Manfred Riebe

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Manfred Riebe (* 11. August 1938 in Elbing/Westpreußen), Diplom-Kaufmann mit pädagogischer Ergänzungsprüfung, Oberstudienrat i.R., Historiker, der ähnlich wie ein freier investigativer Journalist recherchiert, aber seine Artikel den Zeitungen und Zeitschriften kostenlos zur Verfügung stellte, ist Mitbegründer der Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ und des Vereins für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege (VRS). Er ist unter seinem Klarnamen ehemaliger Autor in der deutsch- und englisch­sprachigen Wikipedia, im Franken-Wiki, im FürthWiki, im Majorie-Wiki, in der PlusPedia und in anderen offenen Wikis. Er gründete 2010 das MediaWiki-Lexikon NürnbergWiki. Im November 2016 wurde er von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte des Landkreises Nürnberger Land ausgezeichnet.

Manfred Riebe, 2009
Foto:Stefan Neumann
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Rechtschreibsiegel für Qualitätsorthographie

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Herkunft und Familie

Manfred Riebe ist ein Sohn des Goldschmieds, Juweliers und Handelslehrers Leo Riebe (1903-1965) und der Sportlehrerin und Kauffrau Gertrud Riebe, geb. Nachtigal (1913-1993). Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte die fünfköpfige Familie zu jenen Flüchtlingen, die sich mit Hilfe des Lastenausgleichs eine neue selbständige Existenz aufbauen wollten. Ohne Bankkredite war dies nur schwer möglich. Auch Lieferantenkredite waren teuer und bedeuteten ebenfalls Zinsknechtschaft.
Manfred Riebe ist verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Söhne.

Schulen

Die Einschulung erfolgte 1944 in Elbing (Westpreußen). Nach der Vertreibung besuchte er Volksschulen in Stegelitz bei Burg (Sachsen-Anhalt, russische Besatzungszone), Burg bei Magdeburg, Magdeburg, und in West-Berlin erstmals auch die Oberschule. Erste Fremdsprache war demzufolge zuerst Russisch, dann Englisch, und 1951 folgte in Konstanz Französisch. 1959 bestand er am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Konstanz das Abitur.

Anschließend folgte von 1959 bis 1961 eine kaufmännische Lehre bei der Kienzle Apparate GmbH in Villingen im Schwarzwald mit dem Abschluß als Industriekaufmann.

Prägende Vorbilder

Auf Befragen äußerte Manfred Riebe, auf dem Gymnasium habe ein Vikar im Religionsunterricht „den Riebe“ charakterisiert, der sei wie ein Aal meist nicht zu packen, denn er finde immer aus einer scheinbar aussichtslosen Situation einen Ausweg. Tatsächlich bestand „der Riebe“ mit Voraussicht alle Prüfungen und gehörte zu jenem Drittel seiner Klasse, das nicht sitzenblieb, wohingegen relativ viele Klassenkameraden das Gymnasium ohne Abschluß verlassen mußten.
Auf Befragen sagte er, ihm hätten drei Menschen imponiert:

  • 1. David, der wider Erwarten den Riesen Goliath besiegte
  • 2. der listenreiche Odysseus, der das trojanische Pferd erfand, und später
  • 3. ganz besonders der scheinbar etwas minderbemittelte, aber akribisch ermittelnde einäugige Kommissar Columbo.

Wie manche Hochbegabte tat er nur das Notwendigste, um das Abitur zu bestehen.[1]

Dazu trug entscheidend bei, daß seine Eltern als Flüchtlinge gleichzeitig für drei Kinder der Jahrgänge 1938 bis 1940 Schulbücher und anderes Lehrmaterial kaufen mußten und ihre Kinder mangels finanzieller Mittel zum Beispiel nicht zum Schüleraustausch nach England und Frankreich schicken konnten. Statt dessen mußten sie Kinderarbeit leisten und sich Geld verdienen zum Beispiel durch Austragen von Zeitungen und Illustrierten und durch Mitarbeit im notleidenden elterlichen Geschäft. Patriziersöhne erhielten Nachhilfeunterricht, blieben trotzdem sitzen und mußten die Klasse wiederholen. Zweidrittel der Schüler kannten daher den Stoff schon.
Das setzte sich im Studium fort. Manche Fabrikantensöhne bezahlten vor Klausuren und Examina Lehrstuhlassistenten zum prüfungsgerechten Pauken des Stoffes, damit sie das Examen bestehen konnten.

Bundeswehr

Als Flüchtlingsjunge war Manfred Riebe dünn, fast abgemagert. Nach Einführung der Wehrpflicht erhielt er nach der Musterung von der Musterungskommission einen Wehrpaß mit dem Vermerk „Ersatzreserve II“.

Studium

„Die Philosophie thront inmitten der Sieben Freien Künste“ – Darstellung aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (um 1180)

Studium generale

Das Studium begann Manfred Riebe 1961 mit einem Studium generale an der Wirtschaftshochschule Mannheim. Zur Zeit Martin Luthers mußte man erst die sogenannten Sieben freien Künste studieren, bevor man sich einer höheren Fakultät zuwandte. Dies tat Martin Luther und erhielt 1502 das Bakkalaureat, den ersten akademischen Grad. 1505 wurde er Magister.

Das Studium der sieben freien Künste kann man mit einem Studium generale für Neusprachler ohne Großes Latinum und Grecum vergleichen. Zunächst waren in einem vorgeschaltetem Propädeutikum Fächer (Mathematik, Statistik, Buchführung) zu studieren und in Klausuren entsprechende Examina zu bestehen, um zum Zwischenexamen und zum Hauptstudium zugelassen zu werden. Dann waren in den verschiedensten Fächern weitere Klausuren zu bestehen, um „Scheine“ zu erwerben, die dann Voraussetzung für eine Zulassung zur Zwischenprüfung bzw. zum Diplom-Vorexamen für Kaufleute waren.

Zwischenprüfung

In der Zwischenprüfung mußte man Klausuren über die wesentlichen Teile des Privatrechts und des Öffentlichen Rechts schreiben, um bei Bestehen zu den mündlichen Prüfungen zugelassen zu werden.

Hauptstudium

Dann studierte er in Mannheim an der Wirtschaftshochschule und seit 1964 in Nürnberg an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät u.a. die Fächer Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wirtschaftspädagogik, Politik- und Kommunikationswissenschaft (Pflichtwahlfach), [2] und Geschichte in Erlangen. Angeregt durch eine Seminararbeit über die Brechung der Zinsknechtschaft erarbeitete er auf Vorschlag von Ernst Deuerlein eine Diplomarbeit über Gottfried Feder, Wirtschaftsprogrammatiker Hitlers. Ein biographischer Beitrag zur Vor- und Frühgeschichte des Nationalsozialismus“. Er schloß sein Studium 1971 mit dem akademischen Grad „Diplom-Kaufmann“ ab.

Sein Studium finanzierte er durch Ersparnisse aus der Lehrzeit, durch Arbeit als Erzieher („Präzeptor“) im Ott-Heinrich-Stift in Mannheim-Neckarau, dem Internat des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums, und in Nürnberg als Werkstudent und Zeitungsausträger.

Um das Studium mit seiner historischen Diplomarbeit abschließen zu können, waren Forschungen in 12 deutschen Archiven notwendig. Deshalb beantragte er ein Darlehen nach dem Honnefer Modell. Gegen den ablehnenden Bescheid klagte er auf Armenrecht vor dem Verwaltungsgericht Ansbach. Dabei konnte er seine in den Studienfächern Öffentliches Recht und Privatrecht erworbenen Kenntnisse einsetzen, so daß er ohne Anwalt zurechtkam. Gegen das ablehnende Urteil klagte er vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München, ebenfalls ohne Anwalt. Er lehnte den Senat, der das Armenrecht abgelehnt hatte, wegen Befangenheit ab. Bei dem daraufhin eingesetzten anderen Senat hatte er Erfolg. Das Studium wurde in Abständen von fünf Jahren durch drei Bandscheibenoperationen (1963, 1968, 1973) für je ein Jahr unterbrochen.

