jochen Thume, Karl-Heinz Thume mit Familien. Die Trauerfeier fand in Stille statt. In: Nürnberger Nachrichten / Nürnberger Zeitung vom 16.08.2014 - trauer.nordbayern.de
  10. Das Grab wurde 1965 für Else Buhl gekauft und 1983 auf Dr. Wolfgang Buhl umgeschrieben. Als am 13. November 2006 seine Frau Renate Buhl, geb. Thume, starb, wurde sie dort bestattet. Auskunft von Ingrid Kulzer. Leiterin des Standesamts Schwaig, vom 27. April 2015.
  11. Traueranzeige für Prof. Dr. Wolfgang Buhl von Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und Prof. Johanna Haberer, Präsident Christliche Publizistik. In: Erlanger Nachrichten vom 19. August 2014
  12. * Frankenwürfel 1990 in Würzburg, Laudatio von Heinrich von Mosch, Regierungspräsident von Mittelfranken, für Prof. Dr. Wolfgang Buhl - Nürnberg (Mittelfranken) - frankenwuerfel.de
  13. Bürgermedaillen-Inhaber: 1994 Prof. Dr. Wolfgang Buhl, früherer Leiter des Rundfunkstudios (1925-2014) Nürnberg und Schriftsteller - PDF nuernberg.de

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