Nürnberger Zeitung

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Die Nürnberger Zeitung (NZ) mit dem Untertitel „Fränkischer Kurier“ ist eine regionale Tageszeitung. Die NZ ist unter dem Titel Nordbayerische Zeitung weit über Nürnberg hinaus verbreitet. Die „Nürnberger Nachrichten“, die zur selben Unternehmensgruppe gehören, haben eine eigene unabhängige Redaktion.

NZ-logo.png
Zeitungstyp regionale Tageszeitung
Sitz Nürnberg
Verlag Nordbayerische
Verlagsgesellschaft mbH
Herausgeber Gesellschafter der Pressehaus GmbH, Nürnberg
Gesellschafter

Pressehaus GmbH, 100 %
Gesellschafter der Pressehaus GmbH:
1. Bruno Schnell, Nürnberg, 25 %
2. Friederike Diem, Stauf, 10 %
3. Walter GmbH, Nürnberg, 10 %
4. Eigenanteile 55 %
Die Beteiligung zu 2 (Friederike Diem) unterliegt der Testaments-
vollstreckung (Bruno Schnell).

Geschäftsführer Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Bruno Schnell

Dietrich Puschmann
Hartmut Borchardt

Erstes Ausgabe 1804
Erscheinen täglich außer sonntags
Auflage rund 30.000 Exemplare
Chefredakteur Raimund Kirch
Anschrift Marienstraße 9
90327 Nürnberg
Telefon 0911 / 2351 – 0, Politik: - 2021,

Lokales: - 2036 (11-15 Uhr),
Region und Bayern: - 2027,
Feuilleton: - 2084,
Themenseiten: - 2015,
Sport: - 2061 bis 64,
Wirtschaft: - 2087,
Nürnberg plus: - 2026,
Franken-Wiki: - 20 26,
Archiv: - 2083

Telefax 0911 / 2351 - 20 00
Netzpost redaktion@nz-online.de

leserservice@pressenetz.de
nz-politik@pressenetz.de
nz-lokales@pressenetz.de
nz-bayern@pressenetz.de
nz-feuilleton@pressenetz.de
nz-themen@pressenetz.de
nz-sport@pressenetz.de
nz-wirtschaft@pressenetz.de
nz-plus@pressenetz.de
nz-franken-wiki@pressenetz.de
nz-archiv@pressenetz.de
wochenmagazin@pressenetz.de

Netzseite http://www.nuernberger-zeitung.de/

Geschichte

„Fränkischer Kreiscorrespondent von und für Deutschland“

Im Sommer 1804 gründeten die württembergischen und Hohenlohe- Waldenburgischen Gesandten beim Fränkischen Reichskreis in Nürnberg, von Taube und Joseph von Schaden, [1] zusammen mit dem Nürnberger Kartographen Christian Friedrich Hammer (1760-1838) [2] die Zeitung als „Fränkischer Kreiscorrespondent von und für Deutschland“. Die Zeitung erschien zunächst in einer Auflage von rund 400 Exemplaren. Vorteilhaft war für die Zeitung, daß Nürnberg im Mittelpunkt zahlreicher Handels- und Postwege lag, so daß die Stadt auch ein Nachrichtenzentrum war. Die Stärke der Zeitung lag in ihrem weitverzweigten Netz von Berichterstattern im In- und Ausland. Außerdem erhielt die Zeitung über ihr europaweites Briefkorrespondentennetz die neuesten Informationen. Dadurch war die Zeitung aktuell und attraktiv für einen Abonnentenkreis von Beamten, Adligen und Militärs in ganz Deutschland und dem benachbarten deutschsprachigen Ausland. Gelesen wurde der „Fränkische Kreiskorrespondent“ in ganz Deutschland, lokale Nachrichten waren daher in den ersten Jahrzehnten selten.

„Korrespondent von und für Deutschland“

Seit der Eingliederung der ehemals freien Reichsstadt Nürnberg in das Königreich Bayern im Jahre 1806 wurde die Zeitung umbenannt in „Korrespondent von und für Deutschland“.

Als eine der ersten deutschen Tageszeitungen hatte der „Korrespondent“ ab 1807 ein Feuilleton, in dem nichtpolitische und kulturelle und innenpolitische Nachrichten abgedruckt wurden, die von der Zensur weniger scharf kontrolliert wurden. Die Auflage stieg bis 1815 auf 3.000.

Mit den Hauptschriftleitern (Chefredakteure) Dr. Jacob Henle (auch: Haenle), Chefredakteur von 1829 bis 1845, und Philipp Feust (* 1818, † 1880), Chefredakteur von 1846 bis 1880, standen über einen langen Zeitraum zwei jüdische Intellektuelle an der Spitze des Blattes. Philipp Feust machte aus einem reinen Nachrichtenblatt ein Meinungsblatt mit Kommentaren. Er erweiterte das Informationsangebot, so daß neben der Innen- und Außenpolitik und dem Feuilleton auch der Wirtschaftsteil hinzukam. Ab 1880 steuerte die Zeitung einen nationalliberalen Kurs.