Ein anschließendes Promotionsstudium in Geschichte mit Hilfe eines Promotionsstipendiums wurde nicht abgeschlossen. Statt dessen erwarb er Lehrbefähigungen für das höhere Lehramt an kaufmännischen und beruflichen Schulen in den Fächern Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Deutsch.

Nebenher besuchte er während des Studiums hin und wieder auch allgemeinbildendende Kurse an der Volkshochschule Nürnberg, heute Bildungszentrum Nürnberg, und interessierte sich als Historiker und Sozialkundelehrer für Veranstaltungen der Geschichtsvereine, deren Mitglied er nach seinem Studium wurde, des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (seit 1971), der Altstadtfreunde Nürnberg (seit etwa 1973), der Altnürnberger Landschaft, des Geschichts- und Kulturkreises Schwaig-Behringersdorf (1992) und des Fördervereins Kulturhistorisches Museum Nürnberg (2009).

Berufsschullehrer

Manfred Riebe war Lehrer für alle kaufmännischen Fächer sowie für Deutsch und Sozialkunde. Als Lehrer, insbesondere als Sozialkundelehrer, hatte er die Schüler im Sinne eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates zu mündigen Staatsbürgern und wehrhaften Demokraten zu erziehen. Sein Referendariat absolvierte er 1975/1976 in Bamberg und in Lauf an der Pegnitz. Ab 1977 unterrichtete er in Nürnberg bis zu seinem Ruhestand im Herbst 1999 an Beruflichen Schulen der Stadt Nürnberg, insbesondere im Berufsbildungszentrum Nürnberg, dort zeitweise auch im Fach Ethik. An der Beruflichen Schule 8 (Gesundheitsberufe wie Arzthelferinnen, Zahnarzthelferinnen, Apothekenhelferinnen usw.) war er 1984 Lehrervertreter im Berufsschulbeirat der B 8 und ab 1991 Drogenkontaktlehrer.

Personal- und Schwerbehindertenvertreter

1978/1979 war er Personalrat an der Beruflichen Schule 5 und 1979/1980 Personalratsvorsitzender an der Beruflichen Schule 10. Danach war er von 1984 bis 1999 15 Jahre bis zur Pensionierung Vertrauensmann der Schwerbehinderten für die ursprünglich 14 Beruflichen Schulen der Stadt Nürnberg.

Manfred Riebe sorgte über eine Klage vor dem Verwaltungsgericht durch VG-Urteil für eine teilweise Freistellung der Schwerbehindertenvertretung. [3] Sein Prozeß diente als Muster für die Freistellung anderer Schwerbehindertenvertretungen der Stadt Nürnberg und auch an staatlichen Schulen sowie der Personalvertretungen der Stadt Nürnberg. Er initiierte auch die Wahl einer Schwerbehindertenvertretung beim Schulamt für Gymnasien (SchG), gewählt wurde Dr. Ludwig Kröner, und die Wahl von Vertrauensleuten an anderen beruflichen Schulen der Stadt Nürnberg. Deswegen teilte die Stadt Nürnberg 1988 die Schwerbehindertenvertretung beim Amt für berufliche Schulen (SchB) in 3 Bereiche auf. Seitdem gibt es insgesamt 5 Vertrauensleute der Schwerbehinderten im Schulwesen der Stadt Nürnberg, drei bei SchB und zwei bei SchG.

Er organisierte ein Sprechstundenbüro und hielt Sprechstunden. Beim Versorgungsamt erstritt er für Schwerbehinderte im Widerspruchsverfahren Schwerbehindertenausweise, wenn nötig auch mit Vollmacht im Klageverfahren vor dem Sozialgericht Nürnberg. Bei dem jeweiligen Schulleiter oder notfalls dem Schulamtsleiter sorgte er für einen behindertengerechten Unterrichtseinsatz für die schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen.

Er machte die Schwerbehindertenvertretung im Bereich der städtischen beruflichen Schulen bekannt u.a. durch jährliche Versammlungen der Schwerbehinderten z.B. mit Vorträgen von Vertretern der Hauptfürsorgestelle, des Versorgungsamtes, des Arbeitsamtes, der Versorgungsabteilung beim Personalamt, durch Vorträge in Lehrerkonferenzen und durch Teilnahme an den Personalratssitzungen. Das Teilnahmerecht an den Monatsgesprächen beim Schulamt und bei Bewerbungsgesprächen wurde durch einen Qualitätszirkel mit Vertretern aller verantwortlichen Dienststellen der Stadt Nürnberg beim Landesarbeitsamt Nordbayern erstritten. Auf Grund seines Verbesserungsvorschlags wurden die Schwerbehindertenvertretungen der Stadt Nürnberg in die Allgemeine Dienstordnung (ADON) und in das Verwaltungstelefonbuch der Stadt Nürnberg aufgenommen.

Gesundheitszirkel

Wenn in Gesprächen über ein Schwerbehindertenproblem eine Lösung nicht gelungen war, lud er als Vertrauensmann der Schwerbehinderten in kleinem oder größeren Rahmen zu einem Gesundheitszirkel in das Berufsbildungszentrum Nürnberg ein.

Beispielsweise fand ein Gesundheitszirkel für eine gehbehinderte Kollegin statt, die bis dahin an drei verschiedenen Schulen unterrichten mußte. Eingeladen und anwesend waren die stellvertretende Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg Ida Hiller, der Betriebsarzt, ein Vertreter der Abteilung Betriebliche Sozialarbeit, für die Personalvertretung der Stadt Nürnberg ein Vertreter des Gesamtpersonalrats, des Stufenpersonalrats, des Basispersonalrats, der Gesamtvertrauensmann der Schwb, der Stufen-Gesamtvertrauensmann der Schwb, der Beauftragte des Arbeitgebers für Schwb-Angelegenheiten, je ein Vertreter der Hauptfürsorgestelle, des Landesarbeitsamtes, des Personalamtes, der Schulamtsleiter und ein Schulleiter. Der Vertreter der Hauptfürsorgestelle moderierte den Gesundheitszirkel mit Erfolg.

Der „stille“ Protest. Widerstand gegen die Rechtschreibreform im Schatten der Öffentlichkeit,
Illustration: Werner Loew, Leibniz-Verlag Dräger, Oktober 1997
Unser Kampf gegen die Rechtschreibreform, Volksentscheid in Schleswig-Holstein, Dezember 1998
Zeichnung: Cornelius Werhahn

Ein weiteres Beispiel war der Einsatz für eine unterbezahlte schwerbehinderte Lehrerin im Angestelltenverhältnis. Diese Frage und spätere entsprechende Beobachtungen über Benachteiligungen von Frauen im Arbeitsleben motivierten Manfred Riebe im Juni 2008‎ zu einem Artikel im Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung: Frauen in Franken.

Kampf gegen die Rechtschreibreform

Seit der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform im Oktober 1996 nahm Manfred Riebe am Kampf gegen die Rechtschreibreform mit Studiendirektor Friedrich Denk, Weilheim, teil.

Am 19. Dezember 1996 fand in der Nürnberger Meistersingerhalle eine Podiumsdiskussion „Das Ende der Rechtschreibreform“ statt, die Johannes Faupel unter Mithilfe von Manfred Riebe organisiert hatte. Auf dem Podium saßen MdB Elisabeth Altmann, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Lehrerin aus Hohenstadt in Bayern, StD Johannes Geiger (CSU), der Sprachpfleger des Pegnesischen Blumenordens, die bildungspolitische Sprecherin der FDP in Mittelfranken, Gudrun Heidecker, Professor Theodor Ickler und Stadtrat Ferdinand Schüller (SPD). Alle sprachen gegen die Rechtschreibreform, mit einer Ausnahme: [4] Der einzige auf dem Podium, der für die Rechtschreibreform eintrat, war der Sprachpfleger des Pegnesischen Blumenordens, Studiendirektor a.D. Johannes Geiger (1929-1999), Nürnberger CSU-Stadtrat (1994-1996). Er verkündete den Grundsatz:

„In der Politik wie in der Kriegsführung gilt die Regel, daß man eine einmal beschlossene Sache durchficht, auch unter Inkaufnahme von Nachteilen.“

Dies war die Devise von Kultusminister Hans Zehetmair, der am 26. Juni 1995 nach Innenminister Günther Beckstein zum Träger des Ehrenkreuzes des Pegnesischen Blumenordens ernannt worden war.

