Gustl Mollath in Freiheit

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Der Artikel Gustl Mollath in Freiheit berichtet über das neue Leben, das Gustl Mollath durch seine Freilassung am 6. August 2013 geschenkt wurde. Da Mollath nun für seine Wiedereingliederung und gegen Justiz und Psychiatrie im Wiederaufnahmeverfahren um sein Recht und seine Rehabilitation kämpfen muß, hat er nur eine halbe Freiheit von eingeschränkter Lebensqualität.

Gustl Mollath mit Edward Braun in der Bratwurstküche „Zum Gulden Stern
Foto: © Ursula Prem
Gustl Mollath vor dem CSU-Haus, Jakobstraße 46
Foto: © Ursula Prem

Einführung

Am Dienstag, dem 6. August 2013, ordnete das Oberlandesgericht Nürnberg überraschend die Wiederaufnahme des Verfahrens Gustl Mollath an. Gustl Mollath sei unverzüglich freizulassen. Merkwürdigerweise spielte die seit Jahren behauptete „Gemeingefährlichkeit“ Mollaths keine Rolle mehr, ohne daß ein neues Gutachten erstellt wurde.

Das OLG verfügte, daß das Strafverfahren gegen Gustl Mollath vor einer anderen Kammer des Landgerichts Regensburg stattfinden müsse. Mit der Anordnung der Wiederaufnahme sei das Urteil gegen Mollath aus dem Jahr 2006 nicht mehr rechtskräftig. Es sei nicht nachgewiesen, daß er eine gefährliche Körperverletzung an seiner damaligen Frau begangen habe. Damit entfalle auch die Grundlage für dessen Unterbringung. [1]

Gustl Mollath verließ am Dienstagabend in Begleitung von Freunden das Gebäude der Psychiatrie in Bayreuth. Zwei seiner Unterstützer, Reiner Hofmann und Robert Lindner, halfen Gustl Mollath, die vielen Akten und Zeitungsausschnitte, die er gesammelt hatte, aus dem Keller des Bezirkskrankenhauses in Bayreuth in einen Lieferwagen seines Freundes Robert Lindner zu packen. [2]

Susanne Will, früher Abendzeitung / 8 Uhr-Blatt (Nürnberg), interviewte Robert Lindner, der Gustl Mollath mit seinem Lieferwagen abgeholt hatte und ihn nun vor den Journalisten schützt, indem er seinen Aufenthaltsort geheimhält. [3]

Die Wiederaufnahme des Verfahrens ist für Gustl Mollath erst der Beginn eines weiteren juristischen Streites. Was auf dem langen Weg durch die Instanzen herauskommt, weiß man nicht.
Nach Einsetzung des neuen Bayerischen Landtags werden die Oppositionsparteien eine „Wiederaufnahme“ des Untersuchungsausschusses beantragen, um weiterhin Licht in das Dunkel bayerischer Justiz und Psychiatrie zu bringen.

Sollte Mollath im Wiederaufnahmeverfahren seine Rehabilitation erreichen, wird er um eine Wiedergutmachung kämpfen müssen.

Wiedereingliederung

Am Mittwochabend, den 7. August 2013, rief Gustl Mollath die Journalistin Ursula Prem an und fragte sie, ob sie ihn in Nürnberg mit der Kamera auf die Ämter und bei seinem Einkaufsbummel begleiten wolle. Zuerst gingen Ursula Prem, Gustl Mollath und sein Freund Edward Braun am Donnerstag zum Einwohnermeldeamt. Dort ließ sich Mollath einen vorläufigen Ausweis ausstellen. Zwei Mitarbeiter berieten ihn aus eigener Initiative über die Möglichkeit, per Briefwahl an den kommenden Wahlen teilnehmen zu können.

Gustl Mollath im Fotostudio Unger, Marta Kindler (li) und Antonia Drescher
Foto: © Fotostudio Unger

Gegenüber im Fotostudio Unger servierten die Mitarbeiterinnen Kaffee und Mineralwasser, fertigten biometrische Fotos und schenkten ihm die Fotos. Beim Ordnungsamt erhielt er keinen neuen Führerschein, angeblich weil er noch keinen festen Wohnsitz hat. [4] Bisher kommt Mollath bei Freunden unter. Aber selbst im Unterstützerkreis wird seine Adresse geheimgehalten, um ihn vor weiterem Rummel zu schützen.

Der am 18. Juli 2009 abgelaufene Personalausweis, der Führerschein Gustl Mollaths und fast alle seine Unterlagen befinden sich im Besitz seiner Ex-Frau. Eine Neuausstellung der Dokumente wäre nicht nötig, wenn sie alle Papiere herausgäbe. Der Personalausweis müßte nur verlängert werden. [5]

Wichtig wäre die Eröffnung und Bekanntgabe eines eigenen Bankkontos, damit die vielen Sympathisanten Gustl Mollaths ihrer Freude konkreten Ausdruck verleihen können.

Anschließend machte Mollath mit seinen beiden Begleitern am Donnerstag noch einen Einkaufsbummel. Er kaufte sich zum Beispiel T-Shirts. Außerdem besuchte er auch einige Tatorte seiner Entrechtung wie die HypoVereinsbank und das Polizeipräsidium Nürnberg. Danach gingen sie in die Historische Bratwurstküche „Zum Gulden Stern“, wo Mollath seine ersten Nürnberger Rostbratwürste in Freiheit genoß. [6]

Buchprojekt

Für das von Gustl Mollath angekündigte Buch wird er vom Fax-Zeitalter ins digitale Zeitalter hineinfinden müssen. Voraussetzung ist ein Computer mit Internetzugang. Hierzu könnte er vom Jobcenter geförderte Kurse im Bildungszentrum Nürnberg besuchen.

Einen Beruf auszuüben, sich rechtlich zur Wehr zu setzen und nebenher ein Buch zu schreiben, ist unmöglich. Da der Staat bisher keine Wiedergutmachung leistet und sich seiner Fürsorgepflicht hinsichtlich der Wiedereingliederung entzieht, ist es notwendig, daß Gustl Mollath die für ihn gesammelten Spendengelder als kleines Startkapital für sein Buchprojekt erhält. Darüber hat Gustl Mollath bestimmte Vorstellungen:

„Wenn ich die entsprechenden Möglichkeiten habe, werde ich vielleicht auch ein oder sogar mehrere Bücher schreiben. Es gibt einige namhafte Verlage, die Interesse haben. Aber der Vertrieb meines Buches soll keinesfalls über Amazon erfolgen. In dieser Hinsicht habe ich Prinzipien, das möchte ich nicht unterstützen, daß Buchläden aussterben. Deshalb muß mir das der Herausgeber garantieren. Konnte bislang aber keiner.“ [7]

Verfilmung

In der Filmbranche diskutierte man schon länger über die Verfilmung des Falles „Gustl Mollath“. Anfang August 2013 teilte der Bayerische Rundfunk mit, daß der Fall Gustl Mollath Stoff für einen Film liefere: Die Folge «Meuffels Schuld» aus der ARD-Krimireihe «Polizeiruf 110». Mitte 2014 sollen die Dreharbeiten mit Matthias Brandt als Münchner Kommissar Hanns von Meuffels beginnen. Auf Grund seiner Ermittlungen wird ein Mann für lange Zeit in die Psychiatrie gesperrt. Als er endlich freikommt, glaubt der Kommissar, daß seine Ermittlungen mißbraucht wurden, um den Mann aus dem Weg zu räumen. [8]

Es gab auch Anfragen. So möchte zum Beispiel der Filmproduzent und Geschäftsführer der Produktionsfirma Constantin Film, Oliver Berben. den Fall „Gustl Mollath“ verfilmen.[9]

Kampf für Menschenrechte

Eingesperrt in der Forensik Bayreuth und Schikanen ausgesetzt, konnte Gustl Mollath nur mit Anzeigen an die Justiz, Briefen und Telefongesprächen für seine Menschenrechte kämpfen, indem er auf die Justiz- und Psychiatrie-Willkür in Bayern aufmerksam machte. Er war darauf angewiesen, Menschen außerhalb der Psychiatrie zu motivieren, sich für seine Menschenrechte und seine Freiheit einzusetzen.

Er erreichte, daß eine „Arbeitsgemeinschaft Solidarität mit Gustl Mollath“ entstand, die eine Internetseite „Der Fall Gustl Mollath“ - http://www.gustl-for-help.de - ins Netz stellte und daß Dr. Wilhelm Schlötterer seinen Fall recherchierte und seit 2011 Vorträge über diesen Justiz- und Psychiatrie-Skandal hielt.

Daraufhin berichtete als erster Journalist Michael Kasperowitsch von den Nürnberger Nachrichten im Oktober 2011 über den Fall Gustl Mollath. Danach brachte das Politikmagazin „Report Mainz“ immer wieder Berichte von Monika Anthes und Eric Beres. [10]

Ab November 2012 berichteten fortlaufend die Journalisten Olaf Przybilla und Uwe Ritzer vom „SZ-Büro Franken“ der Süddeutschen Zeitung in Nürnberg und zugleich in ihrer Freitagskolumne die investigative Journalistin Ursula Prem über den Justiz- und Psychiatrie-Skandal. Hinzu kam Anfang Dezember 2012 parallel zur Wikipedia das Internetlexikon NürnbergWiki mit einem Artikel über Gustl Mollath sowie flankierenden Artikeln .

Przybilla Ritzer Affäre Mollath.jpg
Schlötterer Wahn und Willkür.jpg

Nun verstärkten die Oppositionsparteien im bayerischen Landtag den Druck auf die bayerische Justizministerin Beate Merk und forderten ihren Rücktritt. Daraufhin empfahl Horst Seehofer ihr, den Fall aufzuklären. Als in der Justiz bezüglich eines Wiederaufnahmeverfahrens nichts voranging, beauftragten die Freien Wähler den Hamburger Strafverteidiger Gerhard Strate, die bayerische Justiz auf Trab zu bringen. Da diese den Fall offensichtlich aussitzen wollte, beantragten die Oppositionsparteien im bayerischen Landtag einen Mollath-Untersuchungsausschuß, vor dem Mollath ohne Handschellen aussagen konnte.

Kabarettisten hatten schon in Fastnacht in Franken und bei der Starkbierprobe auf dem Nockherberg die CSU/FDP-Regierung direkt auf’s Korn genommen. Da dies nichts half, klärte der Kabarettist Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig über die Zusammenhänge der Zwangspsychiatrisierung Gustl Mollaths auf. [11]

Danach erschienen zwei Bücher über den Fall Mollath:

Alle drei Autoren veranstalteten seitdem Buchvorstellungen. Zur Buchvorstellung Wilhelm Schlötterers in Bayreuth, der den Fall Gustl Mollath in seinem Buch auf über 100 Seiten darstellt, durfte Mollath kurz die Anstalt verlassen.

Angesichts der fortdauernden Verschleppungstaktik der Justiz beschloß man im Gustl-Stammtisch Nürnberg den lange gehegten Plan in die Tat umzusetzen, am Tatort Nürnberg auf die Straße zu gehen, zu demonstrieren und volksnah gleichsam wie mit dem Nürnberger Trichter die Verantwortlichen erneut auf diesen Justiz- und Psychiatrie-Skandal aufmerksam zu machen. So entstand das „Menschenrechtsforum Gustl Mollath“, das am 27. Juli 2013 in Nürnberg an der Straße der Menschenrechte eine Großkundgebung für die Freilassung Gustl Mollaths veranstaltete. Am 6. August 2013 ordnete das Oberlandesgericht Nürnberg die Wiederaufnahme des Verfahrens und die sofortige Freilassung Gustl Mollaths an.

Gudrun Rödel hatte in ihrer Nürnberger Rede mit einem Offenen Brief an den Bundespräsidenten Joachim Gauck nicht nur auf Gustl Mollath, sondern auch auf weitere Justiz- und Psychiatrie-Opfer aufmerksam gemacht, die man freilassen müsse: Ulvi Kulac, Matthias Frey und Alexander Zouras. Der von ihr betreute geistig behinderte Ulvi Kulac ist ein Zimmernachbar Gustl Mollaths in der Bayreuther Forensik.

Seit seiner Freilassung kämpft Gustl Mollath auch selber mit öffentlichen Auftritten für die Menschenrechte der Psychiatrie-Insassen. [12]

Wegen seines Kampfes für die Menschenrechte der Justiz- und Psychiatrie-Opfer gebührt Gustl Mollath ein Menschenrechtspreis. Ein Antrag auf Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises scheiterte bisher an den bürokratischen Hürden.

TV-Auftritt bei Reinhold Beckmann

Seinen ersten TV-Auftritt nach der Entlassung hatte Gustl Mollath am Donnerstag, den 15. August 2013, um 22.45 Uhr bei Reinhold Beckmann im Ersten.
Weitere Gäste waren die Psychiaterin und Gerichtsgutachterin Dr. med. Hanna Ziegert, Mollaths Anwalt Gerhard Strate und der Journalist Uwe Ritzer, der den Fall Mollath für die „Süddeutsche Zeitung“ recherchiert hatte. [13]

Hanna Ziegert kritisierte den Umgang von Richtern, Staatsanwälten und Psychiatern mit angeblich psychisch kranken Straftätern. Die Auswahl von Gutachtern durch Staatsanwaltschaft und Gericht richte sich „immer mal wieder“ danach, welches Ergebnis hinsichtlich der Frage der Schuldfähigkeit vom Auftraggeber gewünscht werde, sagte Ziegert. Viele Gutachter seien darauf angewiesen, Aufträge von der Staatsanwaltschaft zu bekommen, und achteten deshalb darauf, „nicht in Ungnade zu fallen“.

Zu den von Mollath scharf kritisierten Zuständen im bayerischen Maßregelvollzug sagte Ziegert, sie selbst würde sich nicht psychiatrisch begutachten lassen. Sie habe das Gefühl, daß die Bedingungen des Maßregelvollzugs in Bayern anders seien als in anderen Teilen Deutschlands. „Ich habe manchmal das Gefühl, es geht um Mailand und Sizilien, und Bayern wäre dann Sizilien.“ Daraufhin lehnte die Münchner Staatsanwaltschaft I sofort in drei Verfahren Hanna Ziegert wegen „Besorgnis der Befangenheit“ als Gutachterin ab; denn sie habe dem Maßregelvollzug in Bayern offensichtlich mafiöse Tendenzen bzw. eine rechtsstaatsferne Ausgestaltung unterstellt. Ziegert sagte, sie habe mit dem Vergleich Mailand-Sizilien keineswegs „mafiöse“ Strukturen in der Justiz unterstellen wollen, sondern lediglich auf ein bekanntes „gewisses Nord-Süd-Gefälle innerhalb der deutschen Justizvollzugsanstalten“ hingewiesen. Sie werde dies jedoch künftig lieber mit der Parallele Paris-Marseille verdeutlichen.[14]

In der Sendung kündigte Gustl Mollath an, ein Buch verfassen zu wollen.

Vortrag in Gießen

Am 24. August 2013 trat Gustl Mollath zusammen mit seinem letzten Gutachter Dr. med. Friedrich Weinberger bei einer Tagung der Gießener Akademischen Gesellschaft auf. Weinberger wiederholte dort seine Nürnberger Rede, die Mollath noch nicht kannte.

Gustl Mollath in Gießen neben Dr. Friedrich Weinberger

Gustl Mollath sprach über das unsägliche Leid, von Willkür, von Mißbrauch und Gewaltanwendungen, die er in der forensischen Psychiatrie erlitten und erlebt hatte. Er forderte Wahrheit und Transparenz für die forensische Psychiatrie, denn Mitgefangene würden mißbraucht. „Wir handeln uns psychische Bomben ein. Da kommen wir nicht mehr heraus.“ ... „Wenn Sie aufrecht bleiben, dann ist es für die ja schon verrückt.“ Das vorherrschende System ähnele in seinen Zwangshandlungen dem des Dritten Reiches. Auf eine Frage aus dem Publikum antwortete Mollath, Folterinstrumente in der Psychiatrie seien Isolationshaft, Fesseln und das Spritzen. Als Todesursache würden dann Herz- und Kreislaufversagen angegeben. Oft gäbe es für die Opfer nur noch die Flucht in den Selbstmord. „Wenn einer Opfer wird von so einem unsäglichen System, dann ist das einer zuviel!“
Mollath forderte: „Macht braucht Kontrolle und zwar wirksame Kontrolle!“ [15]

Mollath-Kundgebung in München

Kundgebung in München

Am 7. September 2013 fand in München vor dem Alten Rathaus eine Kundgebung mit Gustl Mollath statt. Veranstalter war Franz Josef Amann (SPD), Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Gustl Mollath“. Man hatte - so wie in Nürnberg - einen Bierlaster zu einer kleinen Bühne umfunktioniert. Darüber gespannt war das riesige Banner mit dem Konterfei Mollaths des Menschenrechtsforums Gustl Mollath der Nürnberger Kundgebung vom 27. Juli 2013. Rechts oben hatte man das Wappen des NürnbergWiki mit der bayerischen Fahne mit Staatswappen überdeckt. Bevor Mollath ans Mikrofon trat, sang der Ex-Biermösl Hans Well mit seinen Kindern wie schon in Nürnberg sein Gustl-Mollath-Lied.

Gustl Mollath beschrieb das erfahrene Leid und Grauen in der Psychiatrie. Er habe erlebt, wie zwangsmedikamentierte Menschen dort nicht mehr Herr über ihren Körper gewesen seien. Von Ärzten und Pflegern habe er sich immer wieder süffisante Bemerkungen gefallen lassen müssen. Sein Schicksal könne jeden treffen, das gelte es zu verhindern. Urteile würden „im Namen des Volkes“ gefällt. Deswegen müsse das Volk die Wahrheit über die Zustände in Psychiatrien erfahren. Er forderte die Menschen auf, ihre demokratischen Rechte auszuüben und damit etwas zu verändern. [16]

Veranstaltung in Ansbach

Am Montag, 9. September 2013, fand in der Karlshalle in Ansbach eine Informationsveranstaltung der Freien Wähler mit Gustl Mollath statt, der von Dr. Wilhelm Schlötterer eingeladen worden war. Der Saal war so voll, daß auch im Vorraum Stühle aufgestellt werden mußten.