„Generalanzeiger und Korrespondent von und für Deutschland“

1890 fusionierte der „Korrespondent von und für Deutschland“ mit dem „Generalanzeiger für Nürnberg, Fürth und Umgebung“, der nun auch Titelgeber wurde: „Generalanzeiger und Korrespondent von und für Deutschland“.

Ab 1893 führte die Nürnberger Verleger-Familie Spandel den „Korrespondenten“ in seine auflagenstärkste Epoche. Erich Spandel (* 1855, † 1909) brachte die Zeitung technisch auf Vordermann und modernisierte den Betrieb umfassend. So wurde der „Generalanzeiger“ zu einer beliebten Lokalzeitung, die sich hauptsächlich über den Verkauf von Anzeigen finanzierte. Bald wurden von jeder Nummer 26.000 Stück gedruckt.

Die „Nürnberger Zeitung“ von 1913 bis 1933

1913 nannte sich das Blatt erstmals „Nürnberger Zeitung“. Diesen Namen hatte die Zeitung „Fränkischer Kurier“ von 1842 bis 1846 getragen. Der Untertitel wechselte in der Folge noch ein paar Mal. Die Redaktion achtete auf parteipolitische Neutralität. Das Blatt war eine Mischung aus „akademisch gelehrtem Blatt und Sensationsblatt“, blieb dabei aber „Heimatblatt“ mit vielfältiger Lokal- und Regionalberichterstattung, ein Selbstverständnis, das bei den Lesern ankam. Infolgedessen erreichte die NZ zu Beginn der 1930er Jahre eine Auflage von etwa 80.000 täglich verkaufter Exemplare.

Die „Nürnberger Zeitung“ im Dritten Reich

Als Konkurrenz kam im Juni 1933 die „Fränkische Tageszeitung“ hinzu, die als NS-Parteiorgan für den „Gau Franken“ gegründet worden war.

Der Rabbiner Dr. Max Freudenthal hatte die „Nürnberger Zeitung“ noch 1929 dafür gelobt, daß sie dem Judenhaß „niemals ihre Spalten geöffnet“ habe. Doch im Dritten Reich während der nationalsozialistischen Herrschaft änderte sich dies unter Chefredakteur Hans Beck (* 1899) gründlich. Hans Beck entließ die jüdischen Redakteure. Die NZ wurde als bürgerliche Zeitung politisch gleichgeschaltet und paßte und biederte sich an, so daß ab 1933 Nachrichten und Kommentare in Konkurrenz zum NSDAP-Organ „Fränkische Tageszeitung“ zunehmend antisemitisch und nationalsozialistisch gefärbt waren.

Werber in SA-Uniformen, die NZ-Leser und NZ-Inserenten mit Nachdruck zum Abonnement des NSDAP-Parteiblatts „Fränkische Tageszeitung“ aufforderten, Einmischungen und Auflagen des als Aufpasser eingesetzten NS-Kommissars und nach Beginn des Zweiten Weltkriegs eine zunehmende Papierknappheit läuteten das vorläufige Ende der „Nürnberger Zeitung“ ein. Das Erscheinen der NZ mußte am 31. März 1943 aus „kriegswichtigen“ Gründen eingestellt werden. Die „Fränkische Tageszeitung“ übernahm die „Nürnberger Zeitung“, die bis zum 1. September 1944 als Kopfblatt des NS-Parteiorgans „Fränkische Tageszeitung“ weitergedruckt wurde.

Wiedererscheinen der „Nürnberger Zeitung“ 1949

Nach dem Zweiten Weltkrieg litt die „Nürnberger Zeitung“ unter dem Vorwurf, dem NS-Regime nicht widerstanden zu haben und durfte als belastete Zeitung nicht erscheinen. Die Vorbehalte der amerikanischen Besatzungsmacht waren zu groß. Wegen ihrer Anlehnung an das NS-Regime konnte die NZ so erst mit Verspätung in das Wettrennen um die Lesergunst gehen. Erst als die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde und mit der Lizenzfreiheit der Lizenzzwang endete, gelang dem Verleger Otto Spandel (1905-1972) die Wiederbelebung der „Nürnberger Zeitung“, die am 22. August 1949 wieder auf dem Markt erschien.