Riebe gründete am 20. Februar 1997 zusammen mit anderen Lehrern die bundesweite Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“, aus der zehn Lehrerinitiativen in mehreren Bundesländern hervorgingen.

Im April 1997 ließ Riebe von seinem älteren Sohn die erste Internetseite zur Rechtschreibreform einrichten, http://www.raytec.de/rechtschreibreform/, die zwar technisch schnell veraltete, aber als Vorbild für andere dann folgende Internetseiten diente.

Zusammen mit Vertretern anderer Initiativen gründete Manfred Riebe am 31. Mai 1997 den „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V.“ (VRS), dessen Vorsitzender er von 1997 bis 2001 war; seitdem ist er stellvertretender Vorsitzender. Er unterstützte mit dem VRS die Volksinitiativen und Volksbegehren gegen die Rechtschreibreform in mehreren Bundesländern und in Schleswig-Holstein den Volksentscheid vom 27. September 1998. Weitere Aktivitäten gehen aus der Geschichte des VRS hervor.

Hervorzuheben ist die Teilnahme des VRS und der bundesweiten Lehrerinitiative als Initiativen gegen die Rechtschreibreform bei der Anhörung der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung am 23. Januar 1998 in Mannheim durch je einen Delegierten. Bei der Anhörung des Bundesverfassungsgerichtes am 12. Mai 1998 in Karlsruhe vertrat Professor Theodor Ickler, Erlangen, den VRS und die Lehrerinitiative.

Denglisch? Nein danke!
1. Auflage, 1998

Am 6. März 1998 trat Riebe zusammen mit Friedrich Denk, dem Gründer der Initiative: „Wir gegen die Rechtschreibreform“ in Bayern, und Norbert Schäbler, dem Leiter der „Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Bayern“, aus Protest gegen das undemokratische Verhalten der CSU unter Edmund Stoiber und Kultusminister Hans Zehetmair in der Frage der Rechtschreibreform aus der CSU aus. [5]

Auf Einladung des FDP-Vorsitzenden Wolfgang Gerhardt zur Vorbereitung auf die Sitzung des Deutschen Bundestages über die Rechtschreibreform am 26. März 1998 reisten Professor Theodor Ickler (Lehrerinitiative), Professor Werner H. Veith (Mainzer Hochschullehrer-Initiative) und Manfred Riebe (Lehrerinitiative und VRS) am 6. Februar 1998 gemeinsam zu einem Gespräch über die Rechtschreibreform nach Bonn und hielten ihm Vortrag über die Problematik. Gerhardt, ehemals Präsident der Kultusministerkonferenz, beklagte, daß es in Deutschland bisher keine ähnliche Institution wie die Académie Française gebe, die die „Eleganz der Schriftsprache“ gegen solche „Pickel im Gesicht“, d.h. gegen Verhunzungen schütze.

Riebe trat im Juni 1998 auch aus der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aus, weil diese mit den Schulbuchverlagen und Bertelsmann ein Bündnis für die Rechtschreibreform schloß und eine Schulbuchverlegerin, Hertha Beuschel-Menze, AOL-Schulbuchverlag, zur Anhörung der Zwischenstaatlichen Rechtschreibkommission am 23. Januar 1998 nach Mannheim entsandte. Die Zeitschrift der bayerischen GEW, „Die Demokratische Schule“, hatte im Frühjahr 1998 einen Artikel über die Rechtschreibreform angefordert, veröffentlichte ihn aber wegen der darin enthaltenen oben genannten Fakten nicht.

1998/1999 unterstützte er den Vertrieb der Broschüre „‚Engleutsch? Nein, danke!‘ Wie sag ich’s auf deutsch? Eine Wörterliste“.

Historiker und Lexikograph

Im Internet schrieb Manfred Riebe heimatkundliche Artikel und Beiträge zur Rechtschreibreform in verschiedenen Foren, z.B. in Rechtschreibung.com, im VRS-Forum und in Partei- und Zeitungsforen. Von den Betreibern der Partei- und Zeitungsforen wurden aber immer wieder politisch unerwünschte Beiträge und ganze Foren gelöscht.
In der im Mai 2001 entstandenen deutschsprachigen Ausgabe der Enzyklopädie Wikipedia bearbeitete Manfred Riebe erstmals im Februar 2004 einige Artikel, wandte sich aber wegen der dortigen rüden Umgangsformen anonymer Administratoren wieder ab. Seit 2005 war er dann zusammen mit der VRS-Pressesprecherin Elke Philburn Autor in der deutschsprachigen Wikipedia. Seine Klarnamen-Benutzerseite wurde nach zwei Monaten gesperrt. Deshalb emigrierte er unter seinem Klarnamen in die englischsprachige Wikipedia. Da ihm auch dorthin deutsche Wikipedianer folgten, kehrte Riebe unter Pseudonym in die deutschsprachige Wikipedia zurück, wo er viele Artikel verfaßte.

Doch dort wurden machtmißbräuchlich in der Regel von Norbert Bienefeld und Nodutschke Checkuser für seine Benutzerkonten beantragt, durchgeführt und seine Benutzkonten gesperrt. Checkuser dürfen auch den E-Mail-Verkehr innerhalb der Wikipedia lesen! Der einzige Sperrgrund war, er sei ein gesperrter Benutzer.

Nach den Regularien der Wikimedia Foundation ist ein Checkuser für Benutzerkonten nur dann angemessen und zulässig, wenn es um die Abwehr von Projektschäden geht. Immer wieder wurden trotz erfolgreicher Artikelarbeit Checkuser für Benutzerkonten beantragt, auch wenn keinerlei Mißbrauch vorlag. Das einzige Ziel war, neue Accounts gesperrter Benutzer zu sperren.

In der deutschsprachigen Wikipedia wurde Manfred Riebe als Piratenkapitän behandelt, der mit seinen Piraten den Ozeanriesen Wikipedia entern wolle, um diese wieder auf die herkömmliche Rechtschreibung rückumzustellen.

Kause Rechtschreibreform.jpg

Dies war verständlich, weil der VRS-Vorsitzende in vielen Zeitungs- und Parteiforen gutbesuchte Stränge „Zur Rücknahme der Rechtschreibreform“ eingerichtet hatte und es bereits gelungen war, im Jahr 2000 die FAZ und im Jahr 2004 den Springer-Konzern zur Rückkehr zur traditionellen Orthographie zu bewegen. Es mangelte jedoch an Piraten, die bereits über Computer mit Internetzugang verfügten und bereit waren, die deutschsprachige Wikipedia unter ihrem Klarnamen oder maskiert unter Pseudonym zu entern.

Tatsächlich war es umgekehrt. Wikipedia-Piraten, an der Spitze Norbert Bienefeld und sein Begleiter Nodutschke und andere hatten das VRS-Forum geentert, und es wurden dort mehrere Wikipedia-Stränge gelöscht, in denen über die Machenschaften in der Wikipedia aufgeklärt wurde. Der Konstrukteur des VRS-Forums hatte dies für jedermann zugänglich gemacht und so Störmanöver unter Tarnnamen ermöglicht.

Seit November 2007 schrieb Manfred Riebe unter seinem Klarnamen im neueröffneten Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung, dann 2009 auch im FürthWiki, in der PlusPedia und anderen Wikis.

Er verfaßte u.a. auch Biographien über jene Historiker, die seine Diplomarbeit begleitet hatten: in der Wikipedia ab 8. März 2007‎ für Wolfgang Stromer von Reichenbach, ab 10. März 2007‎ für Hermann Kellenbenz und ab 27. November 2007‎ im Internetlexikon Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung für Ernst Deuerlein.

Nach umfangreichen Löschkampagnen des ehemaligen Wikipedia-Administrators Unscheinbar alias Carl Christiansen, Herrscher über zahlreiche Sockenpuppen-Benutzerseiten, im Juli 2007 gegen Wikipedia-Sprachseiten, ließ sich Riebe von seinem jüngeren Sohn ein offenes eigenes Wiki einrichten: wiki.riebe.eu, das dann als MediaWiki-Werkstatt zur Vorbereitung für Artikel im Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung und im FürthWiki diente. Diesem Beispiel folgte Thomas Paulwitz, der ein „Portal zur Sprachpflege“ ebenfalls als Wiki „Sprachpflege.info“ einrichtete.