Mollath erzählte von seinen Erlebnissen und erhob zusammen mit Wilhelm Schlötterer schwere Vorwürfe gegen die Justiz. Er appellierte an die Besucher, wählen zu gehen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Sie sollten dafür sorgen, daß die „unerträglichen Zustände hinter den weißen Mauern“ der Psychiatrie sich ändern. Sie sollten sich in Briefen an ihre Abgeordneten und Medien dafür einsetzen, daß nicht länger Unschuldige wie er in solchen Krankenhäusern gehalten werden. Sie sollten dafür eintreten, daß endlich eine „wirksame Kontrolle“ stattfinde. [17]

Ihm sei wegen des § 63 StGB das Wahlrecht entzogen. Er habe sich an OB Ulrich Maly gewandt, um doch eine Wahlkarte zu erhalten. [18]

Die Stadt Nürnberg ermöglichte Gustl Mollath die Teilnahme an der Landtagswahl. Er erhielt im städtischen Wahlamt die Wahlscheine für die Landtags- und die Bundestagswahl. [19]

Fernsehinterview bei München.TV

Am Dienstag, den 10. September 2013, gab Gustl Mollath in München dem Chefredakteur von München.TV, Jörg van Hooven, ein Fernsehinterview. Mollath berichtete über die Geschehnisse der vergangenen sieben Jahre und stritt jede Gewalt gegenüber seiner Frau ab. Er wiederholte seine Vorwürfe, in der geschlossenen Abteilung der Anstalt seien folterähnliche Maßnahmen ergriffen worden. Mollath: „Man hat einen vordergründigen Freispruch, und man wird in die Hölle geschickt. Das hat niemand verdient.“ [20]

Exkurs: Wahlergebnisse

Die Freie Demokratische Partei, die nicht für die Freiheit Gustl Mollaths eintrat, flog mangels Prinzipientreue aus dem Landtag und dem Bundestag. Im bayerischen Landtag hatte es zum Fall Gustl Mollath nur CSU-konforme Reden der FDP-Landtagsabgeordneten gegeben. Und im Menschenrechtsausschuß des Bundestages hatte die FDP die Befassung mit dem Fall Gustl Mollath abgelehnt.

Der CSU half, daß Horst Seehofer die Überprüfung des Falles Gustl Mollath gefordert hatte und daß Mollath am 6. August 2013 freigelassen wurde. Deshalb folgte der allgemeinen Empörung eine Erleichterung, obwohl der Fall Gustl Mollath nur die Spitze des Eisberges ist, der Fall noch lange nicht abgeschlossen ist und der Justiz- und Psychiatrieskandal weiterhin besteht.

Der Grünen-Fraktionschef Martin Runge verpaßte den Einzug in den Landtag knapp. Man hatte den Fraktionsvorsitzenden auf der Landesliste nicht ausreichend abgesichert. Ihm fehlten 191 Stimmen. Statt sich auf den Wahlkampf in seinem Wahlkreis Oberbayern zu konzentrieren, hatte er Akten zum Mollath-Untersuchungsausschuß studiert. Während andere bereits an Infoständen ausharrten, wurden seine Info-Flugblätter zur Person erst fertig, als die Briefwahl schon anlief. [21]

Hinzu kommt, daß Kreisrat Paul Wildenauer, Bad Tölz-Wolfratshausen, Bezirk Oberbayern, in seiner Netzseite Stimmungsmache gegen Gustl Mollath betreibt und damit Dr. Martin Runge in seiner Fraktion und im Wahlbezirk Oberbayern als unglaubwürdig hinstellt. [22]

Exkurs: Kabinettsumbildung

Der Fall Mollath hat Folgen: Neuer Justizminister ist seit 9. Oktober 2013 der Unterfranke und Jurist Professor Dr. jur. Winfried Bausback. Die bisherige Sozialministerin Christine Haderthauer wird abgelöst durch die Oberpfälzerin und staatl. gepr. Chemotechnikerin Emilia Müller. Die Oberfränkin und Ärztin Melanie Huml wird Gesundheitsministerin.

Menschen bei Günther Jauch

Am Sonntag, 1. Dezember 2013 um 20.15 Uhr, rollte Günther Jauch in „RTL, 2013! Menschen“ die Ereignisse dieses Jahres auf. Auch Gustl Mollath wurde kurz von Günther Jauch befragt. Auch hier verwies Mollath auf die unsäglichen Zustände in den Psychiatrien.

Literaturhaus München

Am Montag, 9. Dezember 2013, findet im Literaturhaus München eine Podiumsdiskussion über den Sammelband „Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß“ mit Gustl Mollath, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin der Justiz, Gerhard Strate, Verteidiger von Gustl Mollath, und Henning Ernst Müller, Strafrechtsprofessor an der Universität Regensburg, statt. Veranstalter ist die Stiftung Literaturhaus in Zusammenarbeit mit dem Westend-Verlag und Telepolis.[23]

Universität München

Unter dem Titel „Der Fall Mollath — Versuch einer Aufarbeitung mit forensisch-psychiatrischem Fokus“ diskutieren am 13. Dezember 2013 an der Münchner Universität, Hörsaal Chirurgie, Nußbaumstraße 20, 17 Uhr, mit den Medizinstudierenden Münchens:

  • Dr. med. Hanna Ziegert, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie Fachärztin für psychotherapeutische Medizin
  • Dr. med. Friedrich Weinberger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie
  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Klemens Dieckhöfer, Professor für Neurologie und Psychiatrie sowie für Geschichte der Medizin an der Universität zu Bonn
  • Ministerialrat Dr. jur. Wilhelm Schlötterer, Verwaltungsjurist und Buchautor u.a. von Macht und Mißbrauch
  • Dr. jur. Gerhard Karl, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ansbach

Moderation: Nils Engel, Chefredakteur der Synapse, Zeitschrift der Medizinstudierenden Münchens

Etwas später erschien auch Gustl Mollath zusammen mit Martin Heidingsfelder. Unter den Zuhörern waren auch die Rechtsanwältin Erika Lorenz-Löblein und Erich Stephany.

Caritas-Pirckheimer-Haus

„Wer stört, wird zerstört!“ ist die Überschrift der Podiumsdiskussion am Dienstag, 17. Dezember 2013, 19.30 Uhr, im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg, Königstraße 64, Saal S 11 im 1. Stock (für 150 Personen), mit Gustl Mollath.

Es diskutieren: Gustl Mollath, [24] Uwe Dolata, Kriminalhauptkommissar im Bereich Wirtschaftskriminalität, [25] und Dr. phil. Rudolf Sponsel, Diplom-Psychologe, Erlangen, Klinischer Psychologe / Psychotherapeut.[26]

Moderation: Michael Kasperowitsch, Redakteur der Nürnberger Nachrichten

Gustl Mollath zeigte Schwarzgeldverschiebungen, Kapitalflucht und Geldwäsche in großem Umfang an und machte sich damit Feinde. Er hat gestört, war unbequem. Daher wurde er von Staatsanwälten, Richtern, Psychiatern, Politikern und Medien als gemeingefährlicher Wahnsinniger diffamiert und verurteilt. Kann es wirklich jedem passieren, plötzlich weggesperrt zu werden?

Die Autoren denken über den Einzelfall hinaus und verdeutlichen: Die Mißstände in Justiz und Psychiatrie sind groß. [27]

Podiumsdiskussion in Bayreuth

Am Donnerstag, 6. März 2014, organisierte der „Unterstützerkreis Ulvi“ in Bayreuth eine Podiumsdiskussion „Justiz- und Psychiatrieopfer in Bayern“. Flugblatt: Flugblatt-PDF. Auf dem Podium berichteten Rudolf Frey über den Fall seines Sohnes Matthias Frey, Gustl Mollath über seine Erfahrungen, Gudrun Rödel über den Fall „ Ulvi Kulac“ und Manfred Riebe über den Fall „Alexander Zouras“.

Podiumsdiskussion über Justizopfer in Bayern am 6. März 2014 in Bayreuth

Bereits ab Nachmittag standen Gustl Mollath und Martin Heidingsfelder für Einzelgespräche zu Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie und weiteren Themen im Becher-Bräu zur Verfügung.

Nachtcafé, SWR Fernsehen

Gustl Mollath ist einer von acht Gästen von Wieland Backes im Nachtcafé in der Sendung: „Ehrlich währt am längsten?“ im SWR-Fernsehen am 21. März 2014, 22:00 - 23:30 Uhr.

Menschenrechtsverletzungen in der bayerischen Psychiatrie

Fixierungen, Isolation, Zwangsmedikation und Schikanen
Wieviel Willkür herrscht in den Psychiatrien Bayerns?

Wir laden Sie ein zur Informationsveranstaltung mit:

  • Gustl Mollath, Psychiatrieopfer
  • Irmi Ammer, Mutter einer betroffenen Patientin
  • Dr. Adam Ahmed, Fachanwalt für Strafrecht
  • Martin Heidingsfelder, Engagierter Bürger
  • Beate Jenkner, Bezirksrätin Oberbayern und Berufsbetreuerin
  • Eva Schwenk, Diplom-Psychologin

Zeit: Donnerstag, 8. Mai 2014
Ort: CVJM München im kleinen Saal, Landwehrstr. 13, 80336 München – Nähe Stachus

  • Pressekonferenz: 17 Uhr
  • Beginn der Veranstaltung: 18 Uhr
  • Veranstalter: Initiative für selbstbestimmte Berichterstattung, unabhängige Meinungsbildung und Medienkompetenz – IBUMM e.V.

V.i.S.d.P: IBUMM e.V. c/o Beate Jenkner, Türkenstr. 83, 80799 München

Spenden

Stellvertretend für Gustl Mollath wurden von seinem Unterstützerkreis (UK) konkludent Treuhandverträge für Spenden zu Gunsten Gustl Mollaths geschlossen:

  • Im Frühjahr 2012 hatte der „UK“ im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit der „Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie“ (GEP) diese gebeten, eingehende „Spenden für Gustl Mollath“ auf dem GEP-Konto zu parken. Die Spender erhielten von der GEP Spendenquittungen.
  • Im Herbst 2012 trat der Gestalttherapeut Fritz Letsch dem „UK“ bei. Ende 2012 wurde die GEP vom UK informiert, daß er beim Verein des Zusammenschlusses Bayerischer Bildungsinitiativen (ZBB e.V.) [28] des Fritz Letsch ein neues Spendenkonto eingerichtet habe.[29]

Das Menschenrechtsforum Gustl Mollath hatte für die Kundgebung vom 27. Juli 2013 in Nürnberg nur für diesen Zweck ein eigenes Spendenkonto bei der Sparkasse Nürnberg eingerichtet. Einige Zeit später vereinbarte Erich Stephany dennoch mit Fritz Letsch, Spenden für die Nürnberger Kundgebung könnten unter dem Stichwort „Demo“ auch auf das Konto des ZBB e.V. eingezahlt werden. Stephany setzte trotz Widerspruchs von Manfred Riebe dies neue Letsch-Konto auf die Plakate und Handzettel. [30] Ein Teil der Demo-Rechnungen wurden daher vereinbarungsgemäß aus den auf dem ZBB-Konto eingegangenen Spenden bezahlt.

Doch obwohl Gustl Mollath am 6. August 2013 freigelassen wurde, entzog sich der Staat als Schadenverursacher bisher seiner Fürsorgepflicht hinsichtlich der Wiedereingliederung Gustl Mollaths und leistet auch keine Wiedergutmachung. Deshalb ist es notwendig, daß Gustl Mollath die für ihn gesammelten Spendengelder für seinen Lebensunterhalt und zur Verfolgung des Wiederaufnahmeverfahrens und der Bezahlung anderer ihm aufgezwungener Gerichtsverfahren möglichst schnell erhält.

Am 6. Juli 2013 hatte Prof. Dr. Hans See von Business Crime Control (BCC) für eine „Demo für Mollath“ am 2. August 2013 am Justizpalast in München geworben. Kurz nach der Freilassung Gustl Mollaths warb Prof. Dr. Hans See für Spenden auf das BCC-Sonderkonto PRO VERITATE Konto: 530 024 73 (Stichwort Mollath). [31]

Am 24. August 2013 übergab der Vorsitzende der „Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie“ (GEP), Dr. Friedrich Weinberger, die bei der GEP für Gustl Mollath gesammelten Spenden anläßlich dessen Vortrags vor der Gießener Akademischen Gesellschaft vor Zeugen bar an Gustl Mollath gegen Quittung.

Auch die Beratungsleistungen der Anwältin Mollaths Erika Lorenz-Löblein für Gustl Mollath wurden vom ZBB e.V. aus den für Gustl Mollath eingegangenen Spenden bezahlt.

Man kann daher erwarten, daß auch die auf dem Münchner Spendenkonto des ZBB e.V. treuhänderisch für Gustl Mollath gesammelten Spenden an ihn ausgezahlt werden, insbesondere weil der ZBB e.V. gemäß Satzung ein „Bildungsverein“ ist und Gustl Mollath laufend Leistungen für politische Bildung erbracht und eine einzigartige Aufklärungsarbeit über das Psychiatriesystem geleistet hat, wie kein anderer. Gustl Mollath trat und tritt in Briefen und Vorträgen für Frieden, Menschenrechte und Volksbildung ein. Auch nachdem er freigelassen ist, klärt er weiterhin über die Menschenrechtsverletzungen in bayerischen Bezirkskrankenhäusern auf. Schon allein jeder dieser Vorträge, Briefe und Fernsehauftritte Gustl Mollaths wäre einige tausend Euro wert. Zum Vergleich: Das Standardhonorar Peer Steinbrücks pro Vortrag beträgt 15.000 Euro. Da der ZBB e.V. ein „Bildungsverein“ ist, kann er demzufolge die für Gustl Mollath auf dem Münchner ZBB-Spendenkonto gesammelten Spenden in jedem Fall sowohl vereinbarungsgemäß als auch satzungsgemäß auszahlen. Fritz Letsch, der Sprecher des ZBB e.V., meinte: „Ich konnte Mollath nicht einfach so Geld überreichen. Die einzige Möglichkeit war, Herrn Mollath Honorar für das zu zahlen, was Mollath immer macht: In Vortragsveranstaltungen über seine Erfahrung mit der Psychiatrie in Bayern zu sprechen.“ [32]

Allerdings sollte man nicht ein „Honorar“ mit den für Gustl Mollath treuhänderisch verwalteten Spenden gleichsetzen. Die Spenden gingen wegen der beispiellosen Öffentlichkeitsarbeit Gustl Mollaths ein. Die Auszahlung der Spenden darf man nicht an die Bedingung eines „Beratervertrages“, „Dienstvertrages“ oder »Beratungsvertrag als Dienstvertrag« für künftige Vorträge knüpfen. Das könnte als Nötigung mißverstanden werden. Doch Fritz Letsch erläutert: „Der Dienstvertrag verlangt keine weitere ‚Arbeit’ von Gustl Mollath, und dass er sich das Geld ‚verdienen’ müsste [...]“. [33] Bei Barauszahlung reicht als Beleg eine von Gustl Mollath unterzeichnete Quittung über den Empfang der Spenden.

Für eine unbare Spendenüberweisung und weitere Spenden bräuchte man ein Konto Gustl Mollaths.

Des weiteren ist der Rat des Steuerberaters Rudolf Schmenger einzuholen, wie die Spenden steuergünstig übertragen werden können. Wäre z.B. eine gemeinnützige Gustl-Mollath-Stiftung möglich, deren Stifter, Berater oder Geschäftsführer Gustl Mollath wäre?

Rudolf Sponsel hat über seine Erlebnisse rund um die Unterstützung für Gustl F. Mollath berichtet. [34]

Spendenkonto

Zur Unterstützung von Gustl Mollath persönlich hat sein Verteidiger Gerhard Strate ein anwaltliches Anderkonto eingerichtet, das gegen Vollstreckungsmaßnahmen dritter Personen gesichert ist.

Bank: Commerzbank AG Hamburg
Kontoinhaber: Gerhard Strate (Anderkonto Mollath)
Kontonummer: 0380258904
BLZ: 20080000

Ab 1.2.2014:

IBAN: DE25 2008 0000 0380 2589 04
BIC: DRESDEFF200
(ehemals Dresdener Bank)

Die Eingänge auf diesem Konto werden monatlich eins zu eins an Gustl Mollath weitergegeben. Gustl Mollath erhält Ablichtungen der Kontoauszüge. Er wird die ihm ausgehändigten Spendenbeträge zu gegebener Zeit selbst versteuern. Da das Spendenkonto nicht von einem gemeinnützigen Verein geführt wird, können den Spendern keine steuerbegünstigten Spendenquittungen übermittelt werden. Dafür aber ist gesichert, daß Gustl Mollath jeden gespendeten Cent auch tatsächlich erhält.

Gustl Mollath dankt allen Spendern, die in den Monaten nach seiner Freilassung auf dieses Konto, obwohl es nicht öffentlich beworben wurde, bereits 7.455,90 Euro gespendet haben, für ihre menschliche Anteilnahme und Hilfe. Dieser Dank gilt auch allen künftigen Spendern.

Am 24. August 2014 hat Gerhard Strate das Konto geschlossen und die Spenden an Gustl Mollath ausgezahlt. [35]

Übergabe von gustl-for-help.de

Am 16. November 2013 übergab Reiner Hofmann die Netzseite gustl-for-help.de nach zwei Jahren Gestaltung, Aufbau und administrativer Betreuung in die Verantwortung von Gustl Mollath. [36]

»Staatsversagen auf höchster Ebene«

Pommrenke / Klöckner: Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß, Westend, November 2013

Der Sammelband „Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß“ vom November 2013 enthält nur ein Foto Gustl Mollaths auf dem Buchumschlag. Dies Foto ist seiten- bzw. spiegelverkehrt. Das sollte nicht sein; denn in diesem Fall lief ohnehin viel verkehrt. So hatte der Westend-Verlag zum Beispiel die „Rechtsanwältin und Verteidigerin von Gustl Mollath (ab März 2012)“, Erika Lorenz-Löblein, als Mitautorin angekündigt. Doch ihr Beitrag fehlt.