Inzwischen hatten die „Nürnberger Nachrichten“ den Nürnberger Zeitungsmarkt erobert. Die von Joseph E. Drexel (1896-1976) neu gegründeten „Nürnberger Nachrichten“ hatten von den Besatzungsmächten die Lizenz Nr. 3 in Bayern erhalten und durften als Lizenzpresse bereits am 11. Oktober 1945 erscheinen. Da die „Nürnberger Nachrichten“ ohne Konkurrenz waren, beherrschten sie den Markt. Die NZ hatte durch das späte Wiedererscheinen ihre führende Position an die NN verloren.

Fusion „Nordbayerische Zeitung“ / „Nürnberger Zeitung“

Dieser Wettbewerbsrückstand war ein Nachteil. Hinzu kam, daß Hans Pflug-Franken und Rudolf Kötter die „Nordbayerische Zeitung“ wieder aufgebaut hatten. Auf Grund der übermächtigen Konkurrenz waren 1951 die Fusion der Nürnberger Zeitung mit der „Nordbayerischen Zeitung“ und die Gründung der Nordbayerischen Verlagsgesellschaft mbH, Nürnberg, notwendig, die bis heute die Eigentümerin ist. Seitdem trägt die NZ im Untertitel den Namen „Fränkischer Kurier“.

Übernahme der NZ durch die „Pressehaus GmbH“

Als die Auflage der „Nürnberger Zeitung“ zu Beginn der 1960er Jahre auf knapp über 20.000 Exemplare sank, entschloß sich Otto Spandel 1961 zu einer Partnerschaft seiner „Nordbayerischen Verlagsgesellschaft mbH“ mit den Herausgebern der „Nürnberger Nachrichten“, der Pressehaus GmbH unter der Leitung von Bruno Schnell (* 1929) und Heinrich G. Merkel (1900-1985). Die Pressehaus GmbH übernahm zunächst einen Anteil von 49 Prozent an der Nordbayerischen Verlagsgesellschaft. 1968 erweiterte die „Nürnberger Zeitung“ unter dem Titel „Nordbayerische Zeitung“ ihr Verbreitungsgebiet über Nürnberg hinaus. Die „Nürnberger Zeitung“ wurde bis 1981 bei Spandel gedruckt. 1990 übernahm die „Pressehaus GmbH“ dann die restlichen 51 Prozent von der Verlegerfamilie Spandel und damit die „Nürnberger Zeitung“. Die „Nürnberger Zeitung“ und die „Nürnberger Nachrichten“ behielten jedoch eigenständige Redaktionen, die seit 1981 im gleichen Haus untergebracht sind. [3]

200jähriges Jubiläum

Im Jahr 2004 feierte die „Nürnberger Zeitung“ (NZ) als eine der ältesten deutschen Tageszeitungen ihr zweihundertjähriges Bestehen mit etlichen Veranstaltungen, einer Ausstellung im Museum für Kommunikation Nürnberg und einer großen Sonderbeilage.

Veranstaltungen zum NZ-Jubiläum

  • 30. April bis 24. September 2004

„Die Rätselmeister von Nürnberg“ – Kartenspiel und Preisausschreiben in der NZ. Als Hauptpreis wird ein Opel Corsa bei der Geburtstagsparty am 2. Oktober 2004 verlost.

  • 13. Juni 2004, 11 Uhr

„Nürnberger Zeitung druckfrisch – 200 Jahre Geschichte und Geschichten“ NZ-Matinee im Schauspielhaus

  • 23. und 24. Juli 2004

„Zeitungstechnik gestern/heute“ NZ-Aktion beim Technikmarkt auf dem Hauptmarkt

  • 24. Juli bis 25. September 2004

„Das will ich sehen – Attraktionen in Franken“ NZ-Sonderthema beim 30. Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerb „Blende 2004“

  • 2. Oktober 2004 , 11 bis 15 Uhr

NZ-Geburtstagsparty in der Nürnberger Innenstadt mit Auftritten von Musik-,Theater- und Sportgruppen

Namen der Zeitung

  • 1804-1806 Fränkischer Kreiscorrespondent von und für Deutschland
  • 1806-1889 Korrespondent von und für Deutschland
  • 1890-1912 Generalanzeiger für Nürnberg und Korrespondent von und für Deutschland. Unabhängige Tageszeitung für Jedermann
  • 1913-1926 Nürnberger Zeitung und Korrespondent von und für Deutschland. General-Anzeiger für Nürnberg. Unabhängige Tageszeitung für jedermann
  • 1926-1944 Nürnberger Zeitung
  • 1949 Nürnberger Zeitung
  • 1951 Nürnberger Zeitung, Untertitel „Fränkischer Kurier“
  • 1968 Nürnberger Zeitung und „Nordbayerische Zeitung“