Anonyme Wikipedianer plagiierten aus wiki.riebe.eu immer wieder (WikipediaPlag), so daß der Zugang gesperrt werden mußte. Seine Beobachtungen und Erfahrungen in der Wikiszene, auch über WikipediaPlag, faßte Riebe im NürnbergWiki zusammen im Artikel Wikis in Franken.

Im Unternehmenswiki Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung zogen sich Benutzer ebenfalls zurück, weil anonyme Wikipedianer das Betriebsklima verdarben. Manfred Riebe gründete deshalb 2010 ergänzend zu seinem Privat-Wiki das Internetlexikon NürnbergWiki. [6] Michael Kühntopf gründete 2011 das Jewiki und Werner Guth 2012 das KasselWiki.

Das Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung ist seit 16. Dezember 2013 „wegen massiver Spam- und Hackerangriffe“ für die Mitarbeit von Benutzern gesperrt.

Manfred Riebe stellte das „NürnbergWiki“ in den Dienst der Heimatpflege und damit auch der weithin vernachlässigten Sprachpflege. Vor allem soll das „NürnbergWiki“ das Stadtlexikon Nürnberg ergänzen, in dem es noch viele Lücken gibt. So erhielten z.B. 1999 noch lebende wichtige Persönlichkeiten der Stadtgeschichte im Stadtlexikon Nürnberg keine Artikel. Schwerer wiegt, daß auch verstorbene wichtige historische Persönlichkeiten keinen Artikel bekamen, wie zum Beispiel der Landesbischof Hans Meiser oder Abraham Wolfgang Küfner, der Fälscher eines Selbstporträts Albrecht Dürers.

Seit Riebe im November 2012 vom Fall Gustl Mollath und kurz darauf auch von anderen Justiz- und Psychiatrieopfern erfuhr, verschrieb er das NürnbergWiki zusätzlich der Aufgabe „Politische Bildung“, um über Menschenrechtsverletzungen und Gefahren für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat zu informieren. [7] Dies entspricht seinem Aufgabenkreis als Historiker, Sozialkundelehrer, Vertrauensmann der Schwerbehinderten und ehemaliger Kirchenvorsteher.

Menschenrechtsforum Gustl Mollath

Bis November 2012 kannte Manfred Riebe den Namen des Justiz- und Psychiatrieopfers Gustl Mollath nicht. Dieser Friedensaktivist trat früher auch bei der Montagsdemo in Nürnberg an der Lorenzkirche auf. Nürnberg, die Stadt des Friedens und der Menschenrechte, aber auch der Reichsparteitage, der Nürnberger Gesetze und der Nürnberger Prozesse, war der Tatort des Verbrechens, dem der Friedensaktivist Gustl Mollath zum Opfer fiel.

Im Unterrichtsfach „Sozialkunde“ hatte Riebe den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat geradezu „gepredigt“. Deshalb stellte Riebe sein Internetlexikon, das NürnbergWiki, seit Dezember 2012 zur Verfügung, um über den Fall Gustl Mollath aufzuklären und die „Arbeitsgemeinschaft Solidarität mit Gustl Mollath“ zu unterstützen. Als die bayerische Justiz trotz intensiver Information in den Medien den Fall Mollath aussitzen wollte, wurde Manfred Riebe Mitglied des „Menschenrechtsforums Gustl Mollath“, das später die Kundgebung vom 27. Juli 2013 für Recht und Freiheit Gustl Mollaths organisierte.

Kundgebung des „Menschenrechtsforums Gustl Mollath“ ‎am 27. Juli 2013 in Nürnberg am Tor zur Straße der Menschenrechte

Das NürnbergWiki wurde auch zum Publikationsorgan des „Menschenrechtsforums Gustl Mollath“.

Flankierend verfaßte Riebe eine Biographie über Dr. Wilhelm Schlötterer, den früheren obersten bayerischen Steuerfahnder, CSU-Mitglied, und über sein Buch Macht und Mißbrauch. Von Strauß bis Seehofer. Ein Insider packt aus“. Dr. Schlötterer hatte schon 2011 in Nürnberg in der Villa Leon über den Fall Gustl Mollath berichtet. In seinem zweiten Buch „Wahn und Willkür“ berichtet er auf 107 Seiten ebenfalls über den Fall Gustl Mollath.

Außerdem verfaßte er Biographien über investigative Journalisten im Fall Gustl Mollath: Michael Kasperowitsch, der als erster Journalist schon im Oktober 2011 über Gustl Mollath berichtete, das „SZ-Büro Franken“ der Süddeutschen Zeitung in Nürnberg in der Kaiserstraße, in dem die beiden investigativen Journalisten Olaf Przybilla und Uwe Ritzer ihre Artikel über Gustl Mollath erarbeiteten, die investigative Journalistin Ursula Prem, eine ehemalige Opernsängerin, die mit ihren Freitagskolumnen über den Fall Gustl Mollath aufklärte.

Wichtig sind die Artikel über Hasso Nerlich, den heutigen Generalstaatsanwalt, über dessen Schreibtisch die Strafanzeigen Gustl Mollaths liefen, als Nerlich noch Präsident des Amtsgerichts Nürnberg war, und über zwei Personen, die dafür verantwortlich sind, daß Gustl Mollath 2006 in der Forensik eingesperrt wurde, Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger, Bayreuth, und Richter Otto Brixner. Riebe verfaßte auch einen Artikel über einen der wenigen Ärzte, die es wagten, Kritik an seinen Psychiatrie-Kollegen zu üben, Dr. med. Friedrich Weinberger. Er ist der letzte (aktuellste) Gutachter Gustl Mollaths, Vorsitzender der Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. und Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Manfred Riebe sagte in seiner Nürnberger Rede am 27. Juli 2013:

Als Beamter, der dem Beamteneid verpflichtet ist, schäme ich mich, daß die Justiz im Fall Mollath seit Jahren keinerlei Ehrgeiz zeigt, die von ihr gemachten Fehler zu korrigieren, sondern alles tut, sie zu vertuschen oder kleinzureden.
„Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!“ [8]

Podiumsdiskussion in Bayreuth

Mit jährlich 11.000 Zwangseinweisungen in die Psychiatrie ist Bayern Spitzenreiter vor allen anderen Bundesländern. Gustl Mollath geht es auch um das Recht und die Freiheit anderer Justiz- und Psychiatrieopfer. Aber es mangelt an der Aufklärung über die Zustände in der Forensik.

Manfred Riebe klärt daher auch über einige andere ausgewählte Justiz- und Psychiatrieopfer auf: Matthias Frey, ‎Ulvi Kulac (Gudrun Rödel), Waldemar Vogel, Holger Zierd und ‎Alexander Zouras.

Am Donnerstag, 6. März 2014, organisierte der „Unterstützerkreis Ulvi“ in Bayreuth im Becher-Bräu eine Podiumsdiskussion „Justizopfer in Bayern“. Flugblatt-PDF.

Podiumsdiskussion über Justizopfer in Bayern am 6. März 2014 in Bayreuth
Moderation: Philipp Spiegel (Radio Euroherz)

Auf dem Podium berichteten Rudolf Frey über den Fall seines Sohnes Matthias Frey, Gustl Mollath über seine Erfahrungen, Gudrun Rödel über den Fall „ Ulvi Kulac“ und Manfred Riebe über den Fall „Alexander Zouras“.

Zivilprozesse

Landgericht Bayreuth, 4. Juli 2014, Klage von Dr. med. Klaus Leipziger contra Manfred Riebe
mit Gudrun Rödel nach der Verhandlung vor dem Landgericht Bayreuth

Das NürnbergWiki wird wegen seiner Berichterstattung im Fall Gustl Mollath verklagt. Um die wahrheitsgemäße Unterrichtung der Öffentlichkeit zu verhindern, werden in Sachen Gustl Mollath an den Tatorten Nürnberg und Bayreuth zwei Zivilprozesse gegen das Internetlexikon NürnbergWiki geführt:

a) von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger und
b) einer ehemaligen HVB-Mitarbeiterin

Deshalb sollen Spenden gegen den „Maulkorb für Gustl Mollath“ helfen, das Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit Gustl Mollaths, die Presse- und Informationsfreiheit und das Grundrecht auf Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre in seinem Fall zu wahren.