Statt dessen steuerte Gustl Mollath kurz vor der Drucklegung im November 2013 ein Schlußwort bei. Die vordere Umschlagseite wurde daher werbewirksam mit einem Schild ergänzt: »Mit einem Schlusswort von Gustl Mollath«. Der Artikel Gustl Mollaths trägt die Überschrift »Macht braucht Kontrolle, wirksame Kontrolle«. Diese Feststellung Mollaths plazierte der Westend-Verlag auf die hintere Umschlagseite.

Der Beitrag Gustl Mollaths basiert auf der Rede, die er am 24. August 2013 bei der Tagung „Die Richter und ihre Denker“ der Gießener Akademischen Gesellschaft hielt. [37]

Bemerkenswert ist, daß Gustl Mollaths psychiatrischer Gutachter Dr. Friedrich Weinberger, der bei der Kundgebung des Menschenrechtsforums Gustl Mollath zugunsten Mollaths am 27. Juli 2013 in Nürnberg eine Rede hielt, die er in Gießen wiederholte, zu diesem 18-Leute-Sammelband nicht hinzugeladen wurde. In der Chronologie fehlt das Gutachten Friedrich Weinbergers vom 30. April 2011 über Gustl Mollath. (S. 190) [38] Immerhin erwähnt Professor Johannes Ludwig in seinem Beitrag die gutachterliche Stellungnahme Dr. Friedrich Weinbergers.[39]
Dagegen schreibt der Psychiater Dr. Arnold Torhorst (* 1947), von dem man bisher nichts über Gustl Mollath hörte, der Fall Gustl Mollath zeige, daß die Psychiatrie in Komplizenschaft mit der Justiz Menschen mit psychischer Erkrankung benachteilige (S. 127), so als sei Gustl Mollath psychisch krank. Auch der Nervenarzt Dr. Harald Rauchfuss (* 1945) [40] hatte sich bisher nicht mit dem Fall Gustl Mollath befaßt. Er betrachtet Gustl Mollath als psychisch kranken Straftäter, der therapeutische Angebote abgelehnt habe. (S. 131) Gustl Mollath hatte diese Beiträge wohl nicht gekannt, sonst hätte er sich womöglich nicht für ein Schlußwort zur Verfügung gestellt.

Bei der Verschriftlichung des Gießener Mollath-Vortrages wurde nicht beachtet, daß Gustl Mollath in der traditionellen Orthographie schreibt. In seinem Text wurde ihm die SS-Schreibung oktroyiert, die in der Rechtschreibreform des Dritten Reiches wurzelt. Die Schulschreibreform bedeutet für die Medienkonzerne und die Druckindustrie die künstliche Generierung eines neuen Wachstumsmarktes. (Schon Al Capone hatte gezeigt, wie man durch Reifenstechereien „künstlich“ einen neuen Bedarf an Autoreifen schafft.)[41]
Wer weltweit ganze Bibliotheken künstlich veraltet, braucht Papier für Neudrucke. Permanente Rechtschreibreformen kosten noch mehr Geld und Papier. Gewinner sind die Medienkonzerne und die Holz- und Druckindustrie. Verlierer sind die Menschen und die Natur; denn für den durch die Rechtschreibreform erhöhten Papierverbrauch müssen mehr Wälder abgeholzt werden. Außerdem vergiften die bei der Papierproduktion verwendeten Chemikalien die Umwelt, insbesondere die Flüsse. [42]

Gustl Mollath spendet sein Buchbeitragshonorar zu gleichen Teilen der von dem neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner 2007 gegründeten Initiative Plant for the Planet[43], die für Baumpflanzaktionen wirbt, und dem 1995 von Thomas Küchenmeister gegründeten Aktionsbündnis Landmine.de, das sich für ein Verbot von Landminen einsetzt.

Dafür, daß ein »Staatsversagen auf höchster Ebene« vermieden wird, empfiehlt der Nürnberger Strafverteidiger Dr. Tobias Rudolph, jeder Mitverantwortliche - Staatsanwalt, Berufsrichter und Schöffe - solle unter der Annahme, es handele sich um ein verheerendes Fehlurteil, in fünf bis zehn Minuten schriftlich und schonungslos in einem Katastrophenprotokoll einige Fragen beantworten.

  • Welche Tatsachen wurden ignoriert oder ausgeklammert?
  • Welcher Prozeßbeteiligte hätte auf welche Weise verhindern können, daß es zu einer Fehlentscheidung kommt?
  • Welche Verfahrensregeln wurden mißachtet?
  • Inwieweit ist die eigene Beweisführung lückenhaft, mit Denkfehlern behaftet oder von Vorurteilen geprägt?

Auch der Angeklagte, Verteidiger, Sachverständige, Nebenkläger und Zeugen sollten die Möglichkeit erhalten, ein solches Katastrophenprotokoll freiwillig anzufertigen. [44]

Keine Fehlerkultur

„Wundert es in Bayern wirklich jemand, dass unsere Justiz nicht einmal einen Anfangsverdacht sieht, gegen Verantwortliche zu ermitteln, welche Mollath sieben Jahre Freiheit geraubt haben? Bei Justiz, Ärzten und Gutachtern existiert keine "Fehlerkultur". Man lässt lieber Unschuldige hinter Gittern schmoren, als eigene Fehler zuzugeben. Es ist eines Rechtsstaats unwürdig, wenn die Wahrheitsfindung gegen alle nur erdenklichen Widerstände von außen betrieben werden muss. Dieter Kriesten, Markt Erlbach“ [45]

Wiederaufnahmeverfahren

Wegen des Wiederaufnahmeverfahrens am Landgericht Regensburg soll Gustl Mollath erneut psychiatrisch begutachtet werden, angeblich um die Schuldfähigkeit Mollaths zu prüfen. Doch der lehnt eine solche Begutachtung weiter ab, wie sein Anwalt sagte. [46] Wer eine psychiatrische Begutachtung fordert, ist befangen; denn er tut so, als sei eine Schuld bereits bewiesen. Doch es gilt die Unschuldsvermutung. Zuerst wäre zu prüfen, ob überhaupt ein Verschulden Mollaths vorlag. [47]

Ein Verschulden liegt dagegen vor bei den Schwarzgeldverschiebern, der Polizei, Staatsanwälten, Gerichten und den Ferngutachtern. Deshalb sieht die Forderung nach einer erneuten psychiatrischen Begutachtung Gustl Mollaths nach einem Ablenkungsmanöver der Justiz von den genannten zahlreichen Straftaten aus. Das Bundesverfassungsgericht hatte im September 2013 die Rechtsprechung des Landgerichts Bayreuth und des Oberlandesgerichts Bamberg gerügt. Richter dürften die Entscheidung, ob ein Patient gefährlich sei, nicht einem Sachverständigen überlassen. Der Richter habe diese selbst zu treffen. Die Vorinstanzen hätten sich auch mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Allgemeinheit auch durch weniger belastende Maßnahmen hätten geschützt werden können als durch jahrelange Zwangsunterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Auch seien keine entlastenden Umstände berücksichtigt worden. [48] So wurden z.B. alle dem Landgericht Bayreuth nicht ins Konzept passenden Gutachten nicht berücksichtigt, so z.B. das Gutachten von Dr. med. Friedrich Weinberger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, letzter (aktuellster) Gutachter Gustl Mollaths, Vorsitzender der Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. (GEP), Träger des Bundesverdienstkreuzes, außerdem wurde die Zeugenaussage des Zahnarztes Edward Braun nicht beachtet. [49] Das ist rechtswidrige Parteilichkeit.

Im Brief der Menschenrechtsbeauftragten der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), Dr. Maria E. Fick, vom 30. Oktober 2012 an Justizministerin Dr. Beate Merk heißt es: „Ich werde versuchen, in unserer Landesärztekammer die möglichen >Gefälligkeitsgutachten< (zum Beispiel von Dr. L.) prüfen zu lassen, denn Gutachten dieser Art sind nach unserer ärztlichen Berufsordnung strafbar.“[50]

Gustl Mollath wurde von den Psychiatern Leipziger, Kröber und Pfäfflin als Hilfskräften der Justiz per Ferndiagnose „begutachtet“. Dieses Mobbing will Mollath nicht mehr mitmachen. Die Gutachten dieser Gutachter Gustl Mollaths, die von Dr. Rudolf Sponsel als „Schlechtachten“ bezeichnet werden, sollten im Wiederaufnahmeverfahren geprüft werden.

Klage Klaus Leipziger ./. NürnbergWiki

Am 27. Juli 2013 fand die Kundgebung des Menschenrechtsforums Gustl Mollath „Recht & Freiheit für Gustl Mollath“ auf dem Kornmarkt in Nürnberg statt. Am 5. August 2013 erhielt Manfred Riebe als Betreiber des NürnbergWiki eine Abmahnung von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger, er möge seine Biographie im NürnbergWiki löschen. Da er das nicht tat, verklagt er Manfred Riebe seit Februar 2014 vor dem Landgericht Bayreuth.

  • Termin der Verhandlung beim Landgericht Bayreuth: 4. Juli 2014, 10:30 Uhr

Klage HVB-Mitarbeiterin ./. NürnbergWiki

Eine frühere HVB-Mitarbeiterin klagt beim Landgericht Nürnberg-Fürth gegen das NürnbergWiki wegen des Artikels „Gustl Mollath (Brief an StVK Regensburg)“‎ . Gustl Mollath war in der Verhandlung am 7. März 2014 und bei der Urteilsverkündung am 14. März 2014 anwesend. Nach Abstimmung mit Gustl Mollath ließ Manfred Riebe am 10. April 2014 beim Oberlandesgericht Nürnberg Berufung gegen das Urteil vom 14. März 2014 einlegen. Da zwei Gerichtsverfahren finanziell zuviel sind, wurde ein Spendenaufruf gestartet.

Fotogalerie

Veröffentlichungen

  • »Macht braucht Kontrolle, wirksame Kontrolle«. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 181-185

Literatur

  • Eva Schwenk: Fehldiagnose Rechtsstaat. Die ungezählten Psychiatrieopfer. Norderstedt: Books on Demand GmbH, 2004, 221 S., ISBN 3-8334-1526-6
    • Rudolf Sponsel, Erlangen: Buch-Präsentation - sgipt.org
    • Psychiatrie – Eine Pseudowissenschaft? In: Meinungsverbrechen vom 17. Januar 2011 - meinungsverbrechen.de
  • ⇛ Winfried Kluth: Staatshaftungsrecht. Ohne Haftung! Ein dunkler Fleck auf der weißen Weste des Rechtsstaats: Deutschland fehlt ein modernes Staatshaftungsgesetz. Es begnügt sich mit bedenklichen Konstruktionen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. November 2011 - faz.net
  • Eva Schwenk, Mainz, Dipl.-Psychologin: Fachliche Stellungnahme für Gustl Mollath zu den gutachterlichen Aussagen des Herrn Prof. Dr. med. Norbert Nedopil vom 23. Juli 2014, im Wiederaufnahmeverfahren 6 KLs 151 Js 4111/2013 W17 vor dem Landgericht Regensburg, 6 Seiten - PDFD politplag.de
  • ⇛ Reinhard Müller: Unbeschränkte Staatshaftung. Wer zu Unrecht in der Untersuchungshaft saß, kann Schadenersatz verlangen - wenn er das wüsste. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. Oktober 2014 fazarchiv.faz.net (Diesen Bezahlartikel kann man im FAZ-Archiv für 1,- Euro erwerben. MR Inhalt: In der Europäischen Menschrechtskonvention (EMRK) heißt es in Artikel 5: „Jede Person, die unter Verletzung dieses Artikels von Festnahme oder Freiheitsentziehung betroffen ist, hat Anspruch auf Schadenersatz.“ Das heißt, wer zu Unrecht inhaftiert war, kann auch immaterielle Schäden und entgangenen Gewinn geltend machen. Nur geschieht das in Deutschland aus Unwissenheit kaum. Die Hamburger Strafverteidigerin Iris Killinger kommt in ihrer noch unveröffentlichten Dissertation an der Bucerius Law School zu dem Schluß, daß das völkerrechtliche Staatshaftungsrecht bisher Niemandsland sei. Die Unkenntnis der unbeschränkten Staatshaftung sei wegen der riesigen finanziellen Folgen politisch gewollt.)
Ankündigung
Eine Klage gegen Deutschlands Staatsanwälte, 24. Februar 2014
  • Petra Kutschke: Meinung über das Einweisungsgutachten von Herrn Dr. Leipziger über Herrn Gustl Mollath. In: Psychiatriemißbrauch vom Mittwoch, 21. August 2013 08:16 - psychiatrie-missbrauch.de
  • Thomas Darnstädt: Der Richter und sein Opfer. Wenn die Justiz sich irrt. München; Zürich: Piper, 2013, 351 S., ISBN 978-3-492-05558-1, ISBN 3-492-05558-3 - Inhaltsverzeichnis - Inhaltstext (Thomas Darnstädt, Journalist bei „Der Spiegel“)
    • Albert Schäffer: Buch von Thomas Darnstädt. „Nichts als ein schlechtes Gefühl“ - Wenn die Justiz irrt. Thomas Darnstädts Buch über Justizirrtümer im Strafprozess ist kenntnisreich und gehört auf die Liste der Literaturempfehlungen für Studenten des Rechts. In: FAZ vom 22. August 2013 - faz.net
  • Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8 - Autorenverzeichnis (Darunter Dr. Maria Fick, Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer, Michael Kasperowitsch, Redakteur der Nürnberger Nachrichten, Erika Lorenz-Löblein, Rechtsanwältin und Verteidigerin von Gustl Mollath (ab März 2012), Prof. Henning Ernst Müller, Strafrechtsprofessor an der Universität Regensburg, Dr. Martin Runge, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Bayern, Dr. Tobias Rudolph, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in Nürnberg, Dr. Rudolf Sponsel, forensischer Psychologe, Verkehrspsychologe und Psychotherapeut)
    • Hans Peter Reitzner: Ein Mann, der Rechtsgeschichte schrieb. Neues Buch befasst sich mit Konsequenzen aus dem Justiz-, Psychiatrie- und Politskandal Mollath. In: Nürnberger Nachrichten vom 12. November 2013, S. 15 - gustl-for-help.de; genios.de
    • Analyse des Falles Mollath. Gerichte dürfen sich nicht vor Verantwortung drücken. In: FOCUS vom Dienstag, 12. November 2013 - focus.de/
    • Richard Albrecht: Die Affäre Mollath (II). In: Männer unter sich vom 26. November 2013 - nassrasur.com/
    • Ernst Fricke: Staatsversagen auf höchster Ebene. Der Fall Mollath: Eine schonungslose Abrechnung mit allen Beteiligten. Der Rechtsanwalt und Medienexperte Ernst Fricke blickt analytisch auf den Fall Mollath. Aus seiner Sicht konnte nur vielfaches Versagen bis hin zu den höchsten Ebenen des Staates zu einem solchen Justizdesaster führen. In: FOCUS vom Samstag, 7. Dezember 2013 - focus.de
  • Dr. Tobias Rudolph: Die »Lebenslüge der Justiz« oder der Umgang mit den eigenen Fehlern. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 81-91
  • Wolfgang Büchner, Klaus Brinkbäumer, Dr. Martin Doerry: Die Scharfmacher. Eine Klage gegen Deutschlands Staatsanwälte. Die Übergriffigen: Sie sind der Objektivität verpflichtet - und den Einflüsterungen der Politik ausgeliefert: Staatsanwälte haben die Macht, Existenzen zu vernichten. Rechtsgelehrte fordern deshalb mehr Souveränität für die Strafverfolger, aber auch bessere Kontrolle. In: DER SPIEGEL Nr. 9 vom 24. Februar 2014, S. 58-66 (auf der Titelseite neben den Fotos von Jörg Kachelmann und Christian Wulff auch das Foto Gustl Mollaths. Diese Spiegelausgabe hielt Mollath bei der Podiumsdiskussion vom 6. März 2014 in Bayreuth in die Kameras.)
Oktober 2014
Dezember 2014

Presse und Rundfunk

2013

  • dw: Mollaths Unterstützer. Montags-Demo für Mollath in Schwabing – doch es gibt noch mehr Unterstützungsaktionen. Zwei Aktivisten aus München planen für den 27. Juli am Kornmarkt in der Nürnberger Innenstadt eine Großkundgebung: Erich Stephany, der sich als „Menschenrechtler und Sozialberater“ vorstellt, sowie der Theaterpädagoge Fritz Letsch wollen dabei vor allem die Gutachten des Bayreuther Forensikers Dr. Klaus Leipziger anprangern. In: Oberbayerisches Volksblatt vom 11. Juli 2013 - ovb-online.de
  • Marcus Klöckner: Fall Gustl Mollath. „Wenn nötig, gehen wir vor den Europäischen Gerichtshof“. Am Mittwoch hat das Landgericht Regensburg die Wiederaufnahme des Verfahrens von Gustl Mollath abgewiesen. Dessen Rechtsanwältin Erika Lorenz-Löblein gibt sich im FOCUS-Online-Interview aber kämpferisch – und nährt zugleich Zweifel. In: FOCUS, Samstag, 27. Juli 2013 - focus.de
  • Christian Eckl: „Ich denke nicht in Sieg oder Niederlage“. Regensburger Oberstaatsanwalt fand die Lücke im Fall Mollath. Der Regensburger Oberstaatsanwalt Dr. Wolfhard Meindl hat nun tatsächlich Rechtsgeschichte geschrieben. So nannte das auch ein Abgeordneter im Untersuchungsausschuss, vor dem Meindl zum Fall Mollath aussagte. In: Wochenblatt - die Zeitung für alle vom 6. August 2013 - wochenblatt.de
  • Katja Auer, Ingrid Fuchs und Uwe Ritzer: Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg. Gustl Mollath ist wieder ein freier Mann. In: Süddeutsche Zeitung vom 6. August 2013 - sueddeutsche.de
  • dpa: Psychiatrie nach sieben Jahren verlassen. Gustl Mollaths erste Schritte in Freiheit. Der seit sieben Jahren in der Psychiatrie eingesperrte Gustl Mollath ist frei. Der 56-Jährige verließ am Dienstagabend in Begleitung von Freunden das Gebäude der Psychiatrie in Bayreuth. In: Münchner Merkur vom 6. August 2013 - merkur-online.de
  • Uwe Ritzer: Nach der Entlassung aus der Psychiatrie. Mollath will weiter kämpfen. Seine erste Nacht in Freiheit hat er hinter sich, nun spricht Mollath erstmals über seine Zukunftspläne: Wie er sein Privatleben organisieren will, was er sich von der Politik erhofft und welche Erwartungen er an das Wiederaufnahmeverfahren knüpft - „eine vollständige Rehabilitierung”. In: Süddeutsche Zeitung vom 7. August 2013 - sueddeutsche.de
  • mik [= Michael Kasperowitsch]: Überraschende Wende: Mollath ist frei. Oberlandesgericht Nürnberg beendet vorerst das Drama um den 56-jährigen - Neues Verfahren kommt. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 181 vom Mittwoch, 7. August 2013, S. 1 - [ NN]