Schriftarten und Rechtschreibung

Bis zum Frakturverbot Hitlers 1941 [4] erschien die NZ in Frakturschrift. Danach stellte sie auf die Deutsche Normalschrift um, die Antiqua. Die Lizenzpresse behielt nach 1945 die Antiqua bei, weil die Besatzungsmächte die Fraktur nicht lesen konnten. Als die NZ nach der Aufhebung des Lizenzzwanges 1949 erschien, wurde lediglich der Titel noch bis Anfang der 60er Jahre in Fraktur gesetzt. [5]

Nach der Schulschreibreform von 1996 [6] übernahm die NZ am 1. August 1999 die Presseorthographie der Deutschen Presse-Agentur, [7] die trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes und entgegen dem Volksentscheid in Schleswig-Holstein vom 27. September 1998 freiwillig umgestellt hatte. Die Zahl der Schreibfehler stieg seitdem. [8] Leserbriefe in herkömmlicher Rechtschreibung wandelte die NZ in diese Presseorthographie um. Anzeigentexte und Fortsetzungsromane mußte sie jedoch auf Wunsch der Autoren unter Beachtung des Urheberrechtes in der traditionellen Orthographie veröffentlichen.[9]

Periodisch erscheinende Beilagen und Blätter

Von 1913 bis 1931 war der Nürnberger Zeitung u.a. das Blatt „Die Heimat. Frankenland und Frankenvolk“ beigefügt.

Heute sind der NZ beigefügt täglich „Mehr Nürnberg“, das im September 2012 durch Zusammenlegung von „Nürnberg plus“ der NZ und „Nürnberg extra“ der NN entstand, und wöchentlich in Kooperation mit den „Nürnberger Nachrichten“ der „Nürnberger Stadtanzeiger“ und das „MAGAZIN am Wochenende“ (früher: NZ am Wochenende). Zu den Beilagen gehören u.a. die Museumszeitung und das Seniorenmagazin Sechs+sechzig.

Mitarbeiter und Ressorts

Heute besteht die Redaktion der NZ aus knapp 60 Redakteuren und vier Volontären. Sie orientiert sich tendenziell an den Interessen einer konservativ-liberalen Leserschaft.

Chefredakteur ist Raimund Kirch; Stellvertretende Chefredakteure sind Dr. André Fischer und Stephan Sohr; Koordinator bei der Chefredaktion ist Dr. Markus Paul.

  • Frühere Chefredakteure waren Wolfgang Riepl (um 1913), Hans Beck (1933-1943), Dr. Edgar Traugott (1963-1977), Fritz Meurer (1977-1978), Gustav Roeder (1978-1991), Alexander Rhomberg (1991-1992), Martin Döbert (1991-1997), Rainer Hajeck (1997-2006), Diethard Prell (1997-2008)
  • Chef vom Dienst: Katja Mensing, Werner Kaiser

Die Redaktion umfaßt folgende Ressorts:

  • Innenpolitik unter Leitung von Daniela Schadt
  • Außenpolitik unter Leitung von Martin Schabenstiel, Sigrun Eibner;
  • Nürnberg, Region und Bayern:
    • Nürnberg unter Leitung von Dr. André Fischer
    • Region und Bayern unter Leitung von Stephan Sohr, Vertretung: Dieter Wegener und Peter Viebig
    • Polizei: Tilmann Grewe
    • Sonderaufgaben: Ute Wolf
    • Gericht: Susanne Stemmler
    • Nürnberg Plus unter Leitung von Petra Nossek-Bock
  • Wirtschaft unter Leitung von Gabriele Wald-Hauf
  • Sport unter Leitung von Harald Büttner, Horst Dittmann, Thomas Siermann; Philipp Roser (Sonderaufgaben)
  • Feuilleton unter Leitung von Hans-Peter Klatt;
  • Korrespondenten: Ralf Müller, München, Dieter W. Rockenmaier, Berlin
  • NZ-Betriebsratsvorsitzender: Marco Puschner
  • Franken-Wiki unter Leitung von Clemens Helldörfer und Peter Viebig

Weitere bekannte Mitarbeiter

Die Internet-Ausgabe der Nürnberger Zeitung

  • nordbayern.de ist der Onlinedienst von „Nürnberger Nachrichten“ und „Nürnberger Zeitung“.
  • Die NZ ist auch als „e-Paper“ überall in der Welt verfügbar.

Franken-Wiki, das Internet-Lexikon der „Nürnberger Zeitung“

Am 19. November 2007 startete die „Nürnberger Zeitung“ ihr Internet-Lexikon, das Franken-Wiki, als interaktives Informations-Portal von und für Franken mit dem Schwerpunkt in der Metropolregion Nürnberg. Als Partner werden genannt das Stadtarchiv Nürnberg, das Staatsarchiv Nürnberg, das Stadtarchiv Erlangen und die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg.