Termin der Verhandlung beim Landgericht Bayreuth: Freitag, 4. Juli 2014, 10:30 Uhr, Sitzungssaal 1.049, 1. Stock, Wittelsbacherring 22

Urteil vom Freitag, 25. Juli 2014, 8:30 Uhr: Die Klage von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger wird in der Hauptsache abgewiesen. Lediglich das Foto und bestimmte Ausdrücke sollen gelöscht werden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Eine Berufung beim OLG Bamberg ist bis 25. August möglich.

Siehe: Gustl Mollath (Spenden gegen Maulkorb).

Thomaskirche Schwaig

In der Thomaskirche Schwaig war Manfred Riebe als Kirchenvorsteher und als Liturgischer Lektor tätig, gehörte als Schriftführer dem Vorstand des Gemeindevereins der Thomaskirche an. Zu besonderen Anlässen schrieb er auch einmal einen Artikel für den Kirchenboten der Evangelisch-Lutherischen Thomasgemeinde Schwaig und war Mitglied des Kirchenchors. Als solcher leitete er ab und zu aushilfsweise den liturgischen Chor. Als einmal infolge eines Mißverständnisses alle liturgischen Sänger fehlten, sang er den liturgischen Wechselgesang à capella zusammen mit dem Kantor Helmut Hiller. Kirchenvorsteher Dr. Dietrich Meyer lobte anschließend diesen liturgischen Männer-Zweigesang als besonders schön. [9]

Achtzigster Geburtstag

Glückwünsche aus Spanien von Wolfgang Olbrich am Flügel für Don Manfredo von und mit Eliza Doolittle: „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen!“
Foto: Vistacam.es

Für die Altstadtfreunde Nürnberg sandte Karl-Heinz Enderle Glückwünsche und einen kolorierten Holzstich von Rudolf Rieß. Den umfangreichen kunstvoll geschriebenen Text verfaßte eine mir unbekannte Altstadtfreundin Steinbach (* 1936). [10]

Tätigkeitsprofil

Industriekaufmann

Studium generale & Propädeutik (= Sieben Freie Künste)

Betriebswirtschaftslehre /Volkswirtschaftslehre

Privatrecht / Öffentliches Recht

Zwischenprüfung

Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Pädagogische Psychologie

Wirtschaftspädagogik

Politik- und Kommunikationswissenschaft

Diplom-Kaufmann

Historiker, Lexikograph

Berufsschullehrer, Beamter der Stadt Nürnberg

Vertrauensmann der Schwerbehinderten

Drogenkontaktlehrer

Deutschlehrer

Sozialkundelehrer

Ethiklehrer

Freier investigativer Journalist

Fallanalytiker (Profiler)

Zusammenarbeit mit Medien und Unterstützern

Auszeichnungen

Fotogalerie

Zum Verfasser des Artikels

Manfred Riebe wurde am 17. November 2016 von Landrat Armin Kroder (FW) mit der Goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Armin Kroder wurde als Mitglied der Freien Wähler gewählt, die versuchen, im Bayerischen Landtag als Opposition die CSU zu kontrollieren. Siehe zum Beispiel die Freien Wähler im Menschenrechtsforum Gustl Mollath. Zahlreiche bayerische Städte, Gemeinden und Unternehmen gehören zu den sogenannten Akzeptanzpartnern der Ehrenamtskarte und gewähren deshalb Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen.

Kontakt

Manfred Riebe
Max-Reger-Str. 99
90571 Schwaig bei Nürnberg
Tel. (0911) 506 74 22, Fax: 506 74 23
manfred(at)riebe.eu
http://www.nuernbergwiki.de

Veröffentlichungen

Diplomarbeit

  • Gottfried Feder Wirtschaftsprogrammatiker Hitlers. Ein biographischer Beitrag zur Vor- und Frühgeschichte des Nationalsozialismus. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Erlangen-Nürnberg, 1971, 517 Seiten. (Professor Ernst Deuerlein, Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, Universität München, der das Thema vergab, die Arbeit betreute und mit „Sehr gut“ bewertete, wollte sie veröffentlichen, doch verstarb er plötzlich. Siehe u.a. auch Ernst Deuerlein: Hitler. Eine politische Biographie, München: List, 1969)

Bücher

Oktober 2004
  • Manfred Riebe; Norbert Schäbler; Tobias Loew (Hrsg.): Der „stille“ Protest. Widerstand gegen die Rechtschreibreform im Schatten der Öffentlichkeit. St. Goar: Leibniz-Verlag, 1997, 298 Seiten, ISBN 3-931155-10-2 (Dokumentation von 21 Initiativen gegen die Rechtschreibreform)
  • Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. (VRS): Unser Kampf gegen die Rechtschreibreform, Volksentscheid in Schleswig-Holstein. Bearbeitung und Kommentar: Manfred Riebe, Nürnberg, 1998, 36 S. (auf Seite 33 f. eine Adressenliste aller Bürgerinitiativen und Volksinitiativen gegen die Rechtschreibreform in den 16 Bundesländern)
  • Dieter Stein (Hrsg.): Rettet die deutsche Sprache. Beiträge, Interviews und Materialien zum Kampf gegen Rechtschreibreform und Anglizismen. Berlin: Edition JF – Dokumentation, Band 9, 2004, 192 Seiten, ISBN 3-929886-21-9

Artikel (Auswahl)

  • Freistellung gemeinsamer Schwerbehindertenvertretungen von ihrer beruflichen Tätigkeit - Zum Beschluß des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes zur Freistellung einer gemeinsamen Schwerbehindertenvertretung an Schulen. In: Zeitschrift für Personalvertretungsrecht (ZfPR), Hrsg.: Bundesleitung des Deutschen Beamtenbundes, Bonn: DBB Verlag, Nr. 4, Juli/August 1994, Seite 132–136, ISSN 0934-9677
  • Nichtwählbarkeit leitender Beschäftigter des öffentlichen Dienstes bei der Wahl einer Schwerbehindertenvertretung. In: Behindertenrecht, Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation; erscheint unter Mitwirkung der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Hauptfürsorgestellen; München: Richard-Boorberg-Verlag, 34 (1995), 7, S. 183-191, ISSN 0341-3888
  • Die andere Meinung: Mehr Widerstand gegen die Rechtschreibreform. Manfred Riebe, Oberstudienrat in Schwaig, ist Initiator der bundesweiten Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform. In: Die Welt vom 12. Mai 1997, S. 4 - WELT, auch: Die andere Meinung: Mehr Widerstand gegen die Rechtschreibreform VRS-Forum
  • Kampf gegen die sogenannte Rechtschreibreform tobt immer noch. Antreiber der Rechtschreibreform entlarven sich selbst. In: Wiener Sprachblätter; Heft 4, Dezember 1998, S. 110
  • Gespräch der Wiener Sprachblätter mit Manfred Riebe über den Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. In: Wiener Sprachblätter; Heft 1, März 1999, S. 18-21
  • Schikanen des Berliner Senats gegen das Rechtschreibreform-Volksbegehren. In: Wiener Sprachblätter; Heft 3, September 1999, S. 79 f.
  • Die sogenannte deutsche Rechtschreibreform und die Reform der Reform. In: europa dokumentaro Nr. 13. März 2000, S. 10–13 – im Netz
  • „Die Sprache gehört dem Volk“. Deutsche Sprache: Manfred Riebe über die Rechtschreibreform und den Streit unter Sprachschützern. Interview von Moritz Schwarz. In: Junge Freiheit Nr. 26 vom 23. Juni 2000, S. 4 - im Netz und VRS-Forum
  • Unlogisch und verwirrend. Vor einem Jahr wurde in den meisten Medien die neue Rechtschreibung eingeführt. In: Junge Freiheit Nr. 31/32 vom 28. Juli / 4. August 2000; S. 11 – im Netz
  • Was bedeuten „Wahrung“ und „Förderung“ der Sprache und der Sprachkultur?. Mit einem Vorwort von Professor Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Forum „Deutsche Sprachwelt“, Erlangen, Juli 2001 - NürnbergWiki
  • Die Reformer haben die Eindeutigkeit der Orthographie zerstört. Der Aufwand der Rechtschreibreform steht in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen. In: Märkische Allgemeine Zeitung, MAZ-spezial, Themenbeilage der Märkischen Allgemeinen, Donnerstag, 16. Mai 2002, S. V 2
  • Goebbels und das Doppel-S. Serie zum fünfjährigen Bestehen der neuen Rechtschreibung / Teil 1: Der Reformgegner Manfred Riebe. Interview von Johannes Bruggaier. In: Kreiszeitung, Syker Zeitung Nr. 174 vom 29. Juli 2003, S. 14 - VRS-Forum
  • Kosten und finanzielle Hintergründe der Rechtschreibreform. In: VRS-Forum, Juli 2004 - VRS-Forum
  • Es ist nie zu spät. Die Front gegen die Rechtschreibreform wird breiter. In: Junge Freiheit Nr. 30 vom 16. Juli 2004, S. 2 – im Netz
  • Rettet die deutsche Sprache - Dokumentation einer „Graswurzelrevolution. In: DEUTSCHE SPRACHWELT, Ausgabe 18, 20. Dezember 2004, Seite 8 - VRS-Forum