(Bisher sind bei den Nürnberger Nachrichten nur sehr wenige Artikel von Michael Kasperowitsch zum Thema Mollath online gestellt oder der Name des Autors wird nicht genannt, deshalb wird auch dieser Artikel hier in Auszügen dokumentiert und [kommentiert]):

  • Michael Kasperowitsch: „Vielleicht sollte ich nach einer Unterkunft fragen“. Gespräch mit Gustl Mollath kurz nach seiner Freilassung – Unterstützerkreis bietet ihm Bleibe und Arbeit – Klinik: Hilfe angeboten. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 181 vom Mittwoch, 7. August 2013, S. 3 - gustl-for-help.de
  • Frei nach 7 Jahren Zwangs-Psychiatrie! Der Fall Gustl Mollath. Wie verbrachte er die erste Nacht in Freiheit? Warum wurde er weggesperrt? Welche Schuld tragen Justiz und Politik? Was sagt seine Frau? BILD.de beantwortet die wichtigsten Fragen. In: Bild vom 7. August 2013 - bild.de
  • dpa: Überraschende Freilassung. Mollath sucht am ersten Tag in Freiheit erst mal Ruhe. In: Abendzeitung München vom 7. August 2013 - AZ
  • Otto Lapp: Gustl Mollaths Abgang aus der Psychiatrie war ein Medienspektakel. In: Nordbayerischer Kurier vom 7. August 2013 - nordbayerischer-kurier
  • ⇛ Susanne Will: Hersbrucker Mollath-Helfer erzählt vom großen Tag. Der erste Tag in Freiheit. In: Pegnitz-Zeitung vom 8. August 2013 - PZ (d.i. Robert Lindner)
  • Susanne Will: Mollath schottet sich erst einmal ab. Deutschlands berühmtester (Ex-)Psychiatrie-Insasse kommt bei einem Freund unter. Die Entlassung aus der Psychiatrie und die Wiederaufnahme des Falls waren nur ein Etappensieg. Der Kampf für Mollath und seine Helfer geht weiter. In: Nürnberger Zeitung Nr. 182 vom 8. August 2013, S. 3 - NZ
  • Otto Lapp: Bayreuth. Immer Ärger mit Mollath. Vorwürfe gegen das Bezirkskrankenhaus Bayreuth waren mit das Erste, was Gustl Mollath (56) am Dienstag nach seiner Entlassung äußerte. Man habe ihm nicht geholfen und ihm eine Frist gesetzt, bis wann er seine Sachen gepackt haben sollte. Karsten Schieseck (52), Anwalt der Klinik, widerspricht dem im Exklusiv-Interview mit dem Kurier. In: Nordbayerischer Kurier vom 9. August 2013 - nordbayerischer-kurier.de
  • afp/dpa: Angebote von Verlagen liegen vor. Gustl Mollath will ein Buch schreiben. In: Nürnberger Zeitung Nr. 183 vom 9. August 2013, S. 2 - [ NZ]
  • Ursula Prem: Gustl Mollath: Erster Stadtbummel in Nürnberg – die Freitagskolumne von Ursula Prem. In: Autorenblog ein-buch-lesen.de, Freitag, 9. August 2013 - ein-buch-lesen.de
  • Linda Wurster: Ein Tag mit Mollath in Freiheit. Rostbratwürstchen und düstere Erinnerungen. Nach sieben Jahren kam Gustl Mollath aus der Psychiatrie frei. Eine Freundin ist mit ihm die ersten Schritte in Freiheit gegangen: Vom Einwohnermeldeamt bis zum T-Shirts-Shoppen – und berichtete FOCUS Online von ihrem Tag mit Mollath. In: FOCUS vom Freitag, 9. August 2013 - FOCUS-Online
  • Otto Lapp: Gustl Mollath: Seine Ex-Frau Petra M. hat fast alle seine Unterlagen. Er sucht ihn - sie hat ihn: Gustl Mollaths Pass. Seit mehr als sieben Jahren liegt er bei Petra M. Die Ex-Frau von Mollath hat fast sämtliche Unterlagen ihres Ex-Manns. Nur hat sie danach keiner gefragt - auch nicht Mollath. In: Nordbayerischer Kurier vom 9. August 2013 - nordbayerischer-kurier
  • Uwe Ritzer: Nach Freilassung Mollaths Hab und Gut angeblich aufgetaucht. „Nur einen Anruf weit entfernt“: Die Ex-Frau von Gustl Mollath hat nach eigenen Angaben mehrere Kisten mit dessen Habseligkeiten in ihrem Haus - jenen Dingen, die Mollath selbst längst verloren glaubte. Sein Anwalt hat eine Vermutung, warum sich die Frau erst jetzt dazu äußert. In: Süddeutsche Zeitung vom 9. August 2013 - sueddeutsche.de
  • Nach sieben Jahren Zwangs-Psychiatrie. Wie verbringt Mollath sein erstes Wochenende in Freiheit? In: Bild vom 10. August 2013 - bild.de
  • dpa: Gustl Mollath. Verschollene Unterlagen lagern bei Ex-Frau. In: Nürnberger Zeitung Nr. 184 vom 10. August 2013, S. 1 - NZ
  • Jakob Augstein: Kolumne S.P.O.N. - Im Zweifel links: In den Fängen des Paragrafen 63. Was lernen wir aus dem Fall Mollath? Ärzte und Richter unterwerfen sich allzu leicht einer Ideologie der totalen Sicherheit. Aber die Würde der Eingesperrten ist unser aller Würde - die Politik hat das seit Jahrzehnten nicht wahrgenommen. In: Der Spiegel vom Montag, 12. August 2013 - spiegel.de
  • Beate Lakotta: Die andere Hälfte. Nach sieben Jahren in der Psychiatrie ist Gustl Mollath frei. Was sagt eigentlich seine Ex-Frau dazu? Besuch bei einer Frau, die gefangen ist in einer längst beendeten Beziehung. In: Der Spiegel Nr. 33 vom 12. August 2013, S. 42-45
    • Gerhard Strate: Erklärung der Verteidigung vom 12.8.2013 [„Wertsachen von Mollath“, zum Ein-Quellen-Journalismus der Beate Lakotta] - PDF strate.net
  • mab: Umstrittene Werbung. Sixt wirbt mit Mollath - Anwalt: „geschmacklos“. In: Abendzeitung München vom 12. August 2013 - AZ
  • Roland Müller: Nürnberg. Leitartikel zu Mollath: Dunkle Flecken des Systems. Die Patienten sind völlig gesund und verhalten sich normal, aber in den Psychiatrien erkennt das keiner. Ihre Fragen werden oft ignoriert. Weil sie protokollieren, was mit ihnen geschieht, wird das vom Personal als „pathologisches Schreibverhalten“ vermerkt. Ein Leitartikel von unserem Redakteur Roland Müller In: Südwest-Presse vom 14. August 2013 - swp.de
  • Peter Issig: Medienoffensive. Gustl Mollath – „In der Psychiatrie wird gefoltert“. Eine Woche nach seiner Freilassung geht Gustl Mollath in die Offensive. Er spricht von einem menschenverachtenden System der Psychiatrie – und unterstellt seiner Ex-Frau Gewalttätigkeit. In: Die Welt vom 14. August 2013 - welt.de
  • Sylvia B.: Des Pudels Kern ist Mephisto! Betrachtung zur Causa Mollath. Die Freitagskolumne, heute von Sylvia B. In: Autorenblog ein-buch-lesen.de, Freitag, 16. August 2013 - ein-buch-lesen.de (Darin deckt Sylvia B. Lügen mit Hilfe des Sonder-Revisionsberichts der HVB auf.)
  • Alexander Krei: Talk-Coup: Beckmann begrüßt Gustl Mollath. Sieben Jahre lang saß Gustl Mollath in der Psychiatrie. Etwas mehr als eine Woche nach seiner überraschenden Entlassung ist er nun bei Reinhold Beckmann zu Gast. Dem Noch-Talker des Ersten ist damit ein echter Gäste-Coup gelungen. In: DWDL das www.medienmagazin.de vom 14. August 2013 - dwdl.de
  • Marina Antonioni: Oliver Berben: „Es sollte in Richtung Drama gehen“. Bald im Kino? Produzenten ringen um den Fall Mollath. In: FOCUS vom 15. August 2013 - focus.de
  • mab: Gustl Mollaths ruhige Abrechnung im TV. Der Auftritt von Gustl Mollath im TV bei Reinhold Beckmann wirft Fragen zu psychologischen Gutachen auf. In: Abendzeitung München vom 16. August 2013 - abendzeitung-muenchen.de
  • Uwe Mantel: Gustl Mollath befreit Beckmann aus dem Quotental. Gustl Mollath dürfte nach seiner Entlassung auf der Wunschliste etlicher Talks gestanden haben, das Rennen gemacht hat Reinhold Beckmann. Das machte sich bezahlt: Beckmann erreichte so viele Zuschauer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. In: DWDL das www.medienmagazin.de vom 16. August 2013 - dwdl.de
  • Ingrid Fuchs: Gustl Mollath bei Beckmann Mann mit Mission. Bei seinem ersten Auftritt in einer TV-Show wirkt Gustl Mollath ruhig und seriös - trotz des Rummels um seine Person. Mit Beckmann spricht er über seine Erlebnisse und Zukunftspläne und greift die bayerische Justizministerin Merk an. Erschreckend wird es, als eine Psychiaterin erzählt, wie Gutachten erstellt werden. In: Süddeutsche Zeitung vom 16. August 2013 - sueddeutsche.de
  • Ralf Müller: Mollath in der Sendung „Beckmann“. Bei Merk ist Hopfen und Malz verloren. In: Nürnberger Zeitung Nr. 190 vom Mittwoch, 17. August 2013, S. 3 - [ NZ]
  • liw: Klinik-Chef erhält Morddrohungen. Mollaths Gutachter: In Psychiatrie lief alles korrekt. In: FOCUS vom Sonntag, 18. August 2013 - focus.de
  • dpa: Mollath-Gutachter wehrt sich. Der Psychiater, der Gustl Mollath begutachtet hat, wehrt sich gegen Vorwürfe, unsauber gearbeitet zu haben. Wegen Morddrohungen wird er geschützt. In: Mittelbayerische Zeitung vom 18. August 2013 - mittelbayerische.de
  • Thomas Fischer: Gustl Mollath. Wahn und Willkür. Skandale wie der um Gustl Mollath sind nützlich, weil sie uns zwingen, immer wieder über die Fundamente des Strafrechts nachzudenken. In: DIE ZEIT Nr. 35 vom 22. August 2013 - zeit.de
  • Beate Lakotta, Cordula Meyer: Maßregelvollzug - „Besser als Gefängnis“: Der Forensiker Norbert Nedopil über Fehldiagnosen in der Psychiatrie - und die Frage, warum der Fall Mollath eine Wende im Umgang mit psychisch kranken Straftätern auslösen könnte. In: Der Spiegel, Heft 35 vom 26. August 2013, S. 44 f. - spiegel.de
  • Sylvia B.: Die Klatsche einer Tinnitusbetroffenen – oder: »So nicht Herr Leipziger!«. In: Autorenblog ein-buch-lesen.de, Montag, 26. August 2013 - ein-buch-lesen.de
  • dpa: Mollaths Anwalt stellt psychiatrische Gutachten ins Internet. Rund 300 Seiten über Seite des Büros abrufbar - Teilweise handschriftliche Anmerkungen. Der Anwalt des jahrelang gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachten Gustl Mollath hat sämtliche psychiatrischen Gutachten über seinen Mandanten im Internet veröffentlicht. In: Nordbayern.de vom 26. August 2013 - nordbayern.de
  • Jörg Völkerling: Anwalt stellt sie alle ins Netz. Was verraten die Gutachten über Gustl Mollath? In: Bild vom 27. August 2013 - bild.de
  • Ralf Müller: Unwahre Aussage? Keine Ermittlungen gegen Mollath-Richter. „Mollaths Richter machte keine falschen Angaben“. Die Zeugenaussage des ehemaligen Vorsitzenden Richters am Landgericht Nürnberg-Fürth, Otto Brixner, vor dem Mollath-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags wird zunächst keine strafrechtlichen Folgen haben. In: Nürnberger Zeitung vom 28. August 2013 - NZ
  • Peter und Heiderose Manthey: Die Irrenhaus-Macher. Ein Raunen des Erstaunens ging durch die Reihen, nachdem Gustl Mollath als Gastredner bei der Gießener Veranstaltung „Die Richter und ihre Denker“ angekündigt worden war. In: tv-Orange vom 28. August 2013 - http://tv-orange.de/2013/08/die-irrenhaus-macher/
  • doh: Benefizkonzert für Gustl Mollath in Eschenbach. „Auch mal ein bisschen Widerstand leisten“. „Gustl for help“ war das Motto der Benefiz-Veranstaltung im Grünen Schwan im Pommelsbrunner Ortsteil Eschenbach am Sonntag. In: Hersbrucker Zeitung vom 28. August 2013 - nordbayern.de
  • Dieter Kassel: „Mollath muss sich einfach wehren“. Warum der Anwalt Gerhard Strate die psychiatrischen Gutachten seines Mandanten ins Netz stellt. In: Deutschlandradio Kultur vom 29. August 2013 - dradio.de
  • Ernst Fricke: Ohrfeige vom Verfassungsgericht. Jetzt muss gegen Mollaths Gutachter und Richter ermittelt werden. Das Bundesverfassungsgericht hat Gustl Mollaths Beschwerde gegen seine Zwangsunterbringung in der Psychiatrie stattgegeben. Karlsruhe liefert damit die Argumente, um staatsanwaltschaftlich gegen die beteiligten Gutachter und Richter zu ermitteln. In: FOCUS vom Donnerstag, 5. September 2013 - focus.de
  • Hans Holzhaider: Gerichtsgutachterin in Bayern. Nach Kritik kaltgestellt. „Ich weiß nicht, ob ich mich jemals begutachten lassen würde.“ Hanna Ziegert hat sich bei „Beckmann“ zum Fall Gustl Mollath kritisch über die bayerische Justiz und die Vergabe forensischer Gutachten geäußert. Prompt wird sie in mehreren Verfahren als Gutachterin abgelehnt. In: Süddeutsche Zeitung vom 5. September 2013 - sueddeutsche.de
  • Hans Holzhaider (Kommentar): Kritik einer Gerichtsgutachterin. Wehleidige Staatsanwälte. Die Gerichtsgutachterin Hanna Ziegert hat es gewagt, den Umgang von Richtern, Staatsanwälten und ihren eigenen Kollegen mit psychisch kranken Straftätern zu kritisieren. Statt sich zu hinterfragen, reagieren die Staatsanwälte nach dem Beleidigte-Leberwurst-Prinzip. In: Süddeutsche Zeitung vom 5. September 2013 - sueddeutsche.de
  • dpa: Karlsruhe/München. Zu Unrecht weggesperrt. Gustl Mollath hat mit seiner Verfassungsbeschwerde Erfolg gehabt: Seine Unterbringung in der Psychiatrie war unzureichend begründet. In: Südwest-Presse vom 6. September 2013 - swp.de
  • Christoph Faisst: Ulm. Kommentar: Fall Mollath birgt Wiederholungsgefahr. Gustl Mollath ist auf freiem Fuß, doch frei ist er noch lange nicht, denn schließlich steht die Neuauflage seines Prozesses aus. In: Südwest-Presse vom 6. September 2013 - swp.de
  • Elke Richter, dpa: Mollath konzentriert sich auf das Wiederaufnahmeverfahren. „Macht braucht Kontrolle, und zwar wirksame Kontrolle“. Es ist ein Paukenschlag im Fall Mollath: Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass er seit zwei Jahren ohne verfassungsgemäße Grundlage in der Psychiatrie saß. Für Mollath selbst ist das nur ein Etappensieg. In: Nordbayern.de vom 6. September 2013 - nordbayern.de
  • Ralf Müller (Kommentar): Erwartete Klatsche in der Mollath-Affäre. Verfassungshüter stehen auf Mollaths Seite. Die Karlsruher Verfassungshüter haben gesprochen. Auf einen Nenner gebracht lautet ihr Urteil: Im bayerischen Justiz-Trott kann man unter die Räder geraten. In: Nürnberger Zeitung Nr. 207 vom 6. September 2013, S. 2 - NZ
  • ⇛ Petra Kutschke: Psychiatrie ist keine Pseudowissenschaft. In: Psychiatriemißbrauch.de. Veröffentlicht am Freitag, 6. September 2013, 15:56 - psychiatrie-missbrauch.de
  • Ingrid Fuchs: Gustl Mollath in München. „In welcher Richtung liegt das Hofbräuhaus?“ In: Süddeutsche Zeitung vom 7. September 2013 - sueddeutsche.de
  • dpa: Mollath beklagt bei Kundgebung Justiz-Willkür. Hunderte Unterstützer versammelten sich auf dem Münchner Marienplatz. In: Nordbayern.de vom 7. September 2013 - nordbayern.de