NZ-Chefredakteur Raimund Kirch schrieb: „Wer eine gut verständliche, allgemeine Auskunft braucht, schlägt nur noch selten im Lexikon nach, sondern geht per Mausklick auf Wikipedia.“

Das Franken-Wiki wurde federführend von den NZ-Redakteuren Clemens Helldörfer und Peter Viebig als Administratoren geleitet. Sie wurden von weiteren Administratoren unterstützt. Das Franken-Wiki wurde jedoch im November 2013 gesperrt, so daß man Artikel dort zwar noch lesen, aber nicht mehr bearbeiten kann.

Presserestaurant Nürnberg

Das Presserestaurant Nürnberg, gleich um die Ecke in der Badstraße 9-11, dient als Kantine für die Beschäftigten des Verlags Nürnberger Presse (Nürnberger Nachrichten), der Nordbayerischen Verlagsgesellschaft (Nürnberger Zeitung) und des Olympia-Verlags (Kicker-Sportmagazin, etc.). Es wird aber auch als öffentliches Lokal geführt, so daß auch Gäste von außerhalb willkommen sind. Die Angebote sind preisgünstig, wie ein Blick auf die Speisekarte zeigt.

Auszeichnungen

  • 1994 Theodor-Wolff-Preis, Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, für Gudrun Bayer
  • 1996 Alexander-Rhomberg-Preis für Gabriele Seitz
  • 2008 Medienpreis der Sparda-Stiftung für Irini Paul

Literatur

  • 25 Jahre gewerblicher Arbeit im Hause Erich Spandel, Nürnberg, 1888-1913. Gedenkschrift. Nürnberg, 1913
  • 125jähriges Bestehen der Nürnberger Zeitung und Korrespondent von und für Deutschland. Unserem hochverehrten Chef Herrn Otto Spandel am 23. Februar 1929, gewidmet vom Gesamtpersonal. MOTIV: Verlag und Buchdruckerei Erich Spandel, Nürnberg, 1929
  • August Sieghardt: Heimat-Führer der Nürnberger Zeitung. Nürnberg: Buchverlag Erich Spandel (Frakturschrift)
    • Teil 1: Hersbrucker Schweiz, Sulzbacher und Altdorfer Gegend. 170 Ausflüge und Wanderungen, 1931, VIII, 118 S. Mit vielen Spezial-Wanderkarten; 2. verbesserte Auflage, 150 Wanderungen. 1935, VIII, 219 S.
    • Teil 2: Die Gegend um Erlangen mit dem Knoblauchsland, Fürth mit dem Fürther Westen (Rangau), Neustadt an der Aisch, Windsheim, Ansbach und Schwabach. 113 Ausflüge und Wanderungen, 1931, VIII, 148 S.
    • Teil 3: Fränkische Schweiz, Steigerwald, Altmühltal, Oberpfälzer Jura, Bamberger Land, Fichtelgebirge, Steinwald. 114 Ausflüge und Wanderungen, 1931, VIII, 256 S.; 2. Auflage, 1934
  • Fritz Traugott Schulz: Die Nürnberger Eiserne Jungfrau. Eine kriminalistisch-kulturhistorische Studie. Nürnberg: Tümmel, 1932, 40 S. - In ihrer ersten Fassung erschien diese Studie in einer Artikelserie im „Fränkischen Kurier“.
  • Nürnberger Zeitung: Sonntags-NZ. Luginsland - Illustrierte NZ - Sonntagsbeilage der Nürnberger Zeitung. Nürnberg: Druck und Verlag Erich Spandel. 1939. Nr.6, Samstag, den 11. Februar 1939. Zwei Blatt , vier Seiten. Völlig unpolitische Beilage: Einige Fotos ( u.a. Sonja Henie). Auf der Titelseite ein Gedicht von Hans Kauer - Nürnberg: Schnellzug am kleinen Bahnhof. Die letzte Seite widmet sich ausschließlich der Fotografie (Melanchthon-Denkmal)
  • 150 Jahre Nürnberger Zeitung. Nürnberg, 1954
  • Hans Ludwig Zankl: Kleine Geschichte der Nürnberger Presse. Nürnberg, Oktober 1955
  • Ernst Meier: Zeitungsstadt Nürnberg. Berlin: Duncker & Humblot, 1963, 128 S. (Schriften des Instituts für Publizistik an der Universität Erlangen-Nürnberg; Heft 2)