Literatur

  • Oliver Stenschke: Rechtschreiben, Recht sprechen, recht haben - der Diskurs über die Rechtschreibreform. Eine linguistische Analyse des Streits in der Presse. Zugleich: Universität Göttingen, Diss., 2002. Tübingen: Niemeyer, 2005, VIII, 350 S., ISBN 3-484-31258-0 (Reihe Germanistische Linguistik; 258) - books.google.de

Presse (Auswahl)

  • Günter Ott: Die gezauste Schreibreform. Augsburg: Zabel gegen Denk. In: Augsburger Zeitung vom 27.02.1997 („während eine Initiative bayerischer Lehrer in einem offenen Brief an die (heute in Bonn tagende) Kultusministerkonferenz die Rücknahme der Reform gefordert hat, ...“)
  • Michaela Moritz: „Die Rechtschreibreform stößt bei Schülern und Lehrern im Landkreis Nürnberger Land auf geteilte Meinungen. ... Umsetzung nur zögerlich.“ In: Pegnitz-Zeitung vom 01./02.03.1997
  • dpa. Lehrer und Minister streiten um die Rechtschreibreform. In: Main-Echo, Aschaffenburg 05.03.1997
  • dpa. Lehrergruppe greift Zehetmair an. Streit um Wörter. Auslöser ist die Rechtschreibreform. In: Nürnberger Nachrichten, 05.03.1997, S. 11
  • Michaela Moritz: Mehrere Initiativen gründen Verein zur Verhinderung der neuen Rechtschreibung. Schwaig Hochburg der Reformer. Vorsitzender ist Berufsschullehrer Manfred Riebe. In: Pegnitz-Zeitung 14./15.06.1997
  • Gabi Seitz: Lehrer machen mittlerweile bundesweit gegen die Rechtschreibreform mobil. „Wir sind für sanfte Verbesserungen“. In: Nürnberger Zeitung vom 26.06.1997, S. 3
  • Gegner schließen sich zusammen. In: Das Gymnasium in Bayern, Nr. 7, Juli 1997, S. 10 f., ohne Name. („Inzwischen haben sich mehrere deutsche Initiativen in Schwaig bei Nürnberg zu dem 'Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege' zusammengeschlossen. Vorrangiges Ziel sei es, die Rechtschreibreform abzuschaffen, berichtete ein Sprecher. In dem Verein sind die Initiativen 'Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform', 'Wir Eltern gegen die Rechtschreibreform' und 'Juristen kontra Rechtschreibreform' zusammengeschlossen.“)
  • mm (d.i. Michaela Moritz): „Ein nicht zu verantwortender Luxus“. In Schwaig formieren sich überzeugte Gegner der Rechtschreibreform. In: Nürnberger Anzeiger, Ausgabe Südost 07.08.1997, S. 4.
  • mm (d.i. Michaela Moritz): „Ein nicht zu verantwortender Luxus“. In Schwaig formieren sich überzeugte Gegner der Rechtschreibreform. In: Nürnberger Anzeiger, Ausgabe Nordost 20.08.1997, S. 2
  • Mit Literatur und Sarkasmus gegen die ungeliebte Reform. Bekannte deutsche Autoren lasen in Weilheim „Für die Einheit der Orthographie“. In: Weilheimer Tagblatt 13.10.1997
(„Dank und Freude an die zahlreichen Unterstützer der von Denk gegründeten Initiative „WIR gegen die Rechtschreibreform“, Zuversicht darüber, daß diese 'an ihrer Miserabilität scheitern' werde. Diese Zuversicht teilten auch Denks engagierte Mitstreiter ... : Matthias Dräger, der in Schleswig-Holstein ein Volksbegehren auf den Weg gebracht hat, Prof. Carsten Ahrens und Ehefrau Gabriele Ruta, die Gleiches für Niedersachsen geleistet haben, der Schweizer Journalist Stefan Aerni, der Pädagoge Manfred Riebe und der Gymnasiast Johannes Weller, die bundesweit Lehrer und Schüler gegen die Reform mobilisiert haben.“)
  • Michael Brackmann: Das aktuelle politische Buch. Protest gegen die „Rechtschreib-Diktatur“. Dokumente von 50 Initiativen - Geht es um Verlegerprofite? In: General-Anzeiger 05.02.1998, S. 4 (Rezension von „Der 'stille' Protest“)
  • Ärger über das Verhalten des Kultusministers: Gegner der Orthografie-Reform verlassen die CSU. In: Nürnberger Zeitung 07./08.03.1998, S. 20, Blickfang S. 1: „Rechtschreibreform: Gegner verlassen CSU“
  • Wegen Rechtschreibreform. Denk und Mitstreiter verlassen CSU. In: Süddeutsche Zeitung vom 07./08.03.1998, S. 44
  • Denkzettel für CSU. Bayerische Rechtschreibkritiker verlassen unter Protest die Partei. In: Südwestpresse, Ulm, 07./08.03.1998, S. 2
  • Hans Peter Reitzner: Gilt in der „Spaßschule“ Deutsch nicht mehr viel? Das aktuelle Interview von Hans Peter Reitzner mit Manfred Riebe. In: Nürnberger Anzeiger vom 12. August 1998, S. 1 [11]
  • (Re)Formfehler - Die unendliche Geschichte der Vereinfachung der deutschen Rechtschreibung. Fernsehaufzeichnung des Interviews von Jens Hänisch mit Manfred Riebe als Vertreter des Vereins für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. (VRS). Mitteldeutscher Rundfunk - MDR-Fernsehen, „MDR aktuell“, 5. Februar 2004, 21.45 Uhr

http://www.mdr.de/mdr-aktuell/1195057.html http://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/1194653.html