  • dpa: Gegen Justizwillkür. Gustl Mollath: Seine Kundgebung am Marienplatz. In: Abendzeitung München vom 8. September 2013 - AZ
  • dpa/AZ: Gustl Mollath bedankt sich bei Menschen auf Marienplatz. Gustl Mollath erhielt bei seiner Kundgebung auf dem Marienplatz viel Applaus. Jurist Schlötterer griff Justizministerin Beate Merk an. In: Augsburger Allgemeine vom 8. September 2013 - augsburger-allgemeine.de
  • Stefanie Zipfer: Gustl Mollath Superstar. Frenetischer Applaus, „Bravo“- und „Gustl for President“-Rufe: Rund 1000 Menschen bejubelten am Samstag auf dem Münchener Marienplatz den vor einem Monat aus der Psychiatrie entlassenen Gustl Mollath. Der bedankte sich für die Unterstützung und versprach, weiterkämpfen zu wollen – wie sein Vorbild Tacio Nuvolari. In: Oberbayerisches Volksblatt vom 9. September 2013 – http://www.ovb-online.de/bayern/gustl-mollath-superstar-3100771.html (Um den Artikel lesen zu können, muß man sich anmelden.)
  • dpa: Mollath klagt Ärzte und Pfleger an. „Ständig süffisante Bemerkungen“ – Patienten waren nicht mehr Herr über ihren Körper. In: Nürnberger Nachrichten vom 9. September 2013, S. 16 - genios.de
  • Manfred Schweidler: ANSBACH. Mollath: Wahlkämpfer wider Willen. In: Main-Post vom 10. September 2013 - mainpost.de
  • Marcus Klöckner: Deutscher Presserat hat Beschwerde im Fall Mollath verschlampt. Zwei Eingaben eines Beschwerdeführers fanden keinen Eingang in Akte, Grund sei ein „Büroversehen“. In: Telepolis vom 11. September 2013 - heise.de
  • ast: Mollath spricht in Ansbach vor 300 Zuhörern. Ehemaliger Psychiatrie-Patient kritisiert folterähnliche Zustände. In: Nordbayern.de vom 11. September 2013 - nordbayern.de
  • Martin Wortmann: Fall Mollath stößt Reform im Maßregelvollzug an. Der „Fall Mollath“ hat den Maßregelvollzug in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Nicht nur hier rügte das Bundesverfassungsgericht allzu leichtfertige Unterbringungsentscheidungen der Gerichte. Berlin schmiedet an einer Reform. In: ÄrzteZeitung online vom 13. September 2013 - aerztezeitung.de
  • Justiz. Mollath übergibt Unterstützer-Unterschriften an Staatskanzlei. In: FOCUS, Freitag, 13. September 2013 - focus.de
  • dpa: Gustl Mollath durfte in Nürnberg wählen. Noch keinen festen Wohnsitz - Auch Wohnungslose haben Anspruch auf eine Wahlkarte. In: Nordbayern.de vom 16. September 2013 - nordbayern.de
  • Landtagswahl in Bayern. Aus für Grünen-Fraktionschef Runge. In: Süddeutsche Zeitung vom 17. September 2013 - sueddeutsche.de
  • Hans See: Mollath und der Fall HypoVereinsbank. In: Ossietzky 18/2013 vom 18. September 2013 - sopos.org
  • Dirk Walter: Fraktionschef Martin Runge: Und raus bist Du. 191 fehlende Stimmen. In: Münchner Merkur vom 19. September 2013 - merkur-online.de
  • ⇛ Thomas Pregl: Finanzamt treibt Unternehmer in die Pleite – 4 Millionen Euro Schaden. Ein zweiter Fall Gustl Mollath? In: Neue Rheinische Zeitung Nr. 425 vom 25. September 2013 - NRhZ-Online
  • Maja Porschert: Lesung zum Fall Mollath: „Im Zweifel gegen den Angeklagten“. Benefizveranstaltung mit zwei SZ–Journalisten in Schwabach. In: Schwabacher Tagblatt vom 26.09.2013 - StB
  • Auszeichnung für REPORT MAINZ-Autoren. Monika Anthes und Eric Beres für „Der Fall Mollath“ mit dem Fernsehpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet. In: ARD, Report Mainz vom 2. Oktober 2013 - swr.de
  • Hans Holzhaider: Gericht weist Kritik an Gutachterin zurück. Nachhilfestunde in Staatsbürgerkunde. Sie wisse nicht, ob sie sich selbst jemals begutachten lassen würde, hat Gutachterin Hanna Ziegert in einer Talkshow erklärt. Die Staatsanwaltschaft München will die Sachverständige daraufhin kaltstellen - doch die Gerichte lehnen die Anträge harsch ab. In: Süddeutsche Zeitung vom 12. Oktober 2013 - sueddeutsche.de
  • ⇛ Rudolf Sponsel, Erlangen: Rund um die Unterstützung für Gustl F. Mollath. Unterstützerkreise und Unterstützerszene - Vorschläge zur Sprachregelung. In: Internet-Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie vom 16. Oktober 2013 - http://www.sgipt.org/forpsy/Mollath/ipgipt/Unterst.htm
  • dpa: Mollath-Anwalt droht Unterstützer mit Anzeige. Ehemaliger Psychiatrie-Patient fordert Auszahlung von Spendengeldern. In: Nordbayern.de vom 16. September 2013 - nordbayern.de
  • dpa: Betrug. Mollath-Anwalt droht Unterstützer mit Anzeige. In: Münchner Merkur vom 16. Oktober 2013 - merkur-online.de
  • dpa: Mollath: Streit um Spendengelder. Unterstützer soll angezeigt werden. In: Nürnberger Zeitung Nr. 241 vom 17. Oktober 2013, S. 16 - [ NZ]
  • Fritz Letsch: PRESSEMITTEILUNG des zusammenschluss bayrischer Bildungsinitiativen zbb e.V. zu den Vorwürfen von Betrug und Steuerhinterziehung / Spendenbetrug vom 21. Oktober 2013 – 13:04:40 - fritz-letsch.blog.de/
  • Tobias Render: „Inside Wikileaks“-Premiere. Gustl Mollath bei Brühl auf dem roten Teppich. In: BILD vom 22. Oktober 2013 - bild.de
  • dpa: Bayerns Justizminister fordert befristete Zwangsunterbringung. Länger als fünf Jahre Psychiatrie „sollten nur die Ausnahme sein“. Hintergrund ist Fall Mollath. In: Nordbayern.de vom 26. Oktober 2013 - nordbayern.de
  • jjc: Nach jahrelanger Zwangsunterbringung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mollaths Ex-Frau. In: Der Spiegel vom 26. Oktober 2013 - spiegel.de
  • Olaf Przybilla: Fall Mollath. Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Frau. Sieben Jahre lang ist Gustl Mollath davon ausgegangen, dass seine gesamte persönliche Habe verschwunden sei. Dann stellte seine frühere Frau den Sachverhalt plötzlich anders dar. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen sie. Es geht um den Verdacht des Prozessbetrugs und der Unterschlagung. In: Süddeutsche Zeitung vom 26. Oktober 2013 - sueddeutsche.de
  • NZ: Verbleib von Wertsachen. Ermittlungen gegen Mollaths Ex-Frau. In: Nürnberger Zeitung Nr. 250 vom 28. Oktober 2013, S. 1 - [ NZ]
  • dpa/fz: Mollaths Ex-Frau sieht Verfahren gelassen entgegen. Staatsanwaltschaft ermittelt - Hat sie Fakten unterschlagen? In: Nordbayern.de vom 28. Oktober 2013 - nordbayern.de
  • nn: Ein Leben in zwei Kisten. Gustl Mollaths Ex-Frau soll seine Wertsachen noch besitzen. In: Nürnberger Nachrichten vom Montag, 28. Oktober 2013, S. 14 - [ NN] („Nun soll sich die Ex-Frau gegenüber der Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen des Prozeßbetrugs und der Unterschlagung äußern. Sollte sie die Unwahrheit gesagt haben, hätte das womöglich Folgen für ihre Glaubwürdigkeit als Zeugin.“)
  • Ursula Hildebrand, Alexander Schmid: Kein Verfahren vor „März/April/Mai“. Fall Mollath: Prozess-Verzögerung wegen ungeklärter Gutachter-Frage. In: Wochenblatt - die Zeitung für alle vom 30. Oktober 2013 - wochenblatt.de
  • Olaf Przybilla und Uwe Ritzer: Vor dem Wiederaufnahmeprozess. Wie es für Mollath weitergeht. Zwölf Wochen nach seiner Freilassung aus der Bayreuther Psychiatrie macht sich Gustl Mollath in der Öffentlichkeit rar. Während jetzt gegen seine Ex-Ehefrau ermittelt wird, bereitet er sich auf das Wiederaufnahmeverfahren vor. Fragen und Antworten zum Fall Mollath. In: Süddeutsche Zeitung vom 31. Oktober 2013 - sueddeutsche.de
  • Klaus Pradella: Prozess gegen Lokalpolitiker. Mollath unterstützt angebliches Justizopfer. In: Hessischer Rundfunk vom 4. November 2013 - hr-online.de
  • ⇛ Horst Mayer: Interview mit Dr. Klaus Leipziger, Chefarzt der Forensik am BKH Bayreuth. In: Radio Mainwelle, Bayreuth, vom 6. November 2013 - mainwelle.fm (Erstes Interview Klaus Leipzigers nach der Entlassung Gustl Mollaths und der Affäre Heidingsfelder. Ein Rechtsanwalt der Klinik war beim Interview dabei. Er achtete genau darauf, was gesagt wird. Somit präsentiert Radio Mainwelle nur einen „Zusammenschnitt des Interviews“.)
  • André Fischer (Nürnberger Zeitung): CSU-Landtagsabgeordneter Imhof wird Pflegebeauftragter. Sprachrohr für Interessen von Patienten - Älter werdende Gesellschaft als größte Herausforderung. In: Nürnberger Zeitung Nr. 258 vom 7. November 2013, S. 11 - NZ
  • ajs: Mollath schwer beschäftigt aber weiter ohne festen Wohnsitz. 57-Jähriger bereitet sich auf die Wiederaufnahme seines Verfahrens vor. In: Nordbayern.de vom 14. November 2013 - nordbayern.de
  • Hans Peter Reitzner und Susanne Will: Auch nach der Affäre Mollath: „Wir errichten keine Wagenburg“. Peter Küspert, der oberste Richter im Großraum, macht sich Gedanken über die Glaubwürdigkeit der Justiz - Psychiatrie erhebt die Stimme nicht. In: Nürnberger Nachrichten vom 16. November 2013, S. 15 - genios.de
  • Ursula Prem: Mollath-Anwalt Gerhard Strate über Psychiater Hans-Ludwig Kröber: »Wenn das Gedächtnis nachgibt, sollte man die Akten heranziehen«. In: Autorenblog ein-buch-lesen.de, Sonntag, 17. November 2013 - ein-buch-lesen.de
  • Frank Müller und Mike Szymanski: Zukunft von Beate Merk. Neue Ämter, neues Glück. Für Horst Seehofer war Beate Merk nur noch eine politische Last. Nach ihrer Zurückstufung von der Justiz- zur Europaministerin wirkt sie geradezu erleichtert. Nun hat sie auch noch den Posten als CSU-Vize verloren. Und die Partei spekuliert darüber, wie frei Merk in ihrer Entscheidung noch war. In: Süddeutsche Zeitung vom 22. November 2013 - sueddeutsche.de
  • sw [= Susanne Will]: Mollath: Kritik innerhalb Justiz. Gerichtspräsident Küspert: „Fall führte zu Vertrauensverlust“. In: Pegnitz-Zeitung vom 23. November 2013, S. 4 - [ NZ]
  • Uwe Ritzer und Olaf Przybilla: Fall Mollath. Spenden ins Nirwana. 22.000 Euro liegen bereit. Geld, das Menschen für Gustl Mollath gespendet haben - von dem er seit seiner Freilassung im August aber nichts gesehen hat. Sein Anwalt erhebt deshalb schwere Vorwürfe gegen den Vorsitzenden eines Unterstützervereins. In: Süddeutsche Zeitung vom 29. November 2013 - sueddeutsche.de
  • Heribert Prantl: Fall Mollath. Der Gesetzgeber schläft. Gustl Mollath reist und genießt die wiedergewonnene Zeit. Auch die Justiz arbeitet an dem Fall - im Frühjahr soll der Prozess gegen ihn neu aufgerollt werden. Und die Politik? Scheint ihre Versprechen vergessen zu haben. In: Süddeutsche Zeitung vom 4. Dezember 2013 - sueddeutsche.de
  • hauf [= Eva Sünderhauf]: Gustl Mollath: „Mir geht's beschissen“. 57-Jähriger tut sich schwer, im Alltag außerhalb der Psychiatrie anzukommen . Mitte November erschien ein Buch, dass sich mit dem Fall Mollath und den Konsequenzen für die Justiz befasst. Mollath selbst ist auf Werbetour - und lässt die Öffentlichkeit Anteil nehmen an seinem Leben nach der Psychiatrie. In: Nordbayern.de vom 11. Dezember 2013 - nordbayern.de
  • Sarah Bruder: Nach Entlassung aus Psychiatrie. Gustl Mollath: In der Nacht erscheinen mir Horrorfratzen. In: FOCUS, Dienstag, 10. Dezember 2013 - focus.de
  • rr/dpa: Fall Gustl Mollath: Gericht will neues psychiatrisches Gutachten. In: München-TV vom 12. Dezember 2013 - muenchen.tv (Der Gerichtssprecher Johann Piendl bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nürnberger Nachrichten.)
  • dpa / s.l. [= Sebastian Linstädt]: Wiederaufnahmeverfahren: Mollath lässt sich erneut nicht begutachten. In: Nürnberger Zeitung Nr. 289 vom Freitag, 13. Dezember 2013, S. 15 – NZ Überschrift im Netz: Gustl Mollath will sich nicht begutachten lassen. Sein Anwalt rechnet nicht mit erneuter Einweisung in die Psychiatrie.
  • Uschi Aßfalg: Experte für Forensik erzählte von seiner Arbeit. Psychiatrische Gutachten erfolgen nach klaren Kriterien. In: Nürnberger Zeitung Nr. 291 vom Montag, 16. Dezember 2013, S. 10 – [ NZ] mit Ankündigung Gustl Mollaths im Caritas-Pirckheimer-Haus.
  • Michael Kasperowitsch: Fall Mollath: Staatsanwalt plädiert für Änderungen. Ansbacher Behördenchef Gerhard Karl: Gesetze könnten ergänzt, die Gutachterauswahl verbessert werden. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 291 vom Montag, 16. Dezember 2013, S. 15 - [ NN]
  • Mathias Orgeldinger: Diskussionsrunde über den Rechtsstaat. Ein Heimspiel für Gustl Mollath. In: Nürnberger Zeitung Nr. 294 vom Donnerstag, 19. Dezember 2013, S. 10 – [ NZ] (Bericht über Gustl Mollath im Caritas-Pirckheimer-Haus)
  • Hans Peter Reitzner: Mit Zivilcourage gegen Korruption. Autoren des Mollath-Buches fordern Netzwerke - Kritik an Schlechtachtern. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 294 vom Donnerstag, 19. Dezember 2013, S. 19 - [ NN]
  • Hans Peter Reitzner: Vorwürfe an die Psychiatrie: 60 Tage am Bett fixiert? Kritik der Mollath-Unterstützer – Ministerium: Nur ausnahmsweise zulässig – MdL Streibl fordert die Staatsregierung zum Handeln auf. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 296 vom 21. Dezember 2013, S. 17 - [ NN]
  • Helmut Reister: Nach Jahren in der Psychiatrie. Gustl Mollath: So wird sein Weihnachten 2013. Wie verbringt Gustl Mollath das erste Weihnachtsfest nach dem Ende seines umstrittenen Psychiatrie-Aufenthalts? Besuch bei einem tief Verletzten. In: Abendzeitung München vom 22. Dezember 2013 - abendzeitung-muenchen.de
  • Christian Bommarius: Gustl Mollath. Grundrecht auf Freiheit verletzt. In: Berliner Zeitung vom 27. Dezember 2013 - berliner-zeitung.de
  • Christian Bommarius: Hundert Jahre Gustl Mollath. In: Berliner Zeitung vom 30. Dezember 2013 - berliner-zeitung.de
  • Otto Lapp: Der Volksheld wird zum Angeklagten. Im Juli 2014 steht Gustl Mollath noch einmal vor Gericht - Alles dreht sich um die Glaubwürdigkeit der Ex-Frau. In: Nordbayerischer Kurier vom 31. Dezember 2013 - [ nordbayerischer-kurier]