  • Ursula Singer: Nationalsozialismus und Gesundheitspolitik in der „Stadt der Reichsparteitage“ im Spiegel der „Nürnberger Zeitung“ in der Zeit von 1933 bis 1938. Universität München, 07 - Fachbereich Medizin, Dissertation, 1979, 54 S.
  • Ingeborg Stöpel: Nürnbergs Presse in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom Übergang der freien Reichsstadt an Bayern zum Ausklang der Revolution 1848/49. Zugleich: Phil. Diss., München, Würzburg: Triltsch, 1940, 233 S. (Zeitung und Leben ; Bd. 84), auch: Nürnberg: J. L. Schrag
  • Christiana Dittrich: Pressegeschichtliche Aspekte zum Aufstieg der NSDAP in Franken, aufgezeigt am Beispiel Nürnberger Zeitungen, unter besonderer Berücksichtigung industrieller Einflußnahme. Dissertation A, Philosophische Fakultät I, Universität Erlangen-Nürnberg, 1983, Erlangen, 1983, 368 S. (auch: Christina Dittrich)
  • Jürgen Wachter: Die Nürnberger Zeitung. Geschichte eines Generalanzeigers (1913-1943). Magisterarbeit Würzburg, 1990
  • Hans Wagner: Zwischen Lust und Last der Geschichte: Die „Nürnberger Zeitung“. In: Hans Wagner, Ursula E. Koch, Patricia Schmidt-Fischbach (Hrsg.): Enzyklopädie der Bayerischen Tagespresse. München, 1990, S. 463-480
  • 200 Jahre Nürnberger Zeitung 1804-2004, Nürnberg: Verlag Nordbayerische Verlagsanstalt mbH, 2004, Beilage zur Nürnberger Zeitung zum 1. Oktober 2004
  • Alexandra Foghammar (Text), Christine Dierenbach (Fotos): Titel-Geschichte mit Fortsetzung. Die „Nürnberger Zeitung“ informiert mit 200-jähriger Tradition. In: Nürnberg Heute Magazin Nr. 76, Sommer 2004, S. 26-29 - PDF-Datei
  • Vera Losse: Die Nürnberger Zeitung. Aktuell seit 200 Jahren. In: Das Archiv 4/2004, S. 60-61
  • Christian Rechholz: UNTERM STRICH: 200 JAHRE NZ. Die Nürnberger Zeitung, eine der ältesten Tageszeitungen in Deutschland feiert Jubiläum. In: RegioPress, Hrsg.: Die Region Nürnberg e.V., Jahrgang 8, Nr. 98 / Dezember 2004 - PDF
  • Andreas Wedler: Die Lokalberichterstattung über Nürnberg - Ein Vergleich von Abendzeitung, Bild, Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung . Diplomarbeit, Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, Nürnberg, Sommersemester 2003 - im Netz
  • Nürnberger Zeitung. Vor 200 Jahren startete der „Fränkische Kreiscorrespondent“. In: Wirtschaft in Mittelfranken (WiM), Ausgabe 09/2004, S. 48 - WiM
  • Markus Paul: 200 Jahre NZ: Last und Lehre der Tradition. Das Wort und die Macht. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2004, S. 2
  • André Fischer: Die Heimstätten der NZ. Wanderer in der Stadt. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2004 - Franken-Wiki
  • Walter Gebhardt: Nürnbergs Tradition als Nachrichtenzentrum und Zeitungsstadt. Das Ohr Deutschlands. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2004 - Franken-Wiki
  • Rainer Hajeck: NZ und NN: ein ganz besonderes Kooperationsmodell. Konkurrenten - unter einem Dach vereint. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2004 - Franken-Wiki
  • Raimund Kirch: Das neue Antlitz der NZ. Bewahren heißt nicht Stillstand. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2004, S. 3 - NZ