  • Kai Kappes: Wikis kleine Schwestern: Franken-Wiki und Co. Das größte Nachschlagewerk im Internet hat zahlreiche Ableger, auch in der Region. In: nordbayern.de vom 8. September 2011 - nordbayern.de
  • Hans-Peter Kastenhuber: Reise zu den Inseln der alten Rechtschreibung. Beim Satiremagazin „Titanic“ zieht man Phantasie jeder Fantasie vor — Rowohlt erfüllt Daniel Kehlmann gerne seine Wünsche. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 10 vom 12. Januar 2013, S. 3 - DIE DRITTE SEITE - NN [12] (Auszug: „Still ist es um die einst leidenschaftlich kämpfenden Reformgegner geworden. Aber ganz aufgegeben haben sie nicht. Manfred Riebe aus Schwaig bei Nürnberg war in der Hochzeit des Regelkampfes Mitbegründer des Vereins für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege. Der pensionierte Lehrer verweigert sich den neuen Regeln konsequent. Diese Prinzipientreue hat ihren Preis. Weil Riebe auch als Wikipedia-Autor nicht von ihr abrücken wollte, durfte er irgendwann nicht mehr mitschreiben an der Online-Enzyklopädie. Als es ihm beim regionalen „Franken-Wiki“ ähnlich ging, startete er „NürnbergWiki“ — seine eigene kleine Insel der alten Rechtschreibung.“)
  • Paula Wöger, Stefanie Goebel: K.o.-Tropfen: Passt gut auf eure Drinks auf! Nicht nur junge Leute werden Opfer der gefährlichen Substanzen, die nur wenige Stunden nachweisbar sind. In: Nürnberger Nachrichten vom 26. April 2014, S. 8 - NN
  • Beate Lakotta: Alles auf Anfang. Ab nächster Woche findet in Regensburg das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath statt. Er hat angekündigt, seine Unschuld zu beweisen. In: DER SPIEGEL Nr. 27 vom 30. Juni 2014, S. 30 f. - https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2014/27/127862076 Darin heißt es auf Seite 31, Spalte 3: „Eine der angeblichen Schwarzgeldschieberinnen hingegen, eine ehemalige HypoVereinsbank-Mitarbeiterin, wehrt sich in erster Instanz erfolgreich mit einer Zivilklage gegen den Betreiber der Seite NürnbergWiki. Sollte der Mann weiter Mollaths Beschuldigungen gegen sie verbreiten, muss er bis zu 250.000 Euro Strafe zahlen: Weder sei der Frau gekündigt worden, wie Mollath behauptet hatte, noch gehe aus dem berühmten Revisionsbericht der Bank hervor, dass sie Schwarzgeld hinterzogen habe, sagte der Richter: Es gebe kein Recht, unwahre Behauptungen zu verbreiten.“

Richtigstellung: Es war nicht die erste Instanz, sondern ein Vorverfahren in Gestalt eines Antrags auf einstweilige Verfügung. Gegen das Verfügungsurteil wurde Berufung eingelegt, weil der Beklagte die ihm von der Klägerseite unterstellten Behauptungen über die Klägerin nicht aufgestellt hat. Diese wurden von der Klägerin für ihre eidesstattliche Versicherung konstruiert. Manfred Riebe, 06.07.2014

  • Jochen Nützel: Mollath-Gutachter (d.i. Dr. med. Klaus Leipziger) klagt gegen NürnbergWiki. Am Freitag wird gegen den Betreiber des Internet-Lexikons „NürnbergWiki“, Manfred Riebe, vor dem Bayreuther Landgericht verhandelt. In: Fränkischer Tag vom 3. Juli 2014, Region /Bayreuth - infranken.de
  • Helmut Reister: Mollath-Unterstützer auf Schmerzensgeld verklagt. Chefarzt kämpft um seinen Ruf. Manfred Riebe, Betreiber der Internet-Plattform „NürnbergWiki“, und der Chefarzt des Bayreuther Bezirkskrankenhauses Dr. Klaus Leipziger, streiten sich vor Gericht. Ein Nebenkriegsschauplatz im Fall Mollath. In: Nürnberger Zeitung Nr. 152 vom 5. Juli 2014, S. 16 - [ NZ] (Falsch: „Unter anderem äußert er Zweifel [...] an dem rechtmäßigen Zustandekommen von dessen Dissertation.“ Das stimmt nicht und ist vermutlich eine Verwechslung mit dem Plagiatssucher Martin Heidingsfelder; denn Helmut Reister schreibt: „Darüber hinaus unternimmt der Chefarzt auch juristische Schritte gegen Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder, der ihn im Internet ebenfalls heftig kritisiert hatte. Auch von ihm will Leipziger Schmerzensgeld.“ Manfred Riebe, 06.07.2014)
  • Chefarzt Leipziger bleibt im „NürnbergWiki“. In: Radio Mainwelle vom Freitag, 25. Juli 2014 - 9:29 - mainwelle.fm
  • mso: Chefarzt Leipziger bleibt im „NürnbergWiki“. In: Radio Galaxy vom Freitag, 25. Juli 2014 - radio-galaxy.de
  • NürnbergWiki verurteilt. Foto von Mollath-Gutachter muss raus. Der Betreiber der Online-Enzyklopädie NürnbergWiki, Manfred Riebe, muss ein Foto und Details über den Chefarzt der Bayreuther Psychiatrie und Mollath-Gutachter, Klaus Leipziger, löschen. Der Artikel an sich darf aber bleiben. In: Bayerischer Rundfunk, B5 aktuell vom 25. Juli 2014 - br.de

Querverweise

Sachartikel

Personenartikel

Justiz- und Psychiatrieopfer

Netzverweise

  • Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ - im Netz
  • Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ - Wikipedia
  • Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V. (VRS) - im Netz