2014

  • nn: TV-Film über Helfer Mollaths. Langjährigen Unterstützern Gustl Mollaths ist ein Film der Medienwerkstatt Franken gewidmet. Er wird am morgigen Sonntag erstmals gesendet. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 8 vom 11. Januar 2014 / METROPOLREGION UND BAYERN - genios.de
  • Fall Gustl Mollath. Verfahren gegen Ex-Frau eingestellt. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die Ex-Frau von Gustl Mollath eingestellt. Sie habe sich nicht strafbar gemacht. Mollath hatte ihr vorgeworfen, noch Wertgegenstände von ihm zu besitzen. In: Süddeutsche Zeitung vom 13. Januar 2014 - sueddeutsche.de
  • Hans Kratzer: Mollath und die Königstreuen. In: Süddeutsche Zeitung vom 21. Januar 2014 - MITTEN IN BAYERN - sueddeutsche.de
  • Helmut Reister: Anzeige bei Staatsanwaltschaft. Für Transsexuellen: Gustl Mollath kämpft weiter. Gustl Mollath, Deutschlands bekanntester Psychiatriepatient, setzt sich für einen Transsexuellen ein, der im Bezirkskrankenhaus Taufkirchen (Vils) zwei Monate ans Bett gefesselt wurde. In: Abendzeitung München vom 29. Januar 2014 - AZ
  • Sarah Kanning: Psychiatrische Klinik. Patient war 60 Tage ans Bett gefesselt. Er hatte gedroht, Ärzte umzubringen - da fesselte man ihn an sein Bett im Isar-Amper-Klinikum in Taufkirchen. 60 Tage lang, fixiert an Armen, Beinen und Rumpf. Nun wurde Anzeige erstattet - in Absprache mit Gustl Mollath. In: Süddeutsche Zeitung vom 30. Januar 2014 - sueddeutsche.de
  • Kritik am Unterbringungsrecht. „Über die Hälfte gehört nicht in die Psychiatrie“. Drei Juristen waren sich am Montagabend einig: Das Unterbringungsrecht muss dringend reformiert werden. In: Regensburg digital vom 4. Februar 2014 - regensburg-digital.de" (Auf dem Podium saßen Professor Tonio Walter, der Landtagsabgeordnete Franz Schindler (SPD) und der Regensburger Strafrechtler Dr. Jan Bockemühl.)
  • Sascha Pommrenke: Ausgezeichneter Journalismus. Der Fall Mollath und die Krise des Pressewesens. Otto Lapp vom Nordbayerischen Kurier „hat wesentlich zur Aufklärung des Falles Mollath beigetragen“. So begründete jüngst eine handverlesene Jury des medium magazins im Rahmen der Preisverleihung „Journalist des Jahres 2013“ Lapps 3. Platz in der Kategorie Reporter Regional. In: Telepolis vom 12. Februar 2014 - heise.de
  • dpa: Er soll zu langsam gearbeitet haben. Richter klagt wegen Rüge der Chefin. Ein ungewöhnliches Verfahren beschäftigt die Justiz in Stuttgart: Ein Richter wehrt sich gegen die Ermahnung seiner Vorgesetzten, schneller zu arbeiten. In: tz vom 13. Februar 2014 - tz.de
  • Helmut Reister: Streit um 25.000 Euro Mollath-Spendengelder. Eifersüchteleien und Kompetenzgerangel? MÜNCHEN - Fritz Letsch ist Geschäftsführer beim „Zusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen ZBB e.V.“ und zählte eine zeitlang zu den aktivsten Unterstützern von Gustl Mollath, Deutschlands bekanntestem Psychiatrie-Insassen. Inzwischen reden die beiden kein Wort mehr miteinander und sind schwer zerstritten. Es geht um Geld, das Mollath-Fans gespendet haben, gut 25.000 Euro. In: Nürnberger Zeitung Nr. 41 vom 19. Februar 2014, S. 15 - NZ
    • Manfred Riebe, Schwaig: Leserbrief: Kundgebung für Gustl Mollath. Helmut Reister ist falsch informiert. Der Münchener Fritz Letsch hat mit der Organisation der Kundgebung für die Freilassung Gustl Mollaths am 27. Juli 2013 in Nürnberg nichts zu tun. Die Kundgebung wurde vom „Menschenrechtsforum Gustl Mollath“ in Zusammenarbeit mit dem „NürnbergWiki“ veranstaltet. In: Nürnberger Zeitung Nr. 77 vom 2. April 2014, S. 22 - [ NZ]
  • Alexander Altmann: Applaus für Mollath-Stück. „Der Fall M.“ an den Münchner Kammerspielen. Jetzt hat es Gustl Mollath auch auf die Theaterbühne gebracht. In München hatte das Stück. „Der Fall M.“ Premiere - und konnte überzeugen. In: Nürnberger Nachrichten vom 3. März 2014, S. 30 (Kultur) - [ NN] (Weitere Aufführungen am 3., 9. und 10. März 2014)
  • dpa: Vergewaltigungsvorwurf: Freispruch nach fast zwei Jahren Haft. Weil seine Tochter ihn der mehrfachen Vergewaltigung bezichtigte, saß ein dreifacher Familienvater knapp zwei Jahre im Gefängnis. Jetzt wurde der 47-Jährige überraschend freigesprochen. Das Gericht hatte Zweifel an den Aussagen des angeblichen Opfers. In: Stern vom 7. März 2014 - stern.de („Der BGH hatte gerügt, dass die Glaubhaftigkeit der Aussagen des mutmaßlichen Opfers nicht hinreichend geprüft worden seien.“)
  • Joachim Dankbar: Jeder kann der nächste Mollath sein. Eine Veranstaltung in Bayreuth weist darauf hin, dass es noch mehr fragwürdige Fälle gibt. Längst nicht jeder in der Psychiatrie Untergebrachte bekomme eine zweite Chance. In: Frankenpost vom 8. März 2014 - frankenpost.de
  • isa: Fall Mollath: Im Hagel der Kritik erstarrt. Tagung: Spiegel-Journalistin verteidigt Kliniken. In: Der Patriot Nr. 60 vom 12. März 2014
  • Olaf Przybilla: Keine Ermittlungen im Fall Mollath. Weder Willkür noch Vorsatz. Entscheidung bestätigt: Gegen keinen der Beteiligten im Fall Mollath wird es Ermittlungen geben. Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft sieht „insgesamt keine Veranlassung“ dazu - räumt aber Unstimmigkeiten und Fehler ein. In: Süddeutsche Zeitung vom 13. April 2014 - sueddeutsche.de
  • dpa: Verfassungsbeschwerde. Mollaths Anwalt geht gegen das OLG Bamberg vor. In: Nürnberger Zeitung Nr. 98 vom 29. April 2014, S. 13 - [ NZ]
  • Patrick Guyton: Nach Psychiatrie: Gustl Mollath findet langsam zurück ins Leben. Im Sommer vergangenen Jahres war Gustl Mollath, Deutschlands berühmtester Psychiatrie-Insasse, plötzlich frei. Seitdem reist er durch die Republik - und denkt doch immer auch an seinen neuen Prozess. In: Südwest-Presse vom 14. Mai 2014 - swp.de
  • Stefan Moll: Ulvi K., Gustl Mollath und Harry Wörz: die größten Justizirrtümer Deutschlands. In: GMX Newsroom vom 14. Mai 2014 - gmx.net (darin auch die Fälle des Lehrers Horst Arnold, des geistig behinderten Ulvi Kulac, der Berliner Arzthelferin Monika de Montgazon und des Bauern Rudolf Rupp. „Glaubt man Ralf Eschelbach, Richter am Bundesgerichtshof, ist jedes vierte Strafurteil ein Fehlurteil.“)
  • Sebastian Kunigkeit, dpa: Der Fall Mollath auf der Bühne. Ein Theaterstück inszeniert den Fall Mollath als Gerichtsdrama. Es zeigt einen Mann im Räderwerk der Justiz – und ergreift dabei klar Partei. In: Mittelbayerische Zeitung vom 15. Mai 2014 - mittelbayerische.de
  • Patrick Guyton: Neun Monate in Freiheit. Gustl Mollath und das Leben nach der Psychiatrie. In: Der Tagesspiegel vom 16. Mai 2014, S. 3 - tagesspiegel.de
  • Mike Szymanski: Bayerische Justiz. Der gute Ruf ist weg. Erst Gustl Mollath, dann der Fall Peggy und nun die Affäre um den Augsburger Labor-Arzt Schottdorf, die wahrscheinlich einen Untersuchungsausschuss zur Folge haben wird: Vom einst guten Ruf der bayerischen Justiz ist wenig geblieben. In: Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2014 - sueddeutsche.de
  • dpa: Mollath-Prozess: Riesiger Andrang bei Presse-Akkreditierung. 250 Anfragen für 40 Plätze - Wiederaufnahmeverfahren beginnt am 7. Juli. In: Nordbayern.de vom 20. Mai 2014 - nordbayern.de
  • Otto Lapp: Nach Kulac, vor Mollath: Diese Regeln gelten für Wiederaufnahmeverfahren. Zwei prominente Prozesse, die in diesem Jahr wieder aufgerollt wurden, haben ihr Zentrum in Bayreuth: der Fall Mollath und der Fall Ulvi Kulac. Dabei sind Wiederaufnahmen sehr selten – und haben äußerst hohe rechtliche Hürden. Darauf wies Michael Eckstein, der Vizepräsident des Landgerichts Bayreuth, in seinem Vortrag bei der Woche der Justiz hin. In: Nordbayerischer Kurier vom 22. Mai 2014 - nordbayerischer-kurier.de
  • Karsten Schaarschmidt: Ulvi Kulac oder Gustl Mollath: Einer der anerkanntesten Forensiker in Berlin. Hans-Ludwig Kröber, der Forscher und Direktor des Instituts für forensische Psychiatrie der Berliner Charité sowie Gerichtsgutachterd hat das Buch „Mord - Geschichten aus der Wirklichkeit“ geschrieben und in der Greizer Bibliothek vorgestellt. In: Thüringische Landeszeitung vom 29. Mai 2014 - tlz.de
  • Michael Kasperowitsch: Freiheit als hoher Wert. Strafrechtler Streng über Psychiatrie-Einweisungen. Der Bayerische Landtag beschäftigt sich derzeit mit einer Reform des sogenannten Maßregelvollzugs für psychisch kranke Straftäter. Anfang mai fand dort eine Anhörung von Experten statt. Einer von ihnen war Franz Streng aus Erlangen, ein emeritierter Professor für Strafrecht und Kriminologie. In: Nürnberger Nachrichten vom 3. Juni 2014, S. 16 / Metropolregion+Bayern - genios.de
  • Hans Peter Reitzner: In Bayern zu schnell in die „Geschlossene“. Bündnis aus Bezirkstag und Wohlfahrtsverbänden fordert modernes Psychiatriekrankenhilfe-Gesetz. „In Bayern wird zu schnell in die Psychiatrie eingewiesen — Hilfen schaffen statt Zwangsunterbringung“: Unter diesem Motto fordert ein breites Bündnis eine umfassende Reform des bayerischen Unterbringungsgesetzes. In: Nordbayern.de vom 25. Juni 2014, S. 15 - nordbayern.de
  • hpr [= Hans Peter Reitzner ]: Für unabhängige Beschwerdestellen. In: Nordbayern.de vom 25. Juni 2014, S. 15 - [ nordbayern.de]
  • Olaf Przybilla, Uwe Ritzer und Rainer Stadler: Eine Wahnsinnsgeschichte. Der Skandal erschütterte Deutschland: Gustl Mollath saß sieben Jahre in der Psychiatrie, trotz zahlloser Widersprüche in den Gerichtsakten. Jetzt wird sein Fall noch einmal aufgerollt. Porträt eines Mannes, der wieder draußen ist – aber immer noch nicht frei. In: Süddeutsche Zeitung Magazin, Beilage aus Heft 26 vom 27. Juni 2014 - Gesellschaft/Leben - sz-magazin.sueddeutsche.de
  • Michael Kasperowitsch: Justizapparat holt die Gründlichkeit sehr spät nach. Am 7. Juli beginnt in Regensburg der neue Prozess gegen Gustl Mollath. Bundesweites Aufsehen - Gutachter sitzt im Gericht. In: Nürnberger Nachrichten vom 27. Juni 2014, S. 17 / Metropolregion+Bayern - genios.de
  • Michael Kasperowitsch: „Es kam Erschreckendes zutage“. Landtagsfraktionen sparen nicht mit harter Kritik an Justiz und Gutachtern. Florian Streibl, Parlamentarischer Geschäftsführer und rechtspolitischer Sprecher der Freien Wähler (FW), war einer der Abgeordneten, die sehr früh und engagiert Fehler im ersten Mollath-Verfahren angeprangert haben. „Die Nürnberger Staatsanwaltschaft hat Anzeigen von Herrn Mollath nicht ernsthaft geprüft, während Anzeigen gegen ihn sehr wohl weiterverfolgt und angeklagt wurden“, sagt er. In: Nürnberger Nachrichten vom 27. Juni 2014, S. 17 / Metropolregion+Bayern - genios.de (Gefragt wurden die Fraktionssprecher der CSU, SPD, Freien Wähler (FW), und Grünen: Florian Streibl (FW), Sepp Dürr (Grüne), Inge Aures (SPD), Petra Guttenberger (CSU).)
  • Ursula Pidun: Mangelnde Justizkontrolle – Ist unser Rechtsstaat in Gefahr? Eine unter der Leitung der Münchener Professorin Dr. Ursula Gresser erhobene Studie offenbart, dass jeder vierte Gutachter von der Justiz schon einmal „einen Fingerzeig bekommen hat“. Höchste Zeit also, der Brisanz dieser Thematik mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Wir haben nachgefragt. In: Spreezeitung vom 28. Juni 2014 - http://www.spreezeitung.de/15168/mangelnde-justizkontrolle-ist-unser-rechtsstaat-in-gefahr/
  • Beate Lakotta: Alles auf Anfang. Ab nächster Woche findet in Regensburg das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath statt. Er hat angekündigt, seine Unschuld zu beweisen. In: DER SPIEGEL Nr. 27 vom 30. Juni 2014, S. 30 f. - https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2014/27/127862076 Darin heißt es auf Seite 31, Spalte 3: „Eine der angeblichen Schwarzgeldschieberinnen hingegen, eine ehemalige HypoVereinsbank-Mitarbeiterin, wehrt sich in erster Instanz erfolgreich mit einer Zivilklage gegen den Betreiber der Seite NürnbergWiki. Sollte der Mann weiter Mollaths Beschuldigungen gegen sie verbreiten, muss er bis zu 250.000 Euro Strafe zahlen: Weder sei der Frau gekündigt worden, wie Mollath behauptet hatte, noch gehe aus dem berühmten Revisionsbericht der Bank hervor, dass sie Schwarzgeld hinterzogen habe, sagte der Richter: Es gebe kein Recht, unwahre Behauptungen zu verbreiten.“

Richtigstellung: Es war nicht die erste Instanz, sondern ein Vorverfahren in Gestalt eines Antrags auf einstweilige Verfügung. Gegen das Verfügungsurteil wurde Berufung eingelegt, weil der Beklagte die ihm von der Klägerseite unterstellten Behauptungen über die Klägerin nicht aufgestellt hat. Diese wurden von der Klägerin für ihre eidesstattliche Versicherung konstruiert. Manfred Riebe, 06.07.2014