Presse

  • Ute Wolf: Die NZ bietet gemeinsam mit den Kammern ein neues Angebot für Schüler und Schulabgänger an. Mit dem Talentcheck die eigenen Stärken erkennen. In: Nürnberger Zeitung vom 28. Juni 2008 - PDF-Datei
  • Anabel Schaffer: Studiogast: NZ-Chefredakteur Raimund Kirch. Video: Die Klickparade der NZ. In: Nürnberger Zeitung Nr. 88 vom 17. April 2009 - NZ
  • Petra Nossek-Bock: Ihre Meinung ist gefragt! Umfrage zum Internetauftritt der NZ. In: Nürnberger Zeitung Nr. 131 vom 10. Juni 2009, S. 24 - NZ
  • 50 JAHRE NN-MODELL - [Redaktion: Rainer Krüninger, Produktion: Peter Ehler]. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 21–24 (auch in der NZ)
    • Gemeinschaft im Dienste der Leser. Zusammenarbeit mit den Heimatzeitungen – Idee des NN-Verlegers Bruno Schnell. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 21 - NN
    • Zeitungsvielfalt im Wirtschaftsraum Nürnberg gesichert. Publizistische und verlegerische Unabhängigkeit der Partner garantiert - Beachtlicher Aufschwung - NN-Mantel mit Heimatzeitungstitel. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 22 - NN
    • Immer aktuell und weltweit abrufbar. Lokale Informationen, Nachrichten und Serviceangebote gibt es rund um die Uhr. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 22 - NN
    • Blätter mit Tradition. Heimatverlage haben eine lange Zeitungsgeschichte. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 23 - NN
    • Zwei Zeitungen gehen gemeinsam getrennte Wege. Die Verbindung zwischen «NN» und «NZ» wurde zur idealen Plattform eines geschlossenen Anzeigenmarkts mit redaktioneller Alternative. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 24 - NN
    • Seit 1970 ist das NN-Verbreitungsgebiet eine runde Sache. Innerhalb von fünf Jahren stießen vier weitere Zeitungen zur IG - «Fränkische Landeszeitung» mit sieben Ausgaben. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 147 vom 30. Juni 2009, S. 24 - NN Impressum: Redaktion: Rainer Krüninger, Produktion: Peter Ehler
  • vip: Vernetzt mit der NZ. In: Nürnberger Zeitung vom 30. Juli 2010 - NZ
  • NZ: Der neue Webauftritt der NZ. In: Nürnberger Zeitung vom 2. August 2010 - NZ
  • Jochen [Engelhardt]: 1. Bayerischer Blogger-Gipfel in Nürnberg. In: netz10.de. Das Weblog aus Nürnberg, vom 22. November 2011 - netz10.de
  • Gabi Eisenack (Text), Hagen Gerullis (Fotos): Ein Drahtseilakt für die NZ. Beim Probetraining im Circus Flic Flac.. In: Nürnberger Zeitung Nr. 7 vom 10. Januar 2012, S. 10 - NZ Titel in NZ-Online: NZ-Redakteurin beim Probetraining im Circus Flic Flac. Lokalredaktion verlost zehn mal zwei Eintrittskarten
  • nn/nz: Sagen Sie Ihren Lieben, dass Sie an sie denken! Das neue Familienportal www.miteinander.nordbayern.de von NN und NZ ist gestartet. In: Nordbayern.de vom 10. Mai 2012 - nordbayern.de
  • Bülend Ürük: „Nürnberger Zeitung“: Bis zu 20 Prozent der Redakteursposten fallen weg. In: Newsroom, das Online-Angebot für Journalisten vom 24.07.2012 - newsroom.de
  • Maria Goblirsch: Kommt bald die „Nürnberger Nachrichten-Zeitung“? In der Redaktion der Nürnberger Zeitung sollen bis zu zwölf Stellen abgebaut werden. In: Bayerischer Journalisten-Verband (BJV) vom Mittwoch, 25. Juli 2012 - bjv.de
  • Nürnberger Zeitung will Redakteure entlassen - Anzeichen für Umbruch im fränkischen Medienmarkt? In: Bayern 2 - regionalZeit. Hören, was in Stadt und Land passiert vom Freitag, 27. Juli 2012, 13:30 bis 14:00 Uhr
  • Susanne Nüsslein: Redakteure müssen gehen. Aderlass bei der „Nürnberger Zeitung“. Etwa 20 Prozent der Redakteursstellen sollen wegfallen. Entschieden ist noch nichts, aber die Angst um den Arbeitsplatz geht um bei dem Traditionsblatt. In: Bayerisches Fernsehen vom 21. August 2012 - br.de/fernsehen
  • Uwe Ritzer: Papa Marx. Der Verleger Bruno Schnell herrscht in Nürnberg über ein fast konkurrenzloses Presseunternehmen. Journalisten bot er Jobgarantie, dafür pocht der Sozialdemokrat auf die Blattlinie. Erst jetzt erreicht ihn die Zeitungskrise. Besuch bei einem irritierten Patriarchen. In: Süddeutsche Zeitung vom 28. August 2012, S. 31 (Uwe Ritzer hat den 83jährigen Nürnberger Nachrichten-Verleger Bruno Schnell für die Süddeutsche Zeitung interviewt. Der Patriarch der beiden Regionalzeitungen „Nürnberger Nachrichten“ und „Nürnberger/Nordbayerische Zeitung“ (NZ) sowie des Olympia-Verlags („Kicker“), gibt nur widerwillig zu, daß die Zeitungskrise sein Haus erreicht hat und die „NZ“ einen Teil ihrer Eigenständigkeit verliert.)
  • M.P. [= Marco Puschner], Foto: Roland Fengler: Ehrung für NZ-Jubilar Hans-Peter Klatt. In: Nürnberger Zeitung Nr. 241 vom 18. Oktober 2014, S. 10 - [ NZ]