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. * Erläuterungen: Ein Intelligenztest während des Studiums ergab, daß ich einen IQ von 150 habe. Daß das eine Hochbegabung bedeutet, sagte man mir nicht. Daß ich nicht dumm bin, wußte ich. Daß ich keine Zeit und nur Lust zum Lernen kreativer Dinge hatte, wußte ich auch. Jedenfalls hatte ich den Intelligenztest mit der Bemerkung beendet: „Reicht das schon, oder soll ich den Test fortsetzen?“ Im Gymnasium zeigte sich meine Hochbegabung, ohne daß ich diesen Begriff kannte, erstmals in der Unterprima des Alexander-von Humboldt-Gymnasiums. Als mir nämlich mit der Not 5 in Mathematik das Sitzenbleiben drohte, zahlten meine Eltern erstmals fünf Nachhilfestunden, die ich zusammen mit dem Sohn eines Stadtrates erhielt. Jeder zahlte fünf Mark pro Stunde. Das „Riebe-Büble“ erregte den Zorn des eitlen Schulleiters, der keine Widerrede duldete, ab und zu durch vorlaute Antworten, die dessen Intelligenz in Frage stellten. Dieser freche Schüler sollte einen Dämpfer erhalten und war vom Schulleiter, in dessen Anwesenheit vor lauter Angst jedes Gespräch erstarb, zum Sitzenbleiben vorgesehen. Jedenfalls sagte mein Mathematiklehrer, Dr. Brüstle, bei der nächsten Schulaufgabe, um ein Abschreiben durch mich zu verhindern, ich möge meine Bank an die Tafel schieben. Ergebnis: Ich schrieb als einziger die Note 1. Nicht einmal unser Klassenprimus oder unser Mathematikgenie, der Sohn des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Meersburg oder der Klassensprecher, hatten die Note 1, sondern ich. Dieses große Wunder sprach sich im Lehrerzimmer herum. Es wiederholte sich zwar nicht, aber kleine Wunder; denn ich schrieb dann auch ohne Nachhilfeunterricht Zweier. Unser Englischlehrer kam und sagte, seine Tochter bräuchte auch Nachhilfeunterricht in Mathematik. Der Stadtratssohn, der mit mir die Nachhilfestunden absolviert hatte, lag im Notenmittelfeld, obwohl er, wie allgemein üblich, hätte spicken können; denn zwei Drittel der Klasse hätten den schwierigen Stoff ja eigentlich schon beherrschen müssen. Was trotz Intelligenz fehlte, war das fortgesetzte Einüben und Festigen dieses furchtbar trockenen, die Schüler jahrelang plagenden, anödenden Stoffes. Kein Lehrer konnte ihn so darbieten, als handele es ich im Sugarbaby Marilyn Monroe oder eine andere Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe. Ganz selten wurde meine Begabung später auf höherem Niveau dokumentiert. So erinnere ich mich an eine Hausarbeit in Allgemeiner BWL, bei der ich als einziger von 500 Seminarteilnehmern im vollen Heilig-Geist-Saal in Nürnberg von Professor Dr. Hanns Linhardt die von mir erstrebte Note 1 erhielt.
    Daß ich dann in der Diplomarbeit die Note 1 erhielt, war für mich selbstverständlich; denn ich hatte viel Zeit und Geld investiert. Ein Mitabsolvent bot mir an, ich möge für ihn gegen gute Bezahlung seine Doktorarbeit schreiben. Sehr dünne Bretter werden als Doktorarbeiten auf dem Niveau einer schlechten Seminararbeit gebohrt, abgeliefert und als Plagiat aufgedeckt. Daher weiß ein intelligenter Mensch, daß man mit dem „Beruf“ eines „Ghostwriters“ schnell zum Millionär werden kann. Aber es ist kein vorzeigbarer Beruf. Oder aber doch? Denn die Bücher Prominenter und von Politikern und auch deren Reden entstehen auf diese Weise, wie zum Beispiel die Lebenserinnerungen von Joachim Gauck. Politiker beschäftigen in ihrem Büro mehrere Assistenten als „Ghostwriter“. Übrigens: Wieviel leeres Stroh Politiker dreschen, zeigte Loriot in seiner berühmten Bundestagsrede. Und noch eine Anstrengung führte zum erstrebten Ergebnis: Unter neun Referendaren, die an der Berufsschule in Lauf an der Pegnitz deren Unterricht an einem einzigen Tag geprüft wurde, erhielt ich als einziger die Note 2. Das sprach sich herum; denn ich war in keiner Studentenverbindung und hatte auch nicht das CSU-Parteibuch. Ich hatte wie alle einen wohlwollenden Seminarlehrer StD Hans Meixner, der sich mit mir über meinen Erfolg freute. Manfred Riebe, 02.08.2018
  2. Politik- und Kommunikationswissenschaft bei Franz Ronneberger
  3. Manfred Riebe: Freistellung gemeinsamer Schwerbehindertenvertretungen von ihrer beruflichen Tätigkeit - Zum Beschluß des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes zur Freistellung einer gemeinsamen Schwerbehindertenvertretung an Schulen. In: Zeitschrift für Personalvertretungsrecht (ZfPR), Hrsg.: Bundesleitung des Deutschen Beamtenbundes, Bonn: DBB Verlag, Nr. 4, Juli/August 1994, Seite 132–136, ISSN 0934-9677
  4. Mehr Verwirrung als Vereinfachung befürchtet. Podiumsdiskussion machte die Schwächen der Rechtschreibreform deutlich. In: Nürnberger Zeitung vom 23. Dezember 1996, S. 11
  5. Die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ beantwortete die schulischen Fragengruppen III und IV des Fragenkatalogs des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtschreibreform für die mündliche Verhandlung am 12. Mai 1998, Az.: 1BvR 1640/97. Darin wurden insbesondere auch die Aussagen mancher Kultusminister, es gebe einen Fehlerrückgang von 50 Prozent überprüft. Die Lehrerinitiative hielt eine Beantwortung auch deshalb für notwendig, weil die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Deutsche Philologenverband (DPhV), die im Juli 1997 ein Bündnis mit den Jugend- und Schulbuchverlagen („Ja zur Rechtschreibreform! Nein zu neuen Irritationen!“) eingingen, im Widerspruch zur Wirklichkeit von Vereinfachungen durch die Rechtschreibreform sprachen. Im Gegensatz zu den vagen Angaben der GEW und des DPhV haben Studiendirektoren der Lehrerinitiative Fehlerstatistiken geführt. Das Ergebnis ist, daß sich die Zahl der Rechtschreibfehler infolge der neuen Rechtschreibung erhöht. Diese böse Erfahrung machte auch die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung. Mit Hilfe von 20 Duden-Redakteuren erstellte sie am 20.08.1998 zur Probe den überregionalen Teil in neuer Rechtschreibung und machte trotz der Duden-Hilfe 40 Prozent mehr Fehler. Das Ziel der Reformer, die Zahl der Rechtschreibfehler zu senken, wurde ins Gegenteil verkehrt! Eine besonders faule Frucht der Reformer ist die ß/ss-Regelung: Durch sie steigen die Fehlerzahlen stark an. Sie war als Füllmaterial erforderlich, um überhaupt eine Reform nötig erscheinen zu lassen. Auf diese Weise hilft sie den Verlagen und Medienkonzernen, Geschäfte zu machen. Die ß/ss-Regelung ist der Silikonbusen der Rechtschreibreform. Sie täuscht Volumen vor, wo keines vorhanden ist.
  6. Benutzer Diskussion:Manfred Riebe - RegioWiki
  7. Im Franken-Wiki der Nürnberger Zeitung wird Gustl Mollath nicht erwähnt.
  8. Manfred Riebe (Nürnberger Rede)
  9. * Anmerkung: Daß ein Kantor ein Vorsänger ist, weiß man. Dr. Meyer kannte meine à capella Vorsängerstimme auch aus seinem Hauskreis. Von sich behauptete er immer, er könne nicht singen. Ich antwortete ihm immer, jeder könne singen, die meisten seien nur fehlmusikalisch. Ein Pauker, so nennt man einen Rohrstockpädagogen, habe ihm vermutlich einmal im Kasernenhofton jegliches gesangliche Talent abgesprochen. Diese Herabsetzung ist ein Trauma, so wie dieser Nichtpädagoge ein Trauma für alle Schüler war und ist. Über seine Ängste, à capella singen zu müssen, hat der katholische Multiinstrumentalist und ehemalige Ministrant Ernst Scherzer sehr anschaulich berichtet. Ich selber hatte einen Musiklehrer, der am Flügel spielte und den Schülern Schallplatten vorspielte, aber die Schüler nicht singen ließ. Dabei gibt es so schöne Knabenchöre. In der katholischen Stadt Konstanz hatte er doch vornehmlich Ministranten in seinem Unterricht. Und die mußten in ihrer jeweiligen Kantorei singen. Wenn der Stimmbruch kommt, dann singen die Schüler als Männer weiter als Tenor und Baß. Wovor hatte dieser Musiklehrer Angst? Konnte er keine Partitur lesen? Musiktheorie ist keine Musik! Wolfgang Amadeus Mozart oder Carl Orff vorzuspielen, ist nicht so anstrengend, wie mit einem Knabenchor zu üben: Sopran, 1. Tenor, 2. Tenor und Bässe, und die Knaben zu dirigieren. Eine Musikstunde pro Woche war zu wenig. Selbst während meines Referendariats gab es keine Übungen in Stimmbildung und Rhetorik. Meine Stimme muß wohl recht angenehm geklungen haben. Jedenfalls sang ich in der Evangelischen Studentengemeinde unter dem Studentenpfarrer Hermann von Loewenich, im Heilig-Geist im Studentenchor als Gast mit. Der Chorleiter sagte unvermittelt, ich sei wohl ein „Windsbacher“. Ich wußte damals nicht, daß das ein hohes Lob bedeutete. Ich mißverstand es, ich sei ein „Windbeutel“. Ich war beleidigt und blieb weg!
    Im Rückblick betrachtet hätte ich Gesangs- und Schauspielunterricht nehmen müssen. Ich erkannte schon während meines Studiums ein wenig diese Bildungs- und Studienlücke und besuchte zwecks Stimmbildung und Rhetorik an der Volkshochschule Nürnberg bei Frau Schneider-Höllfritsch einen Rhetorik-Kurs. Zur Kontrolle kaufte ich mir ein Grundig-Tonbandgerät, um in meinem Zimmer im Studentenwohnheim meine Stimme in meinem Vortrag zu hören. Manfred Riebe, 01.08.2018
  10. * Frage: Da sie mich nicht kennt, verstehe ich ihren Wunsch nicht: „Frieden auf Erden kann nur sein, wenn jeder den Frieden in sich pflegen und weitergeben würde.“ Manfred Riebe, 11.08.2018
  11. Zitat: »Zur Anhörung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, das die Klage gegen die Rechtschreibreform letztlich abgewiesen hat, war als einer der wenigen Reformgegner der „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege“ mit Sitz in Schwaig bei Nürnberg geladen. Sein Vorsitzender Manfred Riebe (59), Oberstudienrat an einer Berufsschule in Nürnberg, unterrichtet das Fach Deutsch. Zusammen mit Friedrich Denk, dem Gründer der Initiative „Wir gegen die Rechtschreibreform“ in Bayern, und Norbert Schäbler, dem Leiter der „Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Bayern“, trat Riebe im März aus Protest gegen die Haltung zur Reform sogar aus der CSU aus.«
  12. Die Überschrift „Reise zu den letzten Inseln der ‚alten Rechtschreibung’“ soll suggerieren, daß nur noch wenige Bürger die traditionelle Duden-Rechtschreibung verwenden, die neue Schulschreibung von 1996 ff. habe sich durchgesetzt. Die Situation ist gerade umgekehrt.

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