  • Olaf Przybilla, Uwe Ritzer und Rainer Stadler, Fotos: Julian Baumann: Eine Wahnsinnsgeschichte. Der Skandal erschütterte Deutschland: Gustl Mollath saß sieben Jahre in der Psychiatrie, trotz zahlloser Widersprüche in den Gerichtsakten. Jetzt wird sein Fall noch einmal aufgerollt. Porträt eines Mannes, der wieder draußen ist - aber immer noch nicht frei. In: SZ-Magazin Heft 26/2014 Gesellschaft/Leben - sz-magazin.sueddeutsche.de
  • André Jahnke, dpa: Mollath rückt wieder ins Rampenlicht. Gustl Mollath brachte das Justizsystem ins Wanken. Jahrelang saß er in der Psychatrie – und kämpfte dagegen. Am 7. Juli steht er wieder vor Gericht. In: Mittelbayerische Zeitung vom 1. Juli 2014 - mittelbayerische.de
  • Susanne Stemmler: Bayerische Justiz auf dem Prüfstand. Gibt es im Fall Mollath noch Objektivität? In: Nürnberger Zeitung Nr. 150 vom 3. Juli 2014, S. 3 - [ NZ] (Plätze für 40 Journalisten und 42 Zuschauer im größten Sitzungssaal des Landgerichts. 17 Verhandlungstage, 42 Zeugen)
  • Jochen Nützel: Mollath-Gutachter (d.i. Dr. med. Klaus Leipziger) klagt gegen NürnbergWiki. Am Freitag wird gegen den Betreiber des Internet-Lexikons „NürnbergWiki“, Manfred Riebe, vor dem Bayreuther Landgericht verhandelt. In: Fränkischer Tag vom 3. Juli 2014, Region /Bayreuth - infranken.de
  • Lisa Rokahr, Holger Witzel: Der Gefangene. Wie findet einer ins Leben zurück, der sieben Jahre zu Unrecht in der Psychiatrie saß? Der Stern hat Gustl Mollath ein Jahr lang begleitet. Von kommender Woche an urteilen erneut Richter, ob er verrückt ist. In: STERN Nr. 28 vom 3. Juli 2014, S. 84-88
  • Helmut Reister: Mollath-Unterstützer auf Schmerzensgeld verklagt. Chefarzt kämpft um seinen Ruf. Manfred Riebe, Betreiber der Internet-Plattform „NürnbergWiki“, und der Chefarzt des Bayreuther Bezirkskrankenhauses Dr. Klaus Leipziger, streiten sich vor Gericht. Ein Nebenkriegsschauplatz im Fall Mollath. In: Nürnberger Zeitung Nr. 152 vom 5. Juli 2014, S. 16 - [ NZ] (Falsch: „Unter anderem äußert er Zweifel [...] an dem rechtmäßigen Zustandekommen von dessen Dissertation.“ Das stimmt nicht und ist vermutlich eine Verwechslung mit dem Plagiatssucher Martin Heidingsfelder; denn Helmut Reister schreibt: „Darüber hinaus unternimmt der Chefarzt auch juristische Schritte gegen Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder, der ihn im Internet ebenfalls heftig kritisiert hatte. Auch von ihm will Leipziger Schmerzensgeld.“ Manfred Riebe, 06.07.2014)
  • Barbara Nazarewska: Widersprüche einer Zeugin. Die Zeugenaussagen im Fall Mollath sorgen am dritten Prozesstag für neuen Wirbel. Es geht um Widersprüche, Erinnerungslücken – und ein Attest, das zum Auslöser für die Wiederaufnahme wurde. In: Oberbayerisches Volksblatt vom 10. Juli 2014 - ovb-online.de
  • Christian Eckl, Regensburg: Fall Mollath. Ein schwarzer Tag für die bayerische Justiz. Zeitdruck, Urlaubswünsche von Richtern, unordentliche Protokolle, widersprüchliche Urteilsbegründungen: Im Mollath-Prozess werden selbst Richter und Staatsanwälte im Zeugenstand plötzlich kleinlaut. In: Die Welt vom 11. Juli 2014 - welt.de
  • Jörg Völkerling: Gerhard Strate (64) wurde vom Wahl- zum Pflichtverteidiger | Anwalts-Krise im Mollath-Verfahren. In: BILD vom 23. Juli 2014 - bild.de
  • Gisela Friedrichsen: Justizopfer: Harry Wörz klagt auf weitere Entschädigung. Harry Wörz saß viereinhalb Jahre lang unschuldig hinter Gittern. Er war wegen versuchten Totschlags an seiner Frau verurteilt worden. Das Land Baden-Württemberg zahlte ihm erst spät eine Entschädigung, nun fordert Wörz weitere Zahlungen. In: Der Spiegel vom 25. Juli 2014 - spiegel.de
  • Ingrid Fuchs, Regensburg: Nach dem Freispruch. Wie es für Gustl Mollath weitergeht. Seit gut einem Jahr ist Gustl Mollath frei, seit wenigen Stunden ist der 57-Jährige auch freigesprochen. Was er über das Urteil denkt? „Das kann man so nicht hinnehmen.“ Sein Kampf ist noch nicht vorbei. In: Süddeutsche Zeitung vom 14. August 2014 - sueddeutsche.de
  • ⇛ Martin Reeh: Mollaths Verteidiger über den Prozess. „So arbeitet die Justiz“. Rechtsanwalt Gerhard Strate über das schwierige Verhältnis zu seinem Mandanten, den Zynismus der Richter und über Anwälte mit Pokerface. In: taz vom 21. August 2014 - taz.de
  • Hans Peter Reitzner: Anwalt: Das ist ein Hohn. Befangenheitsantrag vor dem Polizistenmord-Prozess. In: Nürnberger Nachrichten vom 4. September 2014, S. 17 - [ NN] (Strafverteidiger ist Dr. Adam Ahmed, der auch Gustl Mollath vertritt. Er stellte schon jetzt einen 430 Seiten unfassenden Befangenheitsantrag gegen die Schwurgerichtskammer. Allein im schriftlichen Urteil gegen den Bruder des Angeklagten taucht der Name des Angeklagten fast 700 mal im Zusammenhang mit der Täterschaft auf. „Hier noch von Unschuldsvermutung zu sprechen, ist ein Hohn“, sagte Ahmed. Der Befangenheitsantrag wurde so früh gestellt, damit noch vor Beginn des Prozesses die Möglichkeit besteht, einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht zu stellen, für den Fall, daß sein Befangenheitsantrag abgelehnt wird.)
  • Elke Grasser-Reitzner: Mollath wollte für Haderthauer Modellautos bauen. In Straubing bot der Inhaftierte seine Dienste für die Sapor-Arbeitstherapie an, doch er musste Tüten kleben. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 206 vom 6. September 2014, S. 18 - NN
  • Gitta Düperthal: »Gesellschaftliche ›Black Box‹ – niemand schaut hin«. Kritiker von Zwangsbehandlung in der Psychiatrie demonstrieren am Samstag vor der Vitos-Klinik in Gießen. Ein Gespräch mit Jörg Bergstedt. Jörg Bergstedt ist Anmelder der Demo »Zwangsanstalten abschaffen« am Samstag in Gießen. Interview: Gitta Düperthal. In: junge Welt vom 17. September 2014 - jungewelt.de
  • Frank Schmälzle: Eine Therapie gegen die Angst. Nach dem Fall Gustl Mollath: Forensik am Bezirkskrankenhaus öffnet ihre Türen für die Öffentlichkeit. In: Nordbayerischer Kurier vom 18. September 2014, S. 15
  • Pascal Durain, MZ: Freigesprochen, aber nicht frei von Schuld. Entscheidung im Wiederaufnahmeverfahren: Das Gericht spricht Mollath frei. Trotzdem ist er enttäuscht, Makel bleiben. Seine Ex-Frau ist zufrieden. In: Mittelbayerische Zeitung vom 18. August 2014 - mittelbayerische.de
  • Thomas Magenheim-Hörmann: „Gustl Mollath ist kein Einzelfall“. Verein für Justizopfer gegründet. In: Münchner Merkur vom 30. August 2014 - merkur.de
  • Otto Lapp und Tobias Köpplinger: Mollath, und die Tuba spielt dazu. Im Gericht ein Streit um Plagiatsvorwürfe gegen Gutachter Klaus Leipziger, davor eine Demo für Psychiatrieopfer. In: Nordbayerischer Kurier vom 11./12. Oktober 2014, S. 13
  • mb [= Manfred Blendinger]: „Er hat die Hölle durchlitten“. Unterstützerkreis will 45-jährigen aus der Psychiatrie holen - Veranstaltung in Heilsbronn. In Heilsbronn formiert sich ein Unterstützerkreis für einn 45-Jährigen, der nach Überzeugung seiner Familie seit 12 Jahren mit einer falschen Diagnose in der Psychiatrie untergebracht ist.. In: Fränkische Landeszeitung Nr. 236 vom Montag, 13. Oktober 2014, Teil Westmittelfranken Titelseite
  • hpr: Ansbacher Forensiker ist Gustl Mollath dankbar. Gerichte seien nun kritischer als früher. In: Nürnberger Nachrichten vom 27. Oktober 2014 - NN
  • Ulrike Löw: Freispruch für Mollath: Urteil ist nun online einsehbar. Landgericht Regensburg stellt Entscheidung ins Netz: Begründung auf 121 Seiten. In: Nordbayern.de vom 7. November 2014 - nordbayern.de
  • Horst Richter: Ein 49-Jähriger aus dem Landkreis Pfaffenhofen meint, er sei zu Unrecht in einer Ingolstädter Klinik festgehalten und falsch behandelt worden. Jetzt fordert er 30 000 Euro Schmerzensgeld und 320 000 Schadensersatz nebst Zinsen. Der Landwirt sieht seine Geschichte als zweiten Fall Mollath. In: Donaukurier vom 12. November 2014 - donaukurier.de
  • dpa: Mollath-Verteidiger reicht Revisionsschrift gegen Urteil ein. Schuldunfähigkeit des 58-Jährigen von Gericht nicht ausgeschlossen. In: Nordbayern.de vom 24. November 2014 - nordbayern.de
  • Helmut Reister: Durchsuchungsaktion in Wachendorf. Internet-Aktivist angezeigt. In: Nürnberger Zeitung Nr. 275 vom 28. November 2014, S. 16 - [ NZ] (Reister: „Zu der Aktion am Donnerstagmorgen gesellte sich mit den ehemaligen Psychiatriepatienten Gustl Mollath auch ein unverhoffter ‚Überraschungsgast’. Er wollte damit seine Unterstützung für Klaus S. kundtun.“)
  • mik [= Michael Kasperowitsch]: Polizisten durchsuchen Haus von Mollath-Unterstützer. Einsatz gegen Mann aus Cadolzburg — Vorwurf: Verleumdung. In: Nordbayern.de vom 28. November 2014 - nordbayern.de
  • Otto Lapp: „Ich beleidige ständig Leute“. Es wäre zu einfach, Ulrich S. (39) als Spinner zu bezeichnen, nur weil er als Beruf „Exorzist“ angibt. Oder als Monster, weil er Ärzte, Richter und Staatsanwälte seit Jahren aufs übelste beleidigt und dazu aufgerufen haben soll, den Mollath-Gutachter Klaus Leipziger (61) und andere Bayreuther Juristen „sehr sehr dringend zu töten“. In: Nordbayerischer Kurier vom 2. Dezember 2014 - nordbayerischer-kurier.de

2015

  • Anna Fischhaber: Schmerzensgeld für Gutachten "Wer unschuldig ist, braucht die besten Anwälte". 683 Tage saß Norbert Kuß als Kinderschänder im Gefängnis. Seine Pflegetochter hatte ihn angezeigt, eine Gutachterin hielt sie für glaubhaft. Mehr als zehn Jahre hat der Mann für seinen Freispruch gekämpft, jetzt bekommt er Schmerzensgeld. In: Süddeutsche Zeitung vom 30. Januar 2015 - sueddeutsche.de
  • Gisela Friedrichsen: Strafjustiz. Schuldig trotz Freispruch? Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt Deutschland - weil Richter hierzulande auch das Leben Unschuldiger ruinieren dürfen. In: DER SPIEGEL Nr. 9 vom 21. Februar 2015, S. 44 f. - spiegel.de
  • dpa/hmh/jw: Politik. Ärzte-Betrug. Kommissar erhebt schwere Vorwürfe gegen Justiz. Brisante Zeugenaussage im bayerischen Untersuchungsausschuss Labor: Ein Kripokommissar beschuldigt Justiz, Staatsregierung und CSU, die Verfolgung betrügerischer Ärzte verhindert zu haben. In: Die Welt vom 23. März 2015 - welt.de
  • Dokumentarfilm über Gustl Mollath kommt ins Kino. In: Passauer Neue Presse vom 6. Mai 2015 - pnp.de - Zorro Film
  • dpa/lby: Dokumentarfilm über Gustl Mollath kommt ins Kino. - Zorro Film In: Die Welt vom 6. Mai 2015 - welt.de
  • dpa: Gustl Mollath im Kino: Studentinnen drehten Doku. „Mollath - und trotzdem bist du verrückt“ - Filmstart am 9. Juli. In: Nordbayern.de vom 6. Mai 2015 - nordbayern.de
  • Doku von HFF-Studentinnen über Mollath kommt ins Kino. Von der Psychiatrie bis zur Freilassung. In: Die Welt vom 7. Mai 2015 - welt.de
  • dpa: Film über Gustl Mollath kommt in die Kinos. Start ist Anfang Juli. In: Nürnberger Zeitung Nr. 104 vom 7. Mai 2015, S. 14 - [ NZ]
  • Ralf Müller: Erster Auftritt des Vereins „Justiz-Opfer“. Ist Rechtsbeugung tatsächlich omnipräsent? In: Nürnberger Zeitung Nr. 105 vom 8. Mai 2015, S. 15 - [ NZ]
  • dpa: Münchner Filmfest. Mollath wird zum Doku-Thema. In: Nürnberger Zeitung Nr. 129 vom 9. Juni 2015, S. 7
  • dpa: Porträt. Film zeigt den Menschen Gustl Mollath. Am Freitag wird die Dokumentation über den Nürnberger und den Justiz-Skandal in München der Öffentlichkeit präsentiert. In: Mittelbayerische Zeitung vom 25. Juni 2015 - mittelbayerische.de
  • Premiere von Mollath-Doku „Und plötzlich bist du verrückt“ beim Münchner Filmfest. Was ist Gustl Mollath für ein Mensch? Eine neue Doku über den wohl berühmtesten Psychiatrie-Insassen Bayerns hat an diesem Freitag (26. Juni) beim Filmfest München Premiere. In: Nordbayern.de vom 25. Juni 2015 - nordbayern.de
  • dpa: Film. Doku über Mollath hat Premiere beim Filmfest München. In: FOCUS vom Freitag, 26. Juni 2015 - focus.de
  • Regina Urban: Ein Weltverbesserer, der zum Opfer der Justiz wurde. Der Dokumentarfilm „Mollath – und plötzlich bist du verrückt“ ist ein sensibles Porträt des Menschen Gustl Mollath. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 144 vom 26. Juni 2015, S. 16 - [ NN]
  • Stephan Sohr: „Bei uns sind die Kränksten der Kranken“. Therapie hinter Stacheldraht: Zu Besuch im Maßregelvollzug der Ansbacher Bezirksklinik. In: Nürnberger Zeitung Nr. 188 vom 17. August 2015, S. 3 - [ NZ] (Joachim Nitschke, Chefarzt der Ansbacher Forensik: „Der Fall Mollath ist eine absolute Ausnahme gewesen. Da seien schwere juristische Fehler passiert. Mollath hätte gar nicht erst in die Forensik kommen dürfen.“)
  • Offizielle Warnung: Die Redaktion J+J warnt vor Verein Justiz-Opfer e.V. in München! In: Justizalltag-Justizskandale vom 21. August 2015 - justizalltag-justizskandale.info (Das Redaktionsbüro „Justizalltag-Justizskandale“ wurde in Rußland in Nischnij Nowgorod eingerichtet, um ohne Zensur über die Deutsche Justiz berichten zu können. „Damit stellen wir sicher, daß wir frei von der zu erwartenden Zensur über die Deutsche Justiz berichten können. Denn diese „unsere“ Justiz erträgt die freie und demokratische Berichterstattung nicht.“ Es gelten die Gesetze der Russischen Föderation.
  • Claudia Ziob: Fürths OB massiv beleidigt: Mollath-Unterstützer vor Gericht. 55-Jähriger soll OB verleumdet haben - Gustl Mollath kam zum Auftakt. In: Fürther Nachrichten vom 2. November 2015 - nordbayern.de
  • Claudia Ziob: Fürths OB beleidigt: Haftstrafe für Mollath-Unterstützer. 55-Jähriger aus dem Landkreis wurde zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. In: Fürther Nachrichten vom 4. November 2015 - nordbayern.de
  • epd: Konsequenz aus dem Fall Mollath. Unterbringung in der Psychiatrie wird genauer überprüft. In: Nürnberger Zeitung Nr. 256 vom 5. November 2015, S. 5 - [ NZ]
  • sw [= Susanne Will]: Gustl Mollath schaut in Hersbruck eigenen Film. Deutschlands berühmtester Psychiatrie-Insasse erzählt im Kino von seinem Schicksal – Schwieriger Mensch. In: Pegnitz-Zeitung vom 5. November 2015, S. 4 - [ PZ] (Gustl Mollath kam überraschend mit Robert Lindner ins Hersbrucker Kino.)
  • dpa: Beihilfe zur Hinterziehung. Banken im Visier der Steuerfahnder. Zahlreiche Banken sind wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung einem Medienbericht zufolge ins Visier der Steuerfahnder geraten. In: Nürnberger Zeitung Nr. 258 vom 7. November 2015, S. 23 - [ NZ] (lt. „Der Spiegel“)
  • dpa: Antrag abgelehnt. Gustl Mollath scheitert mit Revision in Karlsruhe. In: Abendzeitung München vom 9. Dezember 2015 - [abendzeitung-muenchen.de

Filme und Videos

  • Vortrag Gustl Mollaths bei der Tagung der Gießener Akademischen Gesellschaft „Die Richter und ihre Denker“ über Strukturen in der Justiz und im Gutachterwesen am Samstag, 24. August 2013 in Gießen, aufgenommen von Frank Fischer. Veröffentlicht am 25.08.2013 - YouTube
  • Vortrag Gustl Mollath auf dem Marienplatz 07.09.2013. Veröffentlicht von muenchen4 - YouTube
  • Benjamin Jungblut: Mollath bedankt sich bei Unterstützern. In: Frankenfernsehen vom 10. September 2013 - frankenfernsehen.tv
  • Jörg van Hooven: Gustl Mollath bei münchen.tv: „Man wird in die Hölle geschickt.“ In: Sendung „Menschen in München“ vom 11. September 2013, 10:21 - muenchen.tv
  • ”Menschen” – Dieses Mal zu Gast: Gustl Mollath. In: TV touring vom 2. Oktober 2013 10:00 - tvtouring.de
  • Heike Fauser: Gustl Mollath und Ulvi Kulac: Ihr erstes Treffen seit langem. Mollath bereitet sich auf Prozess vor - Kulac bekommt Freigang. In: Nordbayerischer Kurier vom 6. März 2014 - nordbayerischer-kurier.de
  • Podiumsdiskussion: Justizopfer in Bayern. Erstellt am 14.03.2014 von Winston Smith - meinungsverbrechen.de
  • Gustl Mollath in: „Ehrlich währt am längsten?“ In: Nachtcafé, SWR Fernsehen, Sendung am 21. März 2014, 22:00 - 23:30 Moderation: Wieland Backes - swr.de/nachtcafe
  • Gunther Scholz: Der lange Weg des Harry Wörz - Freispruch und zurück ins Leben? Im Jahr 1998 „schuldig“, 2010 dann der Freispruch, ohne jeden Zweifel. Wie geht es dem Justizopfer Harry Wörz inzwischen, kann er jemals wieder ein „normales“ Leben führen, das so ins Trudeln geriet? In: SWR Fernsehen [betrifft] vom 21. Januar 2015 | 20.15 Uhr | 44:35 Min. - swr.de (Auch die Gerichtsgutachterin Hanna Ziegert kommt darin zu Wort.)
  • Gustl Mollath bei der Kundgebung des Vereins Justiz Opfer e.V. in München am 07.05.2015. Veröffentlicht am 10.05.2015, Autor und Filmrechte: Dirk Lauer (behoerdenstress.de) - YouTube
  • Carlos Gerstenhauer: Dokumentarfilm: „Mollath – Und plötzlich bist du verrückt“. In: Bayerisches Fernsehen, Capriccio vom 25. Juni 2015, 22:00 Uhr, 6 Min. - br.de (Darin sagt Gustl Mollath: „Hier war das Grab meiner Familie. … Wo ist der Grabstein?“ Man sieht auch Dr. med. Klaus Leipziger), und Mollath zeigt das Titanic-Heft 09/2013 „Sperrt die Irre endlich weg!“ vom 29.08.2013.) Ab 9. Juli im Kino.