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Netzverweise

  • Nürnberger Zeitung / Nordbayerische Zeitung. In: Mitgliederverzeichnis, Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. - BDZV
  • Impressum der Nürnberger Zeitung - NZ
  • Nürnberger Zeitung - Franken-Wiki Dieser Artikel ist seit 10. Dezember 2007 gesperrt („Quelltext betrachten“), d.h. man kann ihn zwar lesen, aber nicht bearbeiten.
  • The newspaper (NZ). In: Economy-point.org - im Netz
  • Vera Losse: Nürnberger Zeitung. In: Historisches Lexikon Bayerns - HLB
  • Die Nürnberger Zeitung: Ihre Macher - ihre Leser - ihre Geschichte. Pressemitteilung zur Ausstellung im Museum für Kommunikation Nürnberg - PDF-Datei
  • Vera Losse (Museum für Kommunikation Nürnberg): Aktuell seit 200 Jahren: Die Nürnberger Zeitung: Ihre Macher - ihre Leser - ihre Geschichte. Zur aktuellen Ausstellung im Museum für Kommunikation Nürnberg. In: Medieninformation Nr. 25 vom 10. November 2004 - PDF-Datei
  • Weblogs der Nürnberger Zeitung - NZ-Blogs
  • Das Gästebuch des nordbayerischen Pressekonzerns - im Netz
  • Nürnberger Stadtanzeiger / Stadtanzeiger Nordbayern - im Netz Mittwochbeilage der NZ

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Joseph von Schaden (* 5. April 1754 in Wallerstein, 29. September 1814 in München) in Diensten des fürstlichen Hauses Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst als Hohenlohe-Waldenburgischer Gesandter beim Fränkischen Reichskreis bei der Fränkischen Kreisversammlung zu Nürnberg. In: Günther Grünsteudel: Zur Biographie der Pianistin Anna (Nanette) von Schaden (1763-1834). In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 101 (2007), S. 219-240 - PDF-Datei
  2. Alexandra Foghammar nennt hier den kurhessischen Gesandten von Taube und einen „Kreiskassier Major Hammer“.
  3. Vgl.
  4. Am 3. Januar 1941 hatte Hitler die Fraktur bzw, die gotische Schrift und die Sütterlin-Schrift verboten, weil er meinte, es handele sich um „Schwabacher Judenlettern“. Daher erschienen alle Druckschriften ab 1941, auch der Duden 1942, erstmals in Antiqua, und die Schüler lernten seitdem die lateinische Schrift. Weil diese bis dahin vorherrschenden deutschen Schriftarten seit 1941 in der Schule nicht mehr gelehrt wurden, können viele Leser Fraktur und Sütterlin nicht mehr lesen. Man kann zum Vergleich in den Duden von 1941 und früher hineinschauen, der bis zum Verbot Hitlers 1941 in Fraktur erschien.
    • Vgl. Wolfgang Dippert; Sandra Hoffmann: Antiqua oder Fraktur. Die „Schwabacher Judenlettern. In: Sabine Weigand-Karg, Sandra Hoffmann, Jürgen Sandweg (Hrsg.): Vergessen und verdrängt? Zur Stadtgeschichte Schwabachs von 1918 - 1945. Stadtmuseum Schwabach, Schwabach, 1997, S. 172-174
  5. Raimund Kirch: Das neue Antlitz der NZ. Bewahren heißt nicht Stillstand. In: Nürnberger Zeitung Nr. 228 vom 1. Oktober 2004, S. 3 - NZ
  6. Es wurde und wird in der Presse häufig kolportiert, es gebe ein Rechtschreibgesetz. Auch diese von vielen Medien verbreitete Desinformation führte dazu, daß die meisten Zeitungen nicht mehr in der traditionellen Rechtschreibung erscheinen, die in der Bevölkerung vorwiegend üblich ist, sondern eigene Hausorthographien verwenden. Im Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Juli 1998, Az.: 1 BvR 1640/97, S. 59, wurde festgestellt, es gebe kein Rechtschreibgesetz, sondern bloße Kultusministererlasse. Jedermann könne außerhalb des Schulbereichs so weiterschreiben wie bisher. Damit bestätigte das Bundesverfassungsgericht den Beschluß des Deutschen Bundestages vom 26. März 1998: „Die Sprache gehört dem Volk.“ So wurde beispielsweise auch das Stadtlexikon Nürnberg in der traditionellen Orthographie verfaßt.
  7. Die Deutsche Presse-Agentur hatte eine von der Rechtschreibreform abweichende eigene Hausorthographie geschaffen, weil sie mit der Schulschreibreform in etlichen Punkten nicht einverstanden war.
  8. Stephanus Peil: Presse-Orthographie nach der Umstellung auf die Neuregelung ab 1.8.1999. 2. Auflage, St. Goar: Leibniz-Verlag, 2000, 60 S., ISBN 3-931155-13-7
  9. In der Ankündigung des Romans von August Sperl „Die Fahrt nach der alten Urkunde“ schrieb die NZ: „Übrigens haben wir, der Authentizität wegen, dieses Werk in der vom Autor gewählten, damals gültigen Rechtschreibung belassen.“

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