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Justiz- und Psychiatrieopfer

Netzverweise

  • Gerhard Strate: Erklärung der (früheren) Verteidigung. Hamburg, am 24. August 2014, 10 Seiten - PDF strate.net/de/

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Dr. Michael Hammer, Richter am Oberlandesgericht, Justizpressesprecher: Oberlandesgericht Nürnberg ordnet in der Sache Mollath die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Nürnberg hat heute die Wiederaufnahme des Strafverfahrens gegen Gustl Mollath beschlossen. Als Konsequenz dieser Entscheidung hat der Vorsitzende des Senats verfügt, dass Herr Mollath unverzüglich aus der Unterbringung zu entlassen ist. Pressemitteilung 12/13 korrigierte Version vom 6. August 2013 - justiz.bayern.de
  2. Otto Lapp: Gustl Mollaths Abgang aus der Psychiatrie war ein Medienspektakel. In: Nordbayerischer Kurier vom 7. August 2013 - nordbayerischer-kurier
  3. Susanne Will: Mollath schottet sich erst einmal ab. Deutschlands berühmtester (Ex-)Psychiatrie-Insasse kommt bei einem Freund unter. Die Entlassung aus der Psychiatrie und die Wiederaufnahme des Falls waren nur ein Etappensieg. Der Kampf für Mollath und seine Helfer geht weiter. In: Nürnberger Zeitung Nr. 182 vom 8. August 2013, S. 3 - NZ
  4. Mollath erhielt einen vorläufigen Ausweis, aber keinen neuen Führerschein. Das sollte er sich schriftlich geben lassen unter Angabe der Rechtsvorschriften; denn da stimmt doch etwas nicht. Seine Anwälte sollten das prüfen. Manfred Riebe
  5. Otto Lapp: Gustl Mollath: Seine Ex-Frau Petra M. hat fast alle seine Unterlagen. Er sucht ihn - sie hat ihn: Gustl Mollaths Pass. Seit mehr als sieben Jahren liegt er bei Petra M. Die Ex-Frau von Mollath hat fast sämtliche Unterlagen ihres Ex-Manns. Nur hat sie danach keiner gefragt - auch nicht Mollath. In: Nordbayerischer Kurier vom 9. August 2013 - nordbayerischer-kurier
  6. Linda Wurster: Ein Tag mit Mollath in Freiheit. Rostbratwürstchen und düstere Erinnerungen. Nach sieben Jahren kam Gustl Mollath aus der Psychiatrie frei. Eine Freundin ist mit ihm die ersten Schritte in Freiheit gegangen: Vom Einwohnermeldeamt bis zum T-Shirts-Shoppen – und berichtete FOCUS Online von ihrem Tag mit Mollath. In: FOCUS vom Freitag, 9. August 2013 - FOCUS-Online
  7. Sarah Bruder: Nach Entlassung aus Psychiatrie. Gustl Mollath: In der Nacht erscheinen mir Horrorfratzen. In: FOCUS, Dienstag, 10. Dezember 2013 - focus.de
  8. dpa: Fall Mollath inspiriert neuen Münchner «Polizeiruf 110». Der Fall Gustl Mollath liefert Stoff für einen Film: Die Folge «Meuffels Schuld» aus der ARD-Krimireihe «Polizeiruf 110» sei davon inspiriert, teilte der Bayerische Rundfunk am Dienstag in München mit. In: Weser-Kurier vom 6. August 2013 - weser-kurier.de
  9. Marina Antonioni: Oliver Berben: „Es sollte in Richtung Drama gehen“. Bald im Kino? Produzenten ringen um den Fall Mollath. In: FOCUS vom 15. August 2013 - focus.de
  10. Mollath und das Schwarzgeld - Gespräch mit den Autoren des Report Mainz-Beitrags „Mollath und das Schwarzgeld“, Monika Anthes und Eric Beres. In: REPORT MAINZ | SWR. Veröffentlicht am 22.05.2013 - YouTube
  11. Der Fall Gustl Mollath - Erwin Pelzig Neues aus der Anstalt, ZDF 25. Juni 2013. Veröffentlicht am 26. Juni 2013 von „DieBananenrepublik“ - YouTube
  12. Gustl Mollath wurde Wahlkämpfer wider Willen; denn die Regierungsparteien hatten den Fall Gustl Mollath gegen den Willen der Opposition in die Wahlkampfzeit verschleppt.
  13. Kurt Sagatz: TV-Auftritt. Gustl Mollath zuerst bei „Beckmann“. In: Der Tagesspiegel, Mittwoch, 14. August 2013 - tagesspiegel.de
  14. * Hans Holzhaider: Gerichtsgutachterin in Bayern. Nach Kritik kaltgestellt. „Ich weiß nicht, ob ich mich jemals begutachten lassen würde.“ Hanna Ziegert hat sich bei „Beckmann“ zum Fall Gustl Mollath kritisch über die bayerische Justiz und die Vergabe forensischer Gutachten geäußert. Prompt wird sie in mehreren Verfahren als Gutachterin abgelehnt. In: Süddeutsche Zeitung vom 5. September 2013 - sueddeutsche.de
  15. * Vortrag Gustl Mollaths bei der Tagung der Gießener Akademischen Gesellschaft „Die Richter und ihre Denker“ über Strukturen in der Justiz und im Gutachterwesen am Samstag, 24. August 2013 in Gießen, aufgenommen von Frank Fischer. Veröffentlicht am 25.08.2013 - YouTube
    * Peter und Heiderose Manthey: Die Irrenhaus-Macher. Ein Raunen des Erstaunens ging durch die Reihen, nachdem Gustl Mollath als Gastredner bei der Gießener Veranstaltung „Die Richter und ihre Denker“ angekündigt worden war. In: tv-Orange vom 28. August 2013 - http://tv-orange.de/2013/08/die-irrenhaus-macher/
  16. * Ingrid Fuchs: Gustl Mollath in München. „In welcher Richtung liegt das Hofbräuhaus?“ In: Süddeutsche Zeitung vom 7. September 2013 - sueddeutsche.de
    * dpa: Mollath klagt Ärzte und Pfleger an. „Ständig süffisante Bemerkungen“ – Patienten waren nicht mehr Herr über ihren Körper. In: Nürnberger Nachrichten vom 9. September 2013, S. 16 - genios.de
  17. Hans Peter Reitzner: Mollath lockt Massen. Schwere Vorwürfe gegen Justiz, Merk und Seehofer. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 211 vom Mittwoch, 11. September 2013, S. 14 - [ NN]
  18. Benjamin Jungblut: Mollath bedankt sich bei Unterstützern. In: Frankenfernsehen vom 10. September 2013 - frankenfernsehen.tv
  19. dpa: Gustl Mollath durfte in Nürnberg wählen. Noch keinen festen Wohnsitz - Auch Wohnungslose haben Anspruch auf eine Wahlkarte. In: Nordbayern.de vom 16. September 2013 - nordbayern.de
  20. Jörg van Hooven: Gustl Mollath bei münchen.tv: „Man wird in die Hölle geschickt.“ In: Sendung „Menschen in München“ vom 11. September 2013, 10:21 - muenchen.tv
  21. Dirk Walter: Fraktionschef Martin Runge: Und raus bist Du. 191 fehlende Stimmen. In: Münchner Merkur vom 19. September 2013 - merkur-online.de
  22. http://kreisrat-wildenauer.de/mollath/
  23. 3 Literaturhaus München: Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muss. Podiumsdiskussion mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Gerhard Strate, Henning Ernst Müller und Gustl Mollath, Montag, 9.12.2013, 20:00 Uhr, Saal - literaturhaus-muenchen.de
  24. Gustl Mollath: »Macht braucht Kontrolle, wirksame Kontrolle«. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 181-185
  25. Uwe Dolata: Der Fall Mollath und die Wirtschaftskriminalität. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 156-166
  26. Rudolf Sponsel: Die grundlegenden Fehler der forensischen Gutachter und des Rechts: Worüber man nichts weiß, darüber kann man auch nichts asgen - und erst recht nicht gutachten. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 110-119
  27. BUCHVORSTELLUNG: Wer stört, wird zerstört! Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muss - http://www.cph-nuernberg.de/veranstaltungen/detail.html
  28. zbb e.V.: Geschäftsführung Fritz Letsch, Vereinssitz: c/o Heinz Schulze, Margaretenplatz 2, 81373 München. Vorstand: Heinz Schulze, Alfred Rott, Fritz Letsch
  29. Dr. F. Weinberger: Irritation um den „Unterstützerkreis“ – Bitte um Spenden. Brief an GEP-Mitglieder und Interessenten, 24. Oktober 2013
  30. dw: Mollaths Unterstützer. Montags-Demo für Mollath in Schwabing – doch es gibt noch mehr Unterstützungsaktionen. Zwei Aktivisten aus München planen für den 27. Juli am Kornmarkt in der Nürnberger Innenstadt eine Großkundgebung: Erich Stephany, der sich als „Menschenrechtler und Sozialberater“ vorstellt, sowie der Theaterpädagoge Fritz Letsch wollen dabei vor allem die Gutachten des Bayreuther Forensikers Dr. Klaus Leipziger anprangern. In: Oberbayerisches Volksblatt vom 11. Juli 2013 - ovb-online.de
  31. Prof. Dr. Hans See: Demo für Gustl Mollath http://see-hans.de/2013/07/
  32. * dpa: Mollath-Anwalt droht Unterstützer mit Anzeige. Ehemaliger Psychiatrie-Patient fordert Auszahlung von Spendengeldern. In: Nordbayern.de vom 16. September 2013 - nordbayern.de
    * dpa: Betrug. Mollath-Anwalt droht Unterstützer mit Anzeige. In: Münchner Merkur vom 16. Oktober 2013 - merkur-online.de
  33. Richtigstellungen Fritz Letschs - psychiatrie-politik.wikispaces.com
  34. Rudolf Sponsel, Erlangen: Rund um die Unterstützung für Gustl F. Mollath. Unterstützerkreise und Unterstützerszene - Vorschläge zur Sprachregelung. In: Internet-Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, Abteilung forensische Psychologie vom 15.06.2013 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 28.01.2014 - sgipt.org
  35. Gerhard Strate: Erklärung der (früheren) Verteidigung. Hamburg, am 24. August 2014, 10 Seiten - PDF strate.net/de/
  36. Einer, der geholfen hat wie nur Wenige. In: Opablog vom 17. November 2013 - opablog.net
  37. Gustl Mollath: »Macht braucht Kontrolle, wirksame Kontrolle«. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 181-185
  38. Friedrich Weinberger: Nachwehen des Falles von Gustl Mollath. In: Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. (GEP) vom 27. November 2013 - psychiatrie-und-ethik.de
  39. Johannes Ludwig: Wie der Fall Gustl Mollath ans Tageslicht kam – über engagierte Menschen, traditionelle Medien und anonyme Whistleblower. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 31-40; hier: S. 36
  40. * Harald Rauchfuss. In: Peter Pfeiffer und Harald Rauchfuss (Hrsg.): Ärzte schreiben in Bayern. Neustadt an der Aisch: Schmidt
  41. Zu Beginn der 30er Jahre schloß der Gangster Al Capone mit Tankstellen Verträge ab, wonach ihm ab einem bestimmten Datum von allen verkauften Autoreifen eine Provision zu zahlen war. Er schickte dann seine Komplizen los und ließ nachts bei Tausenden von Autos die Reifen durchschneiden. Die Autobesitzer waren gezwungen, neue Reifen zu kaufen. Al Capone kassierte Millionen. Er hatte „künstlich“ einen Bedarf geschaffen.
    Dieses Gaunerstück wird noch weit übertroffen durch die sog. Rechtschreibreform, bei der scheinbar legal - aber ohne Rechtschreibgesetz - mit Hilfe der Schulen und der Zeitungen nicht nur ein ganzes Volk, sondern die ganze Welt gezwungen wird, neue Wörterbücher, neue Lexika, andere neue Bücher, Software usw. zu kaufen. Vgl. Manfred Riebe: Kosten und finanzielle Hintergründe der Rechtschreibreform. In: VRS-Forum vom 7. Juli 2004 - vrs-ev.de
    Das erinnert auch an eine Konkunkturankurbelung bzw. Arbeitsbeschaffung mit Hilfe einer Autoverschrottungsaktion und Abwrackprämien.
  42. Wieso „Naturzerstörung“ durch die Rechtschreibreform? In: VRS-Forum vom 14. April 2004 - vrs-ev.de
  43. Schülerinitiative Plant-for-the-Planet
  44. Dr. Tobias Rudolph: Die »Lebenslüge der Justiz« oder der Umgang mit den eigenen Fehlern. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; S. 81-91; hier: S. 89 f.
  45. Dieter Kriesten Markt Erlbach: Keine Fehlerkultur. Fall Mollath: Anzeigen laufen ins Leere. In: Nürnberger Nachrichten vom 22. April 2014, S. 16 - Aus der Leserpost - genios.de
  46. dpa / s.l. [= Sebastian Linstädt]: Wiederaufnahmeverfahren: Mollath lässt sich erneut nicht begutachten. In: Nürnberger Zeitung Nr. 289 vom Freitag, 13. Dezember 2013, S. 15 – NZ Überschrift im Netz: Gustl Mollath will sich nicht begutachten lassen. Sein Anwalt rechnet nicht mit erneuter Einweisung in die Psychiatrie.
  47. Joachim Bode: Widerspruch, Herr Dr. Strate! Veröffentlicht am 14. Dezember 2013 von kranich05 - http://opablog.net/2013/12/14/widerspruch-herr-dr-strate/
  48. mik/egr: Entlastende Umstände beachtet? In: Nürnberger Nachrichten vom 10. Dezember 2013, S. 3 - genios.de
  49. Olaf Przybilla: Fall Mollath. Wie die Justiz im Fall Mollath eine Zeugenaussage missachtete. Brief ohne Folgen: Im Mollath-Untersuchungsausschuss kann ein Abteilungsleiter des Justizministerium nicht erklären, warum die wichtige Aussage eines Zahnarztes unberücksichtigt blieb. Dieser hatte über ein Telefonat mit der Ex-Frau Mollaths berichtet. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 132 vom 11. Juni 2013, S. 34 - sueddeutsche.de
  50. Maria E. Fick: Die Rolle der Ärzte im Fall Gustl Mollath. In: Sascha Pommrenke und Marcus B. Klöckner (Hrsg.): Staatsversagen auf höchster Ebene. Was sich nach dem Fall Mollath ändern muß. Frankfurt am Main: Westend, November 2013, 160 S., ISBN 978-3-86489-062-8; hier: S. 108
  51. Gerald Mackenthun gibt an, Wissenschaftsjournalist zu sein und seit zehn Jahren als Psychotherapeut zu arbeiten. Seine Widmung für sein Buch lautet: „Gewidmet allen, die unter Gustl Mollath zu leiden haben.“ Es gibt auch zu denken, daß er die Namen Hasso „Nehrlich“ und Rudolf „Schwenger“ falsch schreibt, richtig: „Nerlich“ und „Schmenger“. Seine psychiatrische Logik heißt, die Justiz habe alles richtig gemacht, weil die Justiz sagt, daß sie alles richtig gemacht hat. Das ist ein Zirkelschluß. Wie die Justiz immer alles richtig macht, sieht man z.B. an den Fällen Ulvi Kulac, Rudolf Rupp und Harry Wörz.
    Mackenthun betreibt Stimmungs- und Meinungsmache und ergreift einseitig die Partei der Mollath-Gegner, so daß das Buch den Eindruck einer Auftragsarbeit zur Vorbereitung des Wiederaufnahmeverfahrens erweckt. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, daß er über das NürnbergWiki schreibt, ohne sich beim Betreiber informiert zu haben.
    Außerdem polemisiert Gerald Mackenthun in seiner Netzseite in einer Mollath-Rubrik gegen Gustl Mollath und seine Unterstützer: „Die Niedertracht der Mollath-Unterstützer kumuliert in einem neuen kulturellen, internet-befeuerten Phänomen, dem Shitstorm.“ Gerald Mackenthun: Der Fall Gustl Mollath. Wie sich Medien und Politik an der Nase herumführen ließen. - http://geraldmackenthun.de/mollath/
    Nr. 20 In: http://blog.beck.de/2013/12/12/die-neue-hauptverhandlung-gegen-gustl-mollath-ausblicke
    • Prof. Dr. Henning Ernst Müller antwortete am 13.12.2013:
    „Die Fragen von Herrn Mackenthun sind an Herrn Mollath gerichtet; er allein entscheidet, ob er sie beantworten kann/möchte. Herr Mollath ist derzeit angeklagt. Soweit die Fragen direkt oder indirekt mit den Tatvorwürfen zu tun haben, wäre die (öffentliche) Beantwortung nicht besonders klug; das weiß natürlich auch Herr Mackenthun. Des Weiteren betreffen ein Teil der Fragen die Privatsphäre des Herrn Mollath - Herr Mackenthun kann nicht ernsthaft erwarten, dass diese unverschämten Fragen (öffentlich) beantwortet werden. Ich vermute, er stellt sie als Fragen in den Raum, weil er damit eigentlich statements abgeben will nach dem Motto: Herr Mollath hat etwas zu verbergen, wenn er diese Fragen nicht öffentlich beantwortet. Die Fragen sind zudem zum Teil unfaire Suggestivfragen - z.B. kann (selbst wenn es echt wäre) ein Attest gar nicht zum Inhalt haben, wer irgendwelche Verletzungen zugefügt hat. Herr Mackenthun selbst weiß auch, dass niemand nachweisen kann, "nicht verrückt" zu sein. Ein anderer Teil der Fragen ignoriert Antworten, die schon längst bekannt sind und stellt quasi in den Raum, es sei anders (etwa die Frage nach der Bezahlung der Anwaltskanzleien).“
    Nr. 22 In: http://blog.beck.de/2013/12/12/die-neue-hauptverhandlung-gegen-gustl-mollath-ausblicke
    Eine Diskussion über vorausgegangene Unsäglichkeiten Mackenthuns findet man im Forum zu „Zettels Raum“ - 3273.homepagemodules.de/t6376f14-Gustl-Mollath-12.html